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Friday, November 17th 2017, 9:35pm

Neuer Plattenspieler von Blaupunkt (!)

https://www.tonspion.de/news/blaupunkt-t…r-fuer-puristen

Sollte der Plattenspieler tatsächlich für den genannten Preis von 170 € auf den Markt kommen, finde ich ihn auf den ersten Blick (und ohne Kenntnis technischer Details) gar nicht mal uninteressant, zumindest verglichen mit den sonstigen Neu-Angeboten in dieser Preisklasse.

Was ich bemerkenswert an dem verlinkten Artikel finde: Es kommt ein "Blaupunkt-Produktentwickler" zu Wort. Eigentlich hatte ich Blaupunkt geistig immer auf der Liste der einstigen Firmen, von denen nur noch der Markenname übrig ist. Sollte es da noch mehr geben?

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Friday, November 17th 2017, 9:43pm

Hast du dies schon gelesen ?:
https://de.wikipedia.org/wiki/Blaupunkt

MfG Kai

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3

Friday, November 17th 2017, 9:59pm

Hallo Kai,

ja, gerade eben überflogen. Es bestätigt im Wesentlichen meine Erinnerung: Blaupunkt als Unternehmen scheint Geschichte zu sein.

Gruß,
Timo

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Friday, November 17th 2017, 11:06pm

Die Verwendung der alten Markennamen dient wohl nur noch dazu, die Kauf-Hemmungen eines Teils der potentiellen Kundschaft gegenüber den tatsächlichen (meist asiatischen) Herstellern zu unterlaufen.

MfG Kai

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Friday, November 17th 2017, 11:56pm

Ja, sicher, gängige und hinlänglich bekannte Praxis, nur der erwähnte "Blaupunkt-Produktentwickler" passt nicht in's Bild. Wahrscheinlich darf man das "Entwickler" einfach nicht im technischen Sinne verstehen.

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Saturday, November 18th 2017, 12:18am

In anderen Infos im Internet zu Blaupunkt taucht der gleiche Name mit den Attributen "Audio-Experte", "Managing Director", " Director Consumer Electronics" auf. Ich habe bisher noch nie gehört, daß ein "Director" sich noch mit Produkt Entwicklung befaßt hat. Sie werden allerdings gerne zu Promotionzwecken zitiert.

MfG Kai

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Saturday, November 18th 2017, 3:03am

Moin, moin,

"Blaupunkt" ist heute ein Markenname, der von einer luxemburgischen Firma verwaltet wird.

"... Wirtschaftlich selbständige Warengruppensegmente vereint unter einem Markendach – Mit diesem Konzept haben es die Blaupunkt-Macher geschafft, das traditionsreiche Label trotz zahlreicher Branchenturbulenzen zeitgemäß zu positionieren und in 95 Ländern der Erde auszubauen.
Heute tragen insgesamt zehn verschiedene Produktgruppen den blauen Punkt und dazu gehört auch weiterhin das Segment Car Audio. ...
" So die Selbstdarstellung vom Juno 2016.

Der Rechte-Inhaber hatte einen Gemeinschafts-Auftritt der Marken-Kunden auf der IFA organisiert, auf der auch der Plattenspieler vorgestellt worden war.

Der von Timo erwähnte "Entwickler" tritt im Kontext der Marke Blaupunkt beispielsweise auch als "Audio-Experte" oder als "Managing Director" auf, wie Kai bereits erwähnt hat. Er ist, laut eigener Darstellung, Angestellter der "Wünsche"-Gruppe in Hamburg. In der Vergangenheit ist er bei unterschiedlichen Marken aufgetaucht: Siemssen, Amstrad und, als "Geschäftsführer", bei der MaxPowerProducts GmbH & Co. KG in Frankfurt/M, für die er noch im August 2017 die "EU-Konformitätserklärung" für "Blaupunkt Internetradios" unterzeichnet hat. MaxPowerProducts ist "a Company of Wünsche Group".

Wünsche beschreibt sich wie folgt: "Die Wünsche Group ist ein international agierendes Dienstleistungs- und Handelsunternehmen. Wir sind seit jeher die Spezialisten, wenn es darum geht, Güter für Eigenmarken sowie Aktions- und Sortimentsartikel zu entwickeln oder zu beschaffen ..." Die Produktionspartner, so kann man auf der Wünsche-Seite lesen, sitzen wohl hauptsächlich in Fernost.

