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181

Sonntag, 3. September 2017, 14:32



Ich höre auch keine sehr hohen Frequenzen mehr, höre es aber indirekt bei beschränkter Bandbreite. Das ist ein nachgewiesener Effekt. Das hatte damals Accuphase vorgeführt, denn deren Mitarbeiter mußte auch alle bei Hörsitzungen teilnehmen. Die hieß es auch von Kritikern, warum müssen ein Accuphaseverstärker 100kHz bringen, wenn man nicht mal 20kHz höre...


Was hat Accuphase da eigentlich "nachgewiesen". War das mehr als eine vollmundige Behauptung und wie wurde der Nachweis geführt? Ich bin da nicht wirklich informiert. Helft mir auf die Sprünge
Viele Grüße
Lukas

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182

Sonntag, 3. September 2017, 21:00

Es geht darum, das auch bei "Ultraschallanteilen" Differenztöne wahrnehmbar sind, mit Hilfe derer wir auch hohe Töne hören, die wir als reinen Sinus nicht mehr wahrnehmen. Neuerdings macht man sich diese Eigenschaft auch bei CD-Produktionen zu Nutze, in dem man die hörbaren Differenztöne beimischt, die wir nicht direkt hören, uns dadurch aber eine größere Bandbreite als 20kHz vortäuscht. Diese CDs sind (wohl nur wegen Geschäftemacherei) teurer als die normalen CDs. Mangels vorliegenden Exemplar kann ich nicht beurteilen, wie gut das funktioniert.
Gruß
André

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183

Sonntag, 3. September 2017, 23:36

Tut mir leid, aber das verstehe ich nicht. Differenztöne sind ja Intermodulationsverzerrungen, die man eigentlich zu vermeiden versucht und das man einen Differenzton, der in den Hörbereich fällt auch wahrnehmen kann, ist ja wohl weder besonders neu noch überraschend. Da man von einem Differenzton nicht mehr auf die ursprünglichen erzeugenden Töne rückschließen kann, kann das auch nicht als Erklärung für die Scheinwahrnehmung der Ultraschallanteile eines Klangs herangezogen werden. Differenztonverzerrungen kann man auch dadurch vermindern, dass man ein Signal bandbegrenzt, daher ist die Idee der HighRes Formate mit einem weit über die Wahrnehmungsgrenze reichenden Frequenzgang an sich schon fragwürdig. Aber der umgekehrte Weg, nämlich diese Differenztöne beizumischen, um eine größe Bandbreite zu simulieren, die ohnehin nicht wahrgenommen werden kann, das kann ich nicht nachvollziehen. Das funktioniert hörphysiologisch nicht.
André, bist du dir sicher, dass du das richtig verstanden hast? Gibt es dazu irgendwo Originalliteratur, die nicht aus der Prospektsparte stammt?
Viele Grüße
Lukas

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184

Montag, 4. September 2017, 12:57

Beim Vergleich einer CD-Version und einer LP-Version der gleichen Musik-Produktion sollte bedacht werden, daß uns Kunden/Laien idR kein seriöser Vergleich möglich ist, da wir ja nicht eingeweiht sind, wie beide Versionen vom Original "gemastert" wurden bezüglich Frequenzgang und Dynamik.

Der berühmte amerikanische Tonmeister Rudy van Gelder hat alle Phasen der Ton-Aufzeichnung in seiner langen Karriere miterlebt, von der direkten Aufnahme auf Platten-Matrizen, danach die Aufzeichnung auf Band (von den ersten Ampex Prototypen an) und ab den 90er Jahren den Wechsel zur digitalen Produktion. Wenige Jahre vor seinem Tod 2016 wurde er von der AES mit der Gold Medal für sein Lebenswerk ausgezeichnet.
Im Netz findet man Biografien und Interviews. Hier ein Auszug aus dem englischen Wikipedia Eintrag, Zitat:

He was positive about the switch from analog to digital technology. He told Audio magazine in 1995:

"The biggest distorter is the LP itself. I've made thousands of LP masters. I used to make 17 a day, with two lathes going simultaneously, and I'm glad to see the LP go. As far as I'm concerned, good riddance. It was a constant battle to try to make that music sound the way it should. It was never any good. And if people don't like what they hear in digital, they should blame the engineer who did it. Blame the mastering house. Blame the mixing engineer. That's why some digital recordings sound terrible, and I'm not denying that they do, but don't blame the medium.[16]"

Zitatende.

