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  • "The_Wayne" started this thread

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1

Tuesday, February 5th 2008, 7:31pm

Hallo zusammen,

der Atari ST Thread hat mich drauf gebracht einen Hersteller- und Systemübergreifenden Computerthread zu eröffnen.

Hier kann und soll alles was es mal an Rechenmaschinen gab, egal ob Büromaschine oder Homecomputer, Supercomputer oder Taschenrechner und ihr noch zu Hause habt, gepostet werden.

Ich mach' mal den Anfang:

Als erstes mein IBM5150 über den ich schon in einem anderen Thread geschreiben habe:



Hier noch einer der letzten 386er, über den ich auch schon mal geschrieben habe:





Dann noch den C64, der vorher Timo gehört hat:



Mit zwei Floppys, Datasette (nicht angeschlossen) und noch ein Haufen anderer "Kram". Angeschlossen an einen zeitlich passenden Grundig Fernseher.


Zu guter Letzt noch mein Amiga 1200:



Der hat mir leider noch nicht viel Freude bereitet, da ich ständig Lesefehler beim Lesen von Floppys habe.

Es gibt ja haufenweise Programme als adf-Dateien zum kostenlosen Download, allerdings hab' ich immer Diskettenlesefehler, die Übertragung per Nullmodemkabel will auch nicht funktionieren und der PCMICIA Slot für den ich einen CF-Kartenleser mit Treiber für den Amiga hätte funktioniert auch nicht.

Aller versuche ein heruntergeladenes Programm zu starten scheiterten bisher.
Ich hab mir sogar noch alte 2DD Disketten gekauft. Funktioniert damit aber auch nicht besser. Daher liegt er schon seit längerer Zeit in der Ecke.

EDIT: Mehrere Linkfehler
Grüße,
Wayne

Weil immer wieder nachgefragt wird: Link zur Bändertauglichkeitsliste (Erfassung von Haltbarkeit und Altersstabilität von Tonbändern). Einträge dazu bitte im zugehörigen Thread posten.

2

Tuesday, February 5th 2008, 10:26pm

Hallo
bzgl. Amiga und den adf-Dateien, womit stellst du denn die Disketten her?
Ein PC Laufwerk kann keine Amigadisketten lesen oder schreiben (obwohl es da mal eine spezielle Lösung gab).
Hat der 1200er eine Festplatte? Einen internen IDE Anschluss hat er ja.
Welcher 1200 ist es denn, aus der Commodore Zeit oder danach (haben unterschiedliche Laufwerke)?
Mir sind da auch mal ein 500 und ein 4000 mit etlichem an Zubehör zugelaufen, habe im Moment aber keine Ahnung ob beide noch funktionieren.
Wenn es um eine funktiontüchtige Diskette geht kann ich aber helfen.
Gruß Ulrich

3

Wednesday, February 6th 2008, 12:17am

Als Nachtrag ein paar Bilder des Amiga 4000, vielleicht finde ich ja mal raus wozu der ganze Kram gut ist. Ich zähle alleine 3 Festplatten, zwei Grafikkarten(?) und noch ein paar andere Sachen (z.B. externe SCSI1 und SCSI2 Schnittstellen).
Wahrscheinlich nicht ganz das was man sich unter einem "Amiga" vorstellt, war halt eine günstige (eigentlich für nichts) Gelegenheit.





Gruß Ulrich

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4

Wednesday, February 6th 2008, 7:06am

Hallo Ulrich,

ich kann dir jetzt keine so genauen Informationen mehr geben, da ich mich damit schon länger nicht mehr beschäftigt habe.

Von wann der A1200 ist, weiß ich nicht, ob es noch ein Commodore Gerät ist oder schon von Escom. Woran erkennt man denn das eigentlich?

Er hat auf jeden Fall eine Festplatte drin, mit ca. 500MB Kapazität.

Um Programme zum Laufen zu bringen habe ich folgendes gemacht:

Ich hab die adf-Dateien heruntergeladen und mit so einem speziellen Programm gesplitet, da sie ja auf keine IBM formatierte 2DD Diskette passen.

