Sie sind nicht angemeldet.

Beiträge: 12 896

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

31

Sonntag, 17. September 2017, 13:56


Bei DNL bin ich noch am überlegen da ich klangtechnisch zumindest in der Wiedergabe keinen Unterschied höre. Ob es auch die Aufnahme beeinflußt wäre noch zu klären.


Wohl nicht. Ich kenne das Saba nicht, aber bei Philips ist DNL nur bei Wiedergabe aktiv. Somit wird das wohl prinzipbedingt immer so sein (es sei denn, es wurden damals grundverschiedene Systeme unter der Bezeichnung "DNL" verkauft).

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

32

Sonntag, 17. September 2017, 19:35

Beim Betrachten der Schaltung kann ich nirgends zwei 2SC1222E entdecken. Das Signal von den Kontakten 1 & 4 der Radio-Buchse geht über zwei lange Striche am oberen Bildrand nach vorn zu R107 & R108. Die ALC bzw. Limiter-Funktion wird offenbar über die Gleichrichtung mit D119 & 120 , Speicherung in C219 und Zeitkonstanten-Einstellung mittels R257 & R258 realisiert. Gepuffert von TR119 wird es auf den Doppel-Transistor TR101 gegeben, dessen beide Hälften als Shunt zu R107 bzw R108 die Limiter oder ALC Funktion bewirken. Da die Schalter leider nicht mit "Limiter" oder "ALC" beschriftet sind, kann ich nur vermuten, daß der Unterschied zwischen beiden hier nur in der Zeitkonstante der Regelung besteht.

Limiter bzw ALC werden immer in gleicher Weise auf Rechts/Links angewandt, da sonst das Stereo-Panorama ständig hin- und her zappeln würde.

Die DNL-Funktion macht Sinn zur Wiedergabe-seitigen Rausch-Reduktion von Aufnahmen, die nicht mit Dolby aufgenommen wurden (wenn man sich mit den prinzipiellen Nachteilen der DNL-Schaltung abfinden kann).

MfG Kai
PS: Bei der DNL-Schaltung kann ich nicht erkennen, daß sie in gleicher Weise auf Rechts & Links wirkt. Die beiden Zweige scheinen unabhängig zu sein. Dann ist zu befürchten, daß es bei unterschiedlichen Signal-Amplituden auch zu Balance-Schwankungen insbesondere im Übergangs-Frequenzbereich kommt.

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

33

Sonntag, 17. September 2017, 21:29

o.k. wer Schaltpläne lesen kann ist im Vorteil. Ich hab das Signal auf der getrichelten Linie verfolgt. Richtig wäre gewesen den Pfeilen zu folgen...

VG Martin

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

34

Sonntag, 1. Juli 2018, 09:42

Finde mal wieder etwas Zeit am Saba zu arbeiten.

Mein Augenmerk liegt derzeit auf dem Elkozustand bis 10µF. So ist im Schaltplan an der Stelle C125, C126 nach dem Aussteuerungsregler und vor dem Eingang in den NE545B ein 1µF Elko vermerkt. Drinnen saßen allerdings 0.33 µF im tatsächlich bereits zweifelhaften Zustand.
Würdet ihr nun nach Schaltplan oder nach Original neu bestücken?
VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

35

Sonntag, 1. Juli 2018, 10:39

Hallo Martin,

da solche Serien-Kondensatoren meist in die untere Grenzfrequenz des Signalpfades eingehen, würde ich gucken, ob dazu was numerisch rauszukriegen ist,
Manchmal sind die Cs knapp dimensioniert, manchmal liegt die Grenzfrequenz des einzelnen RC-Hochpasses, der da lokal entsteht, weit unterhalb des Nötigen. In letzterem Fall könnte man ohne Not ein kleineres C nehmen, im ersten hätte das aber unerfreuliche Folgen.
Wenn der vorhandene Platz ausreicht, wäre auch zu erwägen, statt Elkos kleine MKS Folienkondensatoren zu nehmen (zB aus der roten WIMA 63V Serie), da gibt es 0.33/0.47/1uF. Die haben nicht die Wehwehchen der Elkos.