Tschüß, Matthias
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Saturday, November 18th 2017, 1:37pm

Aber wieder mal: Riemenantrieb. Wie bei allen in den letzten Jahren auf den Markt geschmissenen Drehern.
Einen anständigen Direkttriebler kriegen die zu bezahlbarem Preis heute wohl nicht mehr gebacken... Und Gleichlaufschwankungen ± 1 %? Ich hoffe, das ist ein Druckfehler und es sind Geschwindigkeitsabweichungen damit gemeint.

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9

Saturday, November 18th 2017, 4:58pm

Moin, moin,

der Riemenantrieb scheint mir die billigste Lösung. Und billig soll dieser Plattenspieler doch wohl sein: das erkennt man am aufgerufenen Preis. Er konkurriert wohl eher nicht um ernsthafte Musikhörer, sondern, zusammen mit den Handelskettengeräten mit USB-Anschluss, um die Gunst jener, die noch ein Paar alte Schlagerplatten haben oder einem Trend hinterher laufen wollen. Wer einen einfachen Plattenspieler mit etwas Anspruch will, der sollte sich die Einsteigermodelle von Fehrenbacher (Dual) anschauen. Und wer auf diesem Preis-Niveau einen Direkt-Antrieb will, für den gibt es die große Schar an billig-DJ-Plattenspieler im Technics-Look.

Die Auflage einer Serienproduktion mit technischen Bauteilen, die eine "eigene" Lösung ermöglichen, bedarf einer gewissen zu erwartenden Größenordnung. Und sie hat eine gewisse Ertrags-Erwartung. Zu glauben, dass irgendjemand auf der Welt ein Interesse daran haben könnte, einen direkt-getriebenen oder auch nur einen "guten" Plattenspieler unter zweihundert Euro auf den Markt zu bringen, und dafür in Entwicklung und in Service-Infrastruktur zu investieren, scheint mir leider weltfremd. Das würde nicht honoriert. Schon deswegen, weil es niemanden mehr gibt, der den potenziellen Käufern beibringt, dass es irgendeinen Sinn macht so ein Gerät dem billigen USB-Teil gegenüber zu bevorzugen.

Wenn Fujibutschi heute einen Mittelklasse-Direkt-Triebler für fünfhundert Euro auf den Markt bringen würde, würde die eine Hälfte der Kritiker schreiben, der sei immer noch zu teuer, und würde die andere Hälfte argumentieren, der könne immer noch nicht mit dem Sony aus den Siebzigern mithalten, den man für diesen Preis nicht nur gebraucht kaufen sondern auch restaurieren könne.
Auf Käuferseite, jedenfalls auf der Seite jener Kauf-Willigen, die den Neuen nicht mit den Klassikern vergleichen, gibt es einfach keine Nachfrage nach einem Mittelklasse Direkt-Triebler. Die wissen nicht, dass es Unterschiede geben könnte und was sie damit sollen. und wir, Forenmitglieder sind nicht genug, eine Auflage zu rechtfertigen.

Die Mittelklasse der Siebziger und Achtziger markierten den bevorstehenden Abschwung des Marktes. Denn mit der Verbreitung immer preiswerterer, noch guter Produkte wird immer weniger Wert auf die Kultivierung eines Marktes gelegt: die Margen werden zu eng. Man lebt von der Arbeit der Generation zuvor., was die Herstellung einer stabilen Nachfragen angeht. So lange, bis diese Vorarbeit "aufgezehrt" ist. Dann ist der Markt kaputt.
Heute wird der Schallplatten-Markt nicht "massentauglich" kultiviert, sondern lebt von einigen wenigen Fans. Die Tatsache, dass deren "Lebensgefühl" momentan von einigen Medien verbreitet wird, bildet keine tragfähige Grundlage für eine Produkt- oder Investitionsplanung eines Unternehmens, das den Ansprüchen der Mittelklasse-Käufer der Siebziger und Achtziger entsprechen könnte.
Es ist doch so: wer heute einen guten, preiswerten Plattenspieler nach dem Vorbild der Geräte aus den späten Siebzigern erwartet, der vergisst, dass das damals Geräte gewesen waren, die weltweit vermarktet worden waren: Als hauptsächliche Abspielquelle! Gibt es den Plattenspieler-Hype heute denn auch in Korea oder Australien? Oder gibt es gar alternative Musik-Quellen, neben der Platte?