Der Amiga kann ja IBM formatierte Disketten lesen. Also hab' ich die geteilten adf-Dateien auf die HDD des A1200 kopiert und diese wieder mit diesem speziellen Programm zusammengefügt.

Dann habe ich mit Hilfe des Programms "ADF Blitzer" oder wie das heißt die Programmdisketten aus des adf-Dateien erstellt. Ein adf ist ja nicht anderes als ein Disketten-Image.

Nun hatte ich das Programm auf den Disketten, so wie es ursprünglich auch mal ausgeliefert wurde.

Wenn ich dann von den Disketten starten will, habe ich fast immer Lesefehler, manchmal lassen sich auch die IBM formatierten Disketten nicht einlesen.

Ich hab' auch noch ein zweites externes Floppy, mit dem geht es auch nicht besser.

Da ich zuerst angenommen hatte, daß die Fehler evtl. auf das Teilen der adf-Dateien zurückzuführen ist, habe ich mir für kleines Geld so ein Amiga CF-Kit gekauft, wo man mit Hilfe eines PCMCIA Kartenlesers CF-Karten am Amiga betreiben kann. Das funktioniert aber auch nicht, obwohl die Karte und der Leser in Ordnung sind (auf meinem Notebook funktionieren die).


Falls du deinen 4000er mal loswerden willst, melde dich bei mir :)

ESIT: Information hinzugefügt
Grüße,
Wayne

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5

Wednesday, February 6th 2008, 4:23pm

Quoted

The_Wayne postete
Von wann der A1200 ist, weiß ich nicht, ob es noch ein Commodore Gerät ist oder schon von Escom. Woran erkennt man denn das eigentlich?
Ist eigentlich recht einfach: Auf dem Escom-Amiga taucht der Markenname "Commodore" (an dem Escom ja keine Rechte erworben hatte) nicht mehr auf, sondern nur noch "Amiga" bzw. "Amiga Technologies". Deiner ist also noch ein Commodore.

Der Escom-1200er hatte zudem ein HD-Diskettenlaufwerk.

6

Wednesday, February 6th 2008, 7:12pm

Wobei man noch sagen muss das dieses "neue" Amiga 1200 Laufwerk nicht voll kompatibel gewesen ist.
Es wurde nur eingesetzt weil das Originallaufwerk nicht mehr hergestellt wurde.
Es war zwar ein Standard HD Laufwerk, konnte im 1200 aber nicht als HD- Laufwerk benutzt werden.

Übrigens, schon mal WinUAE ausprobiert?

http://www.winuae.de/deutsch/down.html

Gruß Ulrich

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7

Wednesday, February 6th 2008, 8:07pm

Quoted

uk64 postete
Übrigens, schon mal WinUAE ausprobiert?
Das Problem an UAE (egal ob Win- oder anderen Versionen) ist leider, daß man neben dem eigentlichen Programm dafür ein Kickstart-ROM-Image braucht. Und um das legal zu erwerben, muss man leider immer noch eine Lizenz kaufen. "Einfach mal installieren und ausprobieren" geht also nicht ohne weiteres.

8

Wednesday, February 6th 2008, 8:17pm

Wayne besitzt ja einen 1200 dessen Rom er auslesen kann, obwohl ich zugeben muss das selbst das Auslesen eines Roms illegal sein kann.
Beim Amiga gab es allerdings auch käufliche Emulatorpakete die diese Rom- Dateien
enthielten.

Gruß Ulrich

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9

Thursday, February 7th 2008, 6:49am

Was ist den WinUAE und wie kann ich mein Kickstart-ROM auslesen, wenn das überhaupt legal ist?
Grüße,
Wayne

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10

Thursday, February 7th 2008, 1:38pm

Hier steht's ausführlich: http://de.wikipedia.org/wiki/Amiga-Emulator

11

Thursday, February 7th 2008, 1:48pm

Quoted

uk64 postete

http://www.winuae.de/deutsch/down.html

Dort steht eigentlich alles.
WinUAE ist ein Softwareemulator der einen kompletten Amiga nachbildet, vom ersten A1000 bis zum A4000.
Ein Program zum auslesen des Roms liegt dem WinUAE Paket bei (transrom).
Mit WinUAE kannst du dann adf- Dateien direkt verwenden.

