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  • »timo« ist der Autor dieses Themas

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1

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20:34

(Fortsetzung von hier.)

Zitat

Agfa-Band postete
Natürlich, fährt ja nicht jeder 'ne Honda Dax.
Oh, es gibt aber inzwischen wieder mehr Viertakt-Mopeds als nur die Dax! Wobei ich ehrlich sagen muß, daß die kleinen Zweitakter in meinen Ohren schöner klingen als diese surrenden Viertakt-Dinger, und schneller sind sie sowieso.

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2

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20:41

Was den Klang angeht, gebe ich dir Recht, natürlich gibt es auch weitere Viertakter-Mopeds, aber die Honda Dax war halt für längere Zeit eine Besonderheit, eben aufgrund des in dieser Klasse nicht so weit verbreiteten Viertaktmotors.

Gruß, Niko

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3

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20:54

Die DAX hatte vor allem einen Vorteil: Es gab neben dem Mokick noch das Kraftl und dann auch noch das Motorrad. Das lud zu allerlei Tuningmaßnahmen ein. In der Kreidler-Familie ging das aber auch. Das Mofa "Flory" auf der B27 mit 110 km/h, das gab's öfters. Nur zur Info, bei uns gab's noch keine 80er, nur 50er.
Michael(F)

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4

Dienstag, 25. Oktober 2005, 20:57

So ne Kreidler Florett läuft aber auch schön "flockig", ebenso die Hercules Ultra, diese hat zudem noch das kokette Kunststoffscheibchen vorne.

Gruß, Niko

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5

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:07

Der Star zu meiner Zeit war die Zündapp water-cooled. Die und die Kreidler-Florett teilten den Markt weitestgehend unter sich auf. Hercules mischte noch ein bisschen mit und Maico. Die Japaner waren da noch aussen vor - Honda hatte die Dax und noch ein anderes 50er-4-Takt-Moped. Vom Versandhaus gab es Carelli oder Jawa. Das Herkules-Mofa gab es auch unter dem Label "DKW".

Die Mofa-Zeit währte nur kurz, dann musste es ein Motorrad sein. Bei uns in der Klasse fúhr man Oldtimer. Eine DKW RT 200 war dann vertreten, eine RT 175 und eine RT 250, eine Triumph Cornet (die flüsternde Banane), eine NSU Max. Ich selber übte mich in Lokalpatriotismus und fuhr Maico M 175. Die 9 PS haben auch ohne Hinterradfederung großen Spaß gemacht, der Schwingsattel hat's rausgerissen.
Michael(F)

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6

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:20

Tja, stimmt, Maico war auchmal mit Motorrädern und Autos (einem Modell) bekannt. Mittlerweile nur noch als Ventilatorhersteller. An einer NSU Fox hätte ich auch noch Spaß.

Gruß, Niko

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7

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:25

Der Ventilatorenhersteller Maico und der Motorradhersteller hatten nix miteinander zu tun. Das Auto war eine einmalige Sache, dann gab es noch die "Taifun", die verkleidet war und sich von den damaligen Konstruktionen abhob. Die MB 250 war die "Bundeswehr-Maico". Der Bekanntheitsgrad der Firma beruhte auf den Moto-Cross Erfolgen. Die Straßenmodelle MD 125, MD 250 und MD 250wk (Wasser-Kühlung) fristeten ein Nischendasein. Allen gemeinsam war die Drehschieber-Steuerung, die ein typisches, pfeifendes Motorgeräusch erzeugte.
Michael(F)

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8

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:34

ach ja, hatte das jetzt irgendwie mit gutbrod und den rasenmähern verwechselt (Peinlich, peinlich). Weiß übrigens noch, wo hier in der Nähe ein Gutbrod steht (Auto, nicht Rasenmäher). Hehe.

