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1

Monday, February 21st 2011, 1:21am

"Nimm mich!", so schien es zu mir zu sagen, das Unscheinbare. Unscheinbar, weil es auf dem Flohmarkt halb verdeckt von einem Pappkalender auf einem alten Zeitungswägelchen lag.
Schwarz, links stand SABA drauf. Daher mental schon gekauft, egal was es sei.
Schau mal einer an, ein SABA 936, das kannte ich noch nicht. Oder doch? Mann, das hat aber sehr große Ähnlichkeit mit dem Uher CG 330!
Da kam mir gleich Timos Posting in den Sinn, der mich auf die Ähnlichkeit hingewiesen hatte.

Na klar, das ist es. Und...schon wieder ein Cassettenschachtgerät! Ich mag doch die Schächte eigentlich nicht, irgendwie haben sie es aber auf mich abgesehen. Nun denn.
Mit der gutbürgerlichen Dame reiferen Alters bin ich dann schnell handelseinig geworden. Das SABA stand bestimmt in ihrer und ihres Gatten guter Stube, damals sündhaft teuer angeschafft und hatte nun seinen Dienst quittiert oder ist wegen etwas Neumodischem ad acta gelegt worden.

Zustand: Etwas zigarettengeschwängert, aber noch nicht großartig vermackelt:



Das Laufwerk sieht genauso aus wie das des CG 330, nur ist es links eingebaut, die sonstige Machart ist auch sehr ähnlich. Daher meine Vermutung: Schicht im Schacht, der Flachriemen ist ausgeleiert. Genau wie bei CG 330 und CG 350. Nach ca. 35 Jahren sind die Riemen definitiv am Ende.
Ich habe es erst gar nicht ausprobiert, sondern sofort geöffnet und nachgesehen. Na? Riemen ausgeleiert.
Erneuert, fertig. Unter der Bodenplatte alles fast wie neu:



Auch sonst, alles prima erhalten, nur Tabakrauchkondensat von außen. Bäh.
Das SABA 939 entstammt auf jeden Fall der gleichen Quelle wie das UHER CG 330, nur die Konfiguration ist anders. Gehäuse und Frontplatte, alles die gleiche Machart.





Entweder Auftragsfertigung direkt aus Fernost, oder UHER und SABA haben stickum zusammengearbeitet und einer hat für den anderen die zugekauften Innereien montiert.
Egal was auch immer, die Qualität ist nicht zu beanstanden, alles sehr stabil gemacht, Knöpfe und Tasten schalten sehr präzise.
Kleine Unterschiede gibt es doch, das SABA hat keine Cinch-Buchsen auf der Rückseite, nur DIN (UHER hat beide Buchsen), es hat im Gegensatz zum UHER keinen regelbaren Kopfhörerausgang, dafür aber wieder automatische Aussteuerung.
Das UHER hat regelbare Eingänge und einen Summenregler, das SABA nur einzeln regelbare Eingänge. Das SABA hat DNL, das UHER nicht.
Genug davon.
Soweit ich das ohne nachzumessen beurteilen kann, ergeben sich zwischen beiden Geräten keine klanglichen Unterschiede.
Zu Basteln gab es beim SABA erstaunlicherweise kaum etwas, alles in Ordnung, alle Lampen glühen, alle Funktionen (bis auf leicht kratzende Potis) gegeben.
Gereinigt, etwas hier und da geölt, entmagnetisiert, fertig. Das Zeug haben sie damals (1978) entweder gut gebaut, oder ich hatte nur Glück ein noch funktionierendes Gerät zu erwischen. Beides ist wahrscheinlich zutreffend.



Schön wieder alles zusammengesetzt und Ton ab, einem gemütlichen Cassettenabend steht nichts mehr im Wege.



Gruß
Peter S.

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Monday, February 21st 2011, 7:37am

Hallo Peter,vielen Dank für die wieder sehr gelungene Vorstellung. Diese Geräte sind immer sehr interessant,und Deine wirklich mit Witz,Ironie und gut formulierten Vorstellungen ebenfalls.:welldone:

Gruß Holger
Jede Tonbandmaschine ist ein kleines Wunder!

