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61

Thursday, June 20th 2013, 2:59pm

immernoch OT aber interessant...

Wer sich den Raspberry Pi in Funktion einmal ansehen möchte, jedoch (noch) keinen Kaufentschluss gefällt hat, der kann mit dieser kleinen Software (Freeware) einen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Pi unter dem Betriebssystem Debian "Squeeze" (Linuxbasiert) machen:


http://www.chip.de/downloads/Raspberry-P…n_56665129.html


Der Emulator zeigt natürlich nur einen sehr, sehr kleinen Ausschnitt aus dem Leistungsspektrum des "Taschenrechners". Für zwischendurch ists auf jeden Fall eine nette Spielerei. Unklar ist leider, welches Modell (256/512 MB) hier emuliert wird - oder ich habe es schlicht übersehen.

Viele Grüße

Arnd

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62

Sunday, August 18th 2013, 2:56pm

Und wie schnell ist so ein Raspberry Pi nun im Vergleich zu konventionellen Desktop- oder Laptop-Rechnern?

Mir schwebte schon länger vor, ihn mal in einer ganz einfachen Disziplin (30 Sekunden lang zufällige, ganzzahlige Berechnungen in den vier Grundrechenarten) gegen meinen Desktop- und Laptop-Rechner antreten zu lassen, und mal zu schauen, wie viele Berechnungen sie im Vergleich in der Zeit schaffen.

Wen's interessiert, Quelltext meines Testprogramms in C siehe hier. Übersetzt habe ich es jeweils mit dem "serienmäßigen" gcc-Compiler des Betriebssystems ohne Optimierungen (gcc -O0 quelltext.c -o programm).

Die Kontrahenten:

  • Mein Desktop-Rechner (CPU: AMD FX 4100 Quad-Core Processor, 4 x 3,6 GHz; Betriebssystem: Xubuntu 13.04 64-Bit)
  • Mein Laptop (CPU: Intel Centrino Duo T2600, 2 x 2,16 GHz, Betriebssystem: Xubuntu 13.04 32-Bit)
  • Der Raspberry Pi (CPU: ARM1176JZF-S, 1 x 700 MHz, Betriebssystem: Raspbian)


Da die absoluten Zahlen weniger interessieren, gebe ich die Ergebnisse prozentual vom schnellsten Rechner an.

Bei einem einfachen Start des Programms:

Desktop: 100%
Laptop: 33,63%
Raspberry PI: 2,44%

Bei zehn parallelen Ausführungen (hier sind natürlich die Multicore-CPUs deutlich im Vorteil):

Desktop: 100%
Laptop: 9,87%
Raspberry Pi: 0,67%

Der Test ist sicher mit tausend Fehlern behaftet und nicht repräsentativ für die gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit, viele Alltagsaufgaben kann man trotz der etwas ernüchternden Zahlen ganz gut mit dem Raspberry erledigen. Hochauflösende Videos kodieren sollte man aber besser weiterhin am normalen PC. ;)

This post has been edited 2 times, last edit by "timo" (Aug 18th 2013, 2:59pm)


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63

Tuesday, September 17th 2013, 1:14pm

Hallo,
zum Thema alte Computer. Ich habe seit einem Jahr einen alten AMIGA 2000 bei mir rumstehen und wollte eigentlich alte Amiga-DOS-Spiele spielen. Habe ihn samt Joysticks, Tastatur und ca. 200 Disketten aus einem Zeitungsinserat bekommen. Zu meiner Frage: dabei war eine Amiga-Tastatur, die meiner Recherche nach zum 4000 gehört. Hat auch nur einen PS/2-Stecker. Deshalb habe ich vom Flohmarkt eine original 2000er-Taststur geholt und das Ergebnis war ernüchternd: der Rechner stürzt ab und startet neu und will eine Kickstart-Diskette, obwohl der ja eingebaut ist. Daraufhin habe ich die CIAs (glaub so heißen die) ausgetauscht, weil mir jemand sagte, dass das das Problem beheben könnte, aber ohne Erfolg. Mittlerweile hat sich auch die Festplatte verabschiedet. Aber ich würde sowieso immer nur Workbench von Floppy laden. Ich habe mal ein paar Spiele ausprobiert, die sich ohne Tastatur und nur per Joystick oder Commodore-Maus starten und steuern lassen, aber sinnvoll nutzen kann man den Amiga ohne Tastatur wirklich nicht.
Kann mir da vielleivht jemand helfen? Ich habe noch einige ICs da von einem 500er, die eigentlich größtenteils mit dem 2000er übereinstimmen müssten (die mit denNamen Paula etc.)
Falls bedarf werde ich Bilder hinzufügen.