Gruß Ulrich

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12

Thursday, April 2nd 2009, 12:17am

OK, gegen C64, Amiga und XT kann ich nicht mehr konkurrieren. Aber mit meinem derzeitigen Privat-Laptop habe ich immerhin noch einen Rechner in Gebrauch, der annähernd das erste Lebensjahrzehnt vollendet hat.



Toshiba Satellite 2210CDT von 2000 mit Intel Celeron 500, 64 MB RAM, 6 GB Festplatte, 12.1" Farbdisplay mit 800 x 600 Bildpunkten, integriertem Floppy- und CD-ROM-Laufwerk (24 x). Kleine Besonderheit: Englisches Tastaturlayout.

Man merkt, daß die Zeit seitdem nicht stehengeblieben ist. Die Auflösung des Displays ist nach heutigen Gesichtspunkten kümmerlich, das Gerät ist deutlich schwerer als mein wesentlich größeres Lenovo-Laptop auf der Arbeit, die Benutzung des Maus-Pins in der Tastatur ist eine Qual, einen integrierten Netzwerkadapter gibt es nicht, aber immerhin einen USB-Port. Bei der Software muss man sich einschränken. Laut Aufkleber ist das Gerät eigentlich für Windows 98 ausgelegt, heute läuft Arch Linux 2009.02 mit IceWM darauf. Mit dem Spar-Browser Dillo kann man einigermaßen ordentlich surfen.

Zeitgemäß dagegen: WPA2-verschlüsselter WLAN-Zugang per USB-Dongle.

E

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13

Thursday, April 2nd 2009, 10:40am

Quoted

timo postete
Die Auflösung des Displays ist nach heutigen Gesichtspunkten kümmerlich, ...
Meiner Meinung aber auch zur damaligen Zeit. Ich habe ein altes Siemens Laptop zuhause, was ungefähr 10 Jahre alt ist. Das 13,3" Display ist aber immerhin für 1024x768 ausgelegt. Eine Auflösung mit der man auch heute noch arbeiten kann.
Grüße,
Wayne

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14

Thursday, April 2nd 2009, 9:37pm

12.1" mit 800 x 600 war zu der Zeit die "bürgerliche" Display-Klasse, 13.3" war schon gehoben.

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15

Monday, April 6th 2009, 1:05pm

Hallo zusammen!

Mein Erstkontakt mit einem Computer fand im Jahr 1972 statt.
Es war ein OLIVETTI-Tischrechner mit 2kB(!) flüchtigem Speicher
(d. h., bei Vertippen hieß es "once more again") und einer Seg-
ment-Röhrenanzeige. Leider habe ich kein Bild mehr gefunden.
Aber hier ist der erste Grafikrechner, mit dem ich 1977 bei meinem
Arbeitgeber zusammen mit einem Kollegen und mit Unterstützung
des RZ die erste grafische Datenauswertung von Netz-/Kurzschluß-
berechnungen in einem deutschen EVU aufgebaut hatte. Vorher
gab es nur endlose kryptische Datenlisten, die mühsam von Hand
auf topografische Karten mit dem Leitungsnetz übertragen werden
mußten.