Maschinen:Telefunken M -15 A, und M-20.... 1 X Philips 4420... Uher Report 4000-L ,(Mono)
Uher- Royal -de Luxe . .. Philips N-4422 .. Akai GX 600 DB... und das Abenteuer geht weiter

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3

Monday, February 21st 2011, 9:07am

Hallo,

Quoted

...entweder gut gebaut, oder ich hatte nur Glück ein noch funktionierendes Gerät zu erwischen. Beides ist wahrscheinlich zutreffend.
Das scheint zumindest keine Seltenheit bei diesen Geräten zu sein.
Mein kürzlich einem 9250er Recv. zur Seite gestelltes CD936 (silber)
hat aussen wie innen die gleichen geringen Abnutzungserscheinungen.
Die Riemen waren natürlich nur noch "vorhanden", liessen den Motor
aber ungehindert vor sich hin summen, ohne irgendwohin Kraft
abgeben zu können. Aber dank der im Bodenblech eingelassenen
"Revisionsluke" ist diese Arbeit mit wenigen Handgriffen erledigt.
Man wusste wohl schon damals, das die Pesen nicht lange halten
werden.

Gruss

P.
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

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Thursday, March 30th 2017, 8:39am

Der Thread ist schon etwas älter aber nachdem ich von einem Kollegen aus dem DualBoard ein ebensolches übernommen habe, muss ich mal ein Lanze brechen. Wenn man ein Gerät mit dem Alter hinstellen kann ohne etwas daran zu tun und es gehen alle Lämpchen es spielt, spult und nimmt auf....dann kann es nicht von schlechten Eltern sein. Wenn man dann noch sieht das es völlig Geräuschlos läuft, alle Schalter sauber einrasten und sich die Aufnahme auf einer TDK SA auch noch tadellos anhört dann kann es sich hier m. E. nur um ein völlig verkanntes Genie handeln.

Mich begeistert das Tape angesichts seiner problemlosen Einfachkeit. Alles Übersichtlich. Man braucht kein Studium um es bedienen zu können und der Klang gefällt. Das Laufwerk selbst ist optisch gewöhnungsbedürftig aber keinesfalls von schlechter Qualität. Vielleicht sogar die bessere Art eine Cassette zu laden!? Nur halt für die Augen nicht. Der Käufer möchte bzw. mochte annudazumal halt sehen das was rumpelt.....

Die Aussteuerungszapler sind noch interessant weil sehr gut ablesbar und extrem dynamisch sowohl bei Aufnahme als auch Wiedergabe anzeigend. Gar nicht so typisch für VU Durchschnittsmesser. Das Tape hat zwar keine Peak Anzeige aber ist über die extrem dynamischen Zapler und satt laufenden Regler fein dosierbar auszusteuern. Mit einer TDK SA konnte ich "Hinterband" in der Wiedergabe keinen Pegelverlust im Vergleich zur Aufnahme feststellen.

Bei mir wird es den Platz 2 neben dem Tandberg TCD 440 bekommen...

P.S. Kann mir mal jemad erklären was genau DNL macht?

P.P.S. Noch ein paar schöne Bilder von dem Tape

http://www.audiofilek.pl/pl/baza-pl/baza…756-saba-cd-936

VG Martin

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Thursday, March 30th 2017, 9:22am

Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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Thursday, March 30th 2017, 9:51am

Moin moin,

bei den Beschreibungen des DNL-Verfahrens wird meistens nicht darauf hingewiesen, daß das System bei normaler Lautstärke nicht das Originalsignal an den Ausgang durchleitet.
Das Verfahren besteht aus einem Haupt-Vorwärts-Pfad mit einem Phasenschieber (Allpass), der hohe Frequenzen um 180° gegenüber tiefen Frequenzen dreht, also "gegenphasig" ausgibt . Dadurch wird das Impuls-Übertragungsverhalten wesentlich verändert. Ein Rechteck-Testsignal wird nicht als Rechteck herauskommen.
In einem parallelen Pfad wird das Signal stark Hochpass-gefiltert, der Pegel etwas gesteuert/begrenzt und schließlich mit einer Amplituden-Gewichtung mit dem Haupt-Pfad zusammengeführt. Die Phasenlage ist dabei so gewählt, daß bei niedrigen Pegeln und hohen Frequenzen eine Differenz-Bildung und folglich Pegel-Reduktion stattfindet.
Bei hohen Pegeln wird das Signal aus dem Hochpass-Zweig relativ klein bis vernachlässigbar, sodaß das Signal aus dem Haupt-Pfad dominiert.
Wer sich eine möglichst Impuls-treue Wiedergabe wünscht, sollte das DNL-Verfahren meiden.

MfG Kai

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Thursday, March 30th 2017, 10:12am

Mich wundert, daß das System hier "DNL" heißt. Hatte Saba nicht bei älteren Geräten einen hauseigenen Clone namens "SNL"?