Gruß, Niko

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9

Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:47

Mofa

Ich besitze noch ein Mofa Herkules Prima 5S, ist etwa 20 Jahre alt. Ich habe es von meinem Großvater. Mangels Führerschein durfte er nichts anderes fahren, reichte auch für seine Zwecke. Wenn das Teil gute Laune hat, macht es etwa 45 Sachen.
Hier in Berlin in der Innenstadt ist es recht angenehm, keine Parkplatzsorgen. Außerdem ist man bei etwas Verkehr genauso schnell wie mit Auto. Hier die Busspuren sind für Bus, Taxi und Fahrrad zugelassen. Ich fahre, gerade bei Berufsverkehr, natürlich auf der Busspur. Manchmal werde ich herausgewinkt und angepflaumt, was ich den mit meinem "Moped" auf der Busspur zu suchen hätte. Ich antworte dann, das ist ein Fahrrad mit Hilfsmotor! Vermutlich darf man nicht mit einem Mofa auf der Busspur fahren. Bis jetzt konnte ich aber noch jeden Polizisten mit meinem Argument überzeugen. :D
Mofas sind in Berlin eher selten, so ein altes Herkules-Mofa ist hier schon ein kleiner Hingucker!

Andreas, DL2JAS
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Dienstag, 25. Oktober 2005, 21:59

Zitat

Michael Franz postete
Der Star zu meiner Zeit war die Zündapp water-cooled.
Die KS-80 Water Cooled hatte ich zwischen 1989 und 1991. Die serienmäßig wohl schnellste 80er, die je auf dem deutschen Markt zu haben war, selbst die auch schon legendären Hercules Ultra und Yamaha RD blieben da auf der Strecke. :-)

Was allerdings dem Selbstbewußtsein etwas abträglich war: Das Ding fuhr mit Gemisch 1:50, während die 80er von Yamaha, Honda, Suzuki und auch die Vespa PX schon Getrenntschmierung hatten. Also hatte man immer wie Wahl zwischen Öldose und Messbecher mitschleppen oder Tanken an der Mofasäule. Beides war irgendwie gleich peinlich. ;-)

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Dienstag, 25. Oktober 2005, 22:37

Zitat

Agfa-Band postete
ebenso die Hercules Ultra, diese hat zudem noch das kokette Kunststoffscheibchen vorne.
Die Ultra 80 (zumindest die wassergekühlte Ausführung, es gab ja auch noch die etwas lahme "Air Cooled" als Billigalternative) war kein übles Moped, sah halt nur ein bißchen hausbacken aus und teilte mit meiner Zündapp das 1:50-Problem (s.o.). :-)

Danach kam von Hercules als 80er noch die RX-9 (ab Baujahr 1984) und die RX-9 Replica (m.W. nur 1986 gebaut und sehr selten). Die wirkten optisch etwas "erwachsener" und machten dann auch endlich (wie die Yamaha RD 80 LC-II) die erlaubten 10 PS voll. Von Zündapp gab's 1984, also im letzten Jahr, noch die KS-80 Super, ebenfalls mit 10 PS angegeben. Allerdings war sie wegen des hohen Gewichts eher langsamer als die "normale" wassergekühlte KS-80 mit 8,5 PS.

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12

Dienstag, 25. Oktober 2005, 22:42

Zitat

timo postete
...
Was allerdings dem Selbstbewußtsein etwas abträglich war: Das Ding fuhr mit Gemisch 1:50, während die 80er von Yamaha, Honda, Suzuki und auch die Vespa PX schon Getrenntschmierung hatten. Also hatte man immer wie Wahl zwischen Öldose und Messbecher mitschleppen oder Tanken an der Mofasäule. Beides war irgendwie gleich peinlich. ;-)
Ich hatte meine eigene Tankstelle in der Garage! :)

Es war ein kleiner Frischwassertank Camping. Damit bin ich zur Tanke gefahren und habe volllaufen lassen. Gemisch wurde hinterher angerührt. Bei uns auf dem Dorf gab es keine Tanke mit Service 24 Stunden. So hatte ich eigentlich immer Kraftstoff, manchmal mußte ich auch abends oder am Wochenende aushelfen, mein kleiner Vorrat hatte sich herumgesprochen...

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13

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 08:20

Die Zündapp-Werke wurden damals von den Chinesen komplett demontiert und in China wieder aufgebaut. Unter welcher Marke sind die heutigen 'Zündapps' erhältlich?

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14

Mittwoch, 26. Oktober 2005, 10:33

Die Zündapps aus China heißen "Tianjin Xunda" oder auf Exportmärkten auch "Tianjin Zündapp". Dann gab (gibt?) es noch Lizenzfertigungen von Enflield India, die als "Famel", "Casal" oder einfach als "Zündapp Madras" verkauft werden.

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Sonntag, 11. Dezember 2005, 19:25

Fortsetzung von hier.

