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  • »frank1391« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 4. August 2012, 22:34

Hallo Forum,

es ist ja immer wieder und allerorten vom hervorragendem Klang von Röhrenverstärkern zu lesen. Die kosten dann aber riesig Geld.
Kann man eigentlich ein "altes" aber erstklassiges Röhrenradio so "entkernen", daß nur das Verstärkerteil übrig bleibt, ein neues Gehäuse drumherum bauen und dann in diesen speziellen Genuss gelangen, der Röhrenverstärkern nachgesagt wird? Welches "Dampfradio" würde sich da von der Klangqualität, den Regel- und Schaltmöglichkeiten und von den Ein- und Ausgängen anbieten? Hat das schon einmal jemand gemacht?

Gruß
Frank

Als Top-Röhrengeräte (vom Klang) werden im Netz die von Saba, etwa das Freiburg Vollautomatik oder das W5-3DS gehandelt.
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2

Samstag, 4. August 2012, 22:56

Hallo Frank,

wozu der Aufwand, ein funktionierendes und schönes altes Röhrenradio zu "entkernen "?

Einfach einen entsprechenden Lautsprecher (am besten eine Box, oder auch zwei) am Gerät anschliessen - evtl. den eingebauten LS abklemmen- und du hast, was du willst.

Bei mir ist schon seit langem ein Nordmende-Radio namens Tannhäuser mit zwei kräftigen ELL 80-Endstufen mein "Röhrenverstärker" für diverse Tonbandgeräte. Radio hören kann ich dank Nicht-Entkernung auch noch.

Und glaub´ mir: das klingt so schön, dass der neumodische HIFI-Kram sozusagen obsolet ist.

Gruß
Thomas
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3

Samstag, 4. August 2012, 23:46

Hallo,

das ist mMn eine super Idee. Ich hatte ebefalls das Nordmende Röhrenradio Parsifal in Stereo eine Weile in Betrieb. Vom Klang hervorragend!

Ein Manko sind die zu kleinen Ausgangsübertrager, die das Radio im Tiefbass nur allzu stark beschränken. Wenn genug Platz auf dem Chassis wäre, könnte man die gegen grössere tauschen und das wäre für mich eine grandiose Lösung.

Bei mir zu Hause stehen auch noch ein paar sehr schöne Röhreradios und warten auf Zuwendung. ;)

VG, Jan
Viele Grüße, Jan

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4

Sonntag, 5. August 2012, 09:20

Hallo Frank,

hier mal meine bescheidene Meinung aus eigener Erfahrung:

als die ersten CD Spieler auf den Markt kamen, habe ich einen davon mittels Adapter an ein großes Röhrenradio (Marke und Modell weiß ich leider nicht mehr) angeschlossen und war schon vom Klang der eingebauten Lautsprecher sehr angetan.

Nun dachte ich eben genauso, dass das doch noch besser gehen muss; dann aber auch an den vorhandenen externen Boxen.

Ich habe mehrere Röhrenverstärker nach erprobten Schaltungen selbst aufgebaut, immer mit den besten Übertragern und den edelsten Teilen. Ob Gegentakt mit EL84, SE mit B300 oder SE mit 6C33 und getrennten Mononetzteilen in eigenen Gehäusen, es klang immer sehr gut, aber irgendwie immer plüschig und warm. Da wo "Dur" drin war, klang es nach "Moll".
Zumal war die Dynamik immer echt behäbig.

Natürlich klang das schon so, wie man es von früher her kannte und es war auch irgendwie sehr sympatisch, mich hat es auf Dauer aber nicht befriedigt.

Nach meiner Erkenntnis ist eine Röhre nur dann in der Lage, sehr gute Ergebnisse abzuliefern, wenn entsprechende empfindliche Lautsprecher vorhanden sind, sprich: am besten Hörner mit einem Wirkungsgrad von mindestens 95 db. Ansonsten klingt es angenehm, aber träge.

