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31

Friday, September 15th 2006, 12:15pm

mb=mercedes benz. der g wird in auftrag von mb in graz bei magna steyr (ursp. steyr daimler puch) gebaut


(Quelle: JVC_Graz, St. Petersburg-Russia, G vor der Hermitage)

gruss, k
**** back to quality! ****

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32

Saturday, April 28th 2007, 12:58am

Quoted

dl2jas postete
Gibt es auch einen Trend, Herrenuhren möglichst flach zu bauen?
Hallo!

Vielleicht hat einer der Freunde flacher Uhren Interesse an diesem Exemplar?





Die Quarzuhr stammt aus dem Jahr 1983 und galt damals wohl als superflach (nach heutigen Maßstäben ist sie nur noch "flach", ohne "super"). Armband, Gehäuse und Glas haben deutliche Gebrauchsspuren. Die Uhr läuft nicht, wahrscheinlich ist die Batterie leer.

Ich habe die Uhr von jemandem bekommen, der über drei Ecken davon gehört hat, daß ich u.A. Uhren von Seiko sammele. Allerdings interessieren mich Quarzuhren nur in Ausnahmefällen, das Design dieser Uhr gefällt mir nicht, der Zustand ist nicht sammlungswürdig, und zum Tragen ist mir das Armband zu kurz. ;-)

Wenn jemand Interesse hat: Ich würde die Uhr für einen symbolischen Euro zzgl. Porto abgeben. Abholung in Gelsenkirchen oder Düsseldorf geht auch, wenn's nicht eilt wahrscheinlich auch in Saarbrücken.

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33

Monday, May 7th 2007, 1:28am

Hier hat ein Freund und Sammler der großartigen (aber leider in vielen Teilen der Welt nahezu unbekannten) Uhrenmarke Orient deren Produkten eine Homepage gewidmet:

http://watches.zsebehazy.com/orient.htm

Herrliche Uhren, zumindest überwiegend!

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34

Sunday, December 2nd 2007, 8:26pm

Öfter mal was neues, Mechanik-Uhren im Supermarkt: http://tinyurl.com/32zb8b

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35

Monday, December 3rd 2007, 12:18pm

´
Wartet ab, bald gibt es Uhren auch beim Tonband- Händler......
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

esla

Unregistered

36

Sunday, August 3rd 2008, 4:35pm

Hallo!

Da fiel mir gerade dieser ältere Fred in die Hände. ;) Da ich selbst seit Ewigkeiten keine Armbanduhr mehr trage, kann ich aber noch zwei Bilder einer Uhr eines ehemaligen Arbeitgebers von mir beisteuern:



und



"Pünktlichkeit und Präzision"... :teufel: :tanz:

Gruß Jens

esla

Unregistered

37

Sunday, August 3rd 2008, 4:59pm

Quoted

dl2jas postete
Gibt es auch einen Trend, Herrenuhren möglichst flach zu bauen?
Den gab es wohl einmal. Meine am längsten getragene Armbanduhr hatte nur eine Höhe von:



Leider ist sie seit einem Unfall im Jahr 1981 in einem desolaten Zustand, das sehr schön feingliedrige Metallarmband habe ich bislang bei keiner Uhr mehr finden können. :( Durch diese "Feingliedrigkeit" zerbröselte das Armband leider, so habe ich das irgendwann mal mit dem Zweikomponenten-Nachtvogelkleber zusammengefügt. Meines Wissens (ich hatte die Uhr etwa 1978 von meinem Onkel geschenkt bekommen) soll es eine der ersten CASIO LCD-Uhren gewesen sein. Hier noch ein Bild von oben, nicht wirklich schön:




Gruß Jens

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38

Monday, August 4th 2008, 12:36am

´
Nach gut dreißig Jahren war ich meine Uhr (19,3mm dick) irgendwie leid. Nicht etwa weil sie defekt war oder nicht mehr genau ging, nein, sie war einfach reif für die Rente. Also habe ich mir einfach eine neue Uhr (20,4mm dick) gekauft. Mechanik beansprucht -wenn man Wert auf Monat, Wochentag, Datum, Automatik und Chronograph, das ganze noch als Chronometer- Wert legt eben ein gewisses Volumen und auch Gewicht.

Die alte Uhr werde ich zur Überholung geben und dann habe ich eben zwei mechanische Chronographen- sollen sie ruhig dick sein.

Es geht mir nicht darum nur zu wissen was die Stunde geschlagen hat; ich komme immer noch früh genug zu spät. Mir ist vielmehr wichtig, dass der Zeitmesser noch nachvollziehbar mechanisch Federkraft über Hemmung, Unruh, viele Zahnräder in eine Zeitanzeige umsetzt. Die Funktion, mit der ich erkennen kann, ob grade Tag oder Nacht ist - sollte ich in einer Höhle verschüttet werden, wird sie wichtig werden. Aber das ein genialer Konstrukteur es geschafft hat, Stunde, Minute, Datum und Stopsekunde aus der Zentralachse anzuzeigen - Respekt.

Und durch ihr guillochiertes Zifferblatt hat die neue Uhr auch noch einen sehr ästhetischen Reiz. Oderr!

Hört mir also auf, über japanische Flachmänner zu schwärmen. Quarze, Batterien, Schrittmotoren oder Digitalanzeigen - DAS hat mit einer richtigen Uhr nicht mehr viel zu tun.

Es tickt nicht.

Und so nebenbei: Die Pendule, die mein Großvater Anno 1920 zur Hochzeit geschenkt bekam hängt bei mir immer noch an der Wand. Irgendwann machte sie schlapp. Glücklicherweise fand ich einen Fachmann, der sie wieder in Gang brachte - und nun tickt sie wieder gleichmäßig, schlägt alle fünfzehn Minuten Stunde und Viertelstunde in einfachem Ton, zur vollen Stunde im Dreiklang. DCF77 mag genauer sein, aber das ist keine Uhr, nur ein Zeitzeichen.