Grüße,
Andreas
Festina lente!

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64

Tuesday, September 17th 2013, 3:09pm

und wollte eigentlich alte Amiga-DOS-Spiele spielen


Wenn es Dir wirklich primär darum ging, dann könnte Dich das interessieren (sofern nicht ohnehin bekannt):

http://www.amigaemulator.org/

Ansonsten: Soweit ich mich richtig erinnere, ist unser Forenbenutzer PSMS ziemlich Amiga-begeistert und wird Dir vermutlich am ehesten helfen können. Ich hoffe, er bekommt diese Anfrage mit.

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65

Tuesday, September 17th 2013, 3:58pm

Hallo,
und danke für den Tipp. Ich werde ihn mal anmailen.
Emulator...naja... bin eigentlich schon dafür, dass man die Spiele mit dem richtigen Gerät spielen sollte :D
Ist ein ganz anderes Feeling finde ich.

Grüße,
Andreas
Festina lente!

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66

Wednesday, September 18th 2013, 3:21pm

Das erinnert mich an die schönen Zeiten *schnüff*
Mein liebster Rechner war mein A1200, und mit dem hab ich wirklich alles gemacht damals.
2MB ChipRAM 32MB FastRAM und die gute Blizzard Tubokarte mit 68030 und 68882 FPU
Das Ding hatte schon ne 2GB Platte zum Schluß und einen CD-Brenner, da habe ich viele PC-User
nur müde beächelt. Ins Netz gegangen bin ich noch mit AWeb, Mails kamen über YAM und CDs
hab ich mit MakeCD gebrutzelt und nicht einen Rohling vergeigt.
Das eigentlich sehr stylische OS3.5 war schon nicht schlecht, und auch für den gabs einen
AmigaAMP. Das Bibliothekensystem war genial, das hinzufügen von Datatypes recht einfach.
UND wir hatten Reflections und Maxxon Cinema 4D, 1024x768 rendern hat da gerne schonmal
2 Tage gedauert wenns aufwendig war :thumbsup:

Dafür war der Speicherschutz schon immer suboptimal und der berühmte Guru ständiger Begleiter :D
Und dann kam der Tag, das Netzteil versagt und die ganze Kiste raucht im wahrsten Sinne ab ;(

Seitdem hab ich n PC und trauere immer noch...


Gruß
Basti

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67

Wednesday, September 18th 2013, 6:15pm

Dafür war der Speicherschutz schon immer suboptimal und der berühmte Guru ständiger Begleiter :D


Genau das hat dafür gesorgt, daß ich mit diesem (ansonsten eigentlich für die damalige Zeit hervorragenden) System nie warm geworden und schnell zur Konkurrenz (erst Atari, dann 386-PC) übergelaufen bin. :(

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68

Monday, December 29th 2014, 9:58pm

Als Nachtrag ein paar Bilder des Amiga 4000, vielleicht finde ich ja mal raus wozu der ganze Kram gut ist. Ich zähle alleine 3 Festplatten, zwei Grafikkarten(?) und noch ein paar andere Sachen (z.B. externe SCSI1 und SCSI2 Schnittstellen).
Wahrscheinlich nicht ganz das was man sich unter einem "Amiga" vorstellt, war halt eine günstige (eigentlich für nichts) Gelegenheit.





Gruß Ulrich

hi meld dich bitte mal bei mir!

69

Monday, December 29th 2014, 10:24pm

Meld!

Nachtrag: Der A4000 ist nicht mehr in meinem Besitz.

Gruß Ulrich

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70

Monday, December 29th 2014, 10:35pm

Hallo,
schade, schade... die sind ja zur Zeit heiß begehrt. Mein A2000 funktioniert leider nicht mehr richtig :/

Grüße,
Andreas
Festina lente!

