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  • »Michael Franz« ist der Autor dieses Themas

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1

Samstag, 9. April 2005, 09:24

In einem der laufenden Plattenspieler-Threads brachte Donzerge den Namen Sanyo ins Spiel als Beispiel für eine Firma, der man "richtiges HiFi" nicht zutraute, die gleichwohl hochkarätige Produkte gefertigt haben, oft auch als Zulieferer für bekannte und akzeptierte Marken.

Wer noch hat mit seinem Können anderen zum Ansehen verholfen, ohne selber das Image des "nicht ganz ernst zunehmendn HiFi-Herstellers" ablegen zu können, weil man als Massenhersteller ohne besndere Ambitionen auf den Markt trat?

Mir fällt ein:

aus Japan
# Sanyo (von Donzerge erwähnt)
# Toshiba
# JVC
# Mitsubishi
# Hitachi (sieht man mal von einem kurzen Intermezzo mit HCA/HMA 7500 und nachfolgendem 8500 ab)

aus Europa / Deutschland
# Blaupunkt
# Siemens
Michael(F)

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2

Samstag, 9. April 2005, 10:01

- Wangine
- Sherwood

--
Edit: Natürlich ist bei "Sherwood" nur der zweite Vokal gedoppelt. Hätte ich früher Robin Hood statt TKKG gelesen, wäre das nicht passiert. Dafür weiß ich allerdings: "Klößchen" mit "ß".

3

Samstag, 9. April 2005, 10:37

Zitat

timo postete
- Wangine
- Sheerwood
Waren das nicht nur Handelsmarken diversser Versender?

MfG Matthias

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4

Samstag, 9. April 2005, 15:00

Wangine schon, Sherwood allerdings nicht

Wangine wurde durch Conrad vertrieben.

Gruß
Michael K.

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5

Samstag, 9. April 2005, 16:21

Hallo,

Wangine-Produkte (vor allem die damals schon mit irrsinnigen Ausgangsleistungen protzenden Vorverstärker-/ Endstufen-Kombinationen) wurde in den 80ern in Deutschland hauptsächlich über verschiedene Elektronik-Versender (Conrad, Völkner, Viking) vertrieben, das ist richtig. Wangine ist aber keine Vertriebsmarke, sondern ein richtiger HiFi-Hersteller aus Taiwan, der in den USA sogar recht bekannt ist.

Ich habe mir bei einem Bandmaschinen-Gebrauchtkauf mal einen Vollverstärker der Marke angehört und fand ihn klanglich in Relation zum Preis (um die 350 DM) geradezu sensationell.

Übrigens stammen die aktuellen HiFi-Geräte von TEAC aus Wangine-Produktion.

Gruß,
Timo

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6

Samstag, 9. April 2005, 16:28

Wer's nicht glaubt: http://business.com.tw/home/e0018284/home.htm :-)

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7

Samstag, 9. April 2005, 17:26

Mitsubishi: kein Mensch wollte die Teile kaufen. Man war zu neu auf dem Markt und roch zu sehr nach Automarke. Wann immer deren Geräte aber bei einem Test vorbeischauten, erschraken die Tester nicht selten ob der gebrachten Leistungen. Ob da wirklich etwas dran ist?

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8

Samstag, 9. April 2005, 17:37

Zitat

timo postete
Wangine ist aber keine Vertriebsmarke, sondern ein richtiger HiFi-Hersteller aus Taiwan, der in den USA sogar recht bekannt ist.

Übrigens stammen die aktuellen HiFi-Geräte von TEAC aus Wangine-Produktion.
Jetzt bin ich schlauer geworden. Das wusste ich nun wirklich nicht ;-)

Gruß
Michael K.

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9

Samstag, 9. April 2005, 18:04

Wangine kannte ich nicht.

Sherwood war mal eine sehr bekannte HiFi-Marke mit durchaus audiophilem Anspruch. Verschwand dann und kam wieder - meines Wissens als Handelsmarke ohne eigene Produktion / Entwicklung.

Sherwood war - wie übrigens auch Scott - als HiFi-Hersteller etabliert, passt also eher nicht hierher. Wangine schon.

Während es Yamaha verstanden hat, das HiFi-Publikum nicht mit Aussenbordmotoren und Motorrädern zu vergraulen, hat Mitsubishi es nicht geschafft, das Maschinenbau- und Automobil-Image abzustreifen.