MfG Kai
Nachtrag: Inzwischen hab ich mal "recherchiert":
Der NE645B wird mit einem Eingangswiderstand von typisch 50 kOhm (35...65 kOhm) spezifiziert.
1 uF vor 50 kOhm ergibt einen -3dB Hochpass-Effekt bei 3,18 Hz, mit 0.33 uF -> 9.64 Hz, bei 35 kOhm werden daraus 4,5 bzw 13,8 Hz.
Letzteres wäre also auch noch zu ertragen. Natürlich "kommt ein Hochpass zum anderen".
Wenn es lineal flach bis 20 Hz runter gehen soll, darf man am C nicht sparen.
Andererseits, wenn's bisher ok war, warum mehr einbauen ?

MfG Kai

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (1. Juli 2018, 11:02)


Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

36

Sonntag, 1. Juli 2018, 11:37

Danke Kai,
mein Tape ist noch die alte NE545B Dolby Version. Ich habe mal ein Teil des Schaltplanes fotografiert. Links oben sitzt der 1µF. Da dies übrigens, neben einem im Netzteil, der einzige 1µF Elko wäre, und weiterhin viel mehr 0.33 in der Schaltung sitzen.


Ich könnte ich mir vorstellen das die 1µF gerade aus waren und kurzerhand 0.33 da rein kamen. Ich weiss allerdings nicht ob sowas damals in Fertigungen hätte passieren können. Ist halt nur so ein Gedanke.

P.S. Wo möglich nehme ich natürlich MKS!
VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

37

Sonntag, 1. Juli 2018, 12:22

Hallo Martin,

beim NE545B steht im Datenblatt Rin typ.: 100 kOhm, min.: 50 kOhm.
Der käme also mit einem halb so großen C aus wie der NE645B.
Demnach dürften 0.33 uF völlig ausreichend sein.

Die kleinen MKS-Säulen haben nur den geometrischen Nachteil, daß die beiden Anschlüsse wohl im 1/10" Abstand auf der kleinen Unterseite sitzen,
aber sonst eigentlich nur Vorteile gegenüber Elektrolyt...
Die Toleranzen sind allerdings nicht klein. Da die Grenzfrequenz aber weit unterhalb des Nötigen liegt, kommt es nicht so drauf an.

MfG Kai

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

38

Sonntag, 1. Juli 2018, 12:25

Danke Kai! Dann kommt wieder 0.33 MKS rein.
Die kriegt man schon rein. Wo ein Wille da ein Weg. Da hab ich am Braun A2 ganz andere MKS Basteleien hinter mir. Nur finden muss man sie. Der Erfinder muss nach Ansicht der ja noch recht übersichtlich gezeichneten Schaltplanes beim Platinenentwurf einen plötzlichen Drehwurm bekommen haben. :D
Dreht sich irgendwie alles im Kreis dort... 8|
VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

39

Sonntag, 1. Juli 2018, 13:23

Ist die Platine noch von Hand ge"rootet" oder war Kollege Computer der Entflechter ?

Sowas hab ich notfalls gemacht:


Ersatz eines axialen Elkos durch eine formschöne MKS-Skulptur
MKS upside-down

MfG Kai

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

40

Donnerstag, 5. Juli 2018, 20:47

Sodderle. Die Elkos sind alle erneuert. Ein zweites habe ich Original gelassen. Hat es was gebracht? Zumindest hat es nichts geschadet. Die Elkos waren allesamt ca. 50 % über dem Sollwert. Aber sie scheinen, wie man in dem zweiten Tape unschwer feststellen kann, zu funktionieren.
Beide 936 haben jedoch ein unheimliches Grundrauschen auf dem Kopfhörer. Zwischendrin durchsetzt durch leises zwitschern und pfeiffen. Erinnert irgendwie an alte Kenwood Verstärker im Leerlauf. Da kam es soweit ich erinnere von ein paar ganz bestimmten Transistoren in der Vorstufe. Könnte es beim Saba CD 936 Tapedeck auch von den Transistoren kommen? Wenn ich den Schaltplan richtig verstehe läuft das Kopfhörersignal nochmal über die Verstärkerstufe T118 welche mit 2 SC509Y besetzt sind. Von dort wird auch an die Zappler abgezapft. Ansonsten sind ja ausschließlich 2SC900E verbaut welche womöglich eine bessere Qualität besitzen. Zumindest kann ich am Tapeout nichts dergleichen feststellen.
Könnte/Sollte man die 2SC509Y gegen was besseres ersetzen?

VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

41

Donnerstag, 5. Juli 2018, 21:02

Transistoren "zwitschern" und "pfeifen" nicht.
Ist das Geräusch auch bei unbenutztem "jungfräulichem" Band zu vernehmen ?
Zwitschern und Pfeifen stammt meist von (HF-) Interferenzen, entweder aus Audio-Anteilen oberhalb 15 kHz, Mischungen mit der Bias/Löschfrequenz, oder aus HF-Einstrahlungen, oder zB PowerLine Datenverkehr, der über ein ungenügend filterndes Netzteil reinkommt.
Wenn du noch direkt Radio von UKW aufnim(m)st, kann es auch aus dem Stereo-Dekoder kommen, etc.
Transistoren rauschen "nur", alte hatten noch ein "Popcorn"-Rauschen (Rausch-Bursts, die aufpoppen wie platzendes Popcorn)

MfG Kai

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

42

Donnerstag, 5. Juli 2018, 21:49

Die Geräusche sind schon da wenn man den Kopfhörer einsteckt ohne das eine Cassette spielt. In erster Linie starkes Grundrauschen. Die anderen Geräusche sind sekundär und könnten sicherlich auch Einstreuungen sein. Wenn die Cassette spielt ist es im Grunde nichts mehr davon zu hören da von Musik übertönt. Da es sich bei beiden Geräten mehr oder weniger gleich anhört ging ich von einem systematischen Fehler aus. Oder es liegt an dem angestöpselten Uralt Grundig dynamischer Stereokopfhörer 211b.
P.S. Bei den alten Kenwood KA 2002 bzw. 4002 kommt es definitiv von ein paar kleinen Transistoren. Ist allgemein bekannt!
VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

43

Donnerstag, 5. Juli 2018, 23:05

Nur mir nicht... ;(
Was ich mir vorstellen kann, sind ungewünschte Oszillationen einzelner Transistorstufen im VHF...UHF-Bereich (wegen der hohen Transitfrequenz von Silizum-Transistoren). Das hat dann auch Störgeräusche durch Demodulation eingekoppelter HF an den Nichlinearitäten der Kennlinien zur Folge, bzw. Mischprodukte von Schwingungen mehrerer Transistoren.
Das kann man reduzieren, indem man den Transistoren durch Serienwiderstände bzw. Ferritperlen vor den Basen und eventuell Gegenkopplungskondensatoren zwischen Basis und Kollektor das Schwingen austreibt.
Insbesondere "Emitterfolger"-Schaltungen von Endstufen (auch Kopfhörer-Endstufen) können bei ungünstiger Gestaltung durch die Kapazität eines längeren Kopfhörerkabels erstens zum Oszillator werden, zweitens wirkt das Kabel als HF-Antenne. Beides in Kombination kann dann die o.a. Folgen haben. Bewegung ändert Oszillation und Kopplung und kann dann zum Zwitschereffekt führen. "Pfeifen" ist idR Interferenz von zwei momentan etwas stabileren Schwingungen, die gerade mal in den Hörbereich fällt.

MfG Kai

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

44

Freitag, 6. Juli 2018, 06:10

Bei den Kenwoods sind es m. W.diejenigen mit der leicht angeschrägten Phase. Die halbmondförmigen sind soweit unproblematisch.
Bleiben wir beim Grundrauschen. Da gibt es definitiv Unterschiede bei Transistoren! Sonst würden ja MC Phono Vorstufen auch nicht mehr oder weniger rauschen.