Heute bekommt ein Künstler, dessen Album in allem Verbreitungsformen zusammengenommen die "zehntausender"-Marke durchbricht, vom Verband der Plattenindustrie eine "Goldene Schallplatte". Früher hat man so einen bestenfalls einmal ins Haus gelassen.

Neue Direkt-Triebler kommen im zweitausend-Euro-Segment zur Welt- Und ich schätze, das ist in der HiFi-Zeit, in den fünfziger und sechziger Jahren, auch schon so gewesen.

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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Saturday, November 18th 2017, 5:53pm

Gleichlaufschwankungen?

Hallo,
mal ein Wort aus eigener Erfahrung: Mein neuer China-Dual mit Riementrieb scheint für mich als Freund von Klaviermusik bestens geeignet. Die Töne kommen exakt so wie im Konzertsaal.
Allerdings muß ich zugeben, daß Direkttriebler für Diskjockeys die mit ihren Händen auf den Platten herumwürgen besser geeignet sind.
Gruß, Jürgen

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Saturday, November 18th 2017, 8:29pm

Die Produktionspartner, so kann man auf der Wünsche-Seite lesen, sitzen wohl hauptsächlich in Fernost.


Was ja bei Blaupunkt nicht unbedingt neu ist, die Heim-HiFi-Geräte waren schon vor 30 Jahren größtenteils aus Asien zugekauft. Damals natürlich noch aus Japan, und die Zulieferer waren bekannte Größen wie Yamaha, Matsushita und Hitachi, während hinter dem Plattenspieler vermutlich ein unbekanntes China-Unternehmen steckt (nach Hanpin sieht er für mich nicht aus).

Ich hab' zwar keinen Bedarf nach einem neuen Plattenspieler, aber da meine Mitmenschen bisweilen fälschlicherweise meinen, ich habe Ahnung von dem Thema und mich fragen, was man sich für einen Neu-Plattenspieler kaufen solle, würde mich interessieren, ob das Ding was taugt. Vor allem einen Vergleich mit dem Pro-Ject Primary, der ja in der Preisklasse bis 200 € so eine Art Platzhirsch zu sein scheint, fände ich aufschlussreich. Der Blaupunkt ist noch ein paar Euro billiger (zumindest laut Ankündigung, bisher habe ich noch keine Bezugsquelle gefunden) und hat einen integrieren Vorverstärker und einen richtigen Geschwindigkeitsumschalter. Wenn er bei Klang, Tonarm und System mit dem Primary mithält, wär' das ja was für (Wieder-)Einsteiger, die kein Gebrauchtgerät wollen.

Aber wieder mal: Riemenantrieb. Wie bei allen in den letzten Jahren auf den Markt geschmissenen Drehern.


Es gibt schon ein paar neue Direkttriebler wie den Onkyo CP-1050, der ja inzwischen auch einigermaßen preiswert zu haben ist (Amazon sagt 333 €). Ist zwar "nur" ein etwas für den HiFi-Einsatz optimiertes Hanpin-Laufwerk im wohnzimmertauglichen Gehäuse, wird aber eigentlich überall ganz gut bewertet.

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12

Saturday, November 18th 2017, 9:11pm

Eine Suche bei "Blaupunkt weltweit" selbst:

http://www.blaupunkt.com/de/navi-footer/suche/

nach TT100 liefert;

Search for "tt100" NO results found.

MfG Kai

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Saturday, November 18th 2017, 9:48pm

Das System, das da verbaut ist ("Audio Technica-Tonabnehmer") ist sicher ein AT91-Derivat. Marktpreis unter 20 Euro. Da ist auf jeden Fall Luft nach oben. Aber viele Käufer, die keine goldenen Ohren ihr Eigen nennen, werden zufrieden sein. Die Menschen allgemein — besonders jüngere — werden ja immer anspruchsloser, was solche Sachen angeht. :wacko:

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Saturday, November 18th 2017, 10:23pm

Das System, das da verbaut ist ("Audio Technica-Tonabnehmer") ist sicher ein AT91-Derivat. Marktpreis unter 20 Euro. Da ist auf jeden Fall Luft nach oben. Aber viele Käufer, die keine goldenen Ohren ihr Eigen nennen, werden zufrieden sein. Die Menschen allgemein — besonders jüngere — werden ja immer anspruchsloser, was solche Sachen angeht. :wacko:


