Sie sind nicht angemeldet.

  • »Rainer von Bargen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 602

Registrierungsdatum: 10. August 2005

Wohnort: Drochtersen

Beruf: SHK, selbstständig

  • Nachricht senden

1

Freitag, 19. Oktober 2018, 15:17

Verstärker Bruns 4503 zu Laut

Hallo. Zur besseren Erklärung:
In unserer Infrorotsauna ist ein schrottreifes Billigradio mit Aux u. Usb eingebaut. Leider kein CD. Also alter CD Player Denon CD 695, über Kopfhörerausgang in den Aux Eingang des Saunaradios. Es funktioniert zwar, kann den CD Player auch fernbedienen , damit auch die Lautstärke ändern, aber bei leiser Spiellautstärke hört man ein deutliches nerviges Pfeiffen. Dieses erzeugt das Billigradio, da auch ohne Auxeingang das Pfeiffen nicht aufhört.
Ich habe also diesen alten Polnischen Verstärker Bruns 4503 aus der Versenkung geholt u. angeschlossen. Die Lautsprecher in der Sauna hatte ich schon vorher gegen 2 Stk 13cm Breitbandlautsprecher, aus einem PKW, getauscht, was sich auch schon besser als vorher anhört. Also Lautsprecher mit 4 Ohm. Die Lautsprecherleitungen habe ich vom Saunaradio getrennt u. an den Bruns angeschlossen.
Das Problem ist, dass ich den Verstärker kaum so leise stellen kann, das er ordentlich funktioniert. Zwar kann ich den CD Player über die FB um 12 DB dämpfen, was jedoch nicht reicht.
Bei anderen Verstärkern gibt es schonmal eine Taste mit 30 DB Absenkung, damit die Feineinstellung im unteren Lautstärkebereich , besser ist. Dieser hat sowas leider nicht.
Bis auf das Problem der Feineinstellung lässt sich jetzt die Musik ohne Pfeiffen u, anderen Nebengeräuschen, klar abspielen.

Jetzt meine Frage: Kann ich mir so eine DB Dämpfung, am besten am Lautspecherausgang nachbauen, oder hat jemand noch eine bessere Idee.

Gruss
Rainer

Beiträge: 3 337

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

2

Freitag, 19. Oktober 2018, 16:58

Hallo Rainer,

bei Youtube gibt es ein Video zum bruns 4503.
Es wird auch mal die Rückseite gezeigt. Da kann man lesen, daß die Lautsprecher >= 8 Ohm haben sollten.

Die Schaltung des Gerätes gibt es bei elektrotanya unter der Bezeichnung Unitra Diora WS-418.

Einen Abschwächer bastelt man sich ganz einfach aus 2 mal 2 Widerständen:
Jeweils einen in Serie mit dem L & R-Ausgang des CD-Players (irgendwas zwischen 10...20 kOhm) und von dessen anderem Ende jeweils einen nach Masse. Wenn du für den 1/9 des ersten Widerstandswertes nimmst, hast du am Abgriff 1/10 der Spannung, entsprechend -20 dB. Den Widerstand kannst du so wählen, daß du die gewünschte Abschwächung bekommst, sie beträgt R2/(R1+R2). Die beiden Abgriffe verbindest du mit den Tuner- oder Aux-Eingängen des Verstärkers. Die haben einen Eingangswiderstand um 330 KOhm, der deshalb nur unwesentlich in die Abschwächung eingeht.

Ein Abschwächer zwischen Verstärker-Ausgang und Lautsprecher ist immer nachteilg, weil damit die Dämpfung der Eigenresonanz der Lautsprecher noch schlechter wird, als sie meist sowieso schon ist. Das würde insbesondere für einen 4 Ohm Vorwiderstand zutreffen, falls du auf die Idee kommst, damit die Impedanz auf >= 8 Ohm anzuheben.

MfG Kai

  • »Rainer von Bargen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 602

Registrierungsdatum: 10. August 2005

Wohnort: Drochtersen

Beruf: SHK, selbstständig

  • Nachricht senden

3

Freitag, 19. Oktober 2018, 17:37

Danke Kai. Wenn ich andere Lsp. Einbaue mit 8Ohm, würde das das Problem lindern? Oder einen hochwertigeren Poti für die Lautstärke?

Beiträge: 3 337

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

4

Freitag, 19. Oktober 2018, 17:50

8 Ohm Lautsprecher wären auf jeden Fall betriebssicherer.
Wenn mal jemand versehentlich den Verstärker voll aufdreht oder durch zu hohe Eingangsspannung aufbrüllen läßt, sind die Endstufen gefährdet. Die werden nämlich mit +- 37 Volt betrieben. Wenn da 30 Volt rauskämen, ergäbe das an 4 Ohm 7,5 A Spitze. Da scheinen zwar 2,5 A Sicherungen in Serie zu liegen, aber bis die ansprechen, könnte es den Transistoren schon zu heiß geworden sein.
Mit 8 Ohm sollen sie aber zurechtkommen.

Der beschriebene kleine Abschwächer ist das Einfachste und Billigste, was man da machen kann (und völlig ausreichend).
Leider habe ich keine Angabe zur Eingangs-Empfindlichkeit entdeckt.
Fall sie zB 200 mV beträgt und aus dem CD-Player 1 V rauskommt, wäre eine Abschwächung auf 1/5 angezeigt, es sei denn du hast es in der Saune gerne leiser.
Statt des festen Abschwächers kannst du natürlich auch ein logarithmisches Stereo-Potentiometer mit zB 22 kOhm zwischen die Geräte schalten.

MfG Kai

  • »Rainer von Bargen« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 602

Registrierungsdatum: 10. August 2005

Wohnort: Drochtersen

Beruf: SHK, selbstständig

  • Nachricht senden

5

Samstag, 20. Oktober 2018, 11:12

Hallo Kai, ich habe mir mal den Schaltplan angesehen. Da gibt es ein Poti R409 u. R410 zwischen Vorstufen u. Endstufen, das wird wohl der Lautstärkeregler sein steht dran 50K MN. 50 KiloOhm wahrscheinlich, aber was bedeutet MN ?
Kann ich meinen Wunsch, der feineren Einstellung im Leisehörbereich, event. durch Tausch dieses Potis gegen einen Besseren, Anderen, erreichen, u. wenn welcher Wert. Ich denke nähmlich das der Poti nicht mehr der Beste ist.

Gruss
Rainer

Beiträge: 3 337

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

6

Samstag, 20. Oktober 2018, 16:35

MN steht für "logarithmisch", das übliche für Lautstärkesteller.
Wenn du das durch ein neues ersetzst, verhält sich das genau, bzw kratzt vielleicht weniger.
Wenn du zwischen dessen heißen Anschlüssen und dem Balance-Potentiometer davor 470 kOhm einfügst, ergibt das eine Pegelabsenkung von etwa -20 dB.

MfG Kai
Nachtrag: Das muß ich korrigieren: Da der Eingangswiderstand der Endstufen anscheinend <15 kOhm ist, gilt das oben gesagte nur bei niedrig eingestelltem Poti. Steht es am oberen Anschlag, wären eher 100 kOhm angezeigt, wenn -20 dB gewünscht sind.