Und wenn ich -allerdings sehr selten- einen Dreiteiler trage, kommt auch noch die alte, silberne Taschenuhr mit Sprungdeckel zum Einsatz. Wenn man das Teil an der Kette aus der Westentasche zieht, den Deckel aufspringen läßt, auf das Emaillezifferblatt sieht - große Augen rundum.

Das sind eben noch richtige Uhren, und ganz ohne Elektronik.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

esla

Unregistered

39

Monday, August 4th 2008, 1:03am

Da gebe ich Dir natürlich Recht. Eine Uhr die nicht "tickt", ist zwar eine Uhr, aber keine richtige Uhr. ;) Uhren können aber auch nerven, ich erinnere mich da ebenso wie Du an die Uhr meines Großvaters (das Haus wurde um 1927 gebaut, also könnte diese Uhr schon aus diesem Zeitalter stammen).

Diese rein mechanische Uhr benötigte nur einmal pro Woche ein paar Umdrehungen des dazugehörigen Schlüssels, um sie für die nächste Woche wieder aufzuziehen. Ich kam als Kind damals auf die Idee, mal hinten reinzuschauen und fand einen Bügel. Mit dem ließ sich das "Gebimmel" zur vollen Stunde ein- und ausschalten. Ich habe ihn umgelegt und bin dann auch gleich ins Bett. Ohhhje, was habe ich mir da am Morgen anhören müssen! ... die bimmelte nun zu jeder vollen Stunde und Oma und Opa waren das ja seit Jahrzehnten gar nicht mehr gewöhnt.

Was ich aber an meinem ehemaligen Wohnort extrem gestört hat war - die Kirchenuhr. Schlaft mal direkt mit dem Fenster in Richtung Kirchturmuhr, so 300 Meter entfernt. Zur Viertelstunde wird einmal, zu haben Stunde zweimal, zur dreiviertel Stunde dreimal geschlagen. Was zur vollen Stunde passiert, ist wohl klar. Aber, und das ist das Entscheidende, nachts um 0:00 Uhr schlug diese nette Kirchturmuhr dann zuerst einmal viermal für die vergangene Stunde, dann für jede Stunde zweimal (hoher und tiefer Ton). Insgesamt also achtundzwanzig mal!

Das war echt nervig. Da bietet Niedersachsen doch schon mehr Ruhe. ;)

Gruß Jens

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40

Monday, August 4th 2008, 1:45am

Quoted

esla postete
kann ich aber noch zwei Bilder einer Uhr eines ehemaligen Arbeitgebers von mir beisteuern
"Pünktlichkeit und Präzision", hmm... ich fahre jeden Morgen mit den Zügen eines Unternehmens namens "Deutsche Bahn" zur Arbeit. Dem Werbespruch nach zu urteilen ist das aber nur eine zufällige Namensgleichheit. :-D

Jaja, Arbeitgeber verschenken schon mal Uhren, vor allem bei Firmenjubiläen:



Meine einzige Quarz-Zwiebel. Ganz nettes Teil. Werk ist ein Miyota (Citizen) OS10, die Verarbeitung kann sich sehen lassen.

esla

Unregistered

41

Monday, August 4th 2008, 2:23am

Ich habe eben mal bei der DB-Uhr nochmal reingeschaut, das Uhrwerk ist auch ein Miyota, allerdings ein 2305. Nur... zubekommen kriege ich die Uhr nach Batteriewechsel nicht mehr. Hämmern, Klopfen, nichts hilft da. :(

Egal, ich trage nur in Ausnahmefällen eine Armbanduhr.

Gruß Jens

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42

Wednesday, July 1st 2009, 10:23pm

Hallo an alle Uhrenverrückten!

Timo hat mich gebeten, auch ein paar meiner Uhren hier im Forum zu zeigen.

Dem komme ich gerne nach. Erwartet aber bitte keine besonders teuren oder guten Uhren.

Ich habe mir von Zeit zu Zeit die ein oder andere Uhr gekauft, oder geschenkt bekommen.
Manche waren auch defekt.

Überwiegend sind es Quarzuhren, wenn nicht, erwähne ich es im Text zur Uhr.

Hier mal ein Überblick





Diese Uhrkraft habe ich vor ein paar Jahren bei einer Geschäftsaufgabe mit 60% Rabatt gekauft.

Sie hat folgende Daten:
20 ATM
Quarzwerk
Datum Tag
192 Gramm
53 mm Durchmesser
13,25 mm Höhe
Metallarmband mit Sicherheitsschließe





Den Seiko Chrono hat meine Frau mir zum Hochzeitstag geschenkt. Seit 1986 tut er bis auf Batteriewechsel einwandfrei seinen Dienst.





Den Chrono hab ich defekt geschenkt bekommen. Damals habe ich die Kontakte, die abgebrochen waren erneuert. Das wars.





Die habe ich bei A...i mal zum Arbeiten gekauft. Der Hintergedanken war, wenn se hin ist, ist se hin. Hat glaube ich 5 oder 6 Euro gekostet.





Die Festina war ein Geschenk meines Uhrmachers. Der Besitzer wollte die Welle, ein neues Glas, da es stark zerkratzt ist und den Batteriewechsel nicht mehr bezahlen und hat sie dagelassen.
Also habe ich eine neue Welle und ne Batterie eingebaut., die mein Uhrmacher mir besorgt hat. Irgendwann lasse ich auch mal das Glas ernneuern und das Gehäuse polieren.





Die Quarzuhr habe ich anlässlich des 50 jährigen Jubiläums der Nato 1999 gekauft.
Sie hat auf Knopfdruck für ca. 3 Sekunden das Zifferblatt bläulich von hinten beleuchtet.





Das ist ein Flohmarktkauf gewesen.





Die Casio war wiederum ein Geschenk meiner Frau.





