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Sonntag, 24. Dezember 2006, 10:15

Ich halte es auch nicht für schlimm, wenn Gerätehersteller wie SABA Komponenten komplett zugekauft haben. Selbst das einfach nur austauschen des Namensschildchens ist nicht unbedingt problematisch, solange das Gerät dem eigentlichen Firmenimage entgegenkommt. Wenn es dann dafür vom Design auf die restlichen Komponenten abgestimmt ist, dann ist das in Ordnung. Die Qualität darf nur unter keinen Umständen unter dem eigentlichen Niveau der eigenen Geräte zurückbleiben. Schöner ist es aber, wenn das eigentlich zugekaufte Gerät aber für die eigenen Firmenansprüche verändert und getunt wird.

Im Plattenspielerbereich wurde es ja sogar ganz öffentlich gemacht. In vielen Kompaktanlagen steht auf dem Plattenspieler selbst ja sogar der Name (DUAL).



Band ab - Band läuft,

Rainer

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62

Sonntag, 24. Dezember 2006, 11:40

Hallo Hanns,

ich habe überhaupt keine Probleme mit der Erkenntnis, daß Hersteller Vorprodukte oder gar ganze Geräte zugekauft haben.

Die Frage war: Haben hier Schneider und Thorens ein Laufwerk zugekauft oder hat z.B. Schneider für Thorens gebaut oder gab es einen Dritten Recorder-Hersteller, der für beide gefertigt hat?

Und woher kam der Receiver?

Tschüß und Frohe Weinachten!

Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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63

Dienstag, 2. Januar 2007, 00:26

Moin, moin,

noch 'ne Frage: Wem gehört heute eigentlich Lenco (STL Group B.V.)?

Auf einer Homepage mit einem Test über einen "Lenco" DVD-Player
http://www.dv-rec.de/test/player2005/lenco/dvd41/dvd41.htm

bin ich über den Satz gestolpert: "...nach dem Umzug in die Niederlande..."

Und weiter unten gibt es eine Fernbedienung zu sehen, die mich sehr an Philips erinnert.

Was wisst Ihr?

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

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64

Dienstag, 2. Januar 2007, 01:01

Die STL Group scheint das Unternehmen hinter der Handelsmarke "SuperTech" zu sein (STL = SuperTech-Lenco). Ich vermute mal, daß sie sich die Rechte an der Marke Lenco gesichert haben, weil diese im deutschsprachigen Raum bekannter und angesehener ist als SuperTech, und daß nun gleiche Produkte unter beiden Markennamen vertrieben werden.

Verbindungen zu Philips scheint es nicht zu geben.

hanns-d.pizonka

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65

Dienstag, 2. Januar 2007, 09:26

Hallo ihr Alle,
ein bisschen Suche gehört schon dazu, wenn man dann noch weiss, wo man suchen muss, dann zeigt sich hier der Erfolg:
http://www.stl.nl/Forword.html
Wer immer sich die Rechte an "irgendeinem" Namen sichert und dafür noch (aus unserer Sicht des "Otto Normalverbrauchers") viel Geld auf den Tisch des Verkäufers blättert, der kauft noch nicht mal das "Know How" der Mitarbeiter, denn die sind schon längst gegangen worden, Grundstück und Maschinenpark sind ebenso schon längst mit den letzten Zahlungsschwierigkeiten des Übernahmekanditaten an Bank oder Gläubiger gegangen, was übrig bleibt, das ist immer nur ein schöner Schein, der uns (den Wissenden auch?) etwas vorgaukelt. So geschehen auch vor wenigen Wochen mit der englischen Edel-Boxen-Schmiede "CASTLE ACOUSTICS, SKIPTON, GB/SCOTLAND", deren Name für 125tausend Englische Pfund den Inhaber wechselte. Jetzt auch wie "WHARFEDALE" deren Technischer Direktor Bill Ecott zusammen mit Gilbert Briggs in den Siebzigern des letzten Jahrhunderts CASTLE ACOSTICS gegründet haben, fest in asiatischer Hand.
MFG
H A N N S -D.

