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1

Wednesday, June 5th 2019, 10:03am

Älteren Desktop-PC mit SSD nachrüsten?

Hallo,

beim Blick in die Preisliste meines örtlichen PC-Händlers fiel mir letztens auf, daß SSDs mit einer (als Erst-Festplatte) brauchbaren Kapazität inzwischen bezahlbar geworden sind. Eine Samsung 860 QVO SATA 600 mit 1 TB ist dort z.B. für 107,99 € zu haben, im Netz gibt es sie wahrscheinlich noch billiger.

Der Gedanke an eine SSD gefällt mir. Weniger wegen der Geschwindigkeit, sondern eher wegen der Ausfallsicherheit, zumal meine Festplatte bereits sieben Jahre alt ist. Mir spuken (alternativ) zwei Gedanken im Kopf herum:

- Komplett neuen PC zusammenbauen. Der Zeitpunkt wäre eigentlich günstig, da RAM (bei mir immer der größte Kostenfaktor) im Moment recht günstig ist (16 GB ab knapp 80 €). Andererseits reicht mir die Leistung meiner jetzigen Komponenten noch aus.

- Bestehenden PC mit SSD aufrüsten.

Wirtschaftliche Überlegungen nach dem Motto "Dann ist die SSD ja mehr wert als der restliche Rechner" sind für mich im letzten Fall zweitrangig, da ich meine PCs eh komponentenweise aufzurüsten pflege. Wenn mir irgendwann doch mal der Sinn nach mehr Leistung stehen würde, könnte ich die SSD also in den neuen Rechner übernehmen.

Was mich mehr beschäftigt: Geht das überhaupt ohne weiteres? Mein Mainboard ist ein Gigabyte 970 A-D3 von 2012, also aus einer Zeit, in der SSDs in Desktop-Rechnern noch kein großes Thema waren. SATA3 ist schon vorhanden. Funktioniert sowas erfahrungsgemäß, oder sind Probleme zu erwarten?

Hätte noch ein paar Fragen, aber wenn es eh auf "Lieber Finger weg" hinausläuft, haben die sich erübrigt. :)

Gruß,
Timo

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2

Wednesday, June 5th 2019, 10:16am

sollte aus eigener erfahrung problemlos möglich sein.


ist auch ein älteres semster, und läuft problemlos.
nein, ist nicht mein hauptrechner, dieser hier tut in der garage seinen dienst.

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3

Wednesday, June 5th 2019, 10:41am

Hallo Timo!

Ich kann auch bestätigen, dass das in der Regel funktioniert. Ich habe meinen Mac mini von 2011 auch vor ein paar Jahren mit einer SSD nachgerüstet. Performancemäßig hat das einiges gebracht. Du solltest nur bei dem jeweiligen SSD-Modell nachsehen, ob es zu dem benötigtem SATA-Standard abwärtskompatibel ist, normalerweise ist das aber der Fall.

Ich habe auch noch einen Rechner mit einem Mainboard, welches ich 2003 neu gekauft habe und schon mit einem SATA-Controller ausgestattet war, laufen. Damals war SATA ja noch absolut exotisch. Dort habe ich später eine moderne SATA-HDD nachgerüstet, zwar keine SSD, aber selbst mit diesem Uralt-Controller läuft die Platte einwandfrei.

Wenn Du mit der Leistung Deines aktuellen Rechners zufrieden bist, würde ich keinen neuen zusammenbauen. Da hängt dann oft noch ein Rattenschwanz dran, den man evtl. vorher nicht auf dem Schirm hat. Wie z.B., dass das alte Gehäuse aus irgendeinem Grund nicht mehr passt oder das Netzteil etc.. Hab ich alles schon öfter selbst erlebt.
Grüße

Wayne

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4

Wednesday, June 5th 2019, 10:50am

Hallo Timo,

du bist hoffentlich darüber informiert, daß die Speicherzellen in SSDs nicht beliebig häufig beschrieben werden können.