Die Poljot ist ein „Nachbau des berühmten Navitimers“. Sie scheint auch limitiert zu sein.
Zur Geschichte dieser Uhr ist zu sagen, das sie mal eine Begegnung mit einem Pferdehuf hatte. Das Pferd einer Bekanten hatte davor getreten, mit dem Ergebnis das das Handgelenk meiner Bekannten gebrochen war.
Die Uhr wollte meine Bekannte nicht mehr instandsetzen lassen..
Ich hatte sie dann geschenkt bekommen und habe die defekten Teile aus meinem „Sammelsurium von Ersatzteilen“ ersetzt: Zifferblatt hatte mein Uhrmacher noch eins, Zeiger, Kronen und Welle stammen aus meinem Fundus und sind nicht Original Poljot.
Das Werk hatte gottseidank keinen Schaden davon getragen.
Für das Einsetzen des Glases habe ich das Gehäuse beim Uhrmacher abgegeben. Normalerweise hat diese Uhr original ein gewölbtes Glas, ich wollte jedoch ein Flaches.

Werk mechanisch Kaliber 3133 von Poljot
23 Steine
Handaufzug
42 Stunden Gangreserve
Stoppfunktion mit 30-Min Zähler
Edelstahl
Mineralglas
Durchmesser 39 mm Höhe 16 mm
3 ATM (Herstellerangabe)






Die Citizen Automatik Taucheruhr habe ich mir „einfach nur so gekauft, weil sie mir gefällt“.





Diese Madison habe ich mal bei C..rad gesehen. Sie gefiel mir, also kaufen, hat glaube ich um die 50 Euro gekostet





Die Timex ist die einzig gescheite Prämie für meine damaligen Punkte bei S..ll gewesen, also bestellen. Sonst wären die Punkte ersatzlos verfallen.
Bis jetzt bin ich sehr zufrieden damit.







Zur Zeit verkaufe ich bei E.... meine Sammlung von „verrückten, bzw. ausgefallenen Uhren“, die ich wegen der ungewöhnlich gestylten Zifferblätter und teilweise Zeigern gesammelt habe.
Hier sind schon mal drei der Uhren.

Diese ist ganz aus Kunstoff, Gehäuse und Glas.
Sie ist A.R. Penk gewidmet.




Diese Uhr zeigt ein Kunstwerk des Videokünstlers Nam June Paik
Er gilt als einer der Pioniere der Videokunst.



In dieser Ausführung: komplett aus Metall mit Echtlederarmband ist sie nur 1000 mal produziert worden.




Die meisten Uhren aus meiner Sammlung der "verrückten Uhren" sind in dieser Plastik-Qualität.
Teilweise sind auch die limitiert auf 10.000 Stück!
Die Qualität, wenn man überhaupt bei diesen Plastikbombern von Qualität sprechen kann, erinnert stark an "Swatch Uhren".

Diese Uhr mit der Nummer 1643 / 9999 zeigt ein "Männlein" des Künstlers Keith Haring.


Ihr seht auch noch einen Teil der Originalverpackung auf dem Bild.



Bei Gelegenheit mache ich auch noch Foto`s der übrigen Uhren.


Hier habe ich mal die Werkzeuge, mit denen ich meine Uhren, die ich auf dem Flohmarkt gekauft habe, wieder zum Laufen gebracht habe, oder auch nicht!

Hier im Überblick



Das ist mein Gehäuseöffner für Schraubböden.


Zum Öffnen von Sprungböden benutze ich ein altes, nicht mehr scharfes Taschenmesser.


Den Hammer habe ich mir selber hergestellt, die Zange und das Federstegbesteck hat mir mein Uhrmacher freundlicherweise überlassen.





Das Eschenbach Mikroskop habe ich von meinem Schwiegervater geschenkt bekommen, als er sich eines gekauft hatte, womit er auch fotografieren konnte.
Die Beleuchtung ist von oben, wie auch von unten möglich.
Die Vergrößerungsstufen durch Austausch der Okulare sind: x2, x5, x10, x20.


Unter dem Mikroskop arbeiten geht natürlich nicht, aber man kann sich das Werk mal ganz genau ansehen und so vielleicht etwas entdecken, was man mit bloßem Auge vielleicht nicht gesehen hätte.


Hier seht Ihr meine Öl und Fett Station mit dem Ölgeber und der Uhrmacherknete. Die Uhrmacherknete ist absolut fettfrei.
Die Schmierstoffe und die Station habe ich auch von meinem Uhrmacher für kleines Geld übernommen.




Mit diesen Pinzetten, die alle anitmagnetisch sind, arbeite ich.




Diese Schraubendreher habe ich auch über meinen Uhrmacher bezogen.
Sie sind antimagnetisch und die Klingen lassen sich bei Bedarf auswechseln.





Mit diesen Gehäusehaltern, die für alle Armbanduhrenwerke passen, kann man auch am Werk arbeiten, ohne Zeiger und Zifferblatt abnehmen zu müssen.





Auch dieses Werkzeug, das zum Zeigerabheben ohne Beschädigung des Zifferblattes dient, hat mir mein Uhrmacher für kleines Geld überlassen, als er sich seine Werkstatt neu eingerichtet hat.




Diese Werkzeuge benutzt eigentlich ein Zahnarzt.
Die habe ich mir auf dem Flohmarkt besorgt. Sind allerdings nicht ganz billig, da die Flohmarkthändler um den Wert der Werkzeuge wissen.


Für meinen Modellbau habe ich noch eine ganze Menge anderer verschiedener Zahnarztwerkzeuge.


Ganz hilfreich sind auch noch die sogenannten OP-Handschuhe. So verhindert man Fingerabdrücke auf den Werken, im Gehäuse, den Zeigern oder auch den Gläsern.
Nichts ärgert mich mehr, wenn ich ein Uhrwerk wieder ins Gehäuse gesetzt habe und ich stelle z.B. fest, das sich der "Fussel" auf dem Glas nicht von aussen wegwischen läßt.
Ganz abgesehen davon ist jedes (unnütze) Ausbauen eines Werkes mit der Gefahr der Beschädigung von irgendwelchen Teilen davon, verbunden.