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66

Samstag, 6. Januar 2007, 22:32

Moin, moin,

für alle, die's interessiert:

Eben erreicht mich bei einer Recherche eine Nachricht aus Belgien. Da wird erwähnt, daß der ehemalige Generalvertreter von Thorens in Benelux, die Firma Carpentier (die mit den Carad-Tonbandgeräten aus dem anderen Thread), mit dem 1250 von 1973-74 den Vorläufer der Thorens Receiver AT403/410 gebaut habe.

Wißt Ihr mehr?

Tschüß, Matthias
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67

Montag, 29. Januar 2007, 12:12

Moin, moin,

um mir die Frage nach der Herkunft des Thorens Tapedeck zu beantworten und auf die Gefahr hin in Verdacht zu geraten, einem Hanns-D. zu wiedersprechen:

Ich habe den PC-650 aufgeschraubt!
Päpste sehen anders aus und verbauen auch keine "swiss made" Maxon-Motoren, oder?


Die Herkunft 'von dat janze Rest' wird durch einen Aufdruck auf den Platinen enttarnt:


Das "S" erinnert mich jedenfalls an des Emblem der Fürther Schneider. Also Thorens Made by Schneider?

Um dem Vorurteil gegen Schneider entgegen zu treten: Der Aufbau der Geräte ist sehr sauber und servicefreundlich: Hauptplatine mit steckbaren Tochterplatinen, was es sicher vereinfacht haben dürfte, den 650 in insgesamt vier Ausstattungsversionen anzubieten.
Um dem Vorurteil gegen Schneider zu entsprechen: Keiner meiner vier PC650 funktioniert noch. :)

Tschüß, Matthias
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Samstag, 21. Juli 2007, 23:33

Moin, moin,

eben schmökere ich in alten Zeitschriften und lese dabei sowas:

"Wenn eine winzige Arbeitsgruppe des Ludwigshafener Chemie-Giganten BASF nicht mehr weiter weiß, kann ihr in dem 52.000-Mann-Unternehmen niemand mehr helfen. Denn das kleine Team aus etwa 30 Technikern, Ingenieuren und Kaufleuten beschäftigt sich mit einem für die Pfälzer Chemiker unverständlichen Problem: Es konstruiert HiFi-Geräte. (...)
... bei ihrer Geburt war die HiFi-Marke BASF nur Maskerade. Ein paar Designer verpaßten in Fernost eingekauften Geräten ein neues Kleid und zierten sie mit dem BASF-Typenschild. (...) Mittlerweile werden keine Fremdprodukte mehr adoptiert. (...) Dieses neue Team konstruierte ein eigenständiges HiFi-Programm. Freilich, die Entwürfe landen in den Werkhallen eines japanischen HiFi-Konzerns, der für BASF die Produktion der neuen Spößlinge übernahm. (...)
"
Quelle: Audio 10/1979

"Zwar werden die Geräte zum größten Teil nicht mehr in Deutschland gebaut, entwickelt und gestylt wird aber bei den Deutschen immer noch im eigenen Land"
In einem Praxistest "Aus deutschen Landen..." testet Stereoplay 2/1981 Komponenten-Anlagen von Braun, Metz, Dual, Loewe und Telefunken.
So ganz glauben mag ich den einzelnen Angaben aber nicht immer.
Zu Dual steht zu lesen: "Entwickelt und gestylt wurden die Geräte im Schwarzwälder Werk. Plattenspieler und Verstärker werden traditionsgemäß auch dort gebaut. Tuner und Cassettenrecorder fertigt Dual kostengünstig auf der verlängerten Werkbank in Fernost" (CS-731 QMC, CV-1450, CT-1450 und C-828).
"Während die Firma Loewe ganz auf die fernöstliche Produktion ihrer Geräte setzt, baut Telefunken die Spitzenanlage mit Ausnahme des direktgetriebenen halbautomatischen Plattenspielers in West-Berlin. (...) Um als Vollsortimentler aufzutreten, wird ins Programm einfach ein Laufwerk aus Fernost aufgenommen, wie beispielsweise bei Telefunken oder Loewe." (TT-750, TA-750, TC-750 und CS-10)
Der Produktionsstandort der Metz (Serie 496x) wird genausowenig erwähnt, wie der des "Musterbeispiel" Braun (Atelier 1).