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Thursday, March 30th 2017, 1:14pm

DNL war ein von Philips ausgedachtes Verfahren und ist in etlichen Philips Tonband- (und wohl auch Cassetten-) Geräten enthalten.
Das sparte Dolby-Lizenz-Gebühren und hatte zumindest den einen Vorteil, keinen Pegel-Abgleich zu benötigen, da es rein Wiedergabe-seitig wirksam war. Im Gegensatz zum Dolby-Verfahren hatte es nicht die Zielsetzung, auch bei niedrigen Pegeln klang-neutral zu sein

MfG Kai
Nachtrag: @Timo, habe gerade gesehen, daß du im Saba-Forum schon 2005 zu SNL Anmerkungen gemacht hast und jemand anderer sagte, es sei im Wesentlichen das Gleiche wie DNL. Die DNL-Schaltung ist zB in den Schaltbildern von Philips-Tonbandgeräten zu finden (zB N4504). Falls jemand eine Schaltung von SNL hat, könnte man vergleichen.

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9

Thursday, March 30th 2017, 1:56pm

Gerade mal geschaut, und nun muss ich meine obige Behauptung teilweise zurücknehmen: Das SNL gab es bei Saba offenbar nicht bei reinen Kassettendecks, sondern nur bei Kompaktanlagen mit integriertem Kassettenteil (siehe z.B. hier). Im gleichen 1977er Katalog tauchen Kassettendecks wie das CR 833 auf, die wiederum mit DNL ausgestattet sind. Seltsam.

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Thursday, March 30th 2017, 2:25pm

Von dem SABA Ultra HiFi-Center 9763 gibt es bei ebay gegen Geld Service Manual mi Schaltbild.
Falls jemand das schon hat, könnte man da mal nach dem SNL schauen.

Bei dem CR836 neben dem CR833 ist sogar von Dolby und DNL die Rede.
Da frage ich aber, wozu dann noch DNL ?
Wenn man Dolby-Wiedergabe auf eine Nicht-Dolby-Aufnahme anwendet, stellt sich auch eine Rauschreduktion durch Höhenabsenkung ein, ähnlich aber im Detail anders als bei DNL.

MfG Kai

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Thursday, March 30th 2017, 2:30pm

Bei dem CR836 neben dem CR833 ist sogar von Dolby und DNL die Rede.
Da frage ich aber, wozu dann noch DNL ?


Hat mich auch gewundert. Die Kombination von Dolby und SNL gab es auch, siehe hier.

Wie damals schon im Saba-Forum erwähnt, hatte Akai bei der GX-225 D offenbar ein ähnliches Verfahren namens ANL (wobei diese Bezeichnung nur in der BDA steht, auf dem Gerät dagegen schlicht "Noise Limiter"). Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, haben die sich das Feature gegenüber dem ansonsten baugleichen Modell GX-221 D allerdings ziemlich üppig bezahlen lassen. Sollte es sich da wirklich nur um eine simple Schaltung handeln, die Frequenzen ab einem gewissen Bereich kappte, wäre das schon fast etwas dreist.

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Thursday, March 30th 2017, 2:57pm

Die Kunst des Geldverdienens besteht darin, mit möglichst wenig Materialeinsatz möglichst viel vermeintlichen Mehrwert zu schaffen, der dem Kunden einen (beträchtlich höheren) Aufpreis wert ist oder zur Kaufentscheidung für dieses Produkt statt des eines Wettbewerbers führt. Hierzu ist die Vereinfachungs-Kunst der Ingenieure gefordert, die Herstellungskosten zu minimieren, und die Fabulier-Kunst der Promotionsabteilung zur möglichst euphorischen Beschreibung der Wunder-tätigen Schaltung.

MfG Kai

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Sunday, April 2nd 2017, 5:47pm

Mal eine weitere Frage an die Experten.

Das Tape spielt sehr laut. Die Zapler zeigen beim Abspielen einer TDK SA sogar noch immer etwas mehr an als ich aussteuere.

Nur mal Gedankenbrainstorm. Wo kann man da ran gehen. Die Aufnahmepegelsteller auf den Mainboard suchen un etwas zurück drehen? Will jetzt keine Messorgie starten sondern wo der versierte Fachmann Hand anlegen würde wenn er sich mit geringen Mitteln zu helfen wissen müsste.

