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Alex85

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1

Thursday, November 28th 2019, 10:32am

Schlaf!

Moin moin :)

Angeregt durch eine Diskussion bei uns gestern, würde ich gerne eine Frage in die Runde stellen:

Wieviel Stunden schlaft ihr pro Nacht ? In der Regel?

Bei uns ist es nämlich so, dass es da die eine und andere Unbefindlichkeit beim Thema Schlaf gibt.

Während meine Frau leicht einschläft aber Durchschlafprobleme hat, ist es bei mir genau umgekehrt.
Ich schlafe schwerer ein und dafür jedoch gut durch.

Das Resultat ist jedoch bei uns gleich: An manchen Tagen fühlen wir uns wie durch die Mangel gedreht.

Wie sieht das bei euch aus? Habt Ihr Tips , im einen oder dem anderen Fall? ?(

liebe Grüße

Alex

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2

Thursday, November 28th 2019, 2:38pm

Als Arzt kann ich dazu nur sagen, dass es relativ sinnlos ist, die Erfahrungen anderer auf sich beziehen zu wollen. Wichtiger ist die Anamnese seiner selbst und der Ehefrau, wie war es früher, wie ist es jetzt. Dann der Gesundheitsstatus, welche Vorerkrankungen gibt es, welche Medikamente werden ggf. genommen. Eine ärztliche Untersuchung ist bei beiden erforderlich, gibt es ggf. neue gesundheitliche Probleme die noch nicht erkannt sind ... Dann die Berücksichtigung der Lebenssituation, vulgo "Stress" genannt ... , die Berücksichtigung der Schlafsituation, ... Es ist ein weites Feld.
Gerhard

Alex85

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3

Thursday, November 28th 2019, 3:28pm

Als Arzt kann ich dazu nur sagen, dass es relativ sinnlos ist, die Erfahrungen anderer auf sich beziehen zu wollen. Wichtiger ist die Anamnese seiner selbst und der Ehefrau, wie war es früher, wie ist es jetzt. Dann der Gesundheitsstatus, welche Vorerkrankungen gibt es, welche Medikamente werden ggf. genommen. Eine ärztliche Untersuchung ist bei beiden erforderlich, gibt es ggf. neue gesundheitliche Probleme die noch nicht erkannt sind ... Dann die Berücksichtigung der Lebenssituation, vulgo "Stress" genannt ... , die Berücksichtigung der Schlafsituation, ... Es ist ein weites Feld.
Gerhard



Hallo Gerhard,

vielen Dank für deine Nachricht. Ja sicher kann man nie 100% von einem Menschen auf den anderen Menschen Erfahrgen und Symptome übertragen. Wohl jedoch über Erfahrungsaustausch Hilfestellung erreichen.

Es hat sich gar nicht viel geändert in der Lebenssituation und auch nicht am Gesunsheitsstatus. Blutwerte werden regelmäßig bei beiden getätigt und da liegen keine nennenswerten Veränderungen vor.

Das bei meiner Frau natürlich nun eine GON Athrose im rechten Knie sowie rheumatische Veränderung in der Hand entstanden ist, hat zeitlich gesehen kaum einen Einfluß darauf.

Auch lange vor diesen Erkrankungen war bei ihr das Schlafverhalten gleich. Bei mir könnte ich noch vielleicht meinen Job und den Stress gelten lassen, bei ihr jedoch nicht. Ich mache mir da große Sorgen. Die Ärzte bei denen wir waren ( 2 Stück) sagten zu ihr nur, sie solle mehr Sport treiben und mehr Obst essen. :whistling: :rolleyes: Irgendwie eine Allroundantwort wenn Mediziner nicht wissen was sie sonst sagen sollen.

Diese Herren liegen aber dann nicht neben ihr und sehen wie sie an manchen Nächten mit Tränen in den Augen sich wälzt und wach ist, dann erst wieder nach quälenden 1-2 Stunden in den Schlaf findet. In ihren Augen ist sie schon dankbar wenn sie dann auf fast 7 Stunden kommt.... (allerdings nie am Stück also nie ununterbrochen). Sie rechnet dann akribisch zusammen, von wann bis wann sie tatsächlich eine Art Schlaf fand und hofft dann dass es reicht.

Naja.... wollte hier nun nicht jammern.