Übrigens habe ich noch gefunden:
"Der CV-441 (Anm. Dual) wird übrigens komplett in Deutschland hergestellt, und zwar bei Thomson-Brandt in Villingen. Die Schwarzwälder Unternehmen arbeiten nach wie vor eng zusammen, obwohl Dual ja mittlerweile nicht mehr zur Thomson-Gruppe gehört" (Anm.: ...sondern bereits zu Schneider gehörte.) ... "Und wo wird der Grundig-Verstärker hergestellt? Derzeit noch in Japan - die Produktion soll aber langfristig von den Grundig-Werken in Portugal übernommen werden. Einstweilen läßt Grundig das Gerät bei Marantz bauen - die beiden Firmen sind ja über die gemeinsame Mutter Philips liiert. Entwickelt wurde der A-9000 aber weitgehend in Fürth. Nur die Endstufe basiert im wesentlichen auf Marantz-Konzepten. Das ganze Drumherum haben sich die Strategen um den rührigen Produktmanager Dr. Schwäbe selbst ausgedacht. (...)"
(Quelle: Stereo 6/88. Vergleichstest "Fürth-St.Georgen 10:9"

Tschüß, Matthias
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69

Dienstag, 12. Februar 2008, 10:24

Moin, moin,

an die Wissenden unter Euch eine Frage:
Zufällig bin ich auf eine Dingsda-Offerte gestoßen: "Receiver Denon DRA-335 R Made in Germany" (250213255176).

Das kennt man ja, blabla? Nö. Tatsächlich!


Das Matsushita in der MB Video in Peine eine eigene Produktionsstätte zum Zusammenbau von Technics CD-Playern oder Blaupunkt und Panasonic Videorecordern hatte, ist ja bekannt.
Aber Denon???

Die Frage lautet also: Wer hat' (zusammen-) gebaut?

Tschüß, Matthias
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Dienstag, 12. Februar 2008, 14:08

Zitat

Matthias M postete
Die Frage lautet also: Wer hat' (zusammen-) gebaut?
Vermutlich Denon selbst, die hatten (oder haben?) ein Werk in Nettetal, das inzwischen übrigens auch als Deutschlandzentrale von Marantz fungiert.

Siehe hier: http://www.musik-service.de/denon-dj-equipment-cnt1380de.aspx (Eintrag "1988")

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Montag, 24. August 2009, 22:28

Hallo Leute,

also ich kann keinen interessanten Beitrag zu diesem Thread-Thema leisten, möchte jedoch an dieser Stelle auch nach 1 1/2 Jahren sagen, das das Thema eventuell doch sehr nützlich sein kann.
Wenn ich z.Bsp. ein defektes Gerät xx habe und bei e..y kein passendes Ersatzteillager finde (oder wie immer zu teuer ), weiß aber das Gerät yy (technisch) absolut Baugleich ist und dieses schon eher mal finde (ev. sogar günstiger), schon haben sich die Mühen der Beitragenden doch gelohnt.

Also: weiter so.

Viele Grüße
Viele Grüße

Michael G. aus B.

...... schon nach den ersten Takten konnte man feststellen das die Bühne breiter und der Raum tiefer war und als ich das Fenster öffnete kam frische Luft rein.

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Samstag, 6. Oktober 2012, 20:37

Moin, moin,

ein netter Mensch hat mich eben darauf hingewiesen, ein Elac CD 530 Tapedeck aus 1977 ist wohl ein Toshiba PC4030.

Tschüß, Matthias
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