Auch Versuche mit Pappen -Greencones u.a.- nach den Vorschlägen von Götz Wilimzig brachten nicht den für mich befriedigenden Klanggewinn.
Es war zwar schon spektakulär, was aus so alten Pappchassis rauszuholen war, aber es fehlte immer am oberen und unteren Ende, so dass der Mittenbereich überpräsent war.

Meine Lehre daraus: Röhrenradios klingen schön und angenehm, besser, als manche neue Stereoanlage, mehr aber auch nicht.

Wenn es schnell, dynamisch und druckvoll sein soll (so wie es sich eigentlich auch im Original vor der Bühne anhört), dann bitte mit guten Transistorgeräten, oder mit Röhrenendstufen, wenn wirkungsgradstarke Hörner gestellt werden können. Röhrenendstufen mit z.B. 15W an Lautsprechern mit 85db Wirkungsgrad klingen in etwa so, wie ein Porsche mit Dieselbenzin fährt.

Eine Röhrenendstufe mit 5W an einem z.B. Klipsch Eckhorn dagegen kann so traumhaft klingen und dynamisch aufspielen, dass es einen aus dem Sessel drückt.

Wie gesagt, meine persönliche Meinung.

Nur wenn es wirklich passt, macht es Sinn, ansonsten ist es eine nette Spielerei, mehr nicht.

Gruß aus Bärlin :winker:,
Peter
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5

Sonntag, 5. August 2012, 10:15

Zitat

grundig tk 240 postete
Hallo Frank,
wozu der Aufwand, ein funktionierendes und schönes altes Röhrenradio zu "entkernen "?
Hallo Thomas,

ich würde natürlich kein "schönes" Röhrenradio auseinandernehmen. Die haben für meinen Zweck den Nachteil, daß sie auch dann noch hohe bis sehr hohe Preise erzielen, also teuer sind.

Klar kann ich das Radio so betreiben wie es ist, ich denke aber an ein neues Gehäuse und an eine Anordnung, bei der man die Röhren sehen kann. So ein funktionierendes mit Gehäuseschaden, das wärs. Es soll auch nur der Verstärker sein, also muss zwangsläufig alles dem Zweck nicht Dienliche raus (Drehko, Skala, usw usw).

Zitat

pebrom postete.....Meine Lehre daraus: Röhrenradios klingen schön und angenehm, besser, als manche neue Stereoanlage, mehr aber auch nicht......

und

......Nur wenn es wirklich passt, macht es Sinn, ansonsten ist es eine nette Spielerei, mehr nicht.
Hallo Peter,

genau das, aber auch nicht viel mehr, ist mein Bestreben; es soll sich gut anhören und es soll gut aussehen. Ich bin bei weitem nicht so audiobesessen wie viele hier, vielleicht auch Du. Meine Ohren im fortgeschrittenem Alter lassen da eigentlich mehr auch nicht mehr zu.

Es soll eine nette Spielerei werden.

Gruß an Euch beide
Frank
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6

Sonntag, 5. August 2012, 11:01

Zitat

Es soll eine nette Spielerei werden.
Unter dieser Prämisse kann es natürlich Spaß machen, ich wünsche Dir viel Erfolg beim Löten und anschließend Freude beim Hören:kopfstand:.
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

7

Sonntag, 5. August 2012, 11:59

Hallo Frank,

ganz ehrlich: Zwischen Röhren- und Transistorverstärkern kann ich beim besten Willen keine Klangunterschiede heraushören und ich hatte wirklich vieles von beidem. ;)

Die Ausführungen vom "warmen Röhrenklang" und dergleichen, die man zur Genüge im Internet findet, kann ich nicht nachvollziehen. Klang kommt vom Lautsprecher und Geräte-Gehäuse und wie ich selber den Klangregler nach eigenen Wünschen eingestellt habe. :D

Mein Rat:
Am besten ausprobieren. :) Schließe mich meinen Vorschreibern an. Einfach mal einen Röhrenradio an den CD-/MP3-Player (oder Tonbandgerät etc.) anschließen und sich selbst ein (Hör-)bild davon machen. Im Idealfall hört es sich gut an und sieht gut aus. ;)

Gruß,
Manuel

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8

Sonntag, 5. August 2012, 13:01

Manuel,
dann bleibt bei Deiner Einschätzung nur der optische Eindruck, wenn die Röhren so vor sich her glühen. Aber das hat ja auch was.