Falls Ihr einen Airbrushkompressor habt, ist der auch hervorragend dazu geeignet das Werk auszublasen, da die Luft trocken und meistens auch vom Druck her eingestellt werden kann. Ich benutze dazu eine Ausblasepistole (kostet nicht die Welt) und max. 0,5 bar Druck, mehr Druck habe ich noch nie benötigt.

Ich denke, wenn Ihr eure Uhrmacher mal fragt, ist bestimmt das ein oder andere Werkzeug dabei, das Ihr günstig erwerben könnt.
Zum Gangeinstellen kann ich die Werke zu meinem Uhrmacher bringen, da die Meßgeräte dafür viel zu teuer für den Privatmann sind und es sich auch auf Grund der Geringfügigkeit der Nutzung absolut nicht lohnen würde.


Mit welchen Werkzeugen arbeitet Ihr denn so?




Habe ich durch Zufall beim Rumsuchen im Internet gefunden.
Da sind über 400 Uhrwerke von allen möglichen Herstellern in Bild und Schrift aufgelistet.
www.christophlorenz.de/watch/movements/index.php



LG

Harald

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43

Wednesday, July 1st 2009, 11:24pm

Quoted

Harald 150861 postete
Die Citizen Automatik Taucheruhr habe ich mir „einfach nur so gekauft, weil sie mir gefällt“.
Die trag' ich auch gerade. :-) Hab' ich sogar 1995 von meinem Zivi-Sold neu gekauft, Preis m.W. um die 350 DM.

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44

Thursday, July 2nd 2009, 12:53pm

Hallo!

Meine Uhren sind einfach nur Gebrauchsgegenstände.
Ich sammle so schon viel zu viel Geraffel. Hier sind 2
davon:



und



Z. Zt. trage ich eine Replik von der OMEGA Speedmaster oder
eine R. von der IWC Fliegeruhr. Bitte nicht schimpfen! Das liegt
u. a. daran, daß ich gern mal eine Uhr verliere/liegenlassen.
Und nicht zuletzt an TB, Photo, Oldtimer, Fernreisen, gutem Wein
und gutem Essen. Da bleibt (aus unselbstständiger Arbeit) für
eine gute Uhr nix mehr übrig...

Grüße
Wolfgang

PS.: So jemanden wie Dich (Harald) hätte ich auch gern im Freundes-
kreis. Das ist, gebe ich zu, mit einem Hintergedanken. Dann würde
vielleicht die Taschenuhr meines Großvaters auch wieder zum Ticken
gebracht (lt. Aussage eines Uhrmachers vor 40 Jahren ist eine Welle
defekt). So liegt sie als Andenken als "Standuhr" herum...

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45

Thursday, July 2nd 2009, 6:11pm

Hallo Wolfgang,

wo Du gerade die Taschenuhr deines Großvaters erwähnst, ich habe auch noch eine Taschenuhr, die ungefähr jetzt an die 100 Jahre alt oder sogar noch älter sein dürfte.
Es müßte sich um eine amerikanische Uhr handeln, zumindest hat mein Vater mir das mal gesagt.
Diese Uhr Läuft auch heute noch.
Tsch..bo hat auch mal eine "vergoldete Skelettaschenuhr mit Kette" verkauft, die auf wundersame Weise (gleich 3 mal) an meinen "Händen kleben geblieben ist".

An die Reparatur einer Taschenuhrunruhewelle würde ich mich auch nicht trauen.
Wenn DU Pech hast, muß dein Uhrmacher dir eine neue Welle drehen.
Soweit ich weiß, kann bzw. wird das sehr teuer, da die Welle sehr maßhaltig hergestellt werden muß.
Auch sind die Enden einer Welle meines Wissens nach mit Halbkugel versehen, zumindest müssen sie "glatt und abgerundet" sein, weil sich sonst die Welle in die Lagersteine fressen würde.
Ich denke mal, das das Drehen auch nicht auf Anhieb gelingen wird, da es sich um Bruchteile oder sogar Hundertstel von Millimetern handelt, über das wir hier "reden".

Das ist nur meine laienhafte Meinung zu deinem Problem mit deiner Taschenuhr, ob es stimmt weiß ich nicht, da ich das Handwerk nicht gelernt habe.

Was ich an "meinen Uhren" bisher verbrochen habe, könnt Ihr hier lesen.
Die "teuren Uhren" repariere ich auch nicht komplett selber.
Ich mache bei "teuren Uhren" schon mal ne Reinigung des Gehäuses im Ultraschallbad nach Ausbau des Werkes. Oder auch Armbandwechsel, evtl auch kürzen, Batteriewechsel, mal ne gebrochene Aufzugswelle ersetzen, oder auch Zeiger wieder befestigen, wenn mal einer lose ist.
Die größte Reparatur war mal einen Lagerstein an der Unruhe ersetzen, der sich "verdünnisiert" hatte. Das war an der Citizen Diver.
Sonst gehen DIE eigentlich zum Uhrmacher, da ich dort absolute Freundschaftspreise bekomme, allerdings kann es auch schon mal 1-2 Monate dauern, bis ich dann die Uhr wiederbekomme, wenn er viel zu tun hat.


Ich habe auch schon mehrere Flohmarktuhren komplett zerlegt, gereinigt, wieder geschmiert (die meisten habens überlebt) und dann an Bekannte oder Freunde verschenkt.
Ich habe auch "eigene Zifferblätter" in so Flohmarktuhren eingebaut und zum Hochzeitstag oder zu besonderen Anlässen oder als Andenken verschenkt.