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71

Tuesday, December 30th 2014, 1:35pm

Als ich vor zwei Jahren meinen Raspberry Pi bei Vesalia gekauft habe, hatte ich ein längeres Telefonat mit dem Chef. Der Mann ist Commodore-Fan der ersten Stunde und versteht es, seine Begeisterung weiterzugeben. Bei den C64-Themen konnte ich gut mitreden. Wenn's um den Amiga ging, wurde mir allerdings bewusst, daß ich das System damals aus der ignoranten Perspektive eines C64-Umsteigers betrachtet und ihm keine faire Chance habe ("Grafische Benutzeroberfläche? Maus? Multitasking? Braucht kein Mensch und macht alles nur unnötig kompliziert!").

Im Anschluss habe ich tatsächlich auch überlegt, ob ich nicht mal Ausschau nach einem 4000er (oder zumindest einem 1200er) halten soll. Der Gedanke wurde dann zwar aus Platzgründen wieder verworfen, aber eventuell werde ich mir demnächst mal (legal!) ein Kickstart-ROM besorgen und mir den UAE einrichten. Nach fast 27 Jahren ist die Zeit reif für eine Versöhnung. :)

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72

Tuesday, December 30th 2014, 1:48pm

den hatten wir schon aber nicht in dieser Konfiguration



Gruß Ulf
Gruß Ulf

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73

Tuesday, December 30th 2014, 7:05pm

Hallo Timo,

probiere doch wirklich erstmal die "Amiga Forever" CD, da ist alles legal drauf. Ein echter 4000 ist recht teuer und empfindlich, da würde es ein 1200 zu Anfang
auch tun, flott genug ist er auch fürs erste. Nachbrennerkarten für ihn gibt es ja auch heute noch als Neuware.Win UAE ist ebenfalls mittlerweile sehr gut.

Zugegebenermaßen bin ich aber etwas raus aus der Amigawelt, keine Zeit. Alle Hardware ist eingesargt. Vielleicht habe ich als Rentner wieder Zeit, mich damit zu befassen.
Die Zeit bis dahin wird immer überschaubarer (huch!).

Gruß
Peter S.

74

Tuesday, December 30th 2014, 7:31pm

die sind ja zur Zeit heiß begehrt.


Aufgrund der Bilder hier hatte ich etliche Angebote bekommen, die Amiga-Freunde erkannten auf den Bildern eine seltene Dual-Prozessorkarte (PPC und 68k). Das fing bei unverschämt wenig bis Nichts an und ging bis in Unsinnig hohe Dimensionen (deutlich über 2000€).
Daher hatte ich mich entschieden das Gerät, das bei mir nur unsinnig (aber gut und sicher gelagert)Rum stand abzugeben.

Was daraus geworden ist weiß ich nicht, eventuell ist es zerlegt und dann in Einzelteilen weiterverkauft worden. Wenn man sich die erzielten Einzelpreise so ansieht könnte das sich selbst bei den höchsten Angeboten noch gelohnt haben.

Gruß Ulrich

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75

Tuesday, December 30th 2014, 9:29pm

probiere doch wirklich erstmal die "Amiga Forever" CD, da ist alles legal drauf. Ein echter 4000 ist recht teuer und empfindlich, da würde es ein 1200 zu Anfang auch tun, flott genug ist er auch fürs erste. Nachbrennerkarten für ihn gibt es ja auch heute noch als Neuware.Win UAE ist ebenfalls mittlerweile sehr gut.


Amiga Forever ist genau der Plan, den ich habe (muss allerdings auch erst mal Zeit dafür finden). Hardware-Amiga war schon deswegen schnell wieder vom Tisch, weil ich gar keinen Platz dafür habe.

WinUAE nutzt mir mangels Windows nichts, aber UAE (ohne Win) ist ja sicher ähnlich brauchbar.

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76

Wednesday, December 31st 2014, 5:27am

Hallo Timo,

das "Win" von UAE nehme ich selbstverständlich zurück, ich vergaß.

Schon vor ca. 10 Jahren, als ich meinen aufgebohrten Amiga 2000 mit UAE veglichen habe, sah das Original in einigen Disziplinen alt aus,
obwohl es mit allen erdenklichen Helferlein (z.B. Megi-Chip, G-Force usw.) vollgestopft ist. Ein Bekannter hatte damals noch eine A 4000 Anlage in Gebrauch,
imposantes Gerät, aber auch zu der Zeit schon ein Groschengrab.