An alle,
kann mir denn jemand sagen, wenn ich denn schon so was angehe, welches Radio sich da anböte.

Prämissen, die mir spontan einfallen:
guter Klang, Stereo HiFi
alles auf einer Baugruppe / chassis
Höhen- und Bässeregler
Balance
mehrere Eingänge
mehrere Ausgänge

Habe ich was vergessen?

Gruß
Frank
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9

Sonntag, 5. August 2012, 13:15

Hallo Frank,

ich kann dir nur empfehlen nach Radios zu suchen, die keinen hohen Sammler/Erhaltungswert haben und/oder auch sehr häufig gebaut wurden oder sich in einem schlechten Erhaltungszustand befinden
Zwei Monogeräte, sie leicht modifizieren vielleicht und los geht´s.

Auf der folgenden Seite kann man gut die Röhrenbestückung einzelner Geräte sehen und danach auf die Enstufenkonstruktion schließen:

http://home.arcor.de/walter.groer/schaltpl.htm

VG, Jan
Viele Grüße, Jan

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10

Sonntag, 19. August 2012, 12:10

Hallo Jan,
danke für die Tipps. Das Thema werde ich nicht sofort, aber doch einmal wieder in Angriff nehmen.

Gruß
Frank
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11

Sonntag, 19. August 2012, 22:33

Moin, moin,

Deine Idee, aus einem Röhren-Radio eine Röhren-Endstufe zu machen, ist nicht neu und die Ergebnisse werden seit Jahren vielfach in gewissen Auktionsplattformen zum Kauf angeboten.
Von den oben genannten Problemen ist dabei natürlich keine Rede.

Ich denke mal, ein Blick in die Röhren-Foren (Jogis Röhrenbude etc.) wird entsprechende Projekte zu Tage fördern.

Ein Problem bei den alten Geräten, und nicht nur bei den "Receivern", sondern auch bei anderen zeitgenössischen Röhren-Geräten, wird die aus heutiger Sicht unterdimensionierte Stromversorgung und Übertrager-Ausstattung sein.
Ob es Sinn macht, das zu ändern?

Wahrscheinlich wird ein Bausatz eines aktuellen Röhrenverstärkers eher die Ergebnisse erreichen, die Dir vorschweben. Auswahl gibt es jedenfalls genug.
Denn, ich bin sicher, es wird nicht dabei bleiben bei einem alten Radio die Klangregelung zu überbrücken. Wenn man erst einmal anfängt ...

Wie auch immer: Viel Spaß beim Basteln.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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12

Sonntag, 19. August 2012, 23:34

Hallo Frank,

...wenn Du gestattest, gebe ich meinen Senf noch dazu: ...den "warmen
Taunus-Sound" bekommst Du auch mit der richtigen Lautsprecher-Box
hin - auch am transistorisierten Verstärker.

(EDIT: ...aber viell. geht's Dir ja um das Basteln...)

Gruß

Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

13

Donnerstag, 18. Oktober 2012, 23:04

Man darf aber auch nich vergessen, dass es schwierig ist mit einem Röhrenradio neutral zu hören. Die Verstärker sind gesoundet, und zwar so, dass sie auf die integrierten Lautsprecher abgestimmt sind und das mit totaler Badewanne. Ein externer Lautsprecher klingt dann subjektiv ganz gut, aber eben immer gepaart mit der nicht abschaltbaren Loudness, auch beim Umschalten auf Sprache wird bei vielen Geräten die Loudness nicht abgeschaltet sondern nur abgesenkt. Sie ballert dann nicht mehr so rein.