Werde sowie nach der Try & Error-Methode vorgehen und mir nach jeder Verstellung das Ergebnis anhören bis meine Ohren zufrieden sind.

P.S. Neue riemen sind schon drin. Habe übrigens eien Dolby Level & Speed Test sowie ein Azimuth White Noise Cassette. Vielleicht kann ich die Sinnvoll einsetzen.

VG Martin

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Sunday, April 2nd 2017, 6:00pm

Wenn ich die Dolby Level Cassette spiele zeigen die Zappler in der FE Standart Einstellung am Saba CD 936 konstant +3 dB. Genau wie beim Luxmann K-210. Das spielt aber am Ausgang an der gleichen Quelle bei gleicher Aussteuerung wesentlich leiser.

Wobei es unterschiedlich ist. Das Luxman K-230 spielt damit auf -1, das Sony TC-81 auf 0 dB und das Yamaha KX-10 auch auf 0 dB. Möglicherweise sind die Luxmänner ziemlich verschraubt?

VG Martin

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15

Sunday, April 2nd 2017, 9:26pm

Also wenn ich das richtig sehe ist das Saba ein DIN Tape mit dem Dolby Zeichen auf +3 dB am Zappler. Also würde ein 250nWb/m Test Tape benötigt um den Playback Level zu calibrieren. Ich habe ein 400 Hz 200nWb/m Test Band welches ursprünglich für ein Nakamichi 480 gedacht war.

Dieses dürfte also doch niemals auf + 3dB am Saba spielen sondern m. E. noch unterhalb von 0dB? Was das an mV am Lineout bedeutet könnte man nach diese Anleitung linear runter rechnen.

http://new-hifi-classic.de/wiki/index.ph….C3.9F-Kassette

Denke ich da richtig?

VG Martin

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16

Monday, April 3rd 2017, 6:36am

Soderle, gerade mal mein amtlich geeichtes Bundeswehr Phillips PM2518 angeschmissen. 1,15V und 1,35V beim abspielen des 400 Hz 200nWb/m Test Bandes am Ausgang ist m. E. deutlich zu viel. Das Teil ist mit Play lauter als die Nagra. Dachte mit das da was nicht stimmt.

VG Martin

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Monday, April 3rd 2017, 11:51am

Hallo Martin,

die +3dB auf dem Zappler stimmen, wenn da auch das Dolbysymbol ist, ist auf den Bilder nicht ganz klar aber tendenziös für mich so zu erkennen. Aber Playbacklevel und VU-Meterlevel sind zwei Paar Schuhe bzw. Trimmpotis. Die Ausgangspegel bei PB sind auch unterschiedlich. Bei den Japanern waren 200nW/m 498mV, bei Revox B710/215 775mV. Ich würde mal letzteres versuchen.

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18

Monday, April 3rd 2017, 8:12pm

Hallo Andre,

habe mir noch das Service Manual bestellt. Mal sehen ob dort was zu der benötigten Ausgangsspannung steht. Das Dolbyzeichen steht auf den Saba Zapplern auf der +3 weshalb die Playback Spannungangaben vermutlich ohnehin auf 250 nWb/m bezogen sind. Hier muss ich also noch runter rechnen. Ich denke die +3 Eiinstellung im Zapplerausschlag ist dem Vorlauf der VU Meter geschuldet die aufgrund der Trägkeit der Anzeige im Gegensatz zur LED Anzeige notwendig ist.

Bei meinen beiden Luxman K-210 u. K-230 hab ich die Playback Level bereits auf Ueff 550 mV und die LEDs auf 0 dB eingestellt. Das Dolby Zeichen steht dort auf 0 dB. Hat ganz gut funktioniert. Da läuft gerade die Aufname. Mal sehen was es gebracht hat.

So ähnlich stelle ich mir das am Saba auch vor. Wenn ich jedenfalls weiss wo die richtigen Potis dafür sind. Über ein Volt an Play Ausgang ist jedenfalls definitiv zu viel. Die Zappler müssen das neu justiert werden. Allerdings weiss ich nicht wie man dB um- bzw runter rechnet. Ueff kann man ja linear mit Faktor 200/250 ermitteln.

VG Martin

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19

Monday, April 3rd 2017, 8:40pm

Hallo Martin,

bei sengpielaudio.de gibt es Webseiten, die Dir das umrechnen. Es stimmt, viele Deutsche Hersteller haben auf 250nW/m bezogen, dann war das Dolbysymbol aber links von 0dB, bei 200nW/m 0dB=DDSymbol und bei den meist japanischen Decks 0dB=160nW/m da war das DD-Symbol dann rechts von 0dB.