Vielleicht, um einen Vergleich zu wagen:

Uher SG 520 = Amiga 500
Uher SG 560 = Amiga 2000
Uher SG 630 = Amiga 4000

Aua, aua!

Gruß

Peter S.

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77

Wednesday, December 31st 2014, 9:56am


Vielleicht, um einen Vergleich zu wagen:

Uher SG 520 = Amiga 500
Uher SG 560 = Amiga 2000
Uher SG 630 = Amiga 4000

Aua, aua!


Und die Report-Modellreihe gibt's als Eigenbau:

http://retrocom.de/cgi-bin/weblog_basic/index.php?page_id=13

:)

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78

Wednesday, February 4th 2015, 11:11am

Und wie schnell ist so ein Raspberry Pi nun im Vergleich zu konventionellen Desktop- oder Laptop-Rechnern?


Die Antwort wird wohl jetzt anders ausfallen, da der Raspberry Pi 2 mit Quad-Core-CPU und 1 GB RAM auf den Markt gekommen ist:

http://www.golem.de/news/raspberry-pi-2-…502-112107.html

Demnächst will Microsoft sogar eine dafür angepasste Windows-Version veröffentlichen - und das, man höre und staune, kostenlos!

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79

Thursday, February 5th 2015, 11:12am

der alte Raspberry Pi ist im Vergleich zu einem aktuellen PC eine Schnecke - trotzdem bekommt man ihn als Office- Und Surf-Computer so zum Laufen, dass man flüssig arbeiten kann. Die Benutzeroberfläche LXDE ist extra für leistungsschwache Rechner konzipiert, und mutet wie ein älteres Windows ohne Aero Oberfläche an. Für die Wiedergabe von HD Video wäre er zu langsam, er hat aber eine Hardwarebeschleunigung extra für dies Anwendung eingebaut. Der in der Praxis größte Nachteil ist, dass es als Verbindung zur Aussenwelt nur einen USB-Hub gibt, über den alles läuft, die LAN-Verbindung, der Anschluss von externen Platten etc. Das disqalifiziert den Raspberry Pi für den Einsatz in Bereichen, wo viele Daten hin und hergeschaufelt werden müssen - für ein NAS oder einen Fileserver würde ich den Raspberry Pi nicht benutzen, und ich weiß nicht, ob man bei der neuen Version hier etwas getan hat - das wäre wichtiger gewesen als ein schneller Prozessor.

Wenn man aber auf dem Desktop auf Windows Programme verzichten kann, ist der Raspberry Pi voll alltagstauglich, und es fasziniert total, wenn ein zigarettenschachtelgroßes Teil angetrieben von einem 5Watt Handynetzteil sich verhält wie ein "echter" PC.

Windows bietet sein Betriebssystem übrigens nicht kostelos an - es wird nur mit einer anderen Währung bezahlt. Früher musste man in Euros bezahlen, heute bezahlt man mit der Freigabe seiner persönlichen Daten. Jeder kann selber überlegen, was ihm wertvoller ist, leider stellt sich die Frage bei den kommerziellen Anbietern mittlerweile nicht mehr. Dank Apple und Google und den ganzen Gratisjüngern hat man kaum noch eine Alternative. Umso wichtiger ist es, Linux zu unterstützen - Linux ist nämlich mittlerweile die einzige Plattform, mit der man noch EDV-Systeme aufbauen kann, mit denen man die Einhaltung des deutschen Datenschutzrechts garantieren kann.

Gruß Frank

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80

Tuesday, April 28th 2015, 6:02pm

Man glaubt es kaum, aber der in den frühe 1990er Jahren entwickelte, aber nie in Serie gegangene Commodore 65 (ein etwas fehlgeleiteter Versuch, den C64 zu beerben, obwohl das zu dem Zeitpunkt eigentlich längst der Amiga getan hatte) soll auf Initiative einiger Bastler hin (deutlich modifziert) als "Mega 65" in einem knappen Jahr doch noch auf den Markt kommen:

Retro Computing: Nachfolger des C64 soll als MEGA65 erscheinen
Mega65.org (Projektseite)
Wikipedia: Commodore 65 (bezieht sich auf den Prototyp aus den 1990er Jahren)