Die "eigenen Zifferblätter" sind Teile von einem normalen Foto, welche passend für die Größe der Uhr sein müssen.
Vor dem Ausdünnen müssen im "neuen Zifferblatt" noch die "Zentralbohrung für die Zeigerwellen" und evtl, das "Datumsfenster" herausgeschnitten werden.
Dann trenne ich mit einem scharfen Skalpell die einzelnen Lagen des Fotos solange, bis das Foto gegen das Licht fast durchsichtig ist.
Dann wird das Originalzifferblatt von allen erhabenen Teilen, wie Logos, Zeitstrichen oder Zahlen befreit und kräftig poliert, bis eine absolut glatte Fläche vorhanden ist.
Als nächstes kommt eine hauchdünne doppelseitig klebende Folie (die klumpt schon, wenn man sie nur schief anguckt) auf das polierte Zifferblatt.
Jetz muß nur noch das ausgedünnte Foto ohne zu reißen und ohne Blasen und oder Falten zu werfen, aufgeklebt werden.
Zeiger dran, kontrollieren ob alle Zeiger auch frei laufen und nicht irgendwo hängenbleiben, Werk einbauen, fertig ist ein schönes, einmaliges Geschenk!
Probiers mal aus mit dem Kopf deiner Kinder, Hund, Katze, Maus, Meerschweinchen, Elefant usw., kannst natürlich auch dein Konterfei dafür nehmen, oder das Zifferblatt selber zeichnen.
Schenk sie dann deiner Frau, Schwiegermutter, Schwester, Freundin oder wen Du sonst so kennst!

Ne Uhr muß MIR gefallen, damit ich sie behalte, sonst gehen sie wieder weg.

Ich muß eben immer was "zu fummeln haben".


Die wenigsten Leute können sich Ihre Traumuhr leisten, deswegen gibt es ja die ganzen Replicen von teuren Uhren.

Ich hatte ja schon geschrieben, das ich mir den Navitimer oder auch nen schönen Fortis Chrono kaufen würde, wenn ich mal richtig viel Geld überhabe.
Eigentlich sind mir "Aufzugswerke" wesentlich lieber als "Quarzwerke".
Das ist aber auch bei mir eine Frage des Geldes, wie bei vielen von Euch!

Das wird aber nicht passieren, weil ich genau wie Du viel zu viel Hobbies habe, die ins Geld gehen.

Familie, TB, Plastikmodellbau, Funktionsmodellbau, (Märklin H0),
Reparatur- (Versuche) aller Art (klappt nicht immer alles auf Anhieb), Motorradfahren, Messer sammeln usw.
Zu den verschiedenen Bereichen "unserer Hobbies" gehören je nach betriebenem Aufwand natürlich dann auch in vernüftigem Maß Spezialwerkzeuge.

Gerade bei Werkzeug habe ich schnell gemerkt, das Billigwerkzeug teuer ist, weil ich im Endeffekt dann doch irgendwann gemerkt habe, das ich mit Billigwerkzeug mehr kaputt mache als zu reparieren.

Mein Meister "prügelte" mir schon in der Lehre ein:
Nur mit gescheitem Werkzeug, kannst Du gescheite Ergebnisse erzielen!

Bei Werkzeug achte ich seit damals immer auf Qualität und sachgemäßen Gebrauch!
Das lohnt sich auf lange Frist auf jeden Fall.
(Das hat selbst meine bessere Hälfte mittlerweile eingesehen!)
Es sollte auf jeden Fall in vernünftigem Rahmen bleiben.

Die "verrückten Uhren" habe ich gesammelt, weil die Zifferblätter teilweise so "häßlich aussehen, das sie wieder Schön sind.
Davon habe ich noch nie eine Uhr getragen,da würde ich mir bl...d bei vorkommen.
Irgendwie sehen die alle "wie Kinderuhren" aus, mit sowas würde ich nie rumrennen!
Die haben immer nur, wenn vorhanden in der OVP, in einer kleinen selbstgebauten Vitrine "rumgelegen".

Jetzt werden sie halt verkauft.

lG

Harald

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46

Thursday, July 2nd 2009, 8:11pm

Hallo Harald!

Leider hast Du recht mit Deiner Vermutung,
es könnte sich um die Taschenuhrunruhewelle
handeln, die defekt ist.
Jetzt wo Du es erwähnst, fällt es mir wieder
ein, daß der Urmacher genau sowas dazu be-
merkte, was Du auch schreibst. Darum ist die
Uhr auch zum Stillstehen verdammt. Eine Re-
paratur, nur damit sie wieder läuft, aber an-
sonsten nur herumliegt (weil ich sie nicht tragen
würde), wäre unverhältnismaßig.

Ich finde es trotzdem toll, was Du ohne diesen
Beruf erlernt zu haben, so alles zuwege bringst.
Mein aufrichtiger Respekt ist Dir sicher.

Grüße
Wolfgang

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47

Thursday, July 2nd 2009, 8:47pm

Tut mir leid für Dich, Wolfgang, das es dein "Erinnerungsstück" so schwer getroffen hat.

Ich würde Dir gerne helfen, aber selbst ich habe dein Problem!

Eine Taschenuhr, die ich so gut weggepackt habe, das ich gar nicht mehr weiß wo, hat den gleichen Fehler wie Deine.

Ich wälze schon seit Jahren die E-... Seiten nach defekten Taschenuhren durch, in der Hoffnung die gleiche Uhr noch einmal mit einem anderen Defekt für kleines Geld zu finden.

Das ist der einzige TIP, den ich Dir in der Hinsicht geben kann.
Ein anderer TIP wäre noch z.B. im Urlaub oder in so kleinen Orten mal nach "alteingesessenen (alten) Uhrmachern " Ausschau halten.
Manchmal haben die auch sogenannte Grabbelkisten mit alten Uhrwerken, die sie als E-Teilelager verwenden.