MfG Kai

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5

Wednesday, June 5th 2019, 10:56am

ich nutze seit 6 jahren SSDs, mir ist noch keine kaputt gegangen.
solche posts sind panikmache, und zwar überflüssige.

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6

Wednesday, June 5th 2019, 11:00am

Erst mal danke für die Antworten.

Wayne: Wenn ich im Moment "richtig" aufrüsten würde, wäre es ein Fast-Komplett-System. Gerade mein Gehäuse (15 Jahre alt und sogar schon mit kleinen Roststellen) wäre längst fällig. Das Netzteil ist zwar noch nicht alt, aber da war ich in alter Gewohnheit zu knauserig und würde mir jetzt mal ein gutes gönnen.

Habe mal (noch ohne zu prüfen, ob sie wirklich Sinn macht) diese Kombination überschlagen:

Mainboard AM4 X370 Gigabyte X370M-DS3H M-ATX
CPU AMD Ryzen 3 2200G 4x 3.5 GHz +VGA, AM4 Tray
Lüfter Alpenföhn Ben Nevis Advanced Multi-Sockel
SSD 1 TB Samsung 860 QVO SATA 600 2.5
2 x RAM 16 GB DDR4 3000 CL16 G.Skill Aegis
Gehäuse be quiet! pure Base 600 gedämmt black
Netzteil Be Quiet Pure Power 11 Kabel-Management 600Watt 80+ Gold

Damit wäre ich dann beim Händler bei knapp 600 €. Eigentlich zu viel dafür, daß die Aufrüstung noch nicht wirklich nötig ist.

Kai: Natürlich, aber Ausfälle bei SSDs sind i.d.R. einigermaßen zuverlässig vorhersehbar. Bei konventionellen Platten ist das schwieriger, zumal sie ja auch mechanisch empfindlicher sind.

pedi: Ich denke mal, Kai hat sich an meinem zweideutigen Wort "ausfallsicher" gestört, das man auch im Sinne von "unzerstörbar" verstehen könnte. Daß auch eine SSD nach einer bestimmten Zahl von Schreibvorgängen ausfällt, ist natürlich ein Fakt. Andererseits gelten die aktuellen Modelle von Samsung als sehr zuverlässig und langlebig. Da mein Desktop-PC im Vergleich zu früher nur noch relativ selten zum Einsatz kommt, stehen die Chancen nicht schlecht, daß sie bis zu meiner Rente halten.

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7

Wednesday, June 5th 2019, 12:02pm

Meines Wissens benötigen SSDs ein spezielles Speicher-Management, das verhindert, daß immer wieder gleiche Speicherzellen beschrieben werden (zB ein Cache oder temp-Bereich) und stattdessen die Schreibhäufigkeit gleichmäßiger über die Disk verteilt. Dabei ist zu bedenken, daß bei großen Disks auch immer größere Blöcken geschrieben werden, egal ob eigentlich nur 10 Byte oder 8 kB geschrieben werden sollen.
Ich bin nicht auf dem Laufenden, ob das Betriebssystem oder mittelerweile die Disk selbst dafür zuständig ist.
Es schadet nie, über diese Eigenart der SSDs informiert zu sein.
Bei Timo rechne ich nicht mit Panik sondern mit vernünftiger Abwägung.

MfG Kai

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8

Wednesday, June 5th 2019, 12:06pm

Ich bin nicht auf dem Laufenden, ob das Betriebssystem oder mittelerweile die Disk selbst dafür zuständig ist.


Hallo Kai,

soweit ich weiß, macht das der interne Controller der Platte.

Gruß,
Timo

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9

Wednesday, June 5th 2019, 12:22pm

Hallo!

