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1

Mittwoch, 4. Januar 2006, 07:36

Etwas was in Deutschland Nicht existiert.

Der Rumänische Tuner T - 350 hergestellt bei die Rumänischen ELECTRONICA INDUSTRIALA Werke:





Das Gerät ist ein Analoger Tuner was auf beide Radio- normen (ost - west) funktioniert
Hat MW, LW und UKW.
Bei UKW sind Die Frequenzen Umscaltbar. Ost 65 - 73, West 78 - 108
Auf der Rechten Seite ist ein Preselektor was auszihbar ist. Hier werden Radiosendern fest Programiert (nur max. 12 Stück für jede norm) was anschliesend mit den Sensoren auf der Front umgeschaltet werden.

Das Gerät ist ein 100% Rumänisches Produkt und NUR in Rumänien Erhältlich.

2

Mittwoch, 4. Januar 2006, 09:30

Da wo im Ostblock das Radio ist, ist hier der Polizeifunk...
Ein sehr interessantes Gerät also.
Gibt es na noch ein Cassettengerät dazu?

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3

Mittwoch, 4. Januar 2006, 10:24

Zitat

EinarN postete
Das Gerät ist ein 100% Rumänisches Produkt und NUR in Rumänien Erhältlich.
Warum wurde so ein schönes Gerät denn nicht exportiert?

Im Netz hab' ich noch die Information gefunden, daß der passende Verstärker A-350 heißt. Leider scheint es nirgendwo Bilder zu geben.

Markus Berzborn

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4

Mittwoch, 4. Januar 2006, 10:26

Zitat

Matze postete
Da wo im Ostblock das Radio ist, ist hier der Polizeifunk...
Genau, ich hatte meiner Frau auch vor Jahren mal einen Sony-Radiocassettenrecorder geschenkt, mit dem sie in St. Petersburg viele UKW-Sender leider gar nicht empfangen konnte.

Gruß,
Markus

5

Mittwoch, 4. Januar 2006, 10:27

Wie gesagt. Das teil hat BEIDE Frequenzen, Umscaltbar. Du kannst es Anwenden für der Westlichen Frequenz 87 - 108 so wie auch die was im Osten ist 65 - 73 nach Bedarf. Ales Selbstverständlich in STEREO und es gibt dabei auch eine Rauschunterdruckung Taste. Etwas wie Dolby.

Das gerät wurde in Rumänien Hergestellt bis ende der 90'er und kostete vor der Wende 2500 LEI ( zwei Monatsgehälter). Nun habe ICH es im Rumänischen forum für 50 EURO Gekauft, fast BRANDNEU in der Original Verpackung.
(Siehe die Bildern)

Zum Tuner gehört auch ein EQ, Verstärker, dreimotorigen Digitalen TapeDeck (Kassette) mit Normal / Chrom / Metal Position und ein Plattenspieler. Ale im Änlichen Design.

Die Damaligen Preise bei den Anderen Geräten. Preistand 1990:

Verstärker 4500 LEI
Plattenspieler 1500 LEI (Magnetischer Diamant Abnehmer)
EQ 2000 LEI
CassDeck 8500 LEI (3 Motoren Direktantrieb, Motor Gesteuerter Casettenschaht, LED VU's, Digitaler Bandzähler)

Ich werde im Rumänischen Forum So lange "Hacken" bis ich die Komplette Anlage habe. Der Erste Schritt ist getan. Der Tuner geht noch Diese woche auf der Reise nach Duisburg.

@ timo

Weis ich nicht warum es kein Export gab. Ich weis nur das die Geräte so gesucht waren, die besten was in RO existierten, das die für den Inlandbedarf mit der Produktion nicht nachgekommen sind.

@ Matze

Ja. Wie bereitz Erwäht es gibt auch ein Cass Deck.

6

Mittwoch, 4. Januar 2006, 10:50

Nachtrag:

Meines wissens solten die Geräte eigentlich auch heute noch im Handel Existieren und noch Hergestellt werden.

Anhand der Gerüchtekühe hat mitte der 90'er ELECTRONICA INDUSTRIALA auch ein 4 Kopf Stereo Video auf den Markt gebracht haben und nun solte es auch DVD Playern im Handel Existieren. Der Design bei ale ist änlich wie beim Tuner um das Design und die Anpasungsfähigkeit bei zu behalten.