Bei meinen alten Freiburgs muss man da echt aufpassen, wenn die ichtig aufgestellt sind, hat man das Gefühl man sitzt im Subwoofergehäuse, allerdings hat man auch dementsprechend Gehäuseresonanzen, die mit HiFi nix zu tun haben, insgesamt klingt das zwar ganz nett, aber das 3DS ist mir schon zu muffig, da fehlen einfach die oberen Höhen und auch beim 14er sind die eher matschelig, was aber allein an den Lautsprechern liegt, eine richtige Frequenzweiche gibts da halt nicht und nur ein Kanal hat nen Hochtöner.

Wenn man da externe Boxen dran anschliesst hat man auch einen dementsprechenden Klang, der auch nicht anders klingt, als ein Transistorverstärker mit eingeschalteter Loudness.

Der "Weichspüleffekt" setzt bei einem Röhrenverstärker auch erst ein, wenn man die Geräte strapaziert und die Röhren an ihre Grenzen stoßen. Sind dann noch Kondensatoren oder kaputt geht die Spannung natürlich eher in die Knie. Aber es gibt ja auch Röhrenamps, die bis 40 oder 50 Watt pro Kanal haben. Im "normalen" Bereich sollten die genau so sauber und klar wie ein Transistorverstärker spielen. Wenn ein Verstärker klingt ist er normalerweise eh gesoundet oder man hat halt die Klangregler eingeschaltet. Ist der Verstärker auf linear sollte einer wie der Andere klingen. Und auch ein Weichspüler wird bei vielen High End Firmen propagiert und mutwillig eingesetzt um den Leuten das besondere Röhrenfeeling und den Aufpreis besser verkaufen zu können.

Röhren sind teuer und werden nur noch in geringen Stückzahlen hergestellt, auch die Geräte dazu sind nicht all zu weit verbreitet, Transistoren sind günstig und ein kleiner Konsumerverstärker kann schon mindestens 2x25 Watt RMS Leistung mit gutem Klirr, das wird bei ner Röhre schon ziemlich teuer. Warum sollte ein Horn mit Röhre besser klingen als mit Transistor? Dann ist wie gesagt normalerweise Sounding im Spiel, aber wenn ein Lautsprecher 5 Watt Belastbarkeit hat muss man eben mit großen Verstärkern auch tierisch aufpassen...

LG, Tobi

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14

Donnerstag, 1. November 2012, 21:10

:) Hallo Thomas,
Du schreibst:

Zitat

grundig tk 240 postete
Bei mir ist schon seit langem ein Nordmende-Radio namens Tannhäuser mit zwei kräftigen ELL 80-Endstufen mein "Röhrenverstärker" für diverse Tonbandgeräte. Radio hören kann ich dank Nicht-Entkernung auch noch.
Thomas

Von Tannhäuser gibt es mehrere Modelle die eine Stereo-Wiedergabe ermöglichen. Darf ich fragen, welches Du besitzt? Oder besser gefragt, welches Modell ist für die Stereo Wiedergabe geeignet? Danke für Deine Zeit!
Netten Gruß
Rolf

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Donnerstag, 1. November 2012, 22:49

Hallo Rolf,

ich besitze zwei Tannhäuser: zum einen den 8004, mit eingebauten Lautsprechern. Zum anderen das Steuergerät 3004

http://www.bing.com/images/search?q=nordmende+3004&view=detail&id=7721A232FC4F3E89827C34841CB7D83A113056C9&first=1

ohne Lautsprecher. Beide sind technisch identisch, mit eingebauten Röhren-UKW-Decodern und 16 Watt Ausgangsleistung, was für ein Röhrenradio damals eine enorme Leistung war.

Und glaub´ mir: Die beiden Geräte würden keinen ernsthaften Frequenzgangtest bestehen, klingen aber unglaublich kräftig und bringen einen Bass (an Heco-Boxen angeschlossen), das sollte man nicht für möglich halten.

Wie gesagt, linear ist anders. Mir gefällt es aber. Röhrensound halt.
Kann ich nur empfehlen. Man bekommt sie auch, wirklich günstig sind sie allerdings nicht.

Gruß
Thomas
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Montag, 5. November 2012, 20:20

:) Gut'n abend Thomas,

herzlichen Dank für Deine Antwort!