MfG Kai

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185

Montag, 4. September 2017, 16:37

Differenztöne sind ja Intermodulationsverzerrungen, die man eigentlich zu vermeiden versucht und das man einen Differenzton, der in den Hörbereich fällt auch wahrnehmen kann, ist ja wohl weder besonders neu noch überraschend.
André, bist du dir sicher, dass du das richtig verstanden hast? Gibt es dazu irgendwo Originalliteratur, die nicht aus der Prospektsparte stammt?
Differenztöne können, aber müssen nicht verzerren. Das was Du von den Spuren auf Testplatten kennst, wurde mit überhöhten Pegeln aufgenommen, um Schwächen bei der Abtastung aufzuzeigen.
Ich bin mir daher sehr sicher, denn ich habe auch so eine Testplatte, wo genannte Spuren von dem einen Tonabnehmer weniger und vom anderen mehr verzerrt wiedergegeben werden. Dieses Thema gibt es nicht auf Prospekten sondern in der Literatur und im Netz, das habe ich mir über die Jahre zusammengelesen und kann daher keine spezifischen Quellen nennen. Einfach gurgeln, da wird bestimmt einiges zusammenkommen, am ehesten wird das in der Tontechnik behandelt.
Gruß
André

186

Dienstag, 17. Oktober 2017, 08:28

Hallo!


Hier das Beispiel eines "direkt indirekt" angetriebenen Plattenspielers:

https://www.youtube.com/watch?v=Ky0D00iyHAA

Es gibt noch weitere Videos davon...

Gruß
Wolfgang

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187

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:05

Ist ein recht interessantes Konzept und sieht irgendwie witzig aus, weil ja doch recht ungewohnt. Dabei ist aber die "Plattentelleraufhängung" ohne jegliche Dämpfung, einmal angestossen, schwingt das Ding ewig nach. Würde mich interessieren, ob das in der Praxis ein Problem ist. Ich glaube aber kaum, dass ich das jemals ausprobieren werde.
Viele Grüße
Lukas

188

Dienstag, 17. Oktober 2017, 18:12

Neben der Dämpfung des Plattentellers gibt mir auch das Magnetfeld das den Plattenteller schweben lässt zu denken. Wie wird verhindert, das dieses Feld in den Abnehmer streut?
Wobei ich mit dem OM 5E die Tonabnehmerwahl interssant finde, nicht gerade in einer Preisklasse mit dem Rest des Gerätes.

Gruß Ulrich

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189

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 00:43

Wer wird den den Plattenteller anstossen wen der Tonarm aufliegt?
Machst Du doch bei deinem Dreher doch auch nicht, oder? Wenn er einmal läuft ist er aber von jeglicher Störung von aussen entkoppelt.
Das Problem der magnetischen Abschirmung ist da schon interressanter. Vielleicht doch nur ein keramisches Sytem. :huh: .

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190

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 10:30

Der OM5E ist ein magnetischer Tonabnehmer
https://www.ortofon.com/om-5e-p-551-n-1579
der bei Ortofon unter "Standard-Systeme" gelistet wird.

Um bewerten zu können, ob das Levitations-Verfahren den Tonabnehmer stören kann, müßte man wissen, bei welchen/welcher Frequenz dessen Magnetfelder & Wirbelströme im Teller erzeugt werden. Wenn das weit oberhalb der elektrischen Eigen-Resonanz des Tonabnehmers geschieht und vom Verstärker ferngehalten werden kann, dürfte die Gefahr gering sein.
Möglicherweise wäre sie bei Moving-Coil-Systemen größer.

MfG Kai

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191

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 13:51

Wer wird den den Plattenteller anstossen wen der Tonarm aufliegt?
Machst Du doch bei deinem Dreher doch auch nicht, oder? :huh: .


Zumindest nicht absichtlich, aber passieren kann das schon mal. Der schwingende Plattenteller kann sich dann von alleine nicht mehr beruhigen. Das wars, worauf ich hinweisen wollte.

Die Frequenz der magnetischen Störung ist ja von der Umdrehungsgeschwindigkeit und den räumlichen Verhältnissen im Plattenteller bzw. Gehäuse abhängig, viel Spielraum zu unhörbaren Frequenzen sehe ich auf den ersten Blick nicht. Aber das ist ja eigentlich ein Problem aller direktgetriebener Plattenteller und großartige Störungen in der Plattenwiedergabe habe ich bisher dadurch noch nicht bemerkt. In HighEnderkreisen gibts schon mal Plattentellerauflagen aus Mu-Metall, die sollen den Auserwählten den Einzug in den HiFi Himmel garantieren.
Viele Grüße
Lukas

192

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 14:24

Einen Platenteller zu drehen oder in anzuheben und in Schwebe zu halten erfordert schon "leicht" unterschiedlich starke Felder.