Wie gesagt, das sind NUR Gerüchte was ICH nachforschen Muß und die Notwendigen Bildern Besorgen (Geräte sind SELBSTVERSTÄNDLICH).

7

Mittwoch, 4. Januar 2006, 19:51

Hi Einar
Interessant was Du da so zeigst.
Da die Teile in Deutschland restlos unbekannt sind wäre es Klasse wenn du noch mehr davon in Wort+Bild zeigen würdest.
Gruss
Rene

8

Mittwoch, 4. Januar 2006, 19:55

Zitat

Rellem postete
Hi Einar
Interessant was Du da so zeigst.
Da die Teile in Deutschland restlos unbekannt sind wäre es Klasse wenn du noch mehr davon in Wort+Bild zeigen würdest.
Gruss
Rene
Das mit Sicherheit.

Nachtrag:
Ein weiteren Teil der Anlage, Verstärker und EQ könnt Ihr Hier Sehen:

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic.php?threadid=3879

9

Samstag, 7. Januar 2006, 20:07

Nachtrag:

Hier einige Bildern mit den Innenleben des Tuners. Zu Bemerken das die Platte mit der Skalabeleuchtung nicht Original ist und Diese Ersetzt werden muß:









Wie Ihr mit Sicherheit Bemerkt, Auf der Rückseite die Anschlüsse sind DIN Anschlüsse und es befinden sich auch 2 Potis zur L / R Kanal Gleichstellung für den Ausgang.

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10

Freitag, 16. November 2018, 21:15

Im Netz hab' ich noch die Information gefunden, daß der passende Verstärker A-350 heißt. Leider scheint es nirgendwo Bilder zu geben.


Zufällig drüber gestolpert: https://www.youtube.com/watch?v=ehhRgJNnVNM

11

Sonntag, 18. November 2018, 10:36

Sieht krass solide aus, kann’s nur kaum fassen, dass das so noch in den 90ern verkauft wurde und noch weniger, dass es das heute noch geben soll.

Sieht eher total nach frühen 80ern aus oder älter.

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12

Sonntag, 18. November 2018, 16:33

kann’s nur kaum fassen, dass das so noch in den 90ern verkauft wurde und noch weniger, dass es das heute noch geben soll.


Ende der 1990er Jahre glaube ich auch erst, wenn es mir aus offizieller Quelle bestätigt wurde. Produktion bis zum Ende der kommunistischen Herrschaft in Rumänien, also 1989/1990, halte ich für denkbar, aber meines Erachtens dürfte dann, als EI kein Staatsbetrieb mehr war und der Markt für Importe aus Asien geöffnet wurde, schnell Schluss gewesen sein, genau wie bei RFT, Unitra u.Ä.. Von dem kleinen Markt in Rumänien (besser: von dem, was die übermächtigen Konkurrenten Sony, Yamaha, Pioneer... davon übrig ließen) kann so ein Hersteller sicher nicht überleben, und exportiert wurde ja offenbar nichts.

Was die Solidität angeht, habe ich von den (wenigen) Unterhaltungs-Elektronik-Produkten aus Ostblock-Produktion, die ich kenne, einen eher zwiespältigen Eindruck. Auf den ersten Blick wirkt wirklich vieles sehr massiv und fast unkaputtbar, aber beim näheren Hinsehen zeigen sich dann nicht selten erhebliche Fertigungstoleranzen. Man könnte auch böse sagen: Es wirkt, als hätte man den Mangel an Präzision in der Produktion durch viel Material kompensieren wollen. In der Praxis ist wahrscheinlich Massenware aus fernöstlicher Produktion langlebiger.

13

Donnerstag, 22. November 2018, 08:24

Unitra Geräte hatte ich bisher noch nicht in der Hand...