Ich habe die Erfahrung gemacht:
"Auf dem Land wird nicht so schnell was weggeschmissen wie in der Stadt!"

Ich habe für einen Revox Verstärker mal im Urlaub bei einem "alteingesessenen Hinterhof Radio und Fernsehgeschäft" für 2,50 € ein Originalanschlußkabel gekauft, nachdem ich Ewigkeiten nach der Kupplung in allen möglichen Bastel und Elektronikläden gesucht habe.

Allerdings, je älter so eine Taschenuhr ist, desto seltener sind sie natürlich auch in defektem Zustand zu finden, da sie in funktionierendem Zustand entweder aus bekanntem Grund gar nicht oder wenn nur zu horrenden Preisen verkauft werden, die ich mir absolut nicht leisten kann und will, da es dann einfach nicht mehr die Uhr meines Urgroßvaters wäre.
Wenn käme für mich nur eine Instandsetzung jedoch kein Werk- oder Uhrentausch, selbst wenn es haargenau die gleiche Uhr wäre in Frage.

Der Austausch einer intakten "Unruheplatte", ich nenne sie mal so, weil das Unruherad immer mit der Spiralfeder (ich kenne nur diese Ausführung) und einer Lagerplatte verbunden ist, macht eigentlich keine Schwierigkeiten. Das ist bei einem ausgebauten Werk eine Sache von ein paar Minuten, wenn überhaupt.

Meistens ist die "Unruheplatte" nur mit einer oder zwei Schrauben befestigt.

Damit der Sitz der "Unruheplatte" hundertprozentig passt sind eigentlich immer "Führungsstifte" vorhanden.

Ist zwar kein Taschenuhrwerk, aber so ungefähr sieht es aus, wenn man die Unruheplatte und den entsprechenden Einbauort sieht.

Bilder mache ich mal mit meinem PC Mikro:

So sieht es montiert aus mit 10 facher Vergrößerung an einem Damenuhrwerk.



Dort war die Unruheplatte befestigt 10 fache Vergrößerung



Mit 60 facher Vergrößerung siehts so aus

in der Mitte ist das Gewinde und aussen sind die Führungsbohrungen


Die ausgebaute Unruheplatte mit Spiralfeder und Unruhe (auf dem Rücken liegend) mit 10 facher Vergrößerung

das "lila Pünktchen" im Bild nahe der Unruheachse ist das "Steinchen" das über die Gabel den Hebel hin und her bewegt und dadurch den Gang einer Uhr überhaupt erst möglich macht.


Die ausgebaute Unruheplatte (auf dem Rücken liegend) mit 60 facher Vergrößerung der Befestigungsstelle.
Hier erkennt man ganz gut die seitlichen, konischen Führungsbolzen und die mittlere Befestigungsbohrung



Auf diesem Bild sieht man die "Gabel" und das "untere Unruhelager" mit 60 facher Vergrößerung



Hier ist alles wieder zusammen und läuft. (man sieht keine Stege der Unruhe)


Wenn Du also eine defekte Taschenuhr, die das Werk beinhaltet das bei deiner Uhr defekt ist ,gefunden hast, lasse dir bestätigen, das NICHT die Unruhewelle(Achse) gebrochen, oder die Spiralfeder dort verbogen, gebrochen ist. Auch solltest Du nachfragen ob wenn man die Uhr leicht "horizontal hin und her dreht" sich die Unruhe mit dem "Hebelchen" bewegt (dann bist Du sicher, das der "Mitnehmer an der Unruhe" unbeschädigt ist) und auch noch eine Zeitlang nachläuft, wenn man die Uhr hinlegt, bevor die Unruhe wieder stillsteht, dann kannst Du sicher sein, das deine Uhr auch wieder läuft, wenn nicht noch ein anderes Teil darin defekt ist.

Am besten wäre natürlich ein defektes Federgehäuse oder lose, fehlende Zeiger, oder gebrochene Aufzugswelle, Glas kurz alles, was nichts mit dem Gang der Uhr zu tun hat.

Das Aus und Einbauen der Unruhe kannst Du dann selbst machen, wenn Du es Dir zutraust. Wenn nicht las es deinen Uhrmacher machen, das dürfte dann eigentlich nicht viel kosten.

Ich wünsche Dir, das Du mehr Glück bei der Suche hast als ich bisher.


Wenn jemand mir sagt, wie ich hier kurze Filmchen reinkriege, kann ich Euch zeigen, wie man ganz einfach so ein "Teil" wieder montiert.
Eigentlich ist es nur schräg einschieben, absetzen, vorsichtig ein bisschen Schieben und das Werk vorsichtig horizontal "hin und her drehen". Meist "flutscht" dann die Unruhe von alleine in ihre Stellung, wo sie hin muß. Zum Schluß noch die Unruheplatte ausrichten und prüfen ob sie richtig sitzt, vorsichtig an der Befestigungsstelle andrücken und unter Beobachtung der meist bereits schon wieder laufenden Unruhe vorsichtig festschrauben, fertig!


lG

Harald

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48

Saturday, July 11th 2009, 12:32am

Ich habe noch eine mechanische Uhr meines Vaters, die ich Euch gerne zeigen möchte.
Auf dem Zifferblatt steht: Bergana Incablog 21 Rubis




Da ich damals noch kein Interesse an Armbanduhren hatte, kann ich Euch leider nichts über diese Uhr sagen.
Ich hoffe aber, mit Eurer Hilfe etwas mehr über die Uhr zu erfahren.
Sowohl die Uhr, wie auch das Armband ist aus 585er Gold, was der Stempel beweist.
Vielleicht weiß ja jemand von Euch wann die Uhr hergestellt wurde?
Handelt es sich um ein deutsches Produkt?
Auch würde mich interessieren was für ein Werk dort verbaut ist.




Auf dem Deckel ist u.A. die Nummer 2167.