Gruß Ulrich

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193

Mittwoch, 18. Oktober 2017, 22:28

Meinem Verständnis nach ist das Feld, das den Plattenteller trägt aber ein Gleichfeld, das Drehmoment entsteht durch ein schwächeres Wechselfeld. Wobei, das denk ich mir jetzt nur, ob das den Tatsachen entspricht,weiß ich nicht.
Viele Grüße
Lukas

194

Donnerstag, 19. Oktober 2017, 11:16

Selbst mit einem angenommem magnetischen Gleichfeld* steht der Tonabnehmer ja nicht still. Ob sich nun der Tonabmehr oder das Feld bewegt ist ja egal.

*Auch bei einem Gleichfeld werden Regelvorgänge stattfinden müssen.

Gruß Ulrich

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

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195

Donnerstag, 10. Mai 2018, 14:19

Magnat (!) bringt nun ebenfalls einen Plattenspieler namens TT 990 mit Direktantrieb auf den Markt. Erhältlich ab Herbst zum Preis von 950 € ohne Tonabnehmer oder 1.000 € mit AT-95E.

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

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196

Donnerstag, 10. Mai 2018, 21:14

Magnat (!) bringt nun ebenfalls einen Plattenspieler namens TT 990 mit Direktantrieb auf den Markt. Erhältlich ab Herbst zum Preis von 950 € ohne Tonabnehmer oder 1.000 € mit AT-95E.


Aus Neugier habe ich vorhin mal einem bekannten Plattenspieler-Kenner die Produktfotos und den kurzen Vorstellungstext des Drehers von der Herstellerseite auf Facebool geschickt. Die Reaktion war gleich in doppelter Hinsicht überraschend. Erstens vermutet er aufgrund einiger Details (u.A. dem 10"-Tonarm) kein Hanpin-Laufwerk darin, sondern sieht mehr Gemeinsamkeiten mit den "echten" Technics-Plattenspielern. Zweitens blieb das von mir erwartete vernichtende Urteil aus, er fand das Gerät in der Preisklasse vergleichsweise interessant. Nur das optional vormontierte AT-95E kam nicht gut weg.

Leider taucht der Plattenspieler noch nicht auf der Magnat-Homepage auf. Bin mal gespannt, wann es mehr Informationen geben wird.

197

Freitag, 11. Mai 2018, 09:20

Es ist der gleiche Tonarm, nur farblich angepasst wie beim Onkyo CP-1050, Stanton STR8.150, Hanpin DJ-5500 und einige mehr. Bei einen ach so angeblichen High End Dreher ein AT95E drunter zu schnallen das passt ja mal garnicht bei der 1000€ Preisklasse, wen will Magnat damit verarschen ?
Ich putze hier nur...

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198

Freitag, 11. Mai 2018, 10:20

Vielleicht einfach nur ein Zugeständnis an die "unmittelbare Inbetriebsnahmefähigkeit" - sinngemäß: die Probefahrt verlief zufriedenstellend!? Die meisten "High-End"-Plattenspieler-Freunde werden sich sowieso etwas Besseres drunterschnallen.
Gruss,

Hendrik

---

Sind wir nicht alle ein bisschen γ-Fe₂O₃?

199

Freitag, 11. Mai 2018, 11:04

Die Frechheit ist mehr ein Dreher anzubieten der 300€ Klasse und dafuer ein tausender zu verlangen .
Ich putze hier nur...

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200

Freitag, 11. Mai 2018, 11:39

Der Vergleich mit dem CP-1050 liegt natürlich nahe, aber hat der tatsächlich auch einen 10"-Tonarm? (Ich kann mal wieder schlecht verbergen, daß ich keine Ahnung habe.)

Wenn der Magnat auch nur ein Hanpin-Laufwerk im hübschen Gehäuse ist, wäre der Preis natürlich ziemlich kühn angesetzt.

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201

Freitag, 11. Mai 2018, 13:24

Der Vergleich mit dem CP-1050 liegt natürlich nahe, aber hat der tatsächlich auch einen 10"-Tonarm?