So seh' ich das auch, selbst bei den nicht mehr ganz so jungen Menschen. Bei meinem Jahrgang +- scheint es bei der Vinyl-Wiederentdeckung mehr um Atmosphäre, Nostalgie und darum zu gehen, die alten Schinken aus den 1980er Jahren, die noch bei den Eltern im Keller liegen, wieder hören zu können. Der Klanggenuss hält sich meist eh in Grenzen, weil die Platten damals auf der Fräse im Schneider Power-Pack mit viel zu hoch eingestellter Auflagekraft im Dauerbetrieb liefen und nicht mehr so ganz taufrisch sind. :)

Bei den Einstiegsmodellen von Pro-Ject scheint ab Werk ein Ortofon OM5e verbaut zu sein. Wie kommt das denn qualitativ verglichen mit dem AT91 so weg? Wesentlich besser?

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15

Sunday, November 19th 2017, 12:48pm

Bei den Einstiegsmodellen von Pro-Ject scheint ab Werk ein Ortofon OM5e verbaut zu sein. Wie kommt das denn qualitativ verglichen mit dem AT91 so weg? Wesentlich besser?



Hi Timo,

ich gebe zu bedenken: um diese Frage seriös zu beantworten, sollte man die beiden Systeme an ein und dem selben Dreher ausprobieren. (Was ich nicht getan habe). Das OM5 habe ich bisher nur an einem kleinen Mikro Seiki gehört. Preiswerte Standardware, mit der man die alten Vinyl-Schätzchen mal wieder zum knistern bringen kann - viel mehr ist das nicht. Ich denke, wenn man sich mit dem Setup nicht allzuviel Mühe gibt und der Dreher (bzw. der Tonarm) kein Wunderwerk ist, wird man an einem "0815-"Phonoeingang eines beliebigen Verstärkers zwischen AT91 und OM5 keine nennenswerten Unterschiede heraushören - aber das ist nur meine Vermutung.

Thema "neuer Blaupunkt": ...der Riementriebler ist meiner Ansicht nach vom Grundsatz her die kostengünstigere Variante für einen einfachen Dreher. Will ein Produzent heute also im Niedrigpreis-Segment mitschwimmen, wird ihm nichts anderes übrig bleiben als dieses Antriebskonzept zu verfolgen.
Die grösste Ähnlichkeit mit bereits vertriebenen Drehern hat der Blaupunkt meiner Ansicht nach übrigens mit dem AT-LP3 von Audio-Technica. Tonarm und Tonarm-"Basis" (sofern man bei Kunststoff-Spritzguss davon reden mag...) sehen jedenfalls ähnlich aus, das System scheint identisch und wenn man die Halbautomatik-Funktion der LP3 weglässt, käme man sicher auch auf den niedrigeren VK-Preis des TT100.

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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Sunday, November 19th 2017, 1:36pm

Diesen Chinadreher gibt es schon länger u.a. unter dem Markennamen "TEAC" in knallrot. Ist also nur eine weitere Farbvariation mit anderen Namen drauf. Blaupunkt hatte sich in den letzten 20 Jahren nur noch auf Autoradios beschränkt.

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Sunday, November 19th 2017, 2:45pm

Bei

http://www.teac-audio.eu/de/Plattenspieler-84584.html

kann man etliche Plattenspieler in Rot bekommen.
Dort sind zwei mit geradem Tonarm wie der TT100 abgebildet (TN-200 & TN-300) , haben aber rechts zwei Schalter statt einem und eine andere Tonarmbasis.
An der Rückfront gibt es mehr Ähnlichkeiten in Sachen elektrische Anschlüsse bei den beiden quadratischen ?Scharnier-Unterteilen ?

Ein Form-identisches Modell sehe ich bei Teac aber nicht.

MfG Kai

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Sunday, November 19th 2017, 7:39pm

Baugleich sind Blaupunkt und TEAC mit SIcherheit nicht, aber ich könnte mir schon vorstellen, daß sie vom gleichen Fließband fallen. Audio-Technica dito.