Damit mein Anliegen besser verständlich wird, möchte ich kurz darauf eingehen dürfen. Ich stelle mir eine kleine Kette Röhrengeräte zusammen, um auch diesen

Zitat

grundig tk 240 postete
Wie gesagt, linear ist anders. Mir gefällt es aber. Röhrensound halt.
auch hören zu können. Eine G36, Dual 1019 sind schon in meinen Besitz, fehlt nur ein kleines schniekes Röhrenradio. :) Natürlich sollte auch Stereo in der Wiedergabe möglich sein. Hier möchte ich noch mal in meiner Fragestellung einhaken. Im Tunerbereich kann ich auf Stereo verzichten. Wichtiger wäre mir nur die Wiedergabe in Stereo der angeschlossenen G36 und Dual 1019. Ich gehe nun dann davon aus, dass der Kreis meiner suchenen Röhrengeräte größer wird. Berichtige mich bitte wenn ich falsch liege. Welche Geräte würden dann in Frage kommen? Hier bin ich nun nicht unbedingt Markentreu und schaue auch nach anderen schönen Töchter. ;)

Netten Gruß
Rolf

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17

Dienstag, 6. November 2012, 09:38

Moin Rolf,

wenn du auf Stereoempfang verzichtest, hast du eine Riesenauswahl an Radiogeräten, die NF-Stereo "können", also Wiedergabe von Band und Platte in Stereo. Auch die Preise sind für solche Radios deutlich ziviler als für Stereoempfangstaugliche Röhrengeräte. Alleine das Vorhandensein eines Röhren-Stereo-Decoders treibt die Preise in für mich nicht mehr nachvollziehbare Höhen.

Darum: Mono-Radio, Stereo der Rest.

Mit deinem Ansinnen und vor allem mit der Revox G36 rennst du bei mir offene Türen ein, ich finde dein Vorhaben großartig, meine Zustimmung hast du schon mal. Du weißt aber sicher, dass die G36 ein so hochwertiges Bandmaschinchen ist, dass sie vor allem an hochwertigen Verstärkern punktet ? Die ist schon fast zu schade für den Betrieb an einem profanen Röhrenradio...

Geräte gab es viele in der Vor-Stereo-Rundfunkzeit, dazu solltest du die Suchfunktion des Internets nutzen (Radiomuseum z.B.) oder darauf hoffen, dass die Tonbandfreunde dir weitere Empfehlungen geben. Auch im Dampfradioforum wird deine Frage mit Sicherheit erschöpfend beantwortet.

Ich nutze, gerne auch mal im Wechsel, folgende Geräte:

Saba Freudenstadt
Nordmende Parsifal
Blaupunkt Florenz
Loewe Opta Venus

Mittlerweile höre ich Musik nur noch über Röhrenradios und Röhrensteuergeräte, die HIFI-Anlage steht nur noch zum Angucken in der Stube. Es sind auch noch Musiktruhen da, die laufen in erster Linie. Auch zur Tonbandwiedergabe und zum Plattenhören.

Verrückt, ist aber so. Ich bin kein High-Fideler Mensch (mehr).

Noch was: Wenn du beabsichtigst, den 1019 an ein Röhrenradio anzuschliessen, bedenke bitte, dass du einen Vorverstärker vorschalten musst, der 1019 hat doch sicher schon ein Magnetsystem, oder ? Röhrenradios haben zwar alle einen Platte-Eingang, jedoch nur für die damals obligatorischen Kristall-Tonabnehmer.