Aber mehrere R4100 von RFT, die sehen schon ein Bisschen gruselig aus für Ihr Alter. Von der Konstruktion her erinnert mich das eher an ein Kofferradio aus den frühen 70ern. Ist Alles servicefreundlich und gut zu reparieren, aber nicht so richtig auf der Höhe der Zeit. Moderner wird’s dann erst mit den SKRs ab 550 aufwärts, aber auch, wenn die Geräte ein paar gute Features haben, ist das verglichen mit japanischen Geräten aus der Zeit irgendwie Alles Einstiegssegment.

Auch die HMK 200... 1988 noch DIN Buchsen, nur 4 Eingänge, 2x25 Watt und 39 cm... dazu dann das Cassettendeck, ja gut 2 Motoren und programmierbar, aber 12,5 kHz bei Ferro?! Mit dem butterweichen Kopf würde ich mich nicht mal trauen den Pausensuchlauf zu benutzen...

Und solche Geräte gabs aus Japan im Einsteiger und Mittelklasse Segment 1000 fach. Aber Leute aus dem Osten fühlen sich dann auf den Schlips getreten und reden das Alles schön, was für tolle solide Geräte das waren und die wurden da zum Preis einer hiesigen High End Anlage verkauft. Nur die Boxen waren günstig und teilweise ganz gut, aber auch nix Besonderes schon allein weil da die Leistungsreserven total fehlen.

Ein Arbeitskollege von mir ist son richtiger Klischee AfD Wähler und kommt auch aus Thüringen. Der hatte damals ne HMK 100 und erzählt mir immer wie gut die war. Jetzt hat er ne Dolby Athmos Anlage für 10.000 Euro und mehr und hört den Unterschied zwischen Radio BOB! Und dem selben Stück auf CD nicht. Will mir aber erzählen dass früher Alles besser war und dass die Leute da nicht so viel Konsum hatten, es Ihnen in der DDR auf sozialer Ebene und arbeitstechnisch viel besser ging. Er reist aber einmal im Jahr in die USA oder wo anders hin und hat nur die feinste fernöstliche Technik.

Wenn ich dann sage es gab halt da nix besseres als die HMK, natürlich war das dann gut, verglichen mit japanischen Boliden aus der Zeit ist das aber eine Spielzeuganlage... dann sagt er immer zu der Zeit war das voll ausreichend und wir waren froh dass wir das hatten.

Ich finde das so verklärt und widersprüchlich, bei und gabs da längst CDs und es ging an allen Ecken viel viel besser. Objektivität ist was womit viele nicht umgehen können, aber das sind Dinge, die belegbar sind. Und mein japanischer Sharp Ghettoblaster, der von vielen Ostleuten schon gerne mal mies geredet wird im Vergleich zu den ach so tollen SKRs hat sowohl die bessere Empfangsleistung, als auch das bessere Cassettendeck und das sage ich erfahrungsgemäß, weil ich Beides schon hatte.

Gehabt habe ich z.B. Nicht die Olimp oder Jupiter Bandmaschinen, ich weiß aber, dass die letzte noch bis in die 90er in Russland gebaut wurde und so Akai mäßig mit Glasköpfen ausgestattet war. Das ist wohl die einzige Bandmaschine mit Pausensuchlauf und hat sicher tolle Features, aber wenn ich dann höre, dass die Köpfe der ersten Revision Fertigungstoleranzen haben und bei Wärmeeinwirkung dumpf klingen, weil sich der Spalt verzieht, oder wenn ich sehe, was dann an der Front für billige Potis und wackelige Plastikknöpfe sind, dann geht der Wunsch so eine Maschine zu haben direkt verloren, weil ich weiß, wie solide japanische oder europäische Maschinen sind und sich auch anfühlen.

Und so ist es auch mit Verstärkern. Wenn ich erst Adapter brauche um die zu kombinieren und das höchste der Gefühle dann selbst bei den Spitzenmodellen irgendwie 4 oder 5 Eingänge sind und ich auch leistungstechnisch an der Kompaktanlagengrenze liege, kriege ich für wesentlich weniger Geld bei eBay japanische Mittelklassegeräte der 80er und 90er hinterhergeworfen. Deshalb war das für mich irgendwann uninteressant mich weiter mit dem Ostblock auseinanderzusetzen.

