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31

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 16:22

Im Schaltbild des Denon liegt die Signalmasse an Pin 1,
das Signal des Cinch-Ausgangs über 300 Ohm an Pin 3,
das invertierte Signal über 312 Ohm an Pin 2.
Daran ist nichts "falsch". Was andere "hot" und "cold" Signal nennen, ist willkürlich und belanglos, solange man nicht noch mehr Lautsprecher laufen hat, deren Phasenlage zu anderen passen soll.

MfG Kai

32

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 18:52

Bevor hier was durcheinander kommt, die üblichen Hifigeräte mit Metallgehäuse entsprechen den Forderungen für die Schutzklasse II. Netzpotenzial führende Leiter müssen halt doppelt oder verstärkt isoliert sein, das kann durch aus innerhalb des Metallgehäuses passieren.

Gerät mit der Schutzklasse III sind Gerät mit Schutzkleinspannung ohne direkte Verbindung mit dem Netzpotenzial. Das können Batterie oder Akkugeräte sein.
Ein eventuell daran angeschlossenes externes Netzteil muss dann wieder bestimmte Voraussetzungen vorweisen. Der Schutzleiter darf aber auch von dort nicht ans Gerät weiter gegeben werden.

Was die XLR Belegung betrifft, das ist keine Fehlkonstruktion.
2 als „Cold“ und 3 als „Hot“ ist die alte „amerikanische Belegung“. Bei älteren Geräten trifft man sie schon mal häufiger an.

Gruß Ulrich

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33

Mittwoch, 26. Oktober 2016, 22:35

Hallo,

ich habe beruflich (Leuchtenbranche) ebenfalls viel mit Schutzklassen zu tun.

Wie Ulrich schon richtig schrieb, bedeutet Schutzklasse II in dem Fall eines Gerätes mit Metallgehäuse, dass alle Netzpotential führenden Leitungen doppelt/verstärkt isoliert sein müssen.
Ebenso muss sichergestellt sein, dass ein sich lösender, aktiver Leiter nicht mit berührbaren Teilen in Kontakt kommen kann, welche aktiv werden können (z.B. dem Blechgehäuse).

Verboten im eigentlichen Sinne ist es nicht, ein Schutzklasse II - Gerät mit dem Erdleiter zu verbinden. Technisch gesehen wäre es sogar ein doppeltes Sicherheitsnetz.

ABER: Das ersetzen der 2-adrigen Netzzuleitung gegen ein 3-adriges stellt einen unzulässigen Eingriff in das Gerät dar, der so vom Hersteller nicht vorgesehen wurde. Von Garantie-Wegfall und u.U. verschlechteter EMV mal abgesehen, haftet derjenige, der diese Änderung vornimmt, voll für eventuelle Schäden!

Das Verbinden des Gehäuses eines geerdeten Gerätes mit dem Gehäuse des Schutzklasse II - Gerätes liefert im Übrigen ja das selbe Ergebnis: Das Gehäuse des SK II - Gerätes ist dann mit dem Erdleiter verbunden, nur mit dem (angenehmen) Nebeneffekt, dass man eben keinen unzulässigen Eingriff in das Gerät vornimmt :-).

Gruß,
Klaus

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34

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 08:18

Danke Klaus, für die aufklärenden Sätze.......nun sollte dazu keine Frage mehr offen sein, oder ?
M.f.G.
justus



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35

Donnerstag, 27. Oktober 2016, 09:34

Hallo Klaus,

Vielen Dank für diese Aufklärung. Das bestätigt meine Annahme, es ist (neben den Risiken) ein versicherungstechnisches Problem. Nun, auf dieses Eis werde ich mich nicht begeben. ;)

Dieser Satz von Dir hier beschreibt es eigentlich perfekt:

"Das Verbinden des Gehäuses eines geerdeten Gerätes mit dem Gehäuse des Schutzklasse II - Gerätes liefert im Übrigen ja das selbe Ergebnis: Das Gehäuse des SK II - Gerätes ist dann mit dem Erdleiter verbunden, nur mit dem (angenehmen) Nebeneffekt, dass man eben keinen unzulässigen Eingriff in das Gerät vornimmt :-)."

Dies sollte durch die Verbindung mit dem XLR- Kabel über dessen Schirm eigentlich gewährleistet sein. (Vorverstärker SK II --> XLR- Kabel --> Endverstärker SK I) Da es aber trotzdem brummt (und aufhört, wenn ich den Schutzleiter an das Gehäuse halte) hängt der Schirm vom XLR möglicherweise irgendwo in der Luft. Ob das jetzt im Denon oder in beiden Aktivboxen ist, werde ich überprüfen. Das sollte sich finden lassen. Manchmal erkennt man den Wald vor lauter Bäumen nicht...