Schaue bitte mal in den Schaltplan! Nachdem das Signal für die Radiobuchse von der T116 Stufe abzweigt und dort definitiv nichts rauscht muss doch der signifikante Rauschanteil von dem kommen was das Kopfhörersignal danach noch durchläuft. Also T118 Das ist doch logisch? Oder siehst du das anders?
VG Martin

Beiträge: 3 121

Registrierungsdatum: 20. Dezember 2015

Wohnort: bei Hamburg

Beruf: Rentner

  • Nachricht senden

45

Freitag, 6. Juli 2018, 08:16

Der TR118 bzw TR117 macht keine Spannungsverstärkung, ist nur ein Impedanzwandler in Emitterschaltung. Wenn da deutlich Rauschen hinzukommen sollte, müßte er recht schlecht bezüglich Stromrauschen sein. Was an der Schaltung negativ auffällt, ist der Anschluß der Basis über den Widerstand R238 (R237) direkt an die Stromversorgung ohne eine Siebung gegen die Störsignale darauf. Da die Basis aber über 100 Ohm (R236) & C212 an die Leitung angeschlossen ist, die zur Radiobuchse geht, müßte die Störeinkopplung dort genau so groß sein.
Du kannst den TR118 ja mal versuchsweise gegen einen BC549 austauschen, wenn so einer die nötige DC-Verlustleistung noch verträgt.
Die hoch-ohmige Eingangsbeschaltung von TR116 (TR115) bei nicht sehr niedrigen Kollektorströmen ist bezüglich Rauscharmut sicher auch nicht optimal, sollte allerdings nahe am Ausgang des Audiopfades auch nicht sonderlich bedenklich sein.

MfG Kai

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

46

Samstag, 7. Juli 2018, 14:34

Danke Dir nochmal Kai,
ich denke ich lass das jetzt so. Das ist jammern auf hohem Niveau. Das Saba hat nun neue Riemen und Kondensatoren bekommen. Die Andruckrolle musste demontiert und ordentlich gereinigt werden. Es ist da m. E. definitiv ein wunderbares Laufwerk mit mehr als ordentlichen Gleichlaufwerten und guten Tonköpfen verbaut worden. Wenn die Musik spielt hört man von alledem im Kopfhörer nichts. Was solls, also. Damals hat halt noch nicht so viel gestört wie heute.

Die zwei CD 936 bekommen neben meinem Braun C3 Bleiberecht. Mehr Tapedeck braucht man nicht..
VG Martin

Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

47

Sonntag, 15. Juli 2018, 12:48

Die VU Meter zeigen sehr träge aber genau an. Die Ausschläge sind bei Kaufcassetten analog derer die mit meinem Tandberg TCD 440 entstehen. Das passt also scho. Die LED Meter des Braun C3 zappeln da schon bis plus 3 hinauf. Menschen die die Zeit der VU Meter nicht mehr so mitgemacht haben vermissen da etwas Dynamik und implizieren sie hätten vielleicht eine schlechte Aufnahme gemacht oder der Klang sei schlecht. Dies ist ganz und gar nicht der Fall. Dennoch, die Spitzenwert verwöhnte 80er Generation wird mit VU Metern wohl nicht mehr warm werden. Ich hatte einem Freund mein TCD 330 vermacht. Das erste was er an dem sich im Bestzustand befindlichen Tape bemerkte war ob den die Anzeige kaputt sei. Naja, in den 80ern hat es halt i.d.R. rechts gehämmert was das Zeug hielt. Chrom bis +3dB,Metall bis +6dB bis es gequitscht hat. Und dann steckts du die Cassette in ein Tandberg und die VU anzeige braucht so ein wenig bis in dem Song mal ein wenig die Post abgeht und zappelt sich dann so bei -6dB ein... :D


Ein nicht ganz fairer Vergleich mit dem Tandberg der aber zeigt zeigt zumindest das das Saba kein schlechtes Tape ist. Das Tandberg ist dabei aber schon noch ne andere Liga. Ich hatte schon daran gedacht es vielleicht herzugeben nachdem mir das Gebahren des Protagonisten hinzulande nicht sehr gefallen hat. Aber naja. Das daran festzumachen wäre dumm.
Nichtsdestotrotz macht ein Saba CD 936 nicht allzuviel falsch. Auch wenn die Elektronik natürlich nicht so üppig und ausgereift wie beim Tandberg daher kommt. Was die Nebengeräusche am Kopfhörer (Ein alter Grundig Stereo Kopfhörer 211b mit altem DIN Viereckstecker) an betrifft. Ich dachte ja zuerst. Hört sich mit dem 211b am Saba Soundmäßig gar nicht so schlecht an. Bis auf die seltsamen Nebengeräusche im Leerlauf (Permanentes Knattern, Abundzu etwas zirpen und zwitschern was tatsächlich irgendwelche modernen Einstreuungen sein konnten). Als ich mir jedoch Adapter in beide Richtungen geschnitzt hatte, konnte ich mal meinen Koss PortaPro an das Saba hängen. Es ergab sich seltsammerweise ein komplett anderes Bild. Bis auf das rauschen war gar nicht mehr zu hören. Der Sound war vor allem im Bass noch besser als mit dem alten 211b. Auf der anderen Seite konnte ich den alten Grundig Kopfhören mal an mein kleines Behringer Mischpult hängen. Das Ergebnis war gelinde gesagt ernüchternd. Machte er am Saba Tapedeck noch eine ganz passable Figur so müsste man ihn im anderen Fall unter Kannste vergessen führen. Dem Ding fehlt vollkommen der Bass. Ich denke die alten Kopfhörer kommen mit den modernen Anschlüssen nicht mehr klar.