Zitat

Agfa-Band postete
Diese Fahrerlaubnis gibt es aber mittlerweile fast nachgeschmissen. Bei mir am Gymnasium konnte man die in 4 Wochen für 20 Mark erwerben.
In Gelsenkirchen gab's sowas leider nur an Gesamtschulen (genau wie aktuelle Schulbücher, eine funktionierende Physik- und Chemie-Sammlung, intaktes Mobiliar...). Wer das dreigeteilte Schulsystem besucht hat, dem blieb nur der Gang zur Fahrschule (wo der Spaß dann vor 17 Jahren schon rund 250 DM kostete) oder im Glücksfall ein Kurs, der über irgendwelche Jugendverbände angeboten wurde. Da muße man dann aber Mitglied sein oder zumindest irgendwelche Beziehungen haben.

Zitat

@imo: Orange natürlich.
http://www.spider.traum.ms/image/239291_4

Schönes Gefährt. Wäre ich nicht dem Rausch der Geschwindigkeit erlegen, hätte ich mir die auch gekauft. :-)

(Die "offene" RMS war leider 1989 nicht mehr in brauchbarem Zustand zu kriegen, die waren allesamt hoffnungslos verheizt.)

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Sonntag, 11. Dezember 2005, 20:38

Hallo Timo,

bei uns war das an der Schule eigentlich ok. Auch was die Physik- und Chemie-Sammlung betrifft. Vollständig müssen die aber eh nicht sein, Physikversuche klappen sowieso nur in den seltensten Fällen.

So, das war meine vom Thema etwas abweichende Bemerkung dazu. Die 250 Mark sind ja im Vergleich zu heute auch fast noch geschenkt, wenn man bedenkt, was mittlerweile so ein Führerschein alles kostet (egal welche Klasse, sind alle teuer).

Gruß, Niko

EDIT: Tippfehler beseitigt. Gruß, Niko

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Sonntag, 11. Dezember 2005, 21:20

Zitat

Agfa-Band postete
bei uns war das an der Schule eigentlich ok. Auch was die Physik- und Chemie-Sammlung betrifft.
Unsere war vor allem eins: Uralt. Daß sie noch einigermaßen vollständig und funktionsfähig war, war dem Engangement einiger Lehrer zu verdanken. Auch Bücher waren z.T. hoffnungslos veraltet. Der Knaller war ein Musikbuch, das zuvor offenbar bei einer Gesamtschule ausgemustert worden und dann in die Bestände unseres Gymnasiums überführt worden war.

Euskirchen hatte im Gegensatz zu unserer Stadt nicht das Problem, daß die Protagonisten der Gesamtschule meinten, die Mehrheit im Rathaus sei ihnen auf Lebenszeit gesichert.

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Sonntag, 11. Dezember 2005, 21:25

Tja, Euskirchen ist schwarz geprägt, das stimmt. Eine Gesamtschule ist aber auch in der Nähe vorhanden. Wozu so eine gesamtschule nützlich sein soll, weiß ich nicht, aber anscheinend genießen die großen zulauf von denen, die keine Quali fürs Gymnasium kriegen, deren Eltern aber zu ehrgeizig sind, um ihr Kind auf die Realschule zu schicken.

Gruß, Niko

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19

Sonntag, 11. Dezember 2005, 21:41

Bei uns war das schon krass... als ich 1984 auf's Gymnasium kam, gab's in Großgelsenkirchen noch zwei Gesamtschulen, eine im eigentlichen Gelsenkirchen und eine im eingemeindeten Buer. Nach und nach wurde eine Realschule nach der anderen zur Gesamtschule umfunktioniert. Ich weiß nicht, wie viele von den Dingern wir nun haben. Fünf fallen mir auf Anhieb ein, wahrscheinlich sind's noch mehr.

Noch heftiger wird's, wenn man in Schülerzahlen rechnet. Die beiden "alten" Gesamtschulen Berger Feld und Ückendorf sind riesig, mit satt vierstelligen Schülerzahlen.

Dietmar

unregistriert

20

Freitag, 16. Dezember 2005, 22:02

Zitat

Michael Franz postete
In der Kreidler-Familie ging das aber auch. Das Mofa "Flory" auf der B27 mit 110 km/h, das gab's öfters. Nur zur Info, bei uns gab's noch keine 80er, nur 50er.
Naja, daß die Flory des öfteren mit solchem Tempo anzutreffen war, gehört genauso in die Fabelwelt wie die Berichte uber abgerissene Zyllinder an Polizei BMW`s.