Es war ein TEKTRONIX 4081 mit gewaltigen 64K Worte (Basisaus-
stattung war 32K Worte!) in Kernspeichertechnik. Datensicherung
und Programmladen per 265kB-Cartridge. Wir hatten damals 3 Sta-
tionen gekauft (mit unterschiedlicher Peripherie). "Mein" 4081 hatte
zusätzlich ein Doppel-Floppylaufwerk (2x 180kB), eine Festplatte
von 10MB, eine 5MB-Winchesterplatte (zum Wechseln), ein Grafik-
tablett (122x91cm Arbeitsfläche), einen Nadeldrucker (9-dot) und
ein 300 Baud Postmodem. Kostete damals 265000DM. Dazu kam
noch ein Flachbettplotter (BENSON, DIN A0, 4-farb) für "moderate"
50000DM. Das Papier wurde elektrostatisch fixiert, und der Plotter
hatte eine Wiederholgenauigkeit von max. 0,1mm(!), bei rein me-
chanischer Arbeitsweise.
Für jede Anwendung mußte zusätzlich zur Software ein anderes BS
geladen werden (Plot 80 programming package assembler/Fortran IV
compiler/etc.). Der Bildschirm konnte flackerfrei bis zu 1600 vector
cm darstellen (oder 800 vector cm dynamisch und 50000cm statisch).
Die Darstellung war monochrom. Etwa 1980 gab es diese Bildschirme
auch in farbiger Darstellung (störanfällig, schlechte Farberkennung
durch die "Pastellfarben" - und sauteuer).

Mann - was war ich stolz auf dieses feine Gerät! Aber es war auch
ein heikles Arbeiten wegen der geringen Speicherkapazität. Oft genug
ist die Kiste ohne Vorwarnung abgestürzt. Man tat gut daran, seine
Arbeitsfortschritte immer wieder zu sichern! Bis 1985 war dieses System
im Einsatz, dann wurde es abgelöst.

Hier einige Bilder und Daten:










nur als Baumuster (zur Erinnerung, Kapazität war 256kB!)

Viele Grüße
Wolfgang

PS.: Zeitgleich mußte ich mich aber auch noch mit Lochkarten und
Lochstreifen herumärgern. Die konnte ich auch ohne Klartext nach
einiger Übung sehr gut lesen...

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16

Wednesday, August 19th 2009, 12:07am

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,642470,00.html

OK, was aus Commodore geworden ist, weiß man ja (leider), wenn man sich für die Materie interessiert, ebenso bei BBN, aber beim Thema "Dr. Neuhaus" war ich schon überrascht und sentimental gerührt. ;-) Ich war zwar in Sachen Modem immer Kunde bei der Konkurrenz (anfangs ZyXEL, später ELSA), aber die "Smarty"-Modelle waren wohl damals klasse und ein dauerndes Gesprächsthema beim Modem-Glaubenskrieg in den Mailbox-Lokalteilen. Inzwischen besitze ich eines (14.4 bps), ohne es jemals ausprobiert zu haben.

Matze

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17

Wednesday, August 19th 2009, 7:45am

Naja, neben Zyxel gab es ja eigentlich nurnoch USR und Elsa als grosse Nummern.
Ich hatte nach verschiedenen billigteilen die nie richtig gingen Elsa und habe das Microlink Office noch bis 2003 eingesetzt und dann auf DSL umgestellt. Das Elsa pleite gegangen ist fand ich sehr schade. In der Grafikszene hatten sie ja auch einen guten Ruf.

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18

Wednesday, August 19th 2009, 10:24am

Quoted

Matze postete
Naja, neben Zyxel gab es ja eigentlich nurnoch USR und Elsa als grosse Nummern.
Dr. Neuhaus hat technisch und qualitativ bis V.32 noch ganz gut mitgehalten. Letztendlich haben sie aber dann ähnliche Fehler wie ZyXEL gemacht, sich mit eher kurzlebigen Standards verzettelt und das wirklich wichtige V.34-Modem erst auf den Markt gebracht, als die anderen Hersteller den Kuchen in dieser Klasse schon unter sich aufgeteilt hatten.

Quoted

Das Elsa pleite gegangen ist fand ich sehr schade. In der Grafikszene hatten sie ja auch einen guten Ruf.
Ja. Nur wurden Grafikkarten irgendwann nicht mehr nach ihrem Hersteller, sondern zunehmend nur nach dem Chipsatz ausgesucht, und damit hatten Elsa wohl in dem Produktbereich ihre Existenzberechtigung eingebüßt.