Mein PC ist vom Juli 2012, wie ich gerade per Suchfunktion herausgefunden habe.
Seine Daten damals:

Gehäuse: CoolerMaster Silencio 550 (kpl. gedämmt)
MB = ASUS P8P67 Evo Rev. 3.0 ATX
Prozzi = INTEL i5-2500K 3,3Ghz
Lüfter = Arctic cooler Freezer 13pro (Lüfterrad 13cm)
Speicher = 16GB (2x 8GB) CORSAIR 1333 CL9 Valueselect
Graka = ASUS HD6770 (lüfterlos) 1GB Grafikspeicher
NT = be quiet BQT L7 - 530W
FP-1 = SUNDISK SSD extreme SATA600 120GB (online_System)
FP-2 = dto. (offline_System)
FP-3 = SAMSUNG Spinpoint SATA300 1TB
DVD-1 = LG GH22NS50 S-SATA
DVD-2 = dto.
BS = MS Win7 home premium 64Bit SB-Version
und aus dem Alt-PC übernommen:
Soundkarte = Creative Labs Audigy 2 ZS
Anschlußbucht mit firewire/USB_2.0/Audio
3 USB_2.0-Festplatten (300GB und2x 500GB)

Dazu als geclonte Systemplatte (online_System) eine weitere
SUNDISK SSD extreme SATA600 für Notfälle (Platte nicht im
PC fest verbaut)
.

Die SSD habe ich im laufe der Jahre immer einmal durchgewechselt,
damit sie ungefähr gleich Stundenzahl und Starts aufweisen. Bis dato
habe ich keine Speicherzellenausfälle oder gar Totalverlust zu beklagen.

Die SSD gehörten damals zu den Teuersten, die auf dem Markt waren.
Das scheint sich ausgezahlt zu haben.

M. E. lohnt es meistens auch ältere PC/Laptop mit SSD nachzurüsten.

Gruß
Wolfgang

PS.: Außer einer zusätzlichen 2TB-SATA600-FP, einem anderen CPU-Kühler
und einer externen Soundkarte (Terratec DMX6fire) ist der PC unverändert.
BS ist immer noch WIN7 home premium...

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10

Wednesday, June 5th 2019, 1:38pm

Es gibt derzeit viele günstige Mini-PCs, m. E. macht es keinen Sinn mehr die alten Rechner aufzurüsten. Allein der Stromverbrauch und der Platzbedarf sind eine Schande. Selbst alte RS232 Messgeräte kann man über USB Adapter mit neuen Geräten gut betreiben. Lediglich wer alte, nicht mehr unterstützte Betriebssysteme zwingend benötigt, muss noch so ein altes Teil vorhalten. Anders als Vintage HiFi ist Vintage Computing an keiner Stelle sexy (-;
Gerhard

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11

Wednesday, June 5th 2019, 2:14pm

Allein der Stromverbrauch und der Platzbedarf sind eine Schande.


Grundsätzlich richtig, aber der Platzbedarf spielt bei mir keine Rolle. Unter meinem Schreibtisch ist eine "Bucht", die eigentlich sogar für ein Bigtower-Gehäuse ausgelegt ist. Wenn ich da ein kleines PC-Gehäuse reinstelle, habe ich rein gar nichts gewonnen. Und Stromverbrauch: Den großen PC schalte ich inzwischen nur noch ein, wenn mir mein Raspberry Pi oder mein Laptop nicht reichen. Das heißt in Zahlen maximal zehn Stunden pro Woche. Da muss man sich über den Energieverbrauch nun wirklich keinen Kopf zerbrechen.

Die Kehrseite an den Mini-PCs: Komponenten i.d.R. schlecht zugänglich, meistens kein 5.25"-Laufwerksschacht (brauche aber ein optisches Laufwerk).