Schönen Tach und Gruß
Thomas
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18

Dienstag, 6. November 2012, 16:01

Hallo Rolli,
hallo Thomas,

von mir auch noch etwas unmaßgeblichen Senf dazu. Sehr schön würde sich in der Kette auch Telefunkens Opus 2650 (2550) machen, dem man auch eine vorzügliche Klangqualität bescheinigt. Nähere Infos zu diesem Stereogerät (ohne eigene Lautsprecher) finden sich im Netz auf der Seite von Wegavision.

http://telefunken.pytalhost.eu/1965-1/HiFiStereo023.jpg
http://telefunken.pytalhost.eu/1965-1/HiFiStereo025.jpg
http://telefunken.pytalhost.eu/1965-1/

Grüße
Bernd
Gruß
Dreizack

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19

Dienstag, 6. November 2012, 17:10

Hallo Bernd,

vollkommen richtig, den Opus habe ich aber absichtlich außen vor gelassen, da dieser

a) auch Stereo-Empfang bietet,
b) somit nicht als "Beute" in Frage kommt, weil er ausserdem
c) recht teuer als Kaufobjekt

wäre.

Ansonsten, klar, mit 4*EL 95 ist der 2550 natürlich ein Knüller, der 2650 hat schon Transistor-Endstufen.

Dann können wir ja gleich den Saba Freiburg in einer seiner schönen und s..teuren Röhrenversion empfehlenb.
Oder den Nordmende Tannhäuser mit 2*ELL80.
Oder eine Vollstereo-Venus.
Oder einen dicken Philips Saturn u.ä.

Na, wir werden Rolf schon den Mund wässrig machen... ;-)

Gruß
Thomas
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20

Dienstag, 6. November 2012, 21:44

:) Das kann man wohl sagen, ich werde schon hektisch elektrisch! :)))))

Danke erst einmal für die vieeeeeeeeeele Information! Ich bin nur etwas unsicher, ob ich hier und jetzt dieses Thema fortführen kann, aber einmal darf man noch. ;)

Hallo Bernd,
also dieses Telefunken Opus 2650 (2550) macht schon eine gute Figur. http://www.ebay.de/itm/261121349173?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2649 .

Hallo Thomas,

Zitat

grundig tk 240 postete
Moin Rolf,
wenn du auf Stereoempfang verzichtest, hast du eine Riesenauswahl an Radiogeräten, die NF-Stereo "können", also Wiedergabe von Band und Platte in Stereo. Auch die Preise sind für solche Radios deutlich ziviler als für Stereoempfangstaugliche Röhrengeräte. Alleine das Vorhandensein eines Röhren-Stereo-Decoders treibt die Preise in für mich nicht mehr nachvollziehbare Höhen.
Darum: Mono-Radio, Stereo der Rest.

Ja, perfekt. So habe ich es mir gedacht!
Das Nordmende Tannhäuser mit 2*ELL80, oder eine Vollstereo-Venus, oder einen dicken Philips Saturn u.ä. haben nur einen Nachteil Thomas, sie sind einfach zu groß. :) Die werden mein Highboard zu sehr in Beschlag nehmen. Ich muss also bei den kleineren Geräten bleiben. Du hast mir aber schon sehr geholfen mit deinen Vorschlägen!

Zitat

grundig tk 240 postete
Noch was: Wenn du beabsichtigst, den 1019 an ein Röhrenradio anzuschliessen, bedenke bitte, dass du einen Vorverstärker vorschalten musst, der 1019 hat doch sicher schon ein Magnetsystem, oder ? Röhrenradios haben zwar alle einen Platte-Eingang, jedoch nur für die damals obligatorischen Kristall-Tonabnehmer.

Ohje, daran habe ich natürlich nicht gedacht. Danke für den Hinweiß. Ist das auch ein Problem mit den von Bernd vorgeschlagenden Geräten?

Danke für die Unterstützung!
Netten Gruß
Rolf

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21

Dienstag, 6. November 2012, 23:09

Hallo Rolf,

der verlinkte Opus ist sicher grundsätztlich ganz ordentlich, mich schreckt jedoch die Beschreibung etwas ab, zumal es sich hier um die Transistorversion handelt. Auch bei diesem dürfte - ist aber nur meine Mutmaßung - nur ein Eingang für einen Kristalltonabnehmer vorhanden sein. Jedoch ohne Gewähr, ich selbst besitze den Opus leider nicht, bisher kam mir noch kein "günstiger" vor die Flinte. Ausserdem käme für mich nur der 2550 mit den vier EL 95-Röhren in Frage. Oder ein Loewe Opta Hellas mit den legendären vier in einer Reihe stehenden ECL 86 Röhren. Es gab - soweit mir bekannt - kein vergleichbares Heimradio mit 20 Watt Leistung.

