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Thursday, March 28th 2019, 8:24pm

Linux Mint Disk Check nach System Crash ?

Hallo Linux Spezis,

ich hatte vorhin einen System-Crash auf meinem Linux Mint Internet Laptop nach gefühlt endlosen Disk Operationen.
Das kam so zustande:
Ein Support Sachbearbeiter hat mir zur Illustration seiner Erklärungen ein 3,5 MB großes "animated"-GIF geschickt.
Nach Doppel-Click darauf hat das System versucht, den File zu laden, das dauerte für 3,5 MB schon mal verdächtig lange. Angezeigt wurde aber nichts. Danach war weiterhin nicht aufhörendes "Gerödel" der Hard-Disk zu hören. Der Mouse-Zeiger auf dem Bildschirm reagierte nicht mehr auf meine Mouse-Bewegungen, das System auch nicht auf panische Tasten-Drücke ala CTRL-Alt-Del und Alt-Sys-Request (mir fielen nur die von Windows ein). Ich habe nicht gewagt, den PC während der Disk-Aktivitäten abzuschalten. Das dauerte "geraume Zeit". Irgendwann wurde der Bildschirm schwarz und einige Zeit später kamen dann Meldungen von System-Crash... und nun möglichen Tasten-Eingaben.
Ich hab mich für Reboot entschieden, was auch ausgeführt wurde.
Danach kam das System hoch, als sei nix gewesen.
Ich frage mich jetzt, ob das Disk-Gerödel vor dem Crash die Harddisk mit allerlei Mist beschrieben hat.
Gibt es Befehle, mit denen man die Disk-Integrität prüfen und aufräumen lassen kann ?

MfG Kai

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2

Thursday, March 28th 2019, 8:35pm

Am einfachsten:

Source code

1
sudo touch /forcefsck


... und dann Reboot. Dann werden beim Hochfahren alle Partitionen überprüft.

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3

Thursday, March 28th 2019, 8:56pm

Muß ich da erst den nächsten Apotheker nach den möglichen Nebenwirkungen fragen ?

Gibt es auch was zum Aufräumen oder müßte man dazu den vorigen Müll-freien Zustand kennen ?

MfG Kai
Nachtrag: Hab ich eben mal gemacht. Beim Reboot ist mir nichts aufgefallen, hat so lange gedauert wie sonst auch. Bei Windows hätte ein Disk-Prüfung sicher etliche Minuten hektische Aktivität zur Folge gehabt. Ob der wirklich was gemacht hat ?

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4

Thursday, March 28th 2019, 9:11pm

Hallo Kai,

Nebenwirkungen sind nicht zu befürchten. Die Prüfung wird normalerweise in regelmäßigen Abständen eh beim Hochfahren durchgeführt. Mit dem obigen Befehl ziehst Du das lediglich auf den nächsten Neustart vor. Und wenn Fehler gefunden werden, werden die (nach Nachfrage) auch repariert.

Wenn Du Deine Festplatte auch noch auf defekte Sektoren testen möchtest, kommt das Programm badblocks in's Spiel. Dann wird's allerdings etwas komplizierter, weil Du das nicht automatisch beim Systemstart vor dem Einmouten der Partitionen ausführen lassen kannst. Da bleibt dann nur der Start von einem anderen Datenträger (z.B. der Mint-Installations-CD oder der System Rescue CD).

Gruß,
Timo

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5

Thursday, March 28th 2019, 9:20pm

Nachtrag: Hab ich eben mal gemacht. Beim Reboot ist mir nichts aufgefallen, hat so lange gedauert wie sonst auch. Bei Windows hätte ein Disk-Prüfung sicher etliche Minuten hektische Aktivität zur Folge gehabt. Ob der wirklich was gemacht hat ?


Guck' mal, ob es die Datei /var/log/fsck gibt, und wenn ja, was darin steht (more /var/log/fsck).

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Thursday, March 28th 2019, 9:23pm

Sind mit bad blocks welche gemeint, bei denen Prüfsummen nicht stimmen, oder auch welche, die keinen Files zugeordnet werden können, weil die Tabellen nicht mehr konsistent sind ?