Die Unitra Anlage mit dem Schubladen Tapedeck ist ja auch ganz nett, aber irgendwie gibt’s halt auch da Besseres. Dann lieber ein CF von Grundig, für die Zahnräder gibt’s ja mittlerweile Ersatz.

LG Tobi

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14

Donnerstag, 22. November 2018, 14:44

Und mein japanischer Sharp Ghettoblaster, der von vielen Ostleuten schon gerne mal mies geredet wird im Vergleich zu den ach so tollen SKRs hat sowohl die bessere Empfangsleistung, als auch das bessere Cassettendeck und das sage ich erfahrungsgemäß, weil ich Beides schon hatte.

Sorry, das kann ich so nicht stehen lassen und zwar daher, weil ich ebenfalls beides hatte und zwar teilweise zur gleichen Zeit: Ich hatte mir von meinem Jugendweihegeld 1984 den SKR500 neu gekauft (immerhin 2000,- DDR- Mark !) Das war ´ne Menge Holz für einen damals 14 Jährigen... 2 Jahre später hatte ich meine Eltern überredet, mir über Genex so einen tollen Sharp WQ weißnichtgenau (Doppel- Cassettenrecorder) zu kaufen, weil- dann könnte ich den SKR wieder verklingeln und so´n Sharp macht natürlich viel mehr her...

optisch war das alles super, mit Equalizer in der einen Cassettentür... Wow ! :D Naja, Teenager eben, auf bling bling geeicht. Das Doppel- Cassettendeck war schon toll. Man konnte sogar Datencassetten für den C64 überspielen und das ging auch noch ! Sogar in doppelter Geschwindigkeit. Außerdem hatte eines der beiden Cassettenteile Auto- Reverse mit Umkehrung der Laufrichtung. Das war schon eine Show ! ;)

Empfangsmäßig war er-ok, RIAS Berlin und SFB2 kamen in rauschfreiem Stereo. Das war der Kernpunkt. Aber: nur über die Teleskopantenne. Keinen Anschluss (eingebaute Buchse) für eine normale UKW Antenne. Der SKR hatte sowas. Dabei war der Tuner vom SKR durchaus gut, auch auf diesem bekam ich beide Sender in Stereo ohne Rauschen. Für die Aufnahme bot der Sharp nur automatische Aussteuerung, keine manuelle. Beim SKR natürlich beides zu finden. Dann die Bandsorten. Der SKR konnte Fe (Normal) und CrO2, sowohl Aufnahme wie auch Wiedergabe. Der Sharp konnte Fe, CrO2 und sogar Metal- wiedergeben !! Aufnahmeseitig war er nämlich ausschließlich für Fe gemacht, das fand ich aber erst hinterher raus...

Über die Cassettenteile beider Recorder weiß ich nichts negatives zu sagen. Obwohl der SKR ein eigentlich veraltetes Cassettenteil verbaut hatte (das vom R4100) lief er doch zuverlässig. Von den Gleichlaufwerten her liefen beide Geräte absolut vergleichbar. Wir hatten damals ein Wow & Flutter- Messgerät in unserer Werkstatt und obwohl ich erst 1987 mit meiner Lehre begann, habe ich einige Reparaturen und Einstellungen auch vorher schon machen können.. ;) Vielleicht hatte ich mit dem SKR auch einfach nur Glück, denn ich habe später sehr viele dieser Cassettenteile repariert und glaube mir ein Urteil erlauben zu können.

Über die DIN- Buchsen des SKR hätte ich nie gemeckert. Immerhin konnte man dort diverse Geräte anschließen und sowohl über die Buchsen von fremden Quellen aufnehmen, als auch wiedergeben. Den SKR also somit an einen Verstärker anschließen und die Aufnahmen auf einer größeren Anlage hören. Das war mit Sharp nicht möglich, dort gab es nur zwei Chinch Buchsen für "Line In". An einen Verstärker zur Wiedergabe anschließen- nicht vorgesehen. Daher baute ich in mein Gerät eine separate DIN Buchse ein...