Zur Platzfrage: Wenn die genannten Geräte zu viel Platz wegnehmen, haben wir ein Problem, denn kleinere Radios haben natürlich auch kleinere Gehäuse, kleinere Lautsprecher und auch kleinere Endstufen. Ich möchte die kleinen feinen nicht schlechtreden, aber in Verbindung G36 und 1019 verschenkst du zu viel Sound. Ich schreibe extra nicht "Klangqualität", wir wollen ja einen altertümlichen Röhrensound ohne Ansprüche an irgendwelche Messwerte.

Da bliebe eventuell statt eines Röhrenradios ein entsprechender Receiver, also ein Steuergerät ohne eingebaute Lautsprecher, die Breite wäre jedoch die gleiche. Wieviel Platz wäre denn für die Steuerzentrale vorhanden ?

Gruß
Thomas
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22

Mittwoch, 7. November 2012, 11:17

Hallo Ihr zwei Röhrenfuzzis ;-),

der Opus ist ja ein Steuergerät ohne eigene Lautsprecher und nimmt keinesfalls so viel Platz in Anspruch. Darüber hinaus wirkt er durch sein flaches Gehäuse, gerade neben dem 1019, nicht so wuchtig. Auch lässt sich seine Front bei Bedarf mit der integrierten Blende optisch ansprechend verschließen.

Telefunken hatte zu Zeiten des Opus auch zwei sehr schöne Plattenspieler im Angebot, u.a. Den Thorens TD124. Die beiden Plattenspieler waren sicher mit MM-Systemen bestückt und hatten evtl. auch einen eingebauten VV, so dass der Opus möglicherweise nicht über einen solchen verfügte ? Bei Onkel Conrad gibt es welche für rd 20€.

Hier wäre ein 2550, allerdings mit den damals passenden LS: http://www.ebay.de/itm/Telefunken-OPUS-2550-HiFi-Rohrenreceiver-Verstarker-/281018633920?pt=DE_TV_Video_Audio_HiFi_Systeme_Kombinationen&hash=item416e040ec0
Gruß
Dreizack

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23

Donnerstag, 8. November 2012, 09:17

Guter Vorschlag, sehr schönes und gutes Gerät. Preis ? Nun ja...geschenkt bekommt man so etwas nur selten. Mir ist es jedenfalls noch nicht passiert.

Die Boxen dazu habe ich übrigens auch, damit höre ich Röhre.
Und die sind dafür wie gemacht !

Allerdings würde ich mir diese Anlage niemals zuschicken lassen, hier wäre Selbstabholung Pflicht.

Gruß
Thomas
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Donnerstag, 8. November 2012, 11:38

Hallo Thomas,

auch ich würde diese Kombi abholen, wobei Feucht bei Nürnberg sogar für Rolf im Augenblick äußerst ideal wäre.
Gruß
Dreizack

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25

Donnerstag, 8. November 2012, 11:40

Hallo Thomas,

auch würde eine solche Kombi nur abholen, wobei Feucht bei Nürnberg, nehme ich einmal an, für Rolf im Augenblick ideal wäre.
Gruß
Dreizack

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Donnerstag, 8. November 2012, 17:21

:) He he Bernd, was heißt hier Röhrenfuzzis? ;) :) :) :)
Was hast Du mit mir vor, das Nürnberg für mich ideal wäre? Ich stehe auf dem berühmten Schlauch.

:) Thomas das 2550 gefällt mir auch. Es ist nur von dem eigentlichen Aussehen nicht daaaaas Röhrenradio, wenn ihr versteht was ich meine. Ist dieses nicht ein schönes Radio? http://www.ebay.de/itm/251175795506?ssPageName=STRK:MEWAX:IT&_trksid=p3984.m1423.l2648

Thomas gibt es denn keine so genannte Eckpunkte, die man bei einen Kauf eines Röhrenradios, was meine "Kette" betrifft, beachten sollte? Oder ist dazu schon alles gesagt und ich erwarte einfach zu viel?