Ich habe im Deckel nur eine einzige Uhrmachermarkierung entdeckt, die mich vermuten lässt, das die Uhr bisher erst einmal in Reparatur war.

Sie läuft immer noch!

Ich bin für jeden Hinweis dankbar.

lG

Harald

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Saturday, July 11th 2009, 1:42am

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Harald 150861 postete
Auf dem Zifferblatt steht: Bergana Incablog 21 Rubis
Bergana war ein deutscher Hersteller, siehe hier.

Beim Werk würde ich der Optik nach auf ETA tippen.

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50

Saturday, July 11th 2009, 2:29am

Hallo Timo,

danke erst mal für die Info!

Was bedeutet denn die 2167?

Deine Vermutung, das es sich um ein ETA Werk handelt, stimmt wie sich durch eine Mail, die ich erhalten habe, bestätigt hat.

lG

Harald

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51

Monday, July 13th 2009, 12:30am

Ich habe eine Mail mit folgenden Infos zu der Uhr meines Vaters bekommen:

Bergana ist in der Tat ein deutscher Hersteller, wurde von einem gewissen Wilhelm Beutter aus Pforzheim Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet, und von dieser Firma gab es eigentlich immer qualitativ recht hochwertige Uhren. Die bekanntesten Markennamen waren Bergana, Berg, Berg-Parat und Aquarex.

Neben Uhrwerken aus Pforzheimer Produktion (z.B. Osco) wurden auch - wie bei Deiner Uhr - schweizer Werke verbaut.
In Deiner Uhr müßte das ein ETA 2391

( http://www.ranfft.de/cgi-bin/bidfun-db.cgi?00&ranfft&0&2uswk&ETA_2391 )

sein,
und zwar in einer ziemlich guten Ausführung, wie man an den stoßgesicherten Lagern des Ankerrads, Kleinboden- und
Großbodenrads sieht (d.h. das einzige Rad, das kein solches Lager hat, ist das Sekundenrad).
Außerdem ist das Werk auch mit einem Streifenschliff dekoriert - Ebenfalls ein Indikator, der auf ein besseres Werk hinweist.

Das "RP" auf dem Bodendeckel steht für den Gehäusehersteller Richard Pfisterer aus Pforzheim.

Also - eine wirklich gute und sicher auch nicht ganz billige Uhr, Die Du hier hast :)

Christoph hat eine sehr interessante Uhrwerke- Seite, die ständig erweitert wird.

www.uhrenbastler.de

Vielen Dank für die Infos

Harald

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52

Friday, August 6th 2010, 3:23pm

´
Ich habe hier eine Uhr Citizen Cal. 8850, Titangehäuse, Zifferblatt schwarz mit Gold, bis 200m wasserdicht.

Laut Uhrmacher ist ein sog "Elektronikblock" hin. Die Reparatur sollte € 120.- kosten. Das war mir in Anbetracht der Tatsache das ich noch zwei bessere und völlig elektronikfreie Uhren besitze, zu viel.

Wenn jemand von den Uhrenbastlern meint, er könnte die Uhr wieder an´s laufen bringen möge er mir eine E- Mail senden. Hier liegt sie nur herum.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Matze

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53

Friday, August 6th 2010, 3:38pm

Jetzt, wo der Uhren Fred wieder erscheint, muss ich mal eine Frage fragen:
Wie gut ist die Ganggenauigkeit bei einer normalen Uhr, also nicht Funkuhr?

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54

Friday, August 6th 2010, 4:11pm

Hallo zusammen,

@ Frank, da dürfte nicht viel zu machen sein wenn die Elektronik defekt ist. Die Dinger haben meist das was ich ein "Fliegenschiss-IC" nenne, nämlich ein IC von dem das Innenleben direkt auf der Platine aufgebracht ist und dann mit einer meist schwarzen Vergussmasse vergossen.(sieht auf der Platine halt wie ein Fliegens.... aus, reparieren unmöglich) Separate Teile sind meist nur noch der Quarz und der Antrieb für die Zeiger. Benötigt die Uhr noch eine Batterie oder hat sie eine andere Stromversorgung? Die Rep. beim Uhrmacher wird so aussehen das er ein neues Uhrenmodul kauft und in das alte Gehäuse umbaut. Mit Zeigerwechsel und sonstigen Anbauteilen. Der größte Teil der 120€ dürften der Arbeitslohn und die Meerschweinsteuer sein.

@ Matze, das kommt darauf an ob es ein Quarzwerk oder ein Mechanisches Uhrwerk ist. bei einem guten Quarzwerk sollte die Abweichung unter +- 1 Sekunde/Tag sein, gute mechanische Werke in etwa -3 +5 Sekunden pro Tag.
Hängt da aber auch davon ab wie wird sie getragen, liegt sie nur, hat sie einen Hand- oder Automaticaufzug, welchen Temperaturen ist sie ausgesetzt, und noch weitere Faktoren die die Genauigkeit einer Mechanischen Uhr beeinflussen.

Grüße
Friedhelm
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)

Matze

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Friday, August 6th 2010, 4:25pm

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Soundboss postete
@ Matze, das kommt darauf an ob es ein Quarzwerk oder ein Mechanisches Uhrwerk ist. bei einem guten Quarzwerk sollte die Abweichung unter +- 1 Sekunde/Tag sein, gute mechanische Werke in etwa -3 +5 Sekunden pro Tag.
Ui... also, ich habe mir eine Uhr für die Küche gekauft.
So eine mit Klappzahlen. Als ich sie bekam (neu) ging sie nach einem Tag eine halbe Stunde nach.
Da habe ich mir gedacht, da stimmt was nicht. Dann habe ich die Uhr aufgemacht und festgestellt das dieses Kunststoffrad wo die Klappzahlen drauf sind garnicht entgratet war. Dadurch rieb das wohl alles zu sehr. Ich habe es an einer besonders schlimmen Stelle dann entgratet und nun geht sie wohl so 1 Min. am Tag nach. Aber dann ist das wohl auch nicht in Ordnung.