Nicht böse sein wenn das Thema hier nicht passt. dachte nur ich könnte hier vielleicht eine Erfahrung sammeln, die sie etwas beruhigt.

lG

Alex

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4

Friday, November 29th 2019, 4:24pm

Es gibt Schlafmediziner, dorthin würde ich mich wenden.
Viel Erfolg
Gerhard

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5

Friday, December 13th 2019, 11:26am

Hallo Alex,
ich schlafe seit Jahren auf ähnliche Weise wie Deine Frau und vermute, dass sich bei mir 25 Jahre Schichtarbeit ungünstig ausgewirkt haben.
Hilfe von ärztlicher Seite habe ich leider nicht bekommen; das war wohl auch gar nicht möglich.
Ich kenne Euer Alter nicht. Ich bin 65 und Rentner, und seit ich nicht mehr zur Arbeit gehen muss, habe ich meinen eigenen Weg, mit dem Schlafproblem umzugehen. Wenn man den Feind nicht besiegen kann, dann kann man ihn gewissermaßen zum Freund machen. In meinem Fall war das ein Annehmen der Schlafstörung. Wenn ich um 1 Uhr aufwache und nicht mehr weiterschlafen kann, dann stehe ich auf, gehe ins Wohnzimmer, höre schöne Musik in moderater Lautstärke und bei gedämpftem Licht und denke an was Schönes. Kein TV! Auch Tagträumen hilft mir mitten in der Nacht. Das Entscheidende war, dass ich aufgehört habe, mich zu ärgern. In manchen Nächten schlafe ich tatsächlich viel zu wenig und hole das Defizit dann am Tag mit einem oder zwei Kurzschläfchen nach. Dass die Methode bei berufstätigen Menschen nicht anwendbar ist, ist klar, und dass ich mir eine durchgehende, leichte Müdigkeit anerzogen habe, habe ich als notwendiges Übel akzeptiert.

Vielleicht ist es Deiner Frau möglich, die unangenehme Lage zumindest teilweise zu akzeptieren. Nachts mit Tränen in den Augen auf etwas Schlaf zu warten, ist schon sehr belastend. Gute Besserung Euch beiden!
Gruß
Heinz

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6

Friday, December 13th 2019, 11:50am

da habe ich zum glück keine probleme.
ich gehe meistens so zwischen 2.00 und 2.30 ins bett, und schlafe sofort ein. manchmal kommt der kater hinterher, will seine schmuseeinheiten, und pennt dann auch.
aufstehen tu ich zwischen 7.00 und 9.00.
das ist das schöne am rentnerdasein. :)

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7

Friday, December 13th 2019, 2:47pm

ich gehe meistens so zwischen 2.00 und 2.30 ins bett (...)
aufstehen tu ich zwischen 7.00 und 9.00.


Das sind zwischen 4,5 und 7 Stunden Schlaf. Reicht Dir das?

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8

Friday, December 13th 2019, 3:40pm

Ich hätte da noch einen kleinen Tipp aus der Praxis. Wenn man im Bett liegt, einfach seine Ausatemzüge zählen und - wenn einem zu viele Gedanken durch den Kopf schießen und man den Zählfaden verliert - wieder bei Eins anfangen. Hält man sich daran, ist man meist spätestens bei 100 eingeschlafen. Es gibt auch eine neurophysiologische Erklärung (aus der Meditationspraxis) dazu: Unser Gehirn ist nicht fähig, zwei Sachen quasi gleichzeitig zu erledigen. Entweder gibt man sich seinen wachhaltenden Gedanken hin oder man konzentriert sich aufs Ausatmen & Zählen.

Einfach mal ausprobieren.
Gruß
Peter

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9

Friday, December 13th 2019, 5:07pm

Ein- und Durschlaf"störungen" sind mit zunehmendem Alter normal, genau wie unsere Haarfarbe ändert sich im Alter die Schlafphysiologie. Dass uns das belastet, kann man auf unseren Anspruch zurückführen, die Nacht am Stück durchzuschlafen. Dieses Schlafmuster ist aber beileibe nicht "natürlich" sondern unserem Lebenswandel mit 8 - 10 h Arbeitstag geschuldet, der uns in ein enges Zeitkorsett zwängt. Dass man den Schlaf danach ausrichtet, kommt uns eben "natürlich" vor, ist es aber eigentlich nicht. Noch im Mittelalter war das Durchschlafen eher unüblich, man ist um Mitternacht aufgestanden, um den Ofen nachzuheizern und gleich einen Imbiss einzunehmen oder sonstwas zu erledigen, was im dämmrigen Licht einer Nachtkerze möglich war.

Ich schlafe auch zunehmend schwerer ein. Was paradoxerweise oft hilft, ist der Versuch die Augen im Dunklen offenzuhalten, das stehe ich normalerweise nicht lange durch.
Viele Grüße
Lukas

Alex85

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10

Friday, December 13th 2019, 6:53pm

Jesses :D so viele Antworten auf einmal, bin ich gar nicht gewohnt...
Danke schön ! Auch im Namen meiner Frau.
Ja, die Ideen sind gut, die ich hier lesen konnte. Meine Frau sitzt gerade daneben und dankt ebenso. Sie will versuchen das eine oder andere mal zu probieren.
Es wäre ja schon schön für sie, wenn sie die 7 Stunden vollbrächte. Das würde ja vollkommen reichen, nach Schlafforschungssicht.