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20

Tuesday, April 4th 2017, 3:53am

Naja, das Saba ist halt ein deutsches Deck aus Japanischer Poduktion von 1978. Also nicht so leicht zuzuordnen.

Wikipedia hat übigens diese Zuordnung zum Bandfluß

  • Position Dolby-Marke = keine -> Bandfluß = 200nWb/m ~ 0dB
  • Position Dolby-Marke = 0dB -> Bandfluß = 200nWb/m
  • Position Dolby-Marke =+3dB -> Bandfluß = 250nWb/m
Allerdings zu Vorlauf der VU auch
  • VU Anzeige [dBu] -> Ueff (entsprechend VU Anzeige) -> einzustellende Peak-LED (=VU - Vorlauf)
  • -4dB -> 0,489V -> -10dB
  • 0dB -> 0,775V (entspricht Referenzpunkt) -> -6dB
  • +1dB -> 0,869V -> -5dB
  • +6dB -> 1,545V -> 0dB
  • +9dB -> 2,183V -> +3dB
  • +12dB -> 3,084V -> +6dB
Demnach sollten es sogar 6 dB Vorlauf sein

Wenn ich mal von der gewünschten Ausgangsspannung Ueff von 0,775 ausgehe sprechen die mit meiner Testkassette 200 nW/m gemessenen Werte allerdings für deine These denn 0,775 mal 200/160 macht ca. 1V (0,969) am Ausgang. Realität also leicht drüber was den lauten Abspieleindruck bestätigt. Allerdings stimmt dann die Zappleranzeige schon mal gar nicht.

Oder es waren 250 nW/m dann müsste am Ausgang auf 0,775 mal 200/250 macht 0,620V gestellt werde. Da läge die Realität beim doppelten. Allerdings macht die Zappleranzeige wieder mehr Sinn.

Bin mir allerdings nicht sicher ob ich das mir dem Vorlauf der VU-Zappler schon richtig verstanden habe. Denn ich stelle die LED z.B. meiner Luxman ja nicht auf -6 sondern auf 0. Vielleicht meint die Tabelle aber auch Tapes die beide Anzeigen in einem Gerät haben.

VG Martin

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21

Tuesday, April 4th 2017, 7:13am

Wobei ich zwischenzeitlich denke das das Vorlaufthema nur für Geräte mit zwei Anzeigen relevant ist. Ansonsten wäre sowohl bei LED als auch VU-Zappler bei Ueff immer auf 0 dB einzustellen. Bleibt die Umrechnung von Volt in dB. Auf der Sengspielseite finde ich da nichts. Kennt jemand die Formel?

VG Martin

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23

Thursday, April 6th 2017, 9:37am

Bin noch dabei mir einen Überblick zu verschaffen. Die Messpunkte gem Serviceanleitung habe ich gefunden.

Kann mir mal jemand sagen wan man unter "An Radiobuchse 1mV/kOhm 1kHz anschließen" versteht? Kommt in der Anleitung öfter vor. Die Frequenz ist mir klar aber 1mV ist doch so gut wie gar nichts oder?

Es wird auch von eine "Dolby Pegelcassette" gesprochen. Bandfluß steht nicht drin. Das was ich derzeit an den Messpunkten mit meiner 200 nWB/m Cassette messe spricht dafür das 250 nWB/m verwendet wurden.

VG Martin

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24

Saturday, April 8th 2017, 10:07am

Ich glaube mittlerweile nicht mehr das an dem Gerät irgendwas verstellt ist. Ich werde jedenfalls nicht dran rumschrauben. Neue Riemen drin das wars. Das Teil ist m. E. ein BASF Echtchrom Spezialist. Die BASF sind ja bekannt dafür das sie zwar weniger rauschen, dafür aber etwas weniger empfindlich sind also etwas mehr Power im Recordlevel benötigen als die Japan Substitute TDK Sa u.ä..

Wenn ich die gleiche Aufnahme mit einer BASF Chrom Super II mache passt alles wunderbar und die Abspielpegel bleiben im grünen Bereich. Eigentlich etwas das ich seit langem gesucht habe in der doch recht starken TDK SA Dominanz im historischen Tapedeckpool.

Ich denke wer einen gut klingenden BASF Chrom Spezialisten sucht ist mit dem CD 936 bestens bedient.....