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19

Wednesday, August 19th 2009, 7:29pm

So gehts.
Erinnert mich auch ein wenig an den furiosen Aufstieg und Absturz von "Vobis".

Von zwei Studenten in Aachen gegründet, war der Laden nach kurzer Zeit schon fast Monopolist mit Shops in jeder größeren Stadt.
"Computer" hieß "Vobis"
Alles nach dem Franchise-Prinzip, mit dem auch "Hein Gericke" zum größten Motorradhändler in Deutschland wurde.

In Aachen wurde ein riesiges Logistikzentrum gebaut.
Als sich die Gründer geschickterweise die Metro mit ins Boot holten und sich selbst aus dem Geschäft zurückzogen, wurde der Laden zerstückelt und heruntergewirtschaftet.
Mittlerweile gibts in Aachen, der ehemaligen Zentrale, nicht einmal mehr eine Filiale; der Name selbst spielt am Markt, ob als Laden oder Webshop, keine Rolle mehr.

Theo Lieven und Rainer Fraling, den beiden Gründern, begegnet man gelegentlich noch in Aachen, wo sie angesehene Honoratioren sind.

Meine These:
Wenn der Name eines Chefs ein anderer ist, wie der, der über der Werkseinfahrt steht, gehts den Bach runter.
Nach den Gründern kommen erst die Verwalter, dann die Fledderer.


Bert
Bert

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Occupation: Techniker i.R.

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20

Wednesday, August 19th 2009, 7:43pm

Nicht zu vergessen der "Gute alte Saturn" in Köln. Nachdem er verkauft wurde, lebt Saturn doch nur noch vom Ruf des Alten. Denn an die Preise, die der alte machte, kommt der neue nicht mehr ran. Andere Ketten sind meistens Preiswerter.

Gruß
Friedhelm
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 3x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)

cassettenfreund

Unregistered

21

Wednesday, August 19th 2009, 11:15pm

So richtig alte Sachen habe ich zwar nicht, aber einige meiner Computer wirken im Vergleich zu aktuellen Rechnern doch wie ein Relikt aus vergangener Zeit. Mein derzeit ältester PC ist ein 486er, den ich zu Weihnachten 1997 geschenkt bekommen habe.

Hier erstmal die Eckdaten:

Prozessor: Intel 80486DX, 50 Mhz
Arbeitsspeicher: 8 MB
Grafikkarte: Trident TVGA (256 Farben)
Soundkarte: Typhoon ALS120
Festplatte: 200 MB-Platte von Seagate
CD-ROM: 4x CD-ROM-Laufwerk
Betriebssysteme: MS-DOS 6.22, Windows for Workgroups 3.11, Windows 95

So, jetzt lasse ich mal ein paar Bilder sprechen:





Der Power-Knopf ist noch ein richtiger Schalter und kein Taster, wie man ihn heute findet.



Jetzt noch von hinten:



Interessant ist, dass so gut wie keine Schnittstellen On Board verbaut sind. Der DIN-Anschluss für die Tastatur bildet hier eine Ausnahme.



Selbst serielle und parallele Schnittstellen müssen per ISA-Karte nachgerüstet werden.



Auf dem Netzteil befindet sich ein Stromanschluss für ältere Monitore, die ihren Strom noch nicht aus der Steckdose beziehen.



Jetzt schalten wir das gute Stück mal ein:



Zuerst geht es auf MS-DOS 6.22. Die Bootzeit ist in etwa vergleichbar mit der von Windows XP auf einer modernen Dual Core-CPU.



Als nächstes geht es auf Windows 3.11. Die Bildschirmauflösung beträgt 800 x 600, da die Grafikkarte auf 1024 x 768 deutlich sichtbare Bildstörungen produziert.



Der Dateimanager, der Vorgänger des Windows Explorers.



Dieses nette Programm namens ALSRACK lag dem Soundkarten-Treiber bei. Damit ist es sogar möglich, Titel von CDs als WAV-Dateien zu speichern, wobei WAV-Dateien im Programm die beiden Kassettenlaufwerke sind.