Alles in Allem kann man sagen- beide Geräte haben Ihre Vor- und Nachteile. Und ich finde, man kann nicht behaupten, daß der eine nur schlecht und der andere nur gut war. Aus heutiger Sicht betrachtet, hätte ich den SKR eher behalten und auf den Sharp verzichtet, obwohl der Sharp natürlich deutlich hübscher und natürlich auch kleiner und leichter war. Aber so sind sie, die Erlebnisse der Jugend. Und- eines muß man auch sagen: Der Sharp läuft bis heute, denn ich habe ihn noch immer ! Zwar als Küchenradio, aber immerhin. Und auch die Cassettenteile laufen- mit dem allerersten Riemensatz und den originalen Andruckrollen. :D

Das zumindest hätte der SKR nicht geschafft. Dafür kenne ich die Riemen und Andruckrollen dort zu gut...

Nostalgische Grüße, Rainer

15

Donnerstag, 22. November 2018, 19:59

Naja, man darf hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, die WQs waren nicht die Spitzenmodelle bzw. Kamen auch größtenteils nach der Hochzeit der Ghettoblaster. Man muss in erster Linie die großen GFs und WFs zum Vergleich ziehen.

Ich habe einen GF 9000 mit einzelcassettendeck und dem selben Tuner wie im GF 777. Er hat eine DIN Überspielbuchse mit Ein und Ausgang und die japanische/amerikanische Version hat sogar einen Aux In und Line Out als Cinch, desweiteren gibt es einen integrierten Phono Pre, das Gerät hat Dolby B und eine echte Metal Position, dafür allerdings kein Chrom, Typ II lässt sich in der Stellung korrekt abspielen, aber nicht aufnehmen, dafür aber eben Reineisenbänder. Der GF 777 kann Alle 3 Sorten. Nachdem ich den GF 9000 jedenfalls auf TDK D und MA eingemessen habe macht er HiFi Aufnahmen mit Dolby. Man kann per Hand aussteuern und Automatisch und mit den VU Metern ist das auch gut möglich.

Es gibt außerdem Boxenausgänge und Mikrofoneingänge, einen Pausensuchlauf bis 5 Titel und die VU Meter fungieren gleichzeitig auch als Batterieanzeige/Feldstärkenanzeige. 12V Eingang ist auch vorhanden. OK, externe Antenne fehlt auch hier, gibt es aber bei anderen Sharp Geräten. http://www.hifi-archiv.info/Sharp/1982-8…dio/Seite31.jpg

In Deutschland gabs offenbar nur den 767, da fehlt ein VU Meter und die Mixing Funktion von Deck 1 auf Deck 2. http://www.hifi-archiv.info/Sharp/1982-8…dio/Seite28.jpg




Bei den hochwertigeren Geräten mit Doppelcassette ist immer ein 2 motoriges Laufwerk mit getrennter Bandsortenwahl für korrektes eingebaut. Hier z.B. Ein neueres Modell: http://www.hifi-archiv.info/Sharp/1985-8…deo/1985-37.jpg das wieder nur Ferro und Chrom kann, aber der WF 940/939 konnte alle 3. http://www.hifi-archiv.info/Sharp/1987-8…TV-Video/18.jpg, den hatte ich mal, bis auf dass er keine manuelle Aussteuerung hatte, war das ein hervorragendes Teil, ich hab nur leider nie die Cassettenlaufwerke leierfrei bekommen, wahrscheinlich waren die Zahnräder hin, dabei waren das wirklich solide Laufwerke. Das eine war sogar programmierbar, man konnte irgendwie bestimmte Titelabfolgen von einer auf die andere Cassette kopieren.

LG Tobi

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16

Freitag, 23. November 2018, 03:26

Hallo Tobi,
ich kenne Dein Alter und Deine Vergangenheit nicht (steht nicht im Profil), Du schriebst in [15]:

Zitat

Naja, man darf hier nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, die WQs waren nicht die Spitzenmodelle bzw. Kamen auch größtenteils nach der Hochzeit der Ghettoblaster. Man muss in erster Linie die großen GFs und WFs zum Vergleich ziehen.

Meines Erachtens vergleichst Du Äpfel mit Birnen. Es sei denn die von Dir genannten Geräte waren damals für einen Bürger der DDR erreichbar, zumindest über den Genex-Katalog.
Was man nicht in der DDR bekommen kann, kann ein DDR-Bürger nicht vergleichen.
Da Du anscheinend aus Thüringen kommst, hattest Du damals Zugang zu West-Verwandschaft die Dir die von Dir genannten Geräte geschickt haben?
Solltest Du den Gerätevergleich nicht aus Sicht vor 1990 gemacht haben, bist Du raus. Später ist man immer klüger.