Was den Antrieb angeht: Niedriger Preis und Direktantrieb schließen sich nicht aus, der billigste Direkttriebler bei Thomann (American Audio TTD 2400) kostet gerade mal schlappe 129 €. Ich befürchte nur, daß da nicht so richtig viel Aufwand getrieben wurde, um die Motorvibrationen vom Tonabnehmer fernzuhalten. Also eher was für die Keller-Disko als für den HiFi-Schrank.

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Monday, November 20th 2017, 8:07am

Vorsicht vor den ganz billigen DDs. Die haben einen Teller für Riemenantrieb, der ist praktisch schon "Blech", also superdünn und ebenso leicht. Hat auch die Krempe für den Riemenumlauf von unten dran. Von den günstigen Neudrehern würde ich am ehesten noch die Klasse um die 400€ empfehlen, der Best Buy ist immer noch der Pioneer PLX-1000. Kostet zwar gut 700€, dafür bekommt man einen vernünftigen Dreher in guter Qualität, der es noch am ehesten mit dem Vorbild 1210 aufnehmen kann.

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20

Monday, November 20th 2017, 7:09pm

Das Ding ist ein ganz billiger "Ikea-Dreher" aus Fernost. MDF-Platte, Motörchen, leichter Blechteller, 08/15 Tonarm und das billigste AT drauf-fertig. Für das gleiche Geld bekommt man einen ausgezeichneten Gebrauchten.

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21

Monday, November 20th 2017, 7:34pm

Für das gleiche Geld bekommt man einen ausgezeichneten Gebrauchten.


Da hast Du sicher recht, aber viele Leute wollen einfach keinen. Wenn ich mir vor Augen führe, wie viel Schrott heutzutage gebraucht gehandelt wird und mir dann vorstelle, ich hätte wirklich nullkommanull Ahnung von dem Thema, habe ich dafür auch einen Funken Verständnis.

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22

Monday, November 20th 2017, 9:31pm

viele Leute wollen einfach keinen
Da hast DU wieder recht :)
Platten hören kann man mit diesem Ding natürlich auch. So wie mit all diesen Brettchenspielern. Gibts ja auch von Project, Rega, Teac und anderen. Passen optisch gut in eine "junge" Ikea-Wohnung und sind bezahlbar.
Bei Riemenstrieb sollte der Teller schon eine gewisse Masse mitbringen. Das ist natürlich bei einer solchen Preisvorgabe nicht realisierbar. Aber einfach zum Hören reichts allemal und stylisch ist im Grunde fast jeder Plattenspieler.

Allerdings: Wenn man höhere Vorgaben hat, wirds schnell viel teurer. Um zB mit einem heutigen Gerät die Qualität der DD-Geräte aus den End-70er/frühen 80ern zu erreichen (die damals meist knapp unter vierstellig lagen), darf man aktuell schätzungsweise ab 2000 €uro aufwärts suchen. Das klingt zwar viel, aber man sollte auch die Inflation in fast vierzig Jahren berücksichtigen. Dann passts nämlich wieder...
Ein für mich halbwegs elegantes Gerät wäre zB der Clearaudio Performance. Ich bin halt kein Fan von diesen "Bohrtürmen" a la Transrotor und co.
Noch etwas teurer, aber superelegant: Electrocompaniet.
http://www.i-fidelity.net/uploads/pics/electrocompaniet.jpg

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23

Thursday, November 30th 2017, 12:29pm

Wo gibts denn außer bei Hanpin noch DDs? Die haben das OEM Laufwerk mit 0,25% wow and Flutter und 1,5 kg Zug und die haben das Super OEM Laufwerk mit 0,1% Wow and Flutter und 4-5 kg Zug.

Da gibts dann mehrere Gehäusekonstruktionen und Tonarme aber zum Hören sind die Alle mehr als ausreichend. Für DJaying sind die OEMs nur bedingt geeignet, für erste Gehversuche zuhause sind sie aber topp. Auch die OEMs gibt es als Heimdreher mit ansprechendem Design und gutem Tonarm und die typischen Technics Clone gibt es bis heute von unterschiedlichen Brands, wo aber überall das Gleiche drin ist.

Ich habe 2 Super OEMs (Pioneer PLX 1000) und habe den einen im Tausch gegen meinen Technics SL 1210 MK 5 bekommen, weil ich mal zwei gleiche haben wollte. Die Pioneers sind nahezu gleichwertig was die Haptik angeht.