Der CP1050 hat einen 9'' Arm (effektive Länge lt. Datenblatt 230 mm). Die Tonarm-Basis des CP1050 sieht der des TT990 aber seeeeeeehr ähnlich (um nicht zu sagen: scheint identisch). Mag also sein, dass beim
Magnat TT990 lediglich das Rohr etwas länger ausgeführt ist. Man kann das meines Erachtens auch sehen, wenn man beide Dreher in der Draufsicht vergleicht: beim Magnat ist der Rohrverlauf vom Gelenk aus gesehen gerade, beim
Onkyo macht das Rohr direkt einen kleinen "Knick" nach rechts, bevor es dann n die S-Form übergeht. Auch der Hanpin hat den Rohrverlauf des CP1050. 100%ig identisch mit dem Hanpin/Onkyo ist der Arm des Magnat
demnach also nicht...

Gruß
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202

Samstag, 12. Mai 2018, 01:42

Das ist definitiv ein HanPin-Tonarm.
Insofern dürfte der "Rest" auch HanPin sein.

Machen doch gerade viele "Hersteller" so. Man will halt einen Dreher im Programm haben, lässt sich von HanPin ein Angebot machen und dann dort mit eigenem Label herstellen.

Und zum eigentlichen Gerät:
Bevor ich 1000€ für dieses HanPin-Derivat ausgäbe, würde ich noch 500 drauflegen und einen Technics 1200 kaufen...

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203

Samstag, 12. Mai 2018, 17:11

beim Magnat ist der Rohrverlauf vom Gelenk aus gesehen gerade, beim
Onkyo macht das Rohr direkt einen kleinen "Knick" nach rechts, bevor es dann n die S-Form übergeht. Auch der Hanpin hat den Rohrverlauf des CP1050.


Ich zitiere mich der Einfachheit halber selbst: der Tonarm (Tonarmrohr) des Magnat ist nicht identisch mit Onkyo/Hanpin. Hier sieht man ganz deutlich, dass das Rohr gerade aus dem Gelenk heraustritt, das tut es beim Onkyo/Hanpin nicht.
https://www.hifi.nl/artikel/26740/Magnat…uitse-merk.html (Die Detailfotos sind zoombar)
Tonarmbasis und das Gelenk selbst scheinen indes identisch mit dem des Onkyo/Hanpin zu sein.
Der hier zuvor erwähnte Technics hat übrigens in meinen Augen in punkto Tonarm keine auffälligen Ähnlichkeiten mit dem Magnat TT990. Der Technics 1200 hat (zumindest beim 1200G) ein anderes Gelenk (Nahaufnahmen zeigen, dass die Profile des Gelenkes eine andere Form als beim TT990 haben). Sieht man hier ganz gut: http://www.technics.com/de/produkte/hifi…m-sl-1200g.html
Im Vergleich dazu: siehe unten angehängtes Bild vom TT990. (Quelle:www.hifi.nl/artikel/26740/Magnat-TT-990-…het-Duitse-merk) Daneben nochmal das Gelenk des Onkyo.(Quelle: www.hificonfidential.co.uk)


Was nun letzten Endes noch an inwendigen Details (Dämpfung des Armes, Laufwerk etc.) am Magnat anders ausgeführt sein könnte als am Onkyo/Hanpin kann man ohnehin nur vermuten. Solange man keine Innenansichten zu sehen bekommt, ist das alles spekulativ. Ergo ist für mich die Behauptung, man wolle mit dem TT990 nur eine "gepimpte" Version eines wesentlich einfacheren (preiswerteren) Drehers auf den Markt bringen und damit die Kundschaft zu "verar...", nicht belegbar. Das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass der Magnat nicht tatsächlich aus dem selben Werk stammen könnte, wie der Onkyo/Hanpin... Nur die 100%ige Identität will erst einmal bewiesen werden. Und solange die Frage unbeantwortet ist, halte ich Preis/Leistungs-Vergleiche zwischen den verschiedenen Geräten für überflüssig.

Gruß
»PeZett« hat folgende Bilder angehängt:
  • 20180512125850_2018-05-12_Magnat-TT-990-Direct-Drive-Turntable-02_(850x567).jpg
  • 1050cp2-500x500.png
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »PeZett« (12. Mai 2018, 18:33)


204

Samstag, 12. Mai 2018, 19:17

Das sieht für mich eindeutig nach Hanpin aus,

Der Tonarmsockel ist identisch mit dem der ersten Super OEMs (Reloop RP 6000) und am ersten 7000er war der auch noch dran. Der Tonarm selbst ist identisch mit dem des PLX 1000 und dem RP 7000 MK II. Bei den Beiden sind aber sowohl Sockel als auch Tonarm dem Technics SL 1210 nachempfunden und sehen dem zum Verwechseln ähnlich. Die Schwachstelle ist hier der Lift, der etwas ruckelig ist, der war beim RP 6000 massiver.