Der DIN-Anschluß war ein bis Anfang der 80er allgemein gültiger Anschluß, im Ostblock bis 1990.
Das billigere Cynch-System hat für einen DDR-Bürger eine kaum überspringbare Hürde dargestellt, weil völlig exotisch.

Deinem Bekannten, der ja wohl Anhänger der Anti-Fxschisten-Deutschlands oder wie nennt man hier die Nachfolgeorganisation der NSDAP?, kannst Du sagen:
Wohnraum war billig, so sieht auch der Raum aus, es sei denn es waren Arbeiterschliessfächer (Platte). Lebensmittel waren billig, soziales war billig, der Rest wurde abgeschöpft.
Genannte Hifi-Anlage wird eingezogen weil es nicht der v. Grundordnung entspricht, Inhaber wird eingezogen weil er nicht der v. Grundordnung entspricht.
Aber es gibt ja noch den dritten Monat im Jahr und dann sollte man sich überlegen ob es nicht besser ist als Sozialist zu sterben.
VG

17

Freitag, 23. November 2018, 09:42

Ich bin 86 hier in Kassel geboren und habe mittlerweile aufgrund meinem Interesse an der Vergangenheit sehr viele Geräte gehabt. Den Sharp habe ich nicht neu gekauft, sondern übers Internet erworben und mir ist klar, dass es mangels Möglichkeiten im Osten nicht Alles organisierbar war. Mir ging es nur um eine direkte Gegenüberstellung der japanischen Spitzengeräte im Vergleich zu denen aus der DDR.

Damit wollte ich keinesfalls sagen, dass die Geräte schlecht waren, aber eben nicht so gut wie die besten japanischen.

SKR 500/501 und SKR 550 waren schon üppig ausgestattet, aber leistungstechnisch und klanglich wäre mehr gegangen. Und ja, da gibt’s gar nix zu meckern an dem 4100er Laufwerk, bis auf dass ich glaube der Rücklauf nicht einrastet, ich weiß nicht ob das beim 500er auch so ist, aber es geht pfleglich mit den Cassetten um, hat ordentlich Zug und ein elektronisches Autostop. Nur hatte ich mal einen R 4100, bei dem wohl der Capstan nicht ganz rund lief, das Laufwerk leierte wie ein Reibrad Plattenspieler, schade.

Und mein Arbeitskollege ist leider unbelehrbar, wie alle AfD Wähler. Da fehlt leider die nötige Reflektiertheit gegenüber gewissen Dingen, ich würde das jetzt nicht mal auf Alle Lebensbereiche übertragen, aber da wo am Meisten Hass und Angst vor Ausländern ist sind irgendwie am Wenigsten... obwohl das bei uns auch erschreckende Züge annimmt.

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18

Freitag, 23. November 2018, 12:53

bis auf dass ich glaube der Rücklauf nicht einrastet, ich weiß nicht ob das beim 500er auch so ist

Nein, das war beim SKR500 definitiv nicht der Fall, dort rasteten Vorlauf und Rücklauf ein. Der 500er hatte elektronische Abschaltung bei Vorlauf, Rücklauf und Aufnahme / Wiedergabe. Memory Stop bei Zählwerk- Null war ebenfalls vorhanden. Außerdem müßte das beim 4100 nicht der Rücklauf, sondern der Vorlauf gewesen sein.

Mein Sharp ist übrigens der WQ561, in Rot :) Ich glaube, über Genex gab es auch einen Sharp GF- Typen. Der hatte zwar abnehmbare Boxen, aber nur ein Laufwerk. Außerdem war er meinen Eltern mit über 700,- DM zu teuer. Nachvollziehbar... DDR Recorder gab es natürlich auch.

Die Intershops waren teilweise besser sortiert in Sachen japanischer / westdeutscher Technik. Zumindest fand man dort keinerlei Ostgeräte, die hätte bei uns auch keiner gekauft.