Was mir noch einfällt:

National (Technics ging als Marke daraus hervor)
Goldstar

Auch Aiwa gilt als unattraktiver Massenhersteller - ohne daß man diesen Geräten nachweisen könnte, sie seien schlecht. Allerdings ist Aiwa auf die Branche "Audio" beschränkt.
Michael(F)

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10

Samstag, 9. April 2005, 18:09

oder die Firma Teleton die bis Mitte der Siebziger Jahre unter General-Teleton firmierte...

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11

Samstag, 9. April 2005, 18:37

Hallo,

Teac hat anscheinend sogar ein paar Geräte von Wangine bezogen.

Der TEAC AX 75 ist ein Wangine. Das steht im inneren sogar auf den Platinen. Der Conrad Verstärker mit gleicher Platine war 100 DM günstiger, hatte mehr Leistung und eine Equalizer, wo der Teac nur einen dreifachen Klangregler hat.

Der TEAC Tuner, der zum AX 75 gehörte sieht auch von außen dem Conrad Wangine mehr als ähnlich.

Der AX 75 war übrigens ein Verstärker der 600,-- DM Klasse und somit nicht der kleinste und billigste.

Es ist somit zu vermuten, dass die kleineren AX 55 und AX 35 ebenfalls von Wangine stammen.

Band ab - Band läuft,

Rainer

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12

Samstag, 9. April 2005, 19:00

Zitat

rolie384 postete
Teac hat anscheinend sogar ein paar Geräte von Wangine bezogen.
Schrub ich ja oben schon. :-) Ich hörte sogar, daß die gesamte derzeitige HiFi-Serie von Teac von Wangine stammt.

13

Samstag, 9. April 2005, 19:04

Zitat

Donzerge postete
oder die Firma Teleton die bis Mitte der Siebziger Jahre unter General-Teleton firmierte...
Haben die selbst produziert? Zumindest hatten sie in den 70ern einen Tuner, der von Mitsubishi gebaut wurde.

Gruß, Wolfgang

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14

Samstag, 9. April 2005, 19:07

Kennt jemand die englische HiFi-Marke "Eagle"? Ein Freund von mir hat einen wirklich sehr schönen Vollverstärker davon. Ironischerweise ist er vor acht Jahren nach England ausgewandert und hat das Gerät (und auch seinen BSR-Plattenspieler) mit in ihr Entstehungsland genommen, wo sie nicht annähernd so viel Exotenstatus haben wie hier. Dafür ist er dort als Tonbandbenutzer (mit einer GX-215) allein auf weiter Flur. :-)

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15

Samstag, 9. April 2005, 19:08

Zitat

wz1950 postete
(Teleton)
Haben die selbst produziert?
In den HiFi-Jahrbüchern wird als Hersteller von Teleton-Geräten eine Firma namens "General Denshi" genannt.

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16

Samstag, 9. April 2005, 19:28

Mir fällt spontan dazu die Firma "WEGA" ein.

Es gab in den 70ern einige sehr gute Komponenten dieser deutschen Firma, wie zum Beispiel die Modul-Serie (mit dem hervorragendem Raumklang"prozessor" ADC-2), die Mini-Modul-Serie oder später auch die Lab-Zero-Serie (obwohl da Sony schon die Finger im Spiel hatte).

Die Geräte waren technisch von hoher Präzision und konnten auch vom Design her innovativ überzeugen. Im Vergleich zu anderen deutschen Hifi-Komponenten (wie z.B. Grundig oder Telefunken) aus dieser Zeit wirkten diese Geräte nahezu futuristisch.

A propos "Telefunken", da gab es auch (neben den normalen 0815-Geräten) ein Gerätepaar, das speziell wegen der technischen Eigenschaften in die damalige Oberklasse einzuordnen ist, aber leider irgendwie verkannt wurde: Die beiden Receiver TRX 2000 und TRX 3000.
Ich habe selten so ein ausgereiftes und vielseitiges Gerät aus deutscher Produktion gesehen.

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17

Samstag, 9. April 2005, 20:21

Zitat

Tonband-Ilja postete
Mir fällt spontan dazu die Firma "WEGA" ein.
Wurden unter dem Namen in den 70ern nicht schon ausschließlich Sony-Geräte vertrieben? Die Wega-Bandmaschine ist jedenfalls eine TC-755(A), und auch die Elcaset-Rekorder von Wega sind baugleich zu Sony.