Zuletzt geht es auf Windows 95. Im Vergleich zu DOS und Windows 3.11, die relativ schnell hochfahren, braucht Windows 95 zum Starten eine halbe Ewigkeit.



Wenn es dann aber mal geladen ist, läuft es relativ flüssig und stabil.





Liebe Grüße,
Mario

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22

Thursday, August 20th 2009, 12:02am

Quoted

cassettenfreund postete
Mein derzeit ältester PC ist ein 486er, den ich zu Weihnachten 1997 geschenkt bekommen habe.
... aber gebraucht, oder? Der dürfte noch mal locker vier Jahre älter sein.

Quoted

Der Power-Knopf ist noch ein richtiger Schalter und kein Taster, wie man ihn heute findet.
Das war beim AT-Standard üblich. Eigentlich gegenüber dem späteren ATX-typischen Taster die wesentlich bessere Lösung.

Quoted

Prozessor: Intel 80486DX, 50 Mhz
Hut ab! Der "echte" DX50 (nicht zu verwechseln mit dem DX2/50) war dadurch, daß der FSB dem eigentlichen CPU-Takt von 50 MHz entspricht, fast so schnell wie der DX2/66, der nur einen FSB von 33 MHz hatte. Wurde aber nur kurz produziert und ist dadurch recht selten.

Quoted

Interessant ist, dass so gut wie keine Schnittstellen On Board verbaut sind.
Das war bis zu den frühen 486ern Standard.

Die 486er der zweiten Generation (kann man fast exakt auf die Einführung der DX2-Prozessoren datieren) hatten dann alle üblichen Schnittstellen (2 x COM, 1 x LPT) und die Laufwerkscontroller onboard. Die sind dann auch mit Enhanced IDE ausgestattet (womit die BIOS-seitige 504-MB-Grenze für die Festplatten wegfällt und zwei Laufwerksstränge für unsgesamt vier Laufwerke vorhanden sind) und werden schon mit den neueren, 72poligen PS/2-Fastpage-SIMM-Speichermodulen bestückt. Meist ist dann auch schon ein Vesa-Local-Bus-Steckplatz für leistungsfähigere Grafikkarten vorhanden.

Die letzten 486er (meist mit DX4-Prozessoren bestückt) hatten dann sogar schon PCI-Steckplätze und Unterstützung für PS/2-EDO-RAM.

Quoted

Auf dem Netzteil befindet sich ein Stromanschluss für ältere Monitore, die ihren Strom noch nicht aus der Steckdose beziehen.
Das hat nichts mit älteren oder neueren Monitoren zu tun, Du kannst (mit einem 3-Pol-männlich-auf-weiblich-Kabel) auch ein modernes TFT-Display an diesem Anschluss betreiben. Der Sinn dieses durchgeschliffenen Stromanschlusses war einfach, daß der Monitor zusammen mit dem PC ausgeschaltet werden konnte.



Die Kabel gibt's sogar noch zu kaufen.

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23

Thursday, August 20th 2009, 3:46pm

Passend zum Thema: Die Firma ZyXEL sucht das älteste noch existierende Modem aus ihrem Hause.

Mein 1496 E plus von 1993 ist vermutlich zu neu... :-(

cassettenfreund

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24

Thursday, August 20th 2009, 3:49pm

Quoted

timo postete
... aber gebraucht, oder? Der dürfte noch mal locker vier Jahre älter sein.
Natürlich gebraucht. Ich hätte vielleicht noch erwähnen sollen, dass ich 1997 gerade mal 7 Jahre alt war. Mein Vater hatte sich einen neuen gebaut, deswegen hab ich den alten bekommen.

Quoted

Wurde aber nur kurz produziert und ist dadurch recht selten.
Klasse. Wusste ich noch gar nicht.