Ich werfe am Wochenende mal einen Blick in den alten Katalog und werde berichten, was der WQ gekostet hat und wie der andere Sharp hieß. Vielleicht könnt ihr ja ermitteln, was die Geräte damals im Westen wirklich gekostet hatten...

Grüße, Rainer

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19

Freitag, 23. November 2018, 14:24

Und zum Nachlesen, was alles im Osten dem Volk angeboten und zum Teil auch zugemutet wurde, habe ich diesen Link zur Hand. Viel Spaß beim Stöbern und Erinnern.
Gruß, Rainer
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20

Freitag, 23. November 2018, 15:11

Nur hatte ich mal einen R 4100, bei dem wohl der Capstan nicht ganz rund lief, das Laufwerk leierte

Schade das Du ihn nicht mehr hast, denn dafür liegen in meinem Ersatzteilschrank noch originale Tonwellen (mit Schwungmasse) und auch Andruckrollen. ;)

Es war zwar selten, aber es kam durchaus vor, daß das Bronzelager der Tonwelle ausgelaufen war. Also regelrecht länglich, wie bei einer alten, lange nicht mehr gewarteten Uhr. Die Tonwelle wackelte darin wie ein Lämmerschwanz. Die Charge Lager war wohl ziemlich mies..

Schöne Seite übrigens, lieber Rainer ! :) Die meisten Geräte kenne ich..

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21

Freitag, 23. November 2018, 15:16

Die meisten Geräte kenne ich.
Beinahe hätte ich behauptet "ich auch". Nach dem Stöbern musste ich aber feststellen, dass doch so Einiges an mir vorbeigegangen ist.
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22

Freitag, 23. November 2018, 16:16

in Arbeitskollege von mir ist son richtiger Klischee AfD Wähler und kommt auch aus Thüringen

Was in etwa darf ich mir darunter vorstellen? ;)

23

Samstag, 24. November 2018, 12:54

Ja son Klischee Jammerossi. Früher war Alles besser und die Ausländer benehmen sich ja nicht und sowas hätt’s in der DDR ja nicht gegeben... dass es da aber ganz andere Sachen gab und wie gut er es jetzt hat sieht er irgendwie nicht. Dass ich mit gewissen Bevölkerungsgruppen auch so meine Probleme habe will ich ja gar nicht abstreiten und das sind häufig nicht nur Deutsche, das hat aber auch viel mit Sozialisierung zu tun und grundsätzlich verachte ich es, wenn Jemand sagt „Die Ausländer....“ oder „Er is Türke, ABER er is ok...“, oder oftmals gehts ja auch um sexuelle Ausrichtung wie „Ich hab nix gegen Schwule solang sie mich nicht anpacken...“ und auch sehr beliebt „Also ich bin ja kein Nazi, aber...“. Das ist in Ostdeutschland leider sehr weit verbreitet, nur hier wird’s auch immer schlimmer.

Mir auch egal, wo der Faschismus und Fundamentalismus letztendlich her kommt, das ist immer Scheisse und ich will das nicht. Ich will eine Welt wo sich Menschen egal woher gegenseitig achten und Alle frei sind und wo es keinen Hass gibt, aber so leicht ist das leider nicht umsetzbar. Auf der einen Seite sind die AfD Anhänger und auf der anderen Seite häufig auch vernagelte Anhänger bestimmter Religionen, die es dann bis hin zum Ehrenmord treiben. Nur Pauschlisierungen machen das Alles nur noch schlimmer.

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24

Samstag, 24. November 2018, 15:22

Das ist zwar gerade OT, daher nur ganz kurz meine 5 cents dazu:
Ich unterteile Menschen nur in zwei Kategorien:
A*schlöcher und Nichta*schlöcher.
Dabei interessiert mich weder eine Farbe, noch eine Rasse noch eine Religion.
Jede andere pauschale Unterteilung macht die Diskussion nicht zielführend.
Die weitaus meisten Menschen gehören glücklicherweise zu Kategorie zwei.
In Kategorie eins findet man zB Rassisten, Antisemiten, Fundamentalmoslems, Homophobe, Teile der gewaltbereiten Antifa oder halt auch das einfache normale Assi-A-loch von nebenan oder auch von ganz woanders auf der Welt her.
Diese muss ich isolieren und die anderen vor ihnen schützen.
Im Grunde relativ klar die Sache... 8)

25

Samstag, 24. November 2018, 16:42

Ja genau das wollte ich damit sagen... Trotzdem immer schade, wenn sich Klischees wieder einmal bewahrheiten...