Eine Flory, die tatsächlich so schnell war ist äußerst selten. Es gab nur wenige Tuner, die das Kunststück tatsächlich vollbracht haben.
Konstruktionsbedingt war das fast nur möglich indem ein komplettes Floretttriebwerk eingebaut wurde.
Zwar ist das Zweigang- und das Dreigang Getriebe der Flory tatsächlich eine abgemagerte Version der Florettgetriebe, aber diese konnten selbst mit 70 Kubickzyllindern und entsprechender Ritzelung die Notwendige Leistung nicht in die vorgenannte Geschwindigkeit umsetzen.
Das hat damit zu tun, daß entsprechende Ritzel und Kettenräder nicht verfügbar waren, weil sie garnicht gepasst hätten.
Um die Flory wirklich auf dieses Tempo zu bringen war es notwendig entweder einen Florettmotor zu verwenden und am Hinterrad das kleinstmögliche Kettenrad zu verwenden und dann wäre es noch nötig, einen passenden Vergaser für sowas zu finden.
Die 18 und 20 Millimert Bing und Dell Orto Vergaser reichen dafür nicht aus und Vergaser wie sie zum Teil von Zündapp verwendet wurden, die entsprechende Drehzahlen durch entsprechendes Einstellen ermöglicht hätten, passen nicht bei der Flory.

Weiter kommt dazu, daß dieses Fahrzeug oberhalb 60 KM/H nicht mehr beherchbar ist. Die Flory rappelt und zittert sich dann derart etwas zusammen, daß niemand außer zum Angeben, diese Geschwindigkeit über weitere Strecken fahren würde.
Nun, Ausnahmen gibt es, aber das dürften arme Hirnlose Seelen sein.
Weiter kommt dazu, daß die Bremsen der Geschwindigkeit nicht gewachsen sind.

Die Polizei Sinsheim hat vor etwa 15 Jahren eine Flory aus dem Verkehr gezogen, die tatsächlich auf dem Rollenprüfstand echte 107 KM/H gebracht hat.
Wohlgemerkt auf dem Rollenprüfstand, wo kein Windhauch zu finden ist.
Nach dem dritten Messlauf ist übrigens das Hinterrad ins schlackern geraten, weil die Radlager den Geist aufgegeben haben.
Diese Flory war eine der schnellsten von der Polizei Bundesweit Sichergestellten!

Schnellere Exemplare gab es zwar auch, aber wie vorgenannt nur äußerst selten.

Dietmar

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21

Samstag, 2. August 2008, 19:22

Durch Zufall habe ich eben dieses Gefährt hier im Netz entdeckt:

http://www.motorradonline.de/bikes/50-80er/jawa/jawa-betka-50.253657.htm?_kat=253069

Schön ist natürlich anders (schon die alten Jawa-Mofas hatten ja ein sehr eigenwilliges Design), aber ansonsten find' ich das Ding witzig. Sieht aus, als hätte es die letzten 30 Jahre im Moped-Bau nicht gegeben, hat aber einen Viertaktmotor und macht immerhin - legal - 45 km/h. Und das für 1.000 €, da kann man auf den ersten Blick nicht meckern.

Schade, daß ich keinen vernünftigen Stellplatz habe, sonst könnt' ich mir so ein Ding für mich tatsächlich vorstellen.

Edit:


Mein bislang letztes motorisiertes Zweirad, Vespa ET-4 125, und ich am Frikandel-Äquator (2002).

22

Sonntag, 3. August 2008, 01:58

Nun ja, für 1.000 € geht es vielleicht ja noch so. Mir gefällt das Dings absolut nicht, mein Schulkumpel hatte mal ein Jawa-Mopped, das muss so um 1978 gewesen sein. Nur Einsitzer und damals natürlich ein Zweitakter. So wie auch die von mir damals gefahreren Moppeds, alle von Simson: "Spatz", "Star" und zuletzt der "Habicht". Fahren lernte ich übrigens auf einem SR2E. ;)

Was mich heute an den Moppeds, die ja nur noch 45 km/h fahren dürfen interessiert ist, wie sich das im Laufe der Jahre immer spärlichere Profil auf nasser Fahrbahn macht. Wenn ich da heute auf so ein Fahrzeug im Baumarkt schaue, sind da ja nur noch ein paar schräge Rillen im Gummi drin. Bringt das wirklich (vielleicht aufgrund veränderter Gummimischungen) noch dieselbe Haftung wie bei den Moppeds, die ich noch aus meiner Jugend kenne? Denn da war noch ein richtiges Profil drauf!