So denke ich werde ich in der Zukunft drei Tapedecks behalten. Das Saba CD 936, das Tandeberg CD 440 und das Braun C3.
Schönen Sonntag noch.
P.S. Zum Thema VU Meter
http://www.theimann.com/Analog/Misc_Tech…uern/index.html

VG Martin

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »leserpost« (15. Juli 2018, 13:49)


Beiträge: 967

Registrierungsdatum: 10. Januar 2010

Wohnort: Mittelfranken

  • Nachricht senden

48

Sonntag, 15. Juli 2018, 16:48

Ich möchte hier keine Fraternisierung betreiben wenn ich ein Tapedeck welches am Markt für vielleicht füe ein Zwanzigstel eines Tandberg TCD 440 gehandelt wird mit demselbigen vergleiche. Aber ich muss sagen es ist am Schluss tatsächlich nur das Saba 936 übrig geblieben. :huh:

Es geht dabei nur um die Wiedergabe von verschiedensten Material an Kaufkassetten. Über Aufnahme hab ich noch nichts getestet außer das ich weiss das das Saba BASF bevorzugt. Das macht allerdings mein Tandberg auch. Ganz einfach deshalb weil es mir Hr. Schmidt darauf eingemessen hat. Natürlich hat das Saba wie alle Tapedecks an denen der Capstan nicht ständig läuft einen Quitschstart. Es spult eine Cassette auch nicht in dieser Wahnsinnszeit um in der das ein Tandberg tut. Aber wenn es läuft oha! Da kommt was raus! Es hat definitiv nicht diesen eleganten Obertonbass über den viele (auch teure) Tapes trotz bester Hochtonwiedergabe nicht hinaus kommen. Es spielt richtig nach unten. Das aber ohne wie das Tandberg auch nun Dumpf oder ohne ausreichende Hochtonwiedergabe zu spielen. Da ist einfach was da was nicht bei jedem Tape da ist. Wie gesagt, ob es das auch aufnehmen kann weiss ich nicht. Aber wenn es auf der Cassette schon drauf ist spielt es das auch. Ich meine das mein Braun A2 i.V. mit den Canton ct90 durchaus nach unten kommen wenn das Wiedergabemedium sowas raus haut. Manchmal erschrecke ich selber über das was auf manchen Medien drauf ist. :D Das Saba hat insgesamt vielleicht nicht die Präzision eines Tandberg aber das fällt nur bei sehr genauen Hinhören auf. Vielleicht bilde ich mir das auch ein weil man es bei dem Preisunterschied vermutet. Keine Ahnung. Ich messe ja nur mit meinen Ohren in meinem Wohnzimmer. Das ändert nichts an der Tatsache das es in der Klangwiedergabe definitiv ein Tandberg Schmeichler ist. Das erste was einem auffällt ist das es sehr laut spielt. Aua, kein anderes meiner Tapes hat so eine Ausgangspower. Keine anderes? Bis auf das Tandberg! Das Saba spielt auf Augenhöhe mit dem Tandberg TCD in der Lautstärke links voll aufreise. Selbst Tandberg schreibt in der Bedienungsanleitung das 80% genügen sollten.

Naja, ich wills dabei bewenden lassen. Sonst knüpft mich hier noch einer auf... :rolleyes:
VG Martin