Vielen Dank nochmal an Alle, für die Diskussion.

Grüße, Rainer


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36

Dienstag, 1. November 2016, 11:34

Ursache der Brummerei gefunden

Hallo liebe Forianer,

nachdem ich mich am späten Freitag- Abend auf die Suche nach Quelle des Brummens gemacht hatte (mit den vielen, guten Ideen von Euch im Kopf), war diese dann auch alsbald gefunden: Die XLR- Buchsen in den Aktivboxen haben keine Verbindung von Pin 1 (Signal- Masse) nach der "Chassis- Masse", also dem Gehäuse. Das ist offensichtlich so gewollt, die Signalmasse geht über das kleine, graue Anschlusskabel auf die Eingangsplatine und verzweigt sich dort eher kleinteilig. Keine großen Masseflächen, wie man es eigentlich kennt. Die Platinen sind alle schön vom Gehäuse isoliert aufgebaut...



Beim Denon- Vorverstärker gibt es ebenfalls keine Verbindung zu XLR Pin 1. Daher fangen sich die Aktivboxen die Brummeinstreuung auf Grund der Kabellängen ein. (Kabel links: 5m, Kabel rechts: 7,5m)

Beim K-H- Vorverstärker und dem Behringer Mixer haben die XLR- Pins 1 jeweils galvanischen Kontakt zum Gehäuse. Der Schirm der Kabel wurde also von diesen Geräten aus geerdet, daher brummte es mit ihnen nicht.

So habe ich dann also eine Verbindung zwischen XLR1 und Gehäuse der Steckbuchse über einen niederohmigen Widerstandeingefügt:

Damit war der Brumm dann Geschichte.
»GDR 22« hat folgende Bilder angehängt:
  • RL900 Verstärker Box links.JPG
  • XLR Buchse links.JPG
  • geithain-anschluss-XLR-Neumann Lötseite.jpg

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Dienstag, 1. November 2016, 11:44

nachdem ich dann diverse Hörproben (auch noch mit anderen Leuten) genossen hatte, sind wir zu der Überzeugung gelangt, daß sich die Anschaffung des Denon nicht gelohnt hat.

Der Pegel aus dem XLR- Ausgang ist zwar ganz ok, reicht an die Möglichkeiten des Behringer- Mixers aber bei weitem nicht heran. Mit Denon kann man gut und auch mehr als Zimmerlautstärke hören. Mit Behringer kann man die Boxen voll ausfahren.

Und Klassik mit einer ordentlichen Abhör- Lautstärke ist einfach überwältigend. Die Dynamik, welche diese Boxen ohne die geringste Verzerrung rüber bringen ist der Hammer. Da staunte sogar ein alter Toningenieur wie mein Vater... :D :D

Fazit: Denon war ´ne Idee und hat eine Fernbedienung. Trotzdem wird er wieder gehen müssen und der "Vorverstärker" der Wahl heißt nach wie vor Behringer Mixer.

Grüße, Rainer

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38

Dienstag, 1. November 2016, 13:10

Erstaunt mich jetzt ein wenig. In einschlägigen PA Kreisen wird Behringer "Rauschinger" genannt.

Der Ruf der bisher über Behringer zu mir gedrungen ist, war alles andere als gut.

Vermutlich bin ich einseitiger Beurteilung aufgesessen.
Gruß
Manfred

2 x Grundig TS 1000. Jeweils wahlweise als 2Spur, 4Spur oder Autoreverse. Beide mit Dolby, drahtloser Fernbedienung, mit Op-Amp Ausgang zur Impedanz und Pegelanpassung und jetzt neu....die VU Meter zeigen Hinterband an. Tägliche Verwendung: Grundig SXV 6000, Grundig ST 6000, CF5500-2,TS 1000, Grundig A5000 und Dual 731Q an Canton Plus E Subwoofer. Werkstatt: Grundig V 5000, T6500 und Revox B77/HS. Im Esszimmer: Grundig V5000, T5000, CF 5500 und Grundig CF 5500-2./size]

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Dienstag, 1. November 2016, 13:52

moin moin,

ich habe auch einen behringer xenyx 302 usb als ausgabegerät welches am pc hängt und meine aktivboxen bedient.
desweiteren habe ich noch einen ultracurve pro 2496 in benutz.
das da was rauscht kann ich aber nicht sagen.
bisher kann ich nicht erkennen warum dieses (vor)urteil sich so hartnäckig hält.

reginald
Das wahre Verbrechen verübt die volkstümliche Musik am Gehörgang der Menschheit.
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Dienstag, 1. November 2016, 14:15

Der Denon ist spezifiziert mit 2V / 600 Ohm Ausgangsspannung (symmetrisch).
Wenn deine Monitore die meines Wissens übliche Studio-Normpegel-Empfindlichkeit von 1,55 V für volle Lautstärke haben, sollte das doch ausreichen.
Die Eingangs-Empfindlichkeit der "Hochpegel"-Eingänge ist mit 150 mV / 47 kOhm angegeben.
Das sollte auch ausreichen, aus jeder ( vorverstärkten) Quelle die genannte Ausgangsspannung zu erzeugen.
Insofern ist das von dir festgestellte Defizit merkwürdig.
Gibt es in den Monitoren vielleicht noch runtergedrehte Pegelsteller ?