Gruß Jens

P.S.: Mein letztes Zweirad (bis 2004) war doch schon etwas größer:


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23

Sonntag, 3. August 2008, 09:55

Zitat

esla postete
Nun ja, für 1.000 € geht es vielleicht ja noch so. Mir gefällt das Dings absolut nicht, mein Schulkumpel hatte mal ein Jawa-Mopped, das muss so um 1978 gewesen sein. Nur Einsitzer und damals natürlich ein Zweitakter.
Ja, die alten Jawa-Mofas gab's hier im Westen auch zu kaufen, waren die billigsten überhaupt (ich habe irgendwas von 849 DM für die Standard- und 999 für die Luxusausführung mit Blinkern und Gussrädern in Erinnerung, eine Hercules kostete fast doppelt so viel). Schlecht waren die nicht, nur eben hässlich.

Auch dieses 350er-Zweizylinder-Zweitakt-Motorrad von Jawa wurde hier angeboten, aber das war wirklich sehr selten. Wenn überhaupt in den 80ern und 90ern noch Zweitakt-Motorräder verkauft wurden, dann eher MZ.

24

Sonntag, 3. August 2008, 11:36

´
Schön ist nicht schön, gefallen macht schön.

Vor ein paar Jahren habe ich mir einen Roller gekauft.



Das Teil war so gut wie neu, 265 km auf der Uhr. Da bei einem Händler für Kawasaki und Triumph selten Rollerkundschaft vorbeikommt, stand er eben Jahre dort herum. Laut Brief hat der Vorbesitzer sich das Ding gekauft als er schon 65 Jahre alt war. Angeblich ist der Mann kurz darauf gestorben, der Erbe hat den Roller für eine Kawa in Zahlung gegeben und dann stand er zwischen 1000ern herum.

So richtig hübsch fand ich ihn nicht, technisch auch nicht grade ein Highlight (Trommelbremsen, kein Helmfach, 10 PS), aber immerhin Viertakter. Gekauft habe ich ihn trotzdem, denn schlappe DM 2000.- für ein zwar fast vier Jahre altes Fahrzeug in annäherndem Neuzustand fand ich nicht überzogen. Einen Satz neue Reifen habe ich sicherheitshalber gleich nach der Zulassung montiert, machte noch einmal etwa einen Hunni. Die Felgen haben übrigens nur knapp den Durchmesser einer 26,5cm- Tonbandspule.....

Bereut habe ich den Kauf nicht, auf bis jetzt 14.000km in acht Jahren lief der Roller ohne Macken. Honda eben. Und an die Form habe ich mich gewöhnt, so schlecht sieht er doch nicht aus, erinnert ein weinig an den Heinkel Tourist
http://de.wikipedia.org/wiki/Heinkel_Tourist
Auch ein Fahrzeug, das für Robustheit und Zuverlässigkeit bekannt war.
Frank


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25

Sonntag, 3. August 2008, 15:11

´
@ Jens: Das Profil bei Krad- Reifen hat nicht die gleiche Funktion wie bei Vierradfahrzeugreifen. Davon abgesehen haben auch Reifen für schwere Maschinen -insbesondere Tourer und Sportmaschinen- relativ wenig Profil. Das ist mehr oder weniger ein Verschleißindikator.

Gehen wir vom Betrieb auf befestigten Straßen aus:

Ein Krad- Reifen hat einen mehr ovalen Querschnitt , der einem halben Ei gleicht (sonst wäre das Kurven fahren eine gefährliche Angelegenheit), ein Autoreifen ist eher kastenförmig. Beim Autoreifen hat das Profil die Aufgabe, Wasser abzuleiten. Durch den ovalen Querschnitt beim Kradreifen ist die Gefahr von Aquaplaning von Haus aus geringer. So kommt man mit den "paar Rillen" auch sicher durch Pfützen. Zudem laufen diese Profile leiser und angeblich verbrauchsärmer.