Quoted

Das hat nichts mit älteren oder neueren Monitoren zu tun, Du kannst (mit einem 3-Pol-männlich-auf-weiblich-Kabel) auch ein modernes TFT-Display an diesem Anschluss betreiben. Der Sinn dieses durchgeschliffenen Stromanschlusses war einfach, daß der Monitor zusammen mit dem PC ausgeschaltet werden konnte.
Wieder was gelernt. Naja, diese Buchse wurde bei meinem Rechner nie benutzt, was man auch am Staub erkennen kann. :D

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25

Thursday, August 20th 2009, 4:27pm

Die Anschlüsse für die Stromversorgung des Monitors hatte mein allererster Medion-PC auch noch.
Und angesichts der Tatsache, das heute jeder Schreibtisch wie der Hinterhof von einem E-Werk aussieht, vermisse ich sie schmerzlich.
Das Geraffel hinter dem Rechner ist mittlerweile unvorstellbar.


Auf jeden Fall ein schnuckeliges Gerät, was Du da vorgestellt hast.
Und wenn man ehrlich ist:
Mehr Computer braucht kein Mensch.

Jedenfalls keiner der üblichen User, der gelegentlich ein paar Briefe schreibt, ab und zu surft und gelegentlich Mails verschickt.
Ging schon damit alles.
Bert

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26

Thursday, August 20th 2009, 4:41pm

Quoted

Huubat postete
Mehr Computer braucht kein Mensch.
Eigentlich braucht kein Mensch überhaupt einen Computer. :-)

Ich gebe Dir recht: Seinen Alltagskram kann man mit so einem Oldtimer notfalls auch irgendwie erledigen, aber ich bin froh, daß sich die Technik weiterentwickelt hat. Und ich bin mir sicher, Du wärst es auch, wenn Du mal ein paar Wochen lang mit MS Windows 95 (oder noch schlimmer: MS DOS 6.22 + Windows 3.1 :-)), 800 x 600 Bildpunkten Auflösung auf einem 14"-Monitor, ohne DSL, ohne Videos, ohne USB (...) verbringen müsstest. ;-)

Edit: Falls noch jemandem der Sinn nach alter PC-Technik steht, hätte ich noch ein paar AT-Mainboards mit CPUs (Pentium-I, AMD K5 und K6) zwischen 133 und 200 MHz zu verschenken, teilweise auch mit Speichermodulen. Liegen eigentlich schon im Karton für den Wertstoffhof.

Matze

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27

Thursday, August 20th 2009, 7:26pm

Eigentlich braucht kein Mensch so einen Computer, weil man nichts wirklich sinnvolles, also HD Recording und dgl. damit anstellen kann. Unter 100MHz Takt kann man nicht wirklich viel mit Computern anfangen, wobei das heute auch zu wenig ist. Ich habe in meinem Netbook einen Prozessor mit 1,6 GHz und das Ding kommt ständig aus der Puste wenn nur ein paar Webseiten dargestellt werden und macht auch dauernd Tonaussetzer. Ich verstehe sowieso nicht warum man 4 GHz Takt braucht um flüssig Webseiten zu kucken, oder MP3s zu hören, während man früher mit gut 200 MHz Musik aufnehmen und dann CDs brennen konnte, noch bevor es Burnproof und solchen Kinderkram gab, ohne das irgendwas schief gegangen ist.

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28

Thursday, August 20th 2009, 9:45pm

Quoted

Matze postete
Eigentlich braucht kein Mensch so einen Computer, weil man nichts wirklich sinnvolles, also HD Recording und dgl. damit anstellen kann.
Es soll auch Leute geben, die Textverarbeitung für sinnvoll halten. :-) Und für die reichen notfalls auch 50 MHz und 8 MB RAM. Zugegebenermaßen muss man auch da auf einige Vorzüge moderner Software verzichten.

Quoted

Ich habe in meinem Netbook einen Prozessor mit 1,6 GHz und das Ding kommt ständig aus der Puste wenn nur ein paar Webseiten dargestellt werden
Welchen Browser verwendet Du? Firefox? So sehr ich ihn mag: Auf leistungsschwächeren Rechnern ist der mir auch zu hakelig. Hast Du schon mal Opera probiert?