Über die Sinnhaftigkeit des Vorhabens darf man wohl streiten. Scheinbar hat das Ding einen "echten" C64-Modus mit mehr oder weniger vollständiger Kompatibilität, aber ohne neue Features (das dürfte sich gegenseitig ausschließen), und einen C65-Modus ohne Kompatibilität, aber mit doppeltem Hauptspeicher (128 statt 64 KB, who-hoo! :)), 48 MHz (das ist wohl der deutlichste Unterschied zum echten C65, der sollte nämlich gerade mal 3,5 MHz haben), neuem BASIC 10.0 und neuen Grafikauflösungen.

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81

Tuesday, April 28th 2015, 6:41pm

Hallo,
interessante Sache ! Der Preis wird aber nicht ohne sein...

Grüße,
Andreas
Festina lente!

Motto der SN-Sammler: Irgendwann haben wir sie alle...

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82

Tuesday, April 28th 2015, 11:28pm

interessante Sache !


Ich weiß nicht so recht. Im ersten Moment hatte ich auch so einen "Will ich unbedingt haben"-Reflex, aber wenn ich ehrlich bin, wüsste ich nicht, was ich damit anfangen würde. Der C64-Modus kann nichts, was nicht auch ein Emulator wie VICE könnte, und der C65-Mode ist erst mal nutzlos, weil es keine Software dafür gibt.

Quoted

Der Preis wird aber nicht ohne sein...


Ist anzunehmen.

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83

Wednesday, April 29th 2015, 7:29am


Ich weiß nicht so recht. Im ersten Moment hatte ich auch so einen "Will ich unbedingt haben"-Reflex, aber wenn ich ehrlich bin, wüsste ich nicht, was ich damit anfangen würde.


Geht mir genauso. Als ich das eben gelesen habe, dachte ich auch "boah, cool!", aber sinnvoll benutzen würde ich das Teil wohl kaum. Deinen ehemaligen C64 habe ich auch schon lange nicht mehr eingeschalten.

Aber mal abwarten, was das Ding kosten wird. Auch scheint nicht klar zu sein, ob ein richtiges Diskettenlaufwerk verbaut sein wird. Es ist zwar von einem geplanten "real floppy support" die Rede, ob das allerdings ein dementsprechendes Laufwerk beinhaltet nicht. Evtl. müsste man sich dann irgendwo eines besorgen und das dann an der dementsprechenden Stelle einbauen. Bei richtigem Retro-Computing ist ein Floppy für mich Pflicht.

In die derzeitige Retro-Welle passt er zwar gut, für ein Lifestyleprodukt ist er aber zu anspruchsvoll. Das ist nur was für "Spezialisten".
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.

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84

Wednesday, April 29th 2015, 10:58am

Geht mir genauso. Als ich das eben gelesen habe, dachte ich auch "boah, cool!", aber sinnvoll benutzen würde ich das Teil wohl kaum.


"Sinnvoll" ist ein sehr hoher Anspruch. :) Ich vermute, bei mir würde es darauf hinauslaufen, daß ich damit ein paar Tage lang herumspiele, alles ausprobiere, und ihn dann gar nicht mehr einschalte. Also ähnlich wie bei den Bandmaschinen.

Quoted

Aber mal abwarten, was das Ding kosten wird. Auch scheint nicht klar zu sein, ob ein richtiges Diskettenlaufwerk verbaut sein wird.


Na ja, Controller und ein Einbauschacht im Gehäuse sind vorhanden, insofern sollte man ja leicht eines nachrüsten können. Aber richtig nützlich fände ich eh nur ein 5.25"-Laufwerk, mit dem man seine alten Disketten lesen kann (3.5" hat sich beim C64 ja nur spärlich durchgesetzt). Zum Speichern nutzt man ja heute dann doch eher das SD-Laufwerk oder USB.

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85

Tuesday, May 19th 2015, 8:13am

Hallo!