Quoted

Anders als Vintage HiFi ist Vintage Computing an keiner Stelle sexy (-;


Lass' das nicht die Amiga-Freunde hier im Forum lesen. ;)

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12

Wednesday, June 5th 2019, 2:36pm

Im Kern ging's hier ja um die Aufrüstung eines etwas älteren PCs mit einer SSD, womit ich persönlich ausnahmslos gute Erfahrungen gemacht habe.
Von Aufrüstungen/Umbauten anderer Art hab ich mich mittlerweile komplett verabschiedet (und dabei hatte ich viele Jahre sogar ein Nebengewerbe in diesem Business...)
Es lohnt sich einfach nicht mehr, die Leistungen sind durch die Bank mehr als ausreichend für die Standardaufgaben die man an einen PC i.d.R. so stellt.
Ich kaufe mir lieber einen ausrangierten Business-PC (meist 2-3 Jahre alt und optisch in nahezu Neuzustand), gerne ohne HDD.
Die gibt's von Verwertern wirklich massenhaft - 'ne ausreichend große SSD rein und los geht's.
Business PCs sind meist auf niedrigen Stromverbrauch und leisen Betrieb optimiert, ohne daß die Leistung darunter leidet.
Viele Grüße
Jörg

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Wednesday, June 5th 2019, 6:30pm

Ich kaufe mir lieber einen ausrangierten Business-PC (meist 2-3 Jahre alt und optisch in nahezu Neuzustand), gerne ohne HDD.


Leider sind solche Dinger meist nur mit wenig RAM augestattet. 8 GB sind sicher ausreichend für Office-Anwendungen (dafür sind die Dinger ja konzipiert), aber wenn man Virtualisierung nutzen möchte, kommt man damit nicht weit. 16 GB sind im Moment meist noch OK, aber bei einem Neukauf hätte ich gerne 32, weil RAM-Nachrüstung nach ein paar Jahren meist nicht mehr wirtschaftlich ist. Veraltete RAM-Generationen sind meist erheblich teurer als aktuelle.

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Wednesday, June 5th 2019, 7:01pm

Nach meiner Erfahrung gibt es nichts effektiveres um einen alten PC deutlich schneller zu machen, als die HDD gegen eine SSD zu tauschen. Wenn Deine vorhandene Festplatte bereits 7 Jahre alt ist, würde ich der eh keine wichtigen Daten mehr anvertrauen. Meiner Erfahrung nach können Festplatte nach 5 Jahren jederzeit plötzlich ausfallen - oder sie gehen im ersten Jahr kaputt. Dazwischen passiert meist nichts.

Wenn Du nicht ganz so viel in den alten Rechner investieren willst, würde ich eine 500GB SSD nehmen und eine HDD als zweites Laufwerk. Für größere Dateien wie Audio und Video bringen SSDs nicht so viel, weil hier mehr oder weniger sequentiell gelesen wird und zum Abspielen auch keine hohen Datenraten benötigt werden. Wenn Deine Festplatte nicht so alt wäre, würde ich die also in jedem Fall im Rechner lassen und eben für solche Daten verwenden.

SSDs sind schon zuverlässig und habe für das hin und her schieben der Daten für eine gleichmäßige Nutzung auch immer etwas Reservekapazität, die für den Nutzer nicht zugänglich ist. Darum merkt man auch nicht, wenn die SSD älter wird. Eigentlich würde der Speicherplatz mit der Zeit weniger werden, aber dafür wird eben die Reserve verwendet. In ausgiebigen Tests haben aber alle SSDs länger gehalten, als vom Hersteller angegeben. Meist auch deutlich länger. Während aber bei normalen Festplatten sich ein Ausfall oft noch ankündigt durch laute Geräusche, nach denen man mit Glück noch die meisten Daten retten kann, ist bei SSDs normalerweise plötzlich Schluss und dann geht nichts mehr. Und da SSDs in der Regel verschlüsselt speichern, wird es richtig teuer, wenn man da professionell was wiederherstellen lassen möchte. Generell sind SSDs aber genauso "sicher" wie HDDs.

Aber wie gesagt: SSD lohnt immer.

Gruß
Robert
Revox A77 MK III (2-Spur), A77 MK IV HS (2-Spur), B77 MK I (4-Spur) - Tandberg 10X - Uher Variocord 263