Was in Sachen Geschwindigkeit möglich ist, kann man gut beim Surfen mit Dillo erleben. Leider ist der vom Funktionsumfang noch keine Alternative zu den "großen" Browsern.

Quoted

Ich verstehe sowieso nicht warum man 4 GHz Takt braucht um flüssig Webseiten zu kucken, oder MP3s zu hören, während man früher mit gut 200 MHz Musik aufnehmen und dann CDs brennen konnte
Webseiten sind heute viel anspruchsvoller als früher, selbst von den reinen HTML-Strukturen her. Wenn dann auch noch Java und Flash dazukommen, muss halt u.U. viel gerechnet werden.

Wenn man Software (dazu zählt auch das Betriebssystem bzw. die Desktop-Umgebung) verwendet, die sich auf die wesentliche Funktionalität beschränkt, kann man auch heute noch mit einem typischen 200-MHz-Rechner aufnehmen und CDs brennen. Beides sind ja keine rechenintensiven Aufgaben.

Matze

Unregistered

29

Thursday, August 20th 2009, 10:31pm

Quoted

timo postete

Es soll auch Leute geben, die Textverarbeitung für sinnvoll halten. :-)
Ja, gut, aber dazu gehöre ich nicht. Ich habe nie ein MS Office besessen und wenn es auf einem gebrauchten Rechner drauf war habe ich es recht schnell gelöscht weil ich nicht damit klar kam und es nicht brauchte. Der Witz war, das hat niemand begriffen. "...Wie... Du hast kein Word?!?..." Ich habe erst auf der Technikerschule gesehen wer überhaupt sowas wie Powerpoint braucht. Das brauchen nur wichtigtuende BWLer, Führungskräfte u. dgl. um wichtig aussehende Slideshows zu machen. Normale Menschen brauchen den Kram garnicht.

Quoted

Hast Du schon mal Opera probiert?
Da laufen die Firefox Plugins nicht.

Quoted

Webseiten sind heute viel anspruchsvoller als früher, selbst von den reinen HTML-Strukturen her. Wenn dann auch noch Java und Flash dazukommen, muss halt u.U. viel gerechnet werden.
Aber warum braucht man diesen Kram? Es ist doch nicht mehr Information auf den Seiten.
Youtube ist gut, aber diese Skriptsprachen die ohne Ende Rechenleisung abziehen sind doch furchtbar. Früher stellte man Java und sowas ab und der Rechner war wieder schnell. Heute sieht man dann fast nix mehr. Was soll das?

cassettenfreund

Unregistered

30

Thursday, August 20th 2009, 10:41pm

Quoted

Matze postete
Ja, gut, aber dazu gehöre ich nicht.
Textverarbeitung gehört für mich zu den wichtigsten Aufgaben eines Computers. Ich will lieber gar nicht wissen, wie schief man von den zukünftigen Arbeitgebern angeschaut wird, wenn man seine Bewerbung noch mit der Schreibmaschine schreibt.

Übrigens, PowerPoint ist nicht nur was für wichtigtuende BWLer, Führungskräfte z. dgl., sondern wird auch bei Refaraten in der Schule sehr gern gesehen. Dagegen sieht ein Overhead-Projektor (oder Polylux, wie diese Teile hier immer genannt werden) doch schon ziemlich alt aus. ;)

Mal abgesehen davon: Mein Opa hat einen EeePC 701 4G. Der hat eine Intel Celeron-CPU, die sogar noch untertaktet ist (ich glaube auf 650 Mhz). Trotzdem gibt es keine Performance-Probleme, Aufnahmen gelingen mit Audacity sehr gut. Ich sehe das auch allgemein nicht so kritisch. Bis vor einem knappen Jahr war mein schnellster PC ein AMD Athlon mit 800 Mhz Taktfrequenz, und damit bin ich immer zurechtgekommen. Allzu langsam lief das Internet auch mit dem Firefox nicht.