Netten Gruß
Rolf

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Donnerstag, 8. November 2012, 21:50

Rolf,

gut gewählt, schönes Gerät. Aber auch schöner Preis.

Es sollte also etwas älter sein, so wie dieser Opus, der ja deine Anforderungen erfüllen dürfte. Die Endstufe mit zwei EL 84-Röhren, ist ein Klassiker im Röhrenradiobau und sehr zuverlässig. Genug "Bums" hat das Gerät auch, wenn auch weniger als der von Bernd vorgeschlagene Vollstereo-Opus weiter oben.

Bedenke, dass ein Steuergerät mit separaten Boxen sicherlich ausgewogener klingt als ein Tischgerät, bei dem die Lautsprecher im recht engen Gehäuse sitzen, das meistens auch bei höherer Lautstärke mal mitschwingt.

Das ist natürlich Geschmackssache. Schöner finde ich auch ein Tischgerät, mit der Wiedergabe zufriedener bin ich mit einem Steuergerät.

Stichwort Eckpunkte: Die brauchst du eigentlich nicht, Empfehlungen gibt es mittlerweile einige, den von dir selbst vorgeschlagenen Opus eingeschlossen.

Jetzt ist eigentlich nur die Preisfrage zu klären, respektive was du bereit bist, für ein Röhrenradio mit Stereo-Wiedergabe auszugeben. Dreihundert Euronen sind schon kein Taschengeld mehr, dafür ist es wohl auch überholt. Und eine Überholung ist bei einem solch alten Gerät unbedingt anzuraten. Kannst du so etwas auch selbst durchführen ? Dann dürfte der Kauf deines Wunschgerätes deutlich günstiger ausfallen. Ansonsten wird es halt etwas teurer.

Also, was machen wir nun ?

Ohne dich beeinflussen zu wollen, würde ich, wenn ich zwischen den beiden Opussen wählen müsste, den 2550 nehmen. Ich bin übrigens mit dem Anbieter weder verwandt noch verschwägert. Ich kenne ihn nicht mal. Ist halt nur meine unmaßgebliche Meinung.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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28

Freitag, 9. November 2012, 09:57

Hallo Röhrenfans :-),

Thomas` Ratschlägen ist nichts hinzuzufügen.

Nürnberg, hmmm, Rolli, klingelts nicht, Koffer, größerer Koffer......geht das überhaupt mit einem Koffer..... jaaaaaaaaa, jetzt klingelts, gell ?
Gruß
Dreizack

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29

Freitag, 9. November 2012, 12:18

Mensch Rolli,

ich darf gar nicht dran denken, dass ich vor 20 Jahren für die Heckablage meines Käfers ein fettes Stereo Röhrenradio geschlachtet hatte, nur um die Greencones dort einzuarbeiten....ich ärgere mich heute noch darüber!

Damals wurden die Röhrenradios aber auch noch massenweise weggeworfen.
Gruß von

Rüdiger

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30

Freitag, 9. November 2012, 19:19

:) Hallo Thomas,

Zitat

grundig tk 240 postete
Also, was machen wir nun ?

:) :) Es macht mir einfach Spaß Meinungen (bei mir waren es eher nur Fragen) mit Dir auszutauschen! Danke!
Ja, jetzt überlege ich erst richtig. Ich denke mal das ich die Infos erst einmal abarbeite um dann in Ruhe abwägen zu können. Schließlich habe ich viel dazu gelernt, zB. weiß ich nun auch was ein Steuergerät und ein Tischgerät ist. Ich denke mal, dass ich wenn ich eine Frage zu einem Gerät habe, mich wieder melden darf. Danke an alle!

Hallo Bernd,
natürlich, jetzt dämmerts.:)

Hallo Rüdiger,
Du auch hier? :) :)

Netten Gruß
Rolf