Ich habe ja keine Durschschlafprobleme, eher im Gegenteil... wenn (!) ich einmal eingeschlafen bin, dann könnte ich eher zuviel schlafen. Ich habe es schon mal auf 13 Stunden gebracht... :D nur das Einschlafen ist bei mir eben nicht ganz so leicht.
Mein Mädl dagegen schläft schnell ein ... aber dann eben immer nach ca 3- 4 Stunden schwupps! Dann geht das Elend los.

Mit meinen 34 Lenzen , denke ich, geht das aber noch irgendwie. Sie ist älter als ich und da sieht das schon eher etwas anders aus. Hinzukommt, sie ist mehr etwas sensibel und reagiert darauf natürlich schwerer an manchen Tagen melancholisch, schwermütig.

(Merkwürdigerweise gelingen ihr an diesen Tagen die schönsten Musikkompositionen, traurige meist, aber sehr eingehend..)

Erleichternd ist die Tatsache daß sie nicht arbeiten kann und deswegen halt ab und zu versucht ein "Mittagsschläfchen" zu halten. Was manchmal auch klappt, so für eine Stunde... maximal 90 Minuten. Nur, ist dies halt kein zusammenhängender Schlaf, es ist halt nicht ganz so erholend für sie.

Auch kommt natürlich dann, wenn sie wach wird, die Gedankenspirale.... Sorgen die sie "quälen" , um mich, das Geld, eben Alltagssorgen...

Einmal habe ich sie ertappt, wie sie nachts im Esszimmer saß und am Haushaltsbuch rechnete.... sie bekommt ja keinerlei Unterstüzung vom Staat, denn Knieschmerzen und Handschmerzen zählen für den Staat nicht. .... naja, das ist ein anderes Thema.

Ich achte jeden Morgen darauf, wenn mein Wecker leise klingelt, leise aufzustehen und bevor ich dann die Wohnung verlasse, sehe ich nochmal kurz ins Schlafzimmer, ob sie schläft, werfe ihr einen Kuß zu und verabschiede mich in Gedanken von ihr...

Abends bleibt sie halt länger auf um überhaupt müde zu werden. Sie richtet dann mir mein alltägliches "Fresskörbchen" :) für die Arbeit, zum mitnehmen und bügelt etc... Sie gehört zu den "Eulen" während ich eher zu den "Lerchen" gehöre, wie dies die Schlafforscher so benennen.

Was ich jedoch beobachten konnte ist, wenn ich Urlaub habe und bei ihr liege, dann schläft sie besser. Zwar nicht wirkich durch, jedoch wenn sie dann aufwacht und ich sie lieb in den Arm nehme, liegt sie wie ein Säugling in meinen Armen und ich kann hören, sehen, fühlen, wie ihr Atem ruhiger wird und sie dann schneller wieder einschläft.

Aber ich will euch nicht mit zuviel Gefühl belästigen mit diesem Thema. Auf jeden Fall wird sie die eine und andere Idee versuchen.
Wirklich schön von euch, die Beiträge, danke schön !!!!

:)

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11

Friday, December 13th 2019, 8:02pm

ich gehe meistens so zwischen 2.00 und 2.30 ins bett (...)
aufstehen tu ich zwischen 7.00 und 9.00.


Das sind zwischen 4,5 und 7 Stunden Schlaf. Reicht Dir das?

ja, keine probleme.

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12

Friday, December 13th 2019, 8:42pm

Ähnlich geht es mir nach ca. 50 Jahren täglich auf dem Bau als KFZ Elektriker und LKW Schlosser , um 7 Uhr war Arbeitsbeginn, um 17 Uhr Arbeitsende, spätestens um 22 Uhr gings dann Wochentags ins Waagerechte, kaum ein Bein unters Bett deck und schon fast im Tiefschlaf, am Wochenende wurde es locker 0-2 Uhr bevor es ins Bett ging und Frühstück gab's dann kurz vor 10, wenn uns die Kinder nicht vorher Wach machten, was ca. 10 Jahre auch so war. Nun aber als Rentner geht's um 23 Uhr ins Bett und während meine Frau lautstark ihre Lunge hören lässt, bin ich so zwischen 1-3 Uhr regelmäßig Wach, oft aber gelingt mir das einschlafen wieder bis ca. 5 Uhr, dann eiskalte Gesichtswäsche und für ne knappe Stunde rauf auf's Liege Ergometer, nach ca. 300 Kalorien Verlust und gut 20 km Radel Strecke, geht's in den Morgen mit ausgiebiger Dusche, Tageszeitung und anschließendem gemeinsamen leichten Frühstück, ein täglicher ca. 1,5 stündlicher gemeinsamer Spaziergang an der frischen Luft, geht dann bis kurz vorm Mittag, pünktlich um 12 aber ist die Müdigkeit an allen 7 tagen wieder zurück, während mir dann ca. 0,5h Mittagsschlaf genügen, benötigt meine Frau ca. 1,5h dafür.
Alles in allem aber, komme ich also mit meinen knappen 70 Lenzen auf ca. 6-7,5h täglichen Schlaf. Diese Nachts Wachphasen aber sind auch für mich schon ein Problem, mit deren Umgang aber ich schon seit Jahren Klar komme.......dank der Freizeit, denn wenn ich meine, mich hinlegen zu müssen, dann tue ich das auch, auch wenn es gut 16 oder 20 Uhr ist....nach ne halben Stunde aber bin ich eh wieder Wach und Aktiv.
M.f.G.
justus