"...und was es sonst noch alles gibt"

Aktuelles Fundstück in der Bucht -> 400922206772

Gruß
Wolfgang

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86

Tuesday, May 19th 2015, 8:47am

ist ja drollig, das arme RdL... hätte er nicht wenigstens den Griff richtigherum anbringen können?
Grüße,
Konrad

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87

Thursday, June 18th 2015, 2:09pm

Verzweigt von hier:

Quoted from "Ragnar_AT"

Zu folgern, dass in den 80ern ein viel größerer Anteil der Gesamtbevölkerung programmierwillig gewesen sei, halte ich jedenfalls für einen Irrtum.


Programmierwillig bezweifele ich auch, aber die Einstiegshürde war niedriger. Ein Commodore 64 (oder verwandter CBM-Computer) meldete sich direkt nach dem Einschalten mit der BASIC-Befehlszeile und wurde über diese bedient. Ich kenne kaum einen ehemaligen Commodore-Anwender, der dann nicht auch mal spaßeshalber ein paar Zeilen eingegeben hat. Meistens blieb es natürlich bei dem berühmten "10 PRINT "HALLO" 20 GOTO 10", aber manchmal wurde auch mehr daraus.

Bei aktuellen Windows-PCs oder Macs sieht die Quote aus nachvollziehbaren Gründen deutlich schlechter aus.

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88

Friday, June 19th 2015, 1:11pm

Verzweigt von hier:

Quoted from "Ragnar_AT"

Zu folgern, dass in den 80ern ein viel größerer Anteil der Gesamtbevölkerung programmierwillig gewesen sei, halte ich jedenfalls für einen Irrtum.


Programmierwillig bezweifele ich auch, aber die Einstiegshürde war niedriger. Ein Commodore 64 (oder verwandter CBM-Computer) meldete sich direkt nach dem Einschalten mit der BASIC-Befehlszeile und wurde über diese bedient. Ich kenne kaum einen ehemaligen Commodore-Anwender, der dann nicht auch mal spaßeshalber ein paar Zeilen eingegeben hat. Meistens blieb es natürlich bei dem berühmten "10 PRINT "HALLO" 20 GOTO 10", aber manchmal wurde auch mehr daraus.

Bei aktuellen Windows-PCs oder Macs sieht die Quote aus nachvollziehbaren Gründen deutlich schlechter aus.

Das stimmt in der Tat. Andererseits glaube ich, dass genau die Leute, die über die von dir zitierte Endlosschleife hinausgekommen sind, sich auch heute noch an das Thema Programmieren heranwagen würden und sich passende Software selbst aus dem Netz besorgen. So hoch ist die Hemmschwelle auch wieder nicht.

Ich gehöre jedenfalls eher zur "10 Print "Hallo"-Fraktion", die Umwandlung von Alltagsanforderungen ("Ein Programm soll das und das für mich tun können" ist eine Form von Abstraktion die mir nicht liegt und damit macht Programmieren keinen Spaß. Die Erinnerungen an den C-Kurs auf der Uni, 10 jahre nach den Commodore-Basteleien, verursachen immer noch leichte Alpträume.

In der Schule hatten wir (im Jahr 2000!) QuickBasic unter MS DOS. Das sah so aus, dass der Lehrer einen Quellcode an die Tafel geschmiert hat, wir ihn abtippen durften, und wenn das Programm dann nicht lief im sturen Vergleich Zeile für Zeile Fehler suchen. Auch nicht sehr motivierend, und abgesehen von ein paar Eingabe-Aufforderungen auf dem gleichen Niveau wie die Hallo-Schleife am C64.

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89

Friday, June 19th 2015, 8:48pm

Das stimmt in der Tat. Andererseits glaube ich, dass genau die Leute, die über die von dir zitierte Endlosschleife hinausgekommen sind, sich auch heute noch an das Thema Programmieren heranwagen würden und sich passende Software selbst aus dem Netz besorgen. So hoch ist die Hemmschwelle auch wieder nicht.


Du musst es anders sehen: Fast jeder, der auf dem C64 später anspruchsvollere Programme geschrieben hat, hat mal nichtsahnend mit der besagten Endlosschleife (oder ähnlich sinnfreien Fingerübungen) angefangen. Ich glaube, der Stein wäre bei vielen dieser Leute gar nicht in's Rollen gekommen, wenn am Anfang das BASIC nicht einfach da gewesen wäre.