Anders sieht es im Gelände aus. Da ist Profil notwendig, um die Beschleunigungskräfte auch bei losem Untergrund zu übertragen. Enduros und Crosser haben nicht ohne Grund grobes Stollenprofil.

Ich fahre auf dem Roller diese Reifen:
http://www.michelin.de/de/front/affich.jsp?&codePage=14112005230221_14112005230738&lang=DE&codeRubrique=14112005230221&ct=1

Damit komme ich bestens zurecht. Weil ich eine Zeit lang häufiger einen unbefestigten, recht steilen Weg hochfahren mußte gab es mit oben genanntem Reifen bei Nässe Probleme.

Darum habe ich so etwas montiert:
http://www.michelin.de/de/front/affich.jsp?&codePage=14112005230308_14112005231521&lang=DE&codeRubrique=14112005230308&ct=1

Damit kam ich zwar den Berg gut hoch, auf der Straße heulte das Teil erbärmlich, vibrierte ein wenig und war relativ schnell unter Sägezahnbildung abgefahren. Dann doch wieder den S1.

Beim nächsten Reifentausch werde ich diese Pellen mal versuchen:

http://www.conti-online.com/generator/www/de/de/continental/motorrad/themen/rollerreifen/classic/weisswand/k62ww/k62_ww_de.html

Als ewig Gestriger stehe ich auf so altmodische Sachen wie Weißwandreifen - schade dass es so etwas für mein Auto nicht gibt.
Frank


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26

Sonntag, 3. August 2008, 16:11

Hallo Frank,

danke für die ausführlichen Erklärung. :D Das ist mir aber alles bekannt (ich selbst fuhr von 1977 bis 1988 nur Zweiradfahrzeuge wie oben beschrieben, ab 1981 dann eine MZ TS 150). Erst 1988 habe ich meinen Pkw-FS gemacht (dafür hat er aber nichts gekostet :etscha:). Die als letzte von Dir im Link angegebenen "Pellen" würde ich persönlich für mich als am sichersten bezeichnen, da ist doch wenigstens Profil drauf!

Unter der Bucht-Nummer: 220263119887 findet man so das Profil, was ich von "meinen Moppeds" von früher her kannte. Gerade aber auch für Cruiser (wie die von mir im Bild dargestellte HONDA Goldwing 1100) waren m.W. nur Reifen mit relativ starkem Profil zugelassen. Was ich meine sind aber z.B. solche Reifen:



Ich weiß ja nicht, bei starkem Regen würde ich da nicht damit fahren wollen.

Gruß Jens

27

Sonntag, 3. August 2008, 17:11

´
Na ja, bei den 50ern, -die eh nur (offiziell) 45 km/h fahren dürfen (was m.M. Quatsch ist, das provoziert nur unnötige und gefährliche Überholvorgänge durch Pkw´s in der Stadt. In der DDR rannten die Schwalben auch 60 km/h, ohne das es Blutbäder gegeben hat.) dürfte mit 45 die Gefahr durch Aquaplaning kaum bestehen.

Aber auch für die heißen Öfen ist wenig Profil dran, siehe:

http://www.michelin.de/de/front/affich.jsp?&lang=DE&codeRubrique=5112005121215

http://www.metzelermoto.de/web/catalog/moto/moto_catalogo_schedaDescription.page?categoria=/catalog/moto/sport_touring/none&vehicleType=MOTO&product_id=377982&uri=/metzeler/de_DE/browser/xml/catalog/moto/mv_roadtec_z6_interact.xml&menu_item=/products/catalog/sport_touring

Diese Marken mal als Beispiel.

Die Wing ist ja nun auch nicht eben ein Leichtgewicht, Knieschleifer haben an diesem Boliden eher weniger Freude. Wie es bei der Wing aussieht, keine Ahnung, es gibt ja für viele Maschinen Fabrikats / Typbindung für die Reifen. Da werden sich kluge Leute schon ihre Gedanken zu gemacht haben.

dünne Rillen. Hat Bridgestone so als Paarung festgelegt und als ich Ersatz brauchte habe ich die gleiche Bereifung wie ab Werk aufziehen lassen, was auch der Händler empfahl. Bei Regen fahre ich eh nicht. Das Goldstück könnte ja naß und schmutzig werden.