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18

Samstag, 9. April 2005, 20:25

Zitat

timo postete
Wurden unter dem Namen in den 70ern nicht schon ausschließlich Sony-Geräte vertrieben? Die Wega-Bandmaschine ist jedenfalls eine TC-755(A), und auch die Elcaset-Rekorder von Wega sind baugleich zu Sony.
Du hast recht, timo. Seit 1976 wurden ausschließlich Sony Produkte vertrieben. Dazu gehören auch die von Tonband-Ilja angesprochenen Serien.

Gruß
Michael K.

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19

Samstag, 9. April 2005, 20:44

@timo:
ich glaube, General Denshi wurde von Hitachi geschluckt und war auch so ein Allesanbieter.

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20

Sonntag, 10. April 2005, 10:24

Hitachi ist ziemlich typisch:
=====================
Der Konzern produziert vieles, so zum Beispiel auch Werkzeugmaschinen. Bei der braunen Waren stand der Name auf Batterien und Henkelmännern. In der HiFi-Welt sorgte die Kombi HCA/HMA 7500 für Furore. Die "Power-Mos-Fets" waren damals das Aushängeschild. Ob es was gebracht hat? Oft gingen sie kaputt, wurden durch andere Typen ersetzt, niemand hat's gemerkt. Ich habe so eine Kombi, sieht gut aus und klingt in meinen Ohren bescheiden. Ich vermisse immer ein wenig den Druck im Bass, den ich so gerne habe. Ich gewöhne mich recht schnell an einen andern Klang, aber bei dieser Kombi tue ich mir schwer. Ob ein Defekt vorliegt? Keine Ahnung, ich behalte sie zur Deco. Die HCA/HMA 6500 gab es noch, auch die HCA/HMA 8500. Ein Tuner rundete das Ensemble ab, die Kritiken waren wohlwollend bis bis gut, dann verschwand die Marke wieder im Einerlei. Kann mir aber gut vorstellen, daß die am Markt erfolgreicheren Kollegen mit Komponenten beliefert wurden.


Wie war es mit Panasonic?
====================
Die DAT-Laufwerke dieser Firma, die auch von Studer verbaut wurden (warum gerade die?) waren umstritten, der Studer-DAT gilt als Reparaturgurke. Panasonic kennt man von Videorecordern, scheint ein vielseitig tätiger Konzern zu sein - wo findet man diesen Hersteller noch versteckt?


Sharp:
=======
Schon sehr lange auf dem Markt vertreten. Gilt nicht gerade als Edelhersteller, hat sich allenfalls bei den MD-Portis einen Namen gemacht. Komischerweise kenne ich keine unzufriedenen Sharp-Kunden. Egal ob HiFi-Turm, Henkelmann oder Einzelkomponente - jeder, den ich darauf angesprochen habe, war zufrieden. Ziemlich erstaunt war ich, Sharp auf der High-End-Messe, damals noch in Frankfurt, vorzufinden - mit einem digitalen Verstärker der weit oben angesiedelten Klasse. Aber um hier erfolgreich zu sein, fehlte es wohl am Image, sicher auch an der Akzeptanz der Digitaltechnik.
Michael(F)

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21

Sonntag, 10. April 2005, 10:58

Zitat

Michael Franz postete
Wie war es mit Panasonic?
====================
[...]
wo findet man diesen Hersteller noch versteckt?
Vor allem hinter Technics? :-) Diese Marke wurde ja von Matushita explizit "erfunden", um sich bei hochwertigen HiFi-Geräten von den Gemischtwarenmarken Panasonic/ National, unter denen auch Staubsauger und Batterien angeboten wurden, abzugrenzen.

Wobei diese Markenstrategie wohl inzwischen nicht mehr konsequent verfolgt wird. http://www.technics.de und http://www.panasonic.de zeigen auf die gleiche Webseite, und der Markenname Technics ist dort nur noch auf ein paar (semi)professionellen Geräten und den wenigen noch angebotenen "klassischen" HiFi-Komponenten zu lesen (wobei ich nicht mal sicher bin, ob die auf der Seite gezeigten Verstärker und Tuner überhaupt noch erhältlich sind). Neue Surround- und DVD-Geräte kommen nur noch als "Panasonic" auf den Markt.

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22

Sonntag, 10. April 2005, 11:02

Sharp hat es irgendwie besser als alle anderen verstanden haltbare Billigprodukte zu bauen. Die Plastikbomber Kassettendecks, speziell RT-10 RT-100 laufen meist nach 25 Jahren noch einwandfrei.