Nach wie vor gibts aber immernoch schlecht justierte Tonarmlager, das betraf bei mir beide Plattenspieler. Man kann da aber die Schrauben vorsichtig nach stellen und dann hat man super massive und langlebige Plattebspieler, ich weiß nicht wohin auch da noch einen Riemenantrieb kaufen sollte, es sei denn man möchte Geld sparen, aber so ein OEM Laufwerk bekommt man ab und an auch unter 200 Euro. Wenn einen die DJ Optik oder die teilweise nichtssagenden Brands nicht stören, würde ich so ein Gerät bevorzugen.

LG Tobi

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24

Thursday, November 30th 2017, 3:01pm

Nichts für ungut, aber ein Laufwerk mit 0,25% Gleichlaufschwankungen dürfte sich maximal auf dem Niveau der 50er Jahre bewegen. Wenn überhaupt.

Jahr 1969: Dual 1219 Reibrad: 0,06%
Jahr 1980: Dual 731 DD: 0,02%

Entsprechende Werte lieferte sämtlich die Konkurrenz aus Japan (Micro Seiki, CIC, Denon, Technics usw)

Was HanPin hier abliefert... :rolleyes:

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25

Friday, December 1st 2017, 6:52pm

Das ist mir schon klar, auch der SL 1210 liegt bei 0,025%, ich bin mir aber auch nicht sicher, ob die Werte 100%ig vergleichbar sind, weil es unterschiedliche Messnormen gibt.

Wäre interessant zu wissen, wie die Werte beim Blaupunt liegen.

Bei den Hanpins habe ich noch mal nachgesehen:

Da werden die Werte als „Normal“ und „Limit“ angegeben.

„normal“ liegt bei Super OEM bei 0,08%. Bei Anderen Brands steht auch immer recht „vorsichtig“ „weniger als...“.

Mein Kumpel hat 2 RP 3000 von Reloop, also OEM und der legt nur mit Timecode Platten auf, da ist ja nur ein Piepton drauf, selbst da hört man nicht, dass da was wabbelt. Die Werte sind also immernoch gut genug. Auch im Vergleich zum Technics konnte ich bei meinem Pioneer keinen Unterschied feststellen, was den Gleichlauf angeht.

LG Tobi

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26

Sunday, December 3rd 2017, 8:08pm

Kommt immer darauf an mit was man mißt? Zum einen die Testplatte. Ich habe mehrere mit einer 3150Hz-Spur, aber nur eine ist präzise genug für Gleichlaufmessungen, das ist die Testplatte von Adjust+. Man kann zur Messung den W+F GUI oder Audio Tester nehmen. Letzterer ist aber mit Vorsicht zu genießen, da bei nicht passender Konfiguration schnell die Meßergebnisse verfälscht werden. Mit 96kHz konnte ich nach "DIN" bei meinem SL-Q2 0,035% W+F messen, nach JIS sogar 0,025%. Der Audiotester stellt das aber etwas besser dar, als andere Tools. Nach JIS (worauf sich auch die Werksangaben von Technics beziehen) müßte man eigentlich 3000Hz haben. Aber das ist für mich schon akademisch. Zumal auch die Testplatte die Schwankungen der Schneidmaschine mit drauf hat. Aber immerhin ein Anhaltspunkt, das der Technics nicht zuviel verspricht. HanPin-DD konnte ich mangels vorliegenden Exemplar noch keines messen, aber vielleicht hat jemand hier die Testplatte und solche Dreher. Audio Tester kann man auch kostenlos als Probierversion nehmen, da läßt sich nur nichts abspeichern. Wäre mal interessant, Messergebnisse zu sehen. JIS ist gegenüber DIN "besser" weil hier die Ausreißer weniger bewertet bzw. stärker weggemittelt werden.

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Wednesday, December 13th 2017, 8:29pm

Hi Leute,
Seh ich genauso.

Lieber was solides gebrauchtes, und ein Pickup mittlerer Preisklasse.

Wiederverkaufswert auch wesentlich besser, wenn es mal an's aufrüsten geht.

Gruss

Andru
z.Zt. am Start: Amp Accuphase E-405, CD DP 60, Tuner T107, Plattenspieler Le Tallec Stad-1 mit Benz Micro Gold und Micro Seiki Arm, Bandmaschine Revox B77 MK II, Tape Deck Revox B 710 MK II, Boxen Quadral Vulkan MK II und 2x Klipsch Subwoofer SW12.