Onkyo TX8050; TA2760; Philips N4520; 2x Grundig TS1000; TK19;24;27 ; 2x Pioneer RL1011L; Telefunken M3000; M3002L; Uher 4000 Report L; Report 4400; Report Monitor 4200; Tesla B41; Mikro Seiki DQ44; Heco Victa 601
.

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13

Saturday, December 14th 2019, 12:24am

Ich leide seit ein paar Jahren an Durchschlafstörungen, schaffe im Regelfall nicht mehr als 5-6 Stunden am Stück (was für mich als 35-jähriger Berufstätiger zu wenig ist). Davor konnte ich auch ohne Probleme 10 Stunden oder mehr durchschlafen.
Ich habe das Gefühl, mein Körper will mehrere kürzere Schlafphasen über den Tag verteilt als eine lange in der Nacht, aber das lässt sich mit meinem Leben nicht vereinbaren. Habe als Bedarfsmedikament Trittico vom Arzt bekommen, damit gönne ich mir ab und an mal eine erholsame Nacht, hat dann nur den Nachteil dass es am nächsten Tag noch nachwirkt und ich bis Mittag wie ein Zombie durch die Gegend schwanke, dafür bin ich dann den restlichen Tag (und meist auch noch 1-2 Tage danach) fit, erholt und voller Energie.

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14

Saturday, December 14th 2019, 10:31am

Um noch was Allgemeinse nachzuschicken: Es gibt keine allgemein gültige Regel wieviel Schlaf der Mensch benötigt. Im Schnitt ist es bei Frauen eine Stunde mehr als bei Männern und die Spanne reicht von 4 - 8h.
Trittico ist übrigens ein Antidepressivum, das als Nebenwirkung schlaffördernd wirkt. Als reines Schlafmittel ausserhalb einer depressiven Schlafstörung sollte es eigentlich nicht zur Anwendung kommen. Als gut verträglich und nebenwirkungsarm gelten Melatonin vor allem bei Einschlafstörungen und ev. auch Antihistaminika wie das Diphenhydramin. Man muss sich aber darüber im Klaren sein, dass bei allen Mitteln nach dem Absetzen die alte Symptomatik verstärkt wieder auftritt.
Viele Grüße
Lukas

Alex85

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15

Saturday, December 14th 2019, 2:00pm

Vielen Dank Lukas und @Alle für die weiteren Infos.

Ja, die Schlafforschung ist ziemlich schwammig.... wir haben ja ein Buch von einem Forscher Zuley der schreibt so und ein anderer schreibt wieder etwas anders... es ist halt noch nicht wirklich klar was wie wo warum wann und ob überhaupt...
Heute war wieder so eine Nacht. Ich konnte recht gut durchschlafen aber meine Frau hängt wieder in den Seilen.....

Dazu kommen dann bei ihr immer wieder die bekannten Begleiterscheinungen, Kopfschmerzen, schlechte Laune, eben das volle Programm. Man kann sagen, der halbe Tag ist für sie gelaufen.

:(

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Sunday, December 15th 2019, 1:19pm

Bevor man einem solchen Problem mit der Chemiekeule zu Leibe rückt, sollte man etwas kostenloses ausprobieren, die Progressive Muskel Relaxation PMR nach Jacobson. Das sind Entspannungsübungen für die Muskeln, es gibt mp3-Dateien zum Download mit genauen Anweisungen zur Durchführung und etwas Hintergrundmusik. Danach bin ich so entspannt, dass ich ziemlich schnell einschlafen kann.

MfG, Tobias
Es gibt 2 Dinge, die unendlich sind, die menschliche Dummheit und das Universum. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht 100% sicher (Albert Einstein)

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17

Sunday, December 15th 2019, 2:02pm

Meine Mutter hat mir vor Jahren mal vorgeschwärmt