Leider wenig erfolgreich war der Versuch von Sharp mit "Optonica" eine Edelmarke zu etablieren, obgleich ein paar sehr gute Geräte dabei waren.

Bei Hitachi ist es wie Michael (F) sagt das Komponen-Zuliefergeschäft. Auch z. Bsp. Toshiba, Sanyo und Panasonic sind noch stark in dem Bereich.

Gruß
Michael K.

23

Sonntag, 10. April 2005, 11:51

Hallo,

Technics/Panasonic würde ich jetzt nicht als "Aschenputtel" (oder "Aschenputter"?) bezeichnen.

Dann schon eher:
http://www.kleinundhummel.de/
die ja in grauer Vorzeit,teilweise in Verbindung mit Saba,versucht haben,im Consumer-Bereich Fuß zu fassen,was nie so richtig geklappt hat...

Noch ´was zu den Japanern:
Ich halte es für sehr schwer,die bei uns in Kategorien dieses Threads einteilen zu wollen,weil der Status hier eher von marketing-strategischen Überlegungen der jeweiligen Hersteller abhängt,und außerhalb Deutschland u.U. ganz anders ist.Viele Firmen haben in Deutschland keinen eigenen Vetrieb gehabt,sondern haben sich über Firmen vetreiben lassen,bei denen sie eine Marke unter vielen waren,mit dementsprechendem Ergeiz des Vertriebspartners, sich eben gerade für diese eine Firma übermäßig einzusetzen...(Ein Beispiel,das mir gerade einfällt,ist Sansui...) Deutschland ist halt für viele Firmen nicht ganz so interessant. So,wie mir ein Vertreter einer sehr großen Firma vor kurzem gesagt hat: "An erster Stelle steht der Markt in den USA,dann der in Japan,.. und dann kommen die europäischen Staaten." Wobei er die "europäischen Staaten" nicht als gemeinsamen Markt begriff,sondern als viele kleine Einzelmärkte...

Viele Grüße

Frank

24

Freitag, 20. Mai 2005, 10:34

In den hifi-Jahrbüchern tummeln isch nochmarken wie:

Luxor aus Schweden
scandyna aus Dänemark
Lesa aus Italien(Plattenspieler)
Rank Wharfedale
sankyo
und DDR-Hifi
RFT/ Hempel/robotron

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25

Freitag, 20. Mai 2005, 10:39

Zitat

Superhirn postete
Lesa aus Italien(Plattenspieler)
Lesa hat, wenn mich nicht alles täuscht, auch mal eine kleine Bandmaschine gebaut.

Edit - Hier ist sie:


Ich glaube, das Bild habe ich aus der Galerie von Wolfgangs und Roberts Seite. Entschuldigt die Selbstbedienung.

26

Freitag, 20. Mai 2005, 11:41

Zitat

Tonband-Ilja postete
Mir fällt spontan dazu die Firma "WEGA" ein.
Dem kann ich nur bepflichten, denn WEGA (in Fellbach bei Stuttgart), das dann irgendwann zum Ende der 1970er in SONY aufdampfte, baute hervorragende Fernseher, die nicht zuletzt durch 'Parallelton' glänzten, weshalb man Bildprasseln und Zeilenton im Tonausgang vergeblich suchte. Sie würfelten also nicht nach dem Intercarrier-Verfahren Bild- und Ton-ZF mit entsprechenden Folgen zusammen.

Das Gebrösel aus den Tonteilen moderner Fernseher (nun ich habe -gottlob- gar keinen....) ist ja grausig. Nicht so bei den WEGA-Dingern: Der Ton war völlig sauber. Das Gerät stand bei meinen Altvorderen noch so manches Jahr mit reichlich flauer Bildröhre, wurde von mir aber gelegentlich noch besuchsweise zum Mitschnitt von Tönen (auf DAT...) verwendet, die ich sonst so nicht herbekommen hätte. Übrigens auch solchen in Stereo, denn die Qualität des Gerätes hatte die Nachrüstung mit einem Decoder zum Kinderspiel gemacht.