Wie sieht es denn aus mit einem einfacheren Tool, das die Disk-Belegung anschaulich macht und Vorschläge für das Entfernen vermutlich überflüssiger Files ?
Sowas wurde für Windows vielfach angeboten.
Wenn ich irgendwo einen riesigen GIF oder Zwischenfile mit Datum von heute und passender Uhrzeit fände, wäre das bestimmt ein Lösch-Kandidat.
Ich kann mit natürlich mal alle GIFs listen lassen und alle *.tmp oder wie die heißen mögen.
Gibt es irgendwo scheintote Caches, die man überprüfen oder löschen sollte ?

MFG Kai
Nachtrag: Erst nach diesem Beitrag hab ich deinen vorigen gesehen.
So reagiert das System:
more /var/log/fsck
*** /var/log/fsck: Verzeichnis ***
Ist also kein file.

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Sunday, March 31st 2019, 11:22pm

Hallo Kai,

ich hatte den Thread leider aus Zeitgründen etwas aus den Augen verloren.

Ich habe mich noch mal schlau gemacht: Bei neueren Distributionen scheint das mit dem "sudo touch /forcefsck" nicht mehr zwingend zu funktionieren.

Dann mach's doch wie folgt: Boote von irgendeinem anderen Datenträger (s.o. - die System Rescue CD wäre eine Option, wahrscheinlich geht's auch mit der Mint-Installations-CD) und prüfe dann Deine Datenpartition(en) so:

Source code

1
fsck.ext4 /dev/sdaX


(wobei statt natürlich statt sdaX die richtige Gerätedatei(en) angegeben werden müssen).

Gruß,
Timo

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8

Sunday, March 31st 2019, 11:50pm

Das funktioniert nur, wenn es sich um ein ext4-Filessystem handelt. Am Besten zuerst die Ausgabe von "mount" checken (oder hier posten).

Gruß

Nelson

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Sunday, March 31st 2019, 11:51pm

Davon bin ich jetzt einfach mal ausgegangen. ext4 ist bei Mint und allen anderen gängigen Desktop-Distributionen Standard.

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Monday, April 1st 2019, 12:54am

Boote von irgendeinem anderen Datenträger (s.o. - die System Rescue CD wäre eine Option, wahrscheinlich geht's auch mit der Mint-Installations-CD)

Habe weder System Rescue noch Mint-Installations-CD, allenfalls irgendeine Zeitschriften-CD mit vielleicht Mint oder was anderem zB Knoppix.
Inzwischen läuft das Teil wenigstens Symptom-los. Vielleicht bin ich ja noch mal "davon gekommen".
Da wär ich wohl auch als Prüfer ungeeignet, weil ich da nicht weiß, was normal ist und was faul.

Irgendein Tool, das eine "Verdächtigen-Liste" erstellt, würde ich schon eher mal probieren.
Der Support-Mann, der mir diese "Tret-Mine" geschickt hat, hat sich bislang nicht mit Entschuldigung gemeldet.

MfG Kai

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Monday, April 1st 2019, 10:21am

Am besten auf runlevel 1 (local ohne Diskmount) starten. Bei Ext-Dateisystemen kann man dann als root mit fsck (steht für File System Check) /dev/sda -y starten. sda steht für die betroffene Platte, ggf. den tatsächlichen Namen verwenden. Die Option -y (yes to all) erspart lästige Dauerabfragen zu Bestätigungen. Dann läuft das durch. Ab ext3 ist ein Journalystem enthalten, daher kann das automatisch beim reboot rekonstruiert werden. Bis ext2 wurde bei nicht erfolgter Abmeldung (z.B. durch hartes Abschalten) automatisch das fsck gestartet, um die Partitionstabelle wieder herzustellen. Seit ext3 kam ich aber nie wieder in die Verlegentheit, das händisch tun zu müssen.
Gruß
André

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Monday, April 1st 2019, 12:16pm

Boote von irgendeinem anderen Datenträger (s.o. - die System Rescue CD wäre eine Option, wahrscheinlich geht's auch mit der Mint-Installations-CD)

Habe weder System Rescue noch Mint-Installations-CD, allenfalls irgendeine Zeitschriften-CD mit vielleicht Mint oder was anderem zB Knoppix.

In der Zeit, in der Du das geschrieben hast, hättest Du auch "System Rescue CD" bei Google eingeben können und Dir das Image runterladen können. ;-)

Ich halte es aber nicht für nötig, hier ein Filesystemcheck laufen zu lassen.



Der Support-Mann, der mir diese "Tret-Mine" geschickt hat, hat sich bislang nicht mit Entschuldigung gemeldet.

Wofür auch?


Grüße

96k