Vielleicht hat Magnat hier „Die besten Zutaten kombiniert“. Insgesamt mag ich den neuen Sockel aber lieber, weil er optisch einfach besser ist. Mit dem Tonarmlift kann ich bei meinem PLX leben.

Mich würde mal interessieren ob der Magnat auch ein Super OEM Laufwerk verbaut hat, nur dann wären die 1000 Euro einigermaßen gerechtfertigt, mit OEM Laufwerk wäre auch bei massivem Gehäuse 500 bis 600 Euro oberste Grenze, denn der Pioneer liegt ja mit dem selben Arm und massivem Gehäuse so etwa bei 650 und den Reloop kriegt man mit selben Arm und Laufwerk aber schlechterem Chassis und Gehäuse schon unter 500 Euro.

LG Tobi

205

Samstag, 12. Mai 2018, 19:27

Achso: eben noch gesehen, auch den geraden Tonarm gibt es bei Hanpin schon länger.

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206

Samstag, 12. Mai 2018, 22:00

Achso: eben noch gesehen, auch den geraden Tonarm gibt es bei Hanpin schon länger.


Aber nur am DJ U 45... und da ist er gerade mal 220 mm lang (also kürzer als 9 ''). Der hier zur Diskussion stehende DJ5500 hat keinen geraden Arm. Also was soll das... ...hier werden die Eigenschaften verschiedenster Dreher auf einen Haufen gekippt und vermengt um sich Ähnlichkeiten zu einem
neuen Produkt herbeizureden. Mag ja sein, dass Magnat das Teil nicht selbst baut (das ist sogar sehr wahrscheinlich und die Tonarme werden höchstwahrscheinlich auch alle aus ein- und der selben Quelle stammen) aber deshalb müssen sie nicht zwangsläufig 100% ig gleich sein.

Mein Fazit: so ganz 100% identisch zu Harpin u. Co. scheint mir der Magnat nicht. Ob das einen Mehrpreis von ca. 500,- rechtfertigt, vermag ich zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu sagen. Ist mir aber auch egal... ...man muss nicht kaufen (und kann auch noch nicht... ...zu sehen gibt es ihn erst
in ein paar Monaten). Bis dahin fehlen mir detaillierte Informationen, sodaß ich den Dreher weder gut noch schlecht reden kann. Damit "habe ich hier fertig"...

Gruß
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207

Sonntag, 13. Mai 2018, 00:28

Ich hatte gerade einen etwas entrüsteten Anruf von jemandem, der den Thread verfolgt und den Ruf genießt, viel Ahnung von Plattenspielern zu haben. Kurz zusammegefasst: Seiner Ansicht nach ist der Tonarm des Magnat definitiv nicht von Hanpin, sondern von Koshin, und ähnelt bis auf wenige Details dem des Technics SL-1200G.

Ich halt' mich da inhaltlich raus, bin aber mal gespannt auf den weiteren Threadverlauf. ;)

208

Sonntag, 13. Mai 2018, 08:22

Bei dem geraden Arm mag das vielleicht sein, beim S-Arm und beim Sockel habe ich da wenig Zweifel. Beim RP 6000 ist am Hebel für den Tonarmlift so ne Art Metallkugel, hier steckt da halt ein Plastiknippel drauf. Warum sollten Tonarm und Tonarmsockel nicht frei kombinierbar sein? Hanpin arbeitet nunmal nach dem Baukastensystem und so wird es den Magnat mit Sicherheit auch mit geradem und S-Arm geben, je nachdem was man bevorzugt.

Tonarmbasis: https://www.musikhaus-korn.de/de/reloop-…xwaAmnWEALw_wcB

Tonarm: https://www.google.de/search?q=reloop+rp…e&client=safari

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209

Freitag, 20. Juli 2018, 16:07

Reloop hat jetzt neben den schon bekannten Club-Drehern mit quartzgesteuertem Direktantrieb auch einen namens "Turn 5" in dezentem Design für den heimischen HiFi-Schrank.

http://reloop-hifi.com/turn5.html

Kostenpunkt im Netz: ca. 750 €. Einen "Turn 3" mit Riemenantrieb für knapp 400 € gibt's auch.

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210

Freitag, 20. Juli 2018, 16:33

Nun, das ist die Hälfte des Preises eines Technics 1200.
Ob er auch nur halb so gut ist, vermag ich nicht zu beurteilen.

Aber warum sollte Hanpin nicht in der Lage sein, ein hochwertiges Gerät zu produzieren?
Und was den Preis betrifft: Taiwan und China sind bei den Lohnkosten nicht zu schlagen.