VG Martin

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25

Saturday, April 8th 2017, 12:13pm

Ich habe mein SABA936 mit dem Pegel am ReVox B215S verglichen und den Ausgangspegel am SABA gemessen.

Bei einer Pegelanzeige auf ReVox B215S von -10dB wird bei Wiedergabe am SABA936 etwa knapp -7dB angezeigt bei einer Ausgangsspannung von 410mV am SABA. Dies deutet darauf hin, dass für das SABA ein Nennpegel von 1V als Bezugsgröße steht. Somit stimmt die Anzeige, wenn man annimmt, dass hier dBV abgebildet werden.

Thomas
Mein Motto "Zitat" »Opa Deldok«: »Früher war alles schlechter. !!!!

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Monday, September 11th 2017, 9:39am

Eine Frage noch. Wenn ich das Tape im Play Betrieb etwas leiser regeln möchte und an das übliche Lautstärkeniveau meiner Anlage anpassen zu können. Mach ich das mit Wiederständen im Kabel? Hat da jemand einen Tip?

P.S. Sowas vielleicht?

http://www.ebay.de/itm/Fostex-Fostex-PC-…TsAAOSwyWZZXjFH

VG Martin

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Monday, September 11th 2017, 9:59am


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28

Monday, September 11th 2017, 7:01pm

Wie wäre es denn mit entsprechend dimensionierten Widerständen direkt an der Buchse innerhalb des Gerätes ? Wäre doch sicher die eleganteste Lösung.

So täte ich es wohl machen, wenns mein Apparillo wäre.

Gruß
Thomas
Manche Tonträger werden mit jedem Ton träger.

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Monday, September 11th 2017, 7:47pm

o.k. wär auch ne Idee. Dann müsste ich erst mal mit einem Drehwiderstand probieren was da so ca. rein müsste. Ich will es ca. auf das Niveau vom Sony TC-K81 bringen. Muss ich also aweng tüffteln. Verändern die Widerstände nix am Frequenzgang?

VG Martin

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30

Sunday, September 17th 2017, 12:38pm

Moin zusammen,

ich habe mir gerade mal wieder den Schaltplan des 936 angesehen, um mir über die Wirkungsweise von Limiter, ALC und DNL etwas klarer zu werden. Ansich hatte das Tape damit z.B. im Vergleich zu einen Yamaha TC-320a oder auch Nakamichi 480 eine recht gute Ausstattung an Bord. Das Laufwerk selbst braucht sich, obwohl japanischer Zukauf, in Sachen Präzision und Gleichlauf keinesfalls hinter Populärkandidaten damaliger Zeit verstecken. Einzig die Umspulzeit ist mit 110 sec. für eine C60 etwas schmalbrüstig. Dafür glänzt es in allen Betriebszuständen mit eine Stille die bemerkenswert ist.

Was ALC betrifft so muss man Schaltungsseitig feststellen das sich im Vergleich zu

Grundig Automatische Aussteuerung

im Beitrag 25 vom Ullrich (drittes Bild) zur alten Grundig Automatic nicht viel getan hat. Das Eingangssignal umgeht den Bereich der manuellen Aussteuerung komplett. Der linke und rechte Kanal läuft von der Radiobuchse über jeweils einen 2SC1222E, geht dann vereint über einen gemeinsamen 2SC900E wieder raus und spaltet sich dann wieder auf die jeweiligen Aufnahmeverstärker auf. So wie ich das sehe liegt dann rechts und links das gleiche Signal an. Ein Zweifachschalter wie im Uher Report 4000 IC und Monitor für Sprache und Musikwiedergabe hat man sich dagegen am 936 gespart.

Der Limiter liegt dagegen schaltungstechnisch im manuellen Zweig der Aussteuerung. So wie ich das sehe lässt der Schalter die Wahl ob das Eingangssignal über den Aussteuerungregler oder den Limiter laufen soll. Was das jetzt in der Praxis im Vergleich zum ALC anders macht bzw. wann man besser was von beiden benutzten soll wäre zu prüfen. Irgenwie begrenzen ja beide das Eingangssignal. Zumindest kann man sagen das der Limiter kanalgetrennt und damit komplett Stereo arbeitet. Insofern dieser vermutlich eher für Stereo Musikaufnahmen das Mittel der Wahl sein dürfte.

Bei DNL bin ich noch am überlegen da ich klangtechnisch zumindest in der Wiedergabe keinen Unterschied höre. Ob es auch die Aufnahme beeinflußt wäre noch zu klären.

VG Martin