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26

Samstag, 24. November 2018, 20:50

Und zum Nachlesen, was alles im Osten dem Volk angeboten und zum Teil auch zugemutet wurde, habe ich diesen Link zur Hand.


Als ich vor Jahren im Netz entdeckt habe, was in der DDR an HiFi-Komponenten hergestellt wurde, war ich eigentlich positiv überrascht. Klar, die Japaner hatten natürlich zu der Zeit imposantere Geräte, aber beispielsweise mit dem zeitgenössischen HiFi-Programm von Telefunken hält RFT zumindest auf dem Papier ganz gut mit oder ist sogar in einigen Details voraus (ein elektronisches Bandzählwerk wie beim HMK-D 200 gab es m.W. bei Telefunken nach dem RC-300 nicht mehr). Im Westen kannte man ja eher die einfachen RFT-Geräte wie Geracord GC-6020, Ziphona Türkis u.Ä., die hier als Bruns, HGS oder Universum vertrieben wurden und die auf mich immer etwas antiquiert wirkten.

Beim PKW-Bau war es in der DDR ja offenbar so, daß die Produktion zeitgemäßerer Modelle, die als Konstruktion oder teilweise sogar als Prototyp durchaus existierten, von der Regierung blockiert wurde, weil sie nicht zum sozialistischen Gedanken passten (Realsozialismus: Erich fährt einen gepanzerten Stretch-Volvo, und für's Volk muss ein Trabi reichen :) ). Da ist es schon bemerkenswert, daß (fast) zeitgemäße Unterhaltungselektronik durchgewunken wurde.

27

Sonntag, 25. November 2018, 10:50

Naja, wenn man so hört, was die Leute da aus der Not raus Alles so improvisiert haben ist das schon bemerkenswert und da liegt auf der Hand, dass es garantiert nicht an Ingenieuren und Konstrukteuren lag, die wahrscheinlich durch ihr Erfindungsreichtum zeitgemäßere Sachen auf die Beine gestellt hätten als hier, wenn sie gedurft hätten. Das kam schon alles von oben.

Die HMK 200 kam doch erst 1988, kurz vor Schluss, da war ein elektronisches Bandzählwerk nichts besonderes mehr.

Die Rückläufigkeit was solche Komfortfunktionen angeht zeigt sich aber bei vielen Consumer Firmen, auch aus Japan. Ich habe einen Fisher Turm von 1985, steuerungstechnisch geht kaum mehr. Da ist Alles mit One Touch, also du drückst Play am Tapedeck und der Verstärker schaltet auf Tape, oder ne Stationstaste am Tuner und er schaltet halt da hin. Doppel Tapedeck mit Autoreverse und Endlosfunktion, Plattenspieler ist programmierbar und kann in Verbindung mit dem Cassettendeck das Programmierte synchron auf Cassette aufnehmen (Tonarm sucht Titel, setzt ab, Cassette läuft los, Lied zu Ende, Cassette hält an, Tonarm sucht nächsten Titel usw...), dafür gabs in Japan und den USA noch einen passenden HiFi Videorecorder, den man über eine Remotebuchse mit dem Verstärker verbinden kann und dann kann man Alles gemeinsam mit einer Kombi-Fernbedienung steuern.

Die darauf folgende Serie war - was den Funktionsumfang angeht deutlich abgespeckter. Wahrscheinlich war es dem Consumer einfach zu teuer. Auch die Spätere Fisher Z1 Anlage war glaub ich nicht mehr so komfortabel.

Ich sag ja - schlecht waren die Ostsachen nicht, aber verglichen mit dem Westen eben eher im Einsteigersegment anzusiedeln. Und auch das Design ist halt immer ein Bisschen altbacken. Die HMK 200 z.b. sieht eher aus wie von 1980.

LG Tobi