Im Schaltbild des Denon ist Pin 1 der XLR-Buchsen mit Schaltungsmasse verbunden.

MfG Kai

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Mittwoch, 2. November 2016, 09:48

ich habe auch einen behringer xenyx 302 usb als ausgabegerät welches am pc hängt und meine aktivboxen bedient.
desweiteren habe ich noch einen ultracurve pro 2496 in benutz.
das da was rauscht kann ich aber nicht sagen.
bisher kann ich nicht erkennen warum dieses (vor)urteil sich so hartnäckig hält.


Guten Morgen,

das oben gesagte kann ich nur unterstreichen. Ich betreibe ein Behringer Eurorack UB1622FX pro und kann nur sagen- da rauscht absolut nichts. Auch wenn man die Regler ohne Eingangssignal aufjubelt- Totenstille. :sleeping: Wenn es bei dieser Firma also mal ein Rauschproblem gab- dann scheint das jetzt gelöst zu sein.

Kai, Du hast völlig Recht- der Ausgangspegel sollte dicke ausreichen. Aber der Vergleich ist auch etwas unfair, der Behringer hat einen max. Ausgangspegel von +22dBu... damit kann man schon mal ordentlich Feuer geben. Dazu muß der Line- Pegel des jeweiligen Kanals allerdings auch auf +4dBu geschaltet sein. Es gibt auch eine Schalterstellung für -10dB. Schon diese reicht völlig aus...

sicher, die RL900 sind mit Norm- Eingangspegel +6dBu spezifiziert. Ich sage ja auch das der Denon im Prinzip ausreichen würde. Aber der Behringer ist halt gewaltiger... ;)

Direkte Pegelregler, welche als solche eindeutig zu erkennen wären, gibt es bei den RL900 nicht. Ein paar feste Einstellregler sitzen auf den Platinen, aber da lasse ich tunlichst die Finger von... Leider habe ich für die Verstärker bzw. die Boxen- Elektronik keine Schaltungsunterlagen. Von Geithain selbst waren auch keine zu erhalten...

weitere Forschung betreffs der Ausgänge am Denon werde ich nicht weiter betreiben, dafür bin ich einfach zu selten zu Hause. Ich habe entschieden, das Gerät wieder abzustoßen. Und ansonsten freue ich mich, jetzt einfach nur sehr gut Musik hören zu können.

Viele Grüße, Rainer

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Mittwoch, 2. November 2016, 17:06

Ich besitze ein Schaltbild der RL900. Leider sind die Einstellungen der vorhandenen Regler da nicht beschrieben. Einen Pegelregler zur Änderung der Eingangsempfindlichkeit gibt es aber bei der RL900 nicht.

MfG, bitbrain2101
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Mittwoch, 2. November 2016, 18:44

Wow, super ! Kannst Du mir da eine Kopie / Scan zukommen lassen ? Da wäre ich sehr dankbar für.

Grüße, Rainer

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Donnerstag, 3. November 2016, 16:33

Das ist leider nicht so einfach. Die Pläne sind größtenteils auf einem ganz billigen A3 Papier gedruckt, das kurz vor dem Verfall steht. Ich besitze keinen Scanner für diese Größe und was da bei dem braunen Papier rauskommen würde weiss ich auch nicht. Bei den Lautsprechern geht doch ausser den Sicken und den Lautsprecher-Schutzrelais eigentlich nichts kaputt.

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Donnerstag, 3. November 2016, 16:40

Vielleicht geht ja noch DIN-A4-weise abfotografieren,
vom Ergebnis den roten Kanal nicht verwenden,
sondern nur blau oder blau und grün,
und danach in SW wandeln.

MfG Kai

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Donnerstag, 3. November 2016, 18:38

ja, das wäre wirklich toll.
Klar, kaputt geht da eigentlich nicht viel, aber ich würde die komplette Schaltung wirklich gern sehen. Sieht im Ganzen ja recht komplex aus.
Und wenn Deine Schaltungen sich bald auflösen, dann sollte man die auf alle Fälle irgendwie konservieren.

Die Idee von Kai klingt schon mal ziemlich gut.
Oder- falls Du jemanden kennst, der diese Größe scannen könnte- die Aufwandsentschädigung übernehme ich selbstverständlich.

Grüße, Rainer