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56

Friday, August 6th 2010, 4:33pm

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Matze postete
Jetzt, wo der Uhren Fred wieder erscheint, muss ich mal eine Frage fragen:
Wie gut ist die Ganggenauigkeit bei einer normalen Uhr, also nicht Funkuhr?
Das kommt auf die Uhr an, und auf die Umweltbedingung, ob man sie immer trägt oder z. B. Nachts ablegt.

Eine gute mechanische Uhr läuft oft besser als eine billige Quarzuhr, hochwertige Uhren i. d. R. besser als eher preiswerte Modelle. Wenn man es amtlich haben will, muß man eine Uhr mit Chronometerzertifikat kaufen. Um als Chronometer anerkannt zu werden, muß ein mechanisches Uhrwerk eine durchschnittliche Standabweichung von zwischen -4/+6 Sekunden pro Tag aufweisen. Wirkliche Präzisionsuhren kommen auf eine Abweichung von weniger als -1/+4 Sekunden pro Tag oder eine Genauigkeit von 99,99%, die höchste Präzision, die ein mechanisches Uhrwerk erreichen kann. Dabei werden die Uhren individuell geprüft und gemessen, und das Zertifikat bezieht sich auf diese eine Uhr, nicht auf die Baureihe.

Die Messungen erfolgen über 15 Tage bei verschiedenen Temperaturen, in verschiedenen Lagen usw., das ist also einigermaßen praxisnah und recht aufwändig. Es wird darum nur bei hochwertigen Uhren gemacht. So werden von der gesamten Uhrenproduktion der Schweiz nur etwa 3% der Uhrenproduktion als Chronometer zertifiziert.

Chronometer wurden dazu gebraucht, um möglichst genau navigieren zu können. Auf Schiffen gab es darum bis in die 1950er Jahre eine gut gehüteten Chronometer, der für die möglichst genaue Ortsbestimmung und Navigation gebraucht wurde.

Die Bezeichnung "Chronometer" ist nicht geschützt, das kann auf jeder billigen Zwiebel stehen. Also wenn Chronometer draufsteht, ist noch lange nicht sicher, dass die Gangabweichungen den strengen Vorgaben entsprechen. Als ich mir neulich im Drogeriemarkt Rasierklingen gekauft habe, gab es an der Kasse sog. Chronometer für € 19,95 - das war nicht viel mehr als ich für die Klingen zahlen mußte. Ob das wirklich gute Uhren sind, wage ich zu bezweifeln.

Dann gibt es noch Chronografen. Das hat grundsätzlich nichts mit der Gangegenauigkeit zu tun, sondern bedeutet nur, das eine Stoppuhrfunktion gegeben ist.
Frank


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Friday, August 6th 2010, 5:02pm

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Soundboss postete
.... Der größte Teil der 120€ dürften der Arbeitslohn und die Meerschweinsteuer sein....

Na ja, das könnte hinkommen, obwohl das Teil seinerzeit, wenn mich meine Erinnerung nicht trügt, um die 750.- Märker gekostet hat. Das Kaliber wurde in einer ganzen Reihe von Uhren verbaut.

Die Uhr lief noch, man konnte sie nur nicht mehr stellen - spätestens bei den jährlichen Zeitumstellungen wird das lästig. Mittlerweile läuft sie nicht mehr, vermutlich ist die Batterie platt.

@ Matze: Bei solchen Klappzahluhren ist die Präzision nicht so doll, ich würde sagen mit der Minute Abweichung mußt Du leben. Die geringen Abweichungen, von denen Friedhelm schrieb, finden sich bei mechanischen Uhren im mindestens vierstelligen Eurobereich. Wie du ja selber geschrieben hast, kommen in Deiner Küchenuhr billige Kunststoffspritzteile zum Einsatz, da wird sicher auch keine Möglichkeit der Feinjustierung vorhanden sein. Hinzu kommt, dass solche Uhren von der Netzfrequenz abhängig sind, die auch nicht immer hundertprozentig genau ist, ja nach Last im Netz kann die schwanken.
Frank


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Friday, August 6th 2010, 5:12pm

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Frank postete
Hinzu kommt, dass solche Uhren von der Netzfrequenz abhängig sind, die auch nicht immer hundertprozentig genau ist, ja nach Last im Netz kann die schwanken.
Da wird (wurde?) seitens der Versorger aber peinlich drauf geachtet.....und zwar genau aus diesem Grund.

Ergab sich ein Versatz zwischen der Amplitudenzahl und der tatsächlichen Zeit, wurde der nachgefahren.
Bert

Matze

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Friday, August 6th 2010, 5:33pm

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Frank postete

@ Matze: Bei solchen Klappzahluhren ist die Präzision nicht so doll, ich würde sagen mit der Minute Abweichung mußt Du leben.
Schade. Die Uhr sieht gut aus, hat grosse Ziffern und Analoguhren sind ja deutlich schwerer abzulesen.

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Die geringen Abweichungen, von denen Friedhelm schrieb, finden sich bei mechanischen Uhren im mindestens vierstelligen Eurobereich.
In der Preisklasse kaufe ich ein Auto aber keine Uhr...

Quoted

Wie du ja selber geschrieben hast, kommen in Deiner Küchenuhr billige Kunststoffspritzteile zum Einsatz
Ja. Es ist eine Chinesische Uhr, aber mit Quarzwerk.
Eine richtige LED Uhr braucht zuviel Strom, sonst hätte ich so eine genommen.

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Friday, August 6th 2010, 5:38pm

Hallo zusammen,

diese Klappzahlenuhren haben meistes einen Synchronmotor als Antrieb, die eigendlich ziemlich genau ihre Drehzahl halten. Ich vermute mal das im Räderwerk noch einige "Bremsen" stecken die verhindern das sie genauer geht.

Gruß
Friedhelm
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)