Und die Einstiegshürde zur Programmierung bei modernen Computern ist hoch und erfordert schon eine sehr bewusste Entscheidung, wenn man wirklich von Null kommt. Vor dem Herunterladen kommt ja erst mal die Frage: Was brauche ich überhaupt? Mit welcher Sprache/ welcher Entwicklungsumgebung/ welchem Toolkit fange ich an? Dann muss das ganze eingerichtet werden. Da kann schon mal ein Wochenende oder mehr draufgehen, bevor man überhaupt sein "Hallo Welt" starten kann.

Quoted

Die Erinnerungen an den C-Kurs auf der Uni, 10 jahre nach den Commodore-Basteleien, verursachen immer noch leichte Alpträume.


Na gut, C ist für (Fast-)Einsteiger natürlich hart. In Ingenieurstudiengängen wird es gerne unterrichtet, weil die Sprache bei Microcontrollern oder sonstigen hardwarenahen Entwicklungen noch stark verbreitet ist, aber bei Desktop-Anwendungen hat sie aus guten Gründen an Bedeutung verloren. Selbst C++ wird ja inzwischen, wenn Performance nicht sehr hoch priorisiert ist, wegen der hohen Entwicklungskosten häufig vermieden.

Wenn ich mich in die Lage eines Lehrers versetze, der Schülern irgendwie einen Einstieg in die Programmierung vermitteln soll, würde ich als Sprache vermutlich Python verwenden. Flache Lernkurve, lesbar, vollständige Laufzeitbibliothek, schnelle Erfolgserlebnisse.

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90

Friday, June 19th 2015, 9:57pm

Ich gehöre jedenfalls eher zur "10 Print "Hallo"-Fraktion", die Umwandlung von Alltagsanforderungen ("Ein Programm soll das und das für mich tun können" ist eine Form von Abstraktion die mir nicht liegt und damit macht Programmieren keinen Spaß. Die Erinnerungen an den C-Kurs auf der Uni, 10 jahre nach den Commodore-Basteleien, verursachen immer noch leichte Alpträume.
Mir ging es da sehr ähnlich, aber bei mir war es an der Uni die Programmiersprache Java. Etwa 20 Jahre nach meinen ersten Programmiererfahrungen im C64-BASIC (Anmerkung: ich kam erst sehr spät zur Uni, nach einer schon etwas längeren Berufsphase). Auch in PASCAL hatte ich zu der Zeit schon Grundkenntnisse, gelernt in der Schule. Aber Java? Das habe ich nie richtig kapiert, hinzu kam noch, dass der Dozent a) nicht ausführlich genug erklärt, sondern Grundkenntnisse voraussetzt, und b) die Aufgabenstellungen (auch in den Klausuren) nur aus der höheren Mathematik stammen (z.B. Berechnung von Fibunacci-Funktionen, Primzahlen, Primfaktorzerlegung, Palindrome, aber auch Spieleprogrammierung wie Schach). Durchfallquoten von weit über 50% in seinen Klausuren sind die Regel. Mit der Mathematik stehe ich bis heute auf Kriegsfuß. Während wir in der Berufsschule nur irgendwelche kaufmännischen Problemstellungen in einem Programm umsetzen mussten (das liegt mir mehr).

Meine ersten größeren Programme damals in BASIC waren Textadventures, eine in den 80ern noch geläufige Art von Computerspiel. Als ich dann in den 90ern ins Berufsleben einstieg, schrieb ich für meinen Arbeitgeber einige Programme im QuickBASIC oder TurboPASCAL (MS-DOS). Es ging hauptsächlich um den Druck von Endlosetiketten mit Nadeldruckern, nach einer vorgegebenen Maske. Auch schrieb ich ein Programm für Lieferscheindruck, auch mit einer bestimmten Maske (Endlospapier), zusätzlich wurde am Ende die Summe der einzelnen Mengen automatisch berechnet (vor meiner Zeit dort wurden die Lieferscheine noch handschriftlich erstellt und die Summe per Taschenrechner ermittelt).

Aber was ich dann etwa ein Jahrzehnt später im Studium hätte gut beherrschen müssen in Java, das war mir dann doch etwas zu hoch. Ich fühlte mich da gleich wieder wie ein Einsteiger ohne Vorkenntnisse.
Gruß
Michael

Kassetten-Wiedereinstieg 2007 nach längerer digitaler Phase

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