Hans-Joachim

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27

Freitag, 20. Mai 2005, 12:36

Wir hatten einen Wega-Farbfernseher aus den frühen 70ern, ein sehr edles Teil. Nach dem Einbau einer Heizungsanlage in unserem Haus mußte jedoch auch der Hauptschalter am Gerät nach Gebrauch auf 'AUS' stehen...das leise Pfeifen des Heizkörpers schaltete sonst das Gerät mitten in der Nacht auf Programm 3 ein :D Es hat eine Weile gedauert, bis ich den Zusammenhang zwischen Heizung und TV-Eigenleben festgestellt hatte... Ultraschallfernbedienungen sind eine witzige Sache ;)

Der Wega hielt rund 8 Jahre und hatte dann einen Bildröhrendefekt.

28

Freitag, 20. Mai 2005, 13:00

In diesem Zusammenhang mag ich auch die DDR-Firma RFT nennen, die auch in der Bundesrepublik Geräte unter dem Namen "Bruns" z.B. über Real-Kauf vertrieb.

Zu dieser Erkenntnis kam ich auch erst, nachdem ich einen Billig-67cm-Stereo-Farbfernseher erwarb (1988) bereits für "nur" 898,-- DM. Dieses Gerät trug die Bezeichnung CT9729STK.
Für den Preis war das Gerät top ausgestattet und war in Modulbauweise gehalten.
Beim Besuch in der DDR von Verwandten sah ich eben jenen Fernseher, jedoch nur "stereo-vorbereitet" und nicht in braun sonder in Silber. Preis: Über 8.000,-- ALU-Mark. Später bestätigte sich beim Reinigen des Inneren der Fernbedienung der Verdacht durch die Aufschrift "RFT" auf der Platine.
Das Gerät hat bei mir nicht sehr lange (7 Jahre) gehalten, es hatte einen nicht reparablen Vertikalfehler - nicht reparabel in Folge der Auflösung von RFT, denn das war nach der Wende. Ich bekam zwar aus Staßfurt nochmal ein Modul, aber das allein war es nicht.
In Bezug auf den Preis jedoch habe ich dennoch mit der Kiste nichts falsch gemacht.

Außerdem hat RFT gute Stereoanlagen gebaut, die zwar nicht gerade das Super-Design hatten, jedoch eine extreme Haltbarkeit aufwiesen. Inwieweit man sich da an die HiFi-Vorgaben gehalten hat, weiß ich nicht, jedenfalls klangen die Anlagen der lieben Verwandten nicht schlecht.

Gruß Norbert

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29

Freitag, 20. Mai 2005, 13:40

Zitat

Crazy99 postete
Außerdem hat RFT gute Stereoanlagen gebaut, die zwar nicht gerade das Super-Design hatten, jedoch eine extreme Haltbarkeit aufwiesen.
Mit der Haltbarkeit von RFT- bzw. Bruns-Geräten habe ich zwiespältige Erfahrungen gemacht. Sehr beliebt waren zeitweise die tragbaren Toplader-Cassettenrecorder "Bruns Monocord 6019" (alias Geracord 6020), die es Mitte der 80er bei Karstadt für kleines Geld zu kaufen gab. Etwas größer als West- und Japan-Geräte, aber sie klangen besser, machten gute Aufnahmen und waren sehr massiv gebaut. Eines durfte man aber nicht tun: Sie in der Sonne stehen lassen. Ich kenne alleine drei Leute, die so ein Gerät entsorgt haben, weil sich das Plastikgehäuse völlig verzogen hatte.

Ähnliche Erfahrungen habe ich zu C64-Zeiten mit meinem "Präsident"-9-Nadel-Drucker ("Hergestellt vom Büromaschinenkombinat Ernst Thälmann, Sommerdä") gemacht. Sehr massiv und schwer. viel Metall, dicker Motor, aber leider auch verschleissfreudige und anfällige Lösungen bei der Papierführung und beim Drucktraktor. Letztendlich war der nur halb so schwere (allerdings auch fast 200 DM teurere) Star NL-10 in der Praxis wesentlich langlebiger.

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30

Freitag, 20. Mai 2005, 13:52

Zitat

highlander postete
Der Wega hielt rund 8 Jahre und hatte dann einen Bildröhrendefekt.
das ist für die Geräte allerdings sehr unüblich.
Ich habe letztens erst wieder einen 3025 in die Hände bekommen, der noch
ein einwandfreies Bild hat. Einen 3044 hab ich lange Jahre ohne jegliche Probleme gehabt, allerdings irgendwann abgegeben, weil mir bis heute unklar ist wofür man überhaupt einen Fernseher braucht. Ich habe 12 Jahre kein Gerät besessen und den genannten 3025 kürzlich aus Nostalgiegründen vor dem Spermüll gerettet ;-)