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Freitag, 29. Juni 2018, 10:13

Saba TS 350 Tonarmgewicht abgebrochen - Tipps erbeten

Moin,

leider durch eigene Blödheit verursacht, da ich beim Transport des Players im PKW das Tonarmgewicht nicht abnahm. Am Ende des Tonarms sitzt innen eine Blechschraube, die mit der inneren Plastikhülse des eigentlichen Gegengewichts verschraubt war. Eigentlich eine primitive Konstruktion. Jetzt überlege ich, wie das Gewicht, genauer gesagt die schwarze Hülse im Inneren des Gewichts wieder mit dem Tonarm befestigen / verschrauben kann.

Eigene Ideen: Heißkleber - und solange dieser noch warm ist, die Schraube in die Masse eindrehen.

Was ich nicht machen möchte, ist den Tonarm komplett zu demontieren.

Für mögliche Tipps sage ich erst mal Danke.
Gruß
Peter
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Montag, 2. Juli 2018, 22:05

Hallo Peter,

kein Kenntnisreicher will sich an einer Antwort versuchen? Dann müssen also die Halbwisser ran ...

Darf ich davon ausgehen, Du meinst einen PSP350? Erinnere ich recht, bei dem wird das Gewicht über einen vorstehenden Nippel geschoben und nicht das Gewicht samt Nippel in den Tonarm eingeführt (was Ihr wieder denkt ...!)?

Die "Masse", die Du mit Heißkleber erzeugen willst, kannst Du mit einem sogenannten "Speckgummi" ersetzen. Das bekommst Du im gut sortierten Schreibwarenhandel, wie mir ein nächtlicher Anrufer für Dich mit auf den Weg gegeben hat. Wenn bei Dir in der Gegend dem Schreibwarenhandel bereits der Online-Lieferant den Garaus gemacht haben sollte, kannst Du auch beim Schuster nachfragen. Das Speckgummi schnitzt Du dann in die gewünschte Form und schiebst die Metall-Hülse darüber.

Einen entsprechenden Reparatur-Tipp kannst Du im New HiFi Classic-Forum im Thread "SME 3009 Tonarmdaten - Völlige Verwirrung!" nachlesen. viel Erfolg!

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Dienstag, 3. Juli 2018, 13:22

Hallo Matthias,

ich hatte die Hoffnung schon aufgegeben. Den Tipp mit dem Speckgummi werde ich mir auf jeden Fall merken. Zwischenzeitlich habe ich von einem Freund einen ausgedienten Saba PS 250 bekommen - das gleiche Modell ohne Quarzregelung. Zuerst überlegte ich (da ich das Plastikröhrchen nicht abschrauben konnte - wegen durchdrehender Schraube), den kompletten Tonarm auszuwechseln. Ich habe also den Tonarm ausgebaut (1/2 Stunde Arbeit) und ganz nebenbei bemerkt, was das für ein "Plastikbomber" innen ist.

Da ich einfache Lösungen schätze und der Tonarmhalter auch bei dem neuen Exemplar abgebrochen war, habe ich den Ersatztonarm demontiert, das Plastikröhrchen dann abgeschraubt, bei meinem Plattendreher, den Befestigungsgummi gelöst, dann die abgebrochenen Plastikteile daran entfernt, den Gummi wieder am Armende reingedrückt und das (neue) Plastikröhrchen reingeschraubt. Läuft.

Schöne Woche noch
Gruß
Peter

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Dienstag, 3. Juli 2018, 22:04

Hallo Peter,

man muss sich zu helfen wissen. Glückwunsch!

Plastik ist an sich ja nicht schlimm. Man erinnere sich, dass Nakamichi die Verwendung ab der zweiten Generation der Tri-Tracer-Laufwerke als Schwingungs-dämpfend legitimiert hatte.

Im Klassen-Vergleich fand ich die Saba-Modelle eigentlich immer recht solide und ansprechend, womit ich wohl nicht alleine bin. Und auch andere Hersteller hatten Kunststoff verarbeitet: Wenn ich recht erinnere war das einer der Kritik-Punkte im HiFi-Stereophonie-Test am Dual 704, dass mehr Kunststoff verbaut worden sei, als im Vorläufer 701. Bis heute funktionierts.

Also viel Spaß mit Deinem Plattenspieler.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Mittwoch, 4. Juli 2018, 10:31

Hallo Matthias,

also von der Optik und der Funktion her habe ich beim Saba nichts auszusetzen. Als ich die Bodenplatte aufschraubte und einen Blick ins Innere warf, war ich nicht mehr so angetan: die Anmuntungsqualität der inneren Teile & Module ist sehr bescheiden, sprich: kunststoffig. Diesem Phänomen begegnet man seit x Jahren: technisch (Foto, Video, Hifi, PKW etc.) werden die Dinge meistens besser, mit mehr Features ausgestatten, aber man merkt auch den Sparwillen der Produzenten immer mehr. Ich darf dafür ein Beispiel aus einem anderen Feld anführen:

Das Leitz Orthoplan war ein herausragendes Forschungsmikroskop der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts, nicht unbedingt ein Designkönig, aber universell ausbaubar und von herausragender Verarbeitungsqualität. Man weiss heute, dass die Entwickler intern von einer hundertjährigen Nutzungsdauer ausgingen. Leitz hielt das allerdings nur ein paar Jahre durch.

Gruß
Peter

p.s. Vielleicht wird man ja auch mit dem Alter zivilisationskritischer. :D