Aber egal ob viel oder wenig Profil, Auto oder Zweirad: Ich vertraue auf bekannte Markenfabrikate, irgendwelche Billigimporte kommen mir nicht auf die Felge. Von dem bißchen Auflagefläche hängt zuviel ab, um daran zu geizen. Als ich noch als Aushilfe Taxi gefahren bin, kaufte der Chef einmal billige Reifen, die zwar ewig halten sollten, aber bei Nässe drehten die Hinterräder am 200D beim Anfahren sehr schnell durch. Kannst Dir sicher vorstellen wie die bremsten.
Frank


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28

Sonntag, 3. August 2008, 17:49

Warum "reitet" eigentlich heute (fast) jeder auf der Schwalbe herum? ;) Waren die im damaligen "Westen" weitaus bekannter, als der Star oder der Habicht, oder der Sperber? Gut, ich könnte mir vorstellen - die Schwalbe war ja mehr ein Motorroller als ein "kleines Mopped", die Durchstiegsmöglichkeit zeigt das auf.

Die Wing war und ist wirklich kein Leichtgewicht, ich weiß es nicht mehr genau, fahrfertig und vollgetankt um die 330 kg? Typbindung gabe es dort definitiv, es durften m.W. nur wenige Markenfabrikate gefahren werden. Leider habe ich mir damals keine Kopie des Fzg.-Scheins gemacht, da stand das drin.

Mit Deinem letzten Absatz liegen wir auf einer Linie, ich fahre heute zwar nur noch Auto, aber auch nur Markenreifen, die altbekannt und daher auch (hoffentlich) bewährt sind! Taxifahrer sind auch eine Spezies für sich. Als wir 2005 in Berlin waren, haben wir uns auch abends mal ein Taxi gerufen. Wie der durchaus sehr nette Fahrer aber bei ständigem und heftigem Schneefall um die rutschigen 90-Grad Kurven herumgeschlittert ist - also mir wurde es hinten angst und bange. So schnell wäre ich selbst bei den Straßenverhältnissen sicher nicht gefahren (obwohl ich privat bis jetzt ausschließlich Hecktriebler fuhr).

Gruß Jens

29

Sonntag, 3. August 2008, 17:59

´
Außer einen Roller, der aussah als wäre er von Walt Disney designt worden, kenne ich nur die Schwalbe von Simson.

Die Schwalben haben wohl nach der Wende den Adler gemacht und sind offenbar zahlreich im Westen gelandet. Die Leute die so´n Teil haben loben die Zuverlässigkeit.

Sind Simson und MZ und andere Marken eigentlich auch abgewickelt worden - falls ja: Fertigt noch jemand Teile? Wäre schade, wenn die DDR- Fahrzeuge wegen Ersatzteilmangel verschwinden müßten.
Frank


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30

Sonntag, 3. August 2008, 18:39

Puuuh, zum Roller, den kenne ich sicher. Leider fällt mir sein Name nicht ein. Es gab mehrere davon, wie z.B. den "Wiesel": http://www.mz-b.de/miraculis/aw/ifa/foto/berlin/wiesel.html, aber auch andere (Pitty, Berlin, Troll).

Zuverlässig sind die Zweitakter ohnehin gewesen und sind es oft auch heute noch. Ich hatte schon ein- oder zweimal selbst den kompletten Motor meines Habichts zerlegt. Oft hatte man das Problem, dass der Kickstarter und sein dazugehöriges Ritzel nicht mehr mochten und die Ritzelwelle nach und nach unter Zahnverlust litt (soll ja auch bei Grundig-Tapedecks vorkommen ;) ).

Zur Abwicklung von Simson kann ich nichts sagen, MZ wird definitiv zum Jahresende eingestellt (ober abgewickelt, wie auch immer) und stellt die Produktion seiner bis 1.000 ccm-Maschinen ein. Ich habe zwar einen Scan aus einer österreichischen Zeitschrift hier, unterlasse es aber aus Urheberrechtsgründen lieber, diesen online zu stellen. Was ich auch nicht wusste, die letzten Motoren der MZ kamen aus Österreich (Rotax).

Der malyische Mitgesellschafter Hong Leong Industries Berhard wird MZ aufgrund jahrelangen Verlustgeschäfts nicht mehr weiter betreiben. Leider. Wie es um die Ersatzteilfrage aussieht vermag ich nicht zu beurteilen, in der Bucht finden sich aber oft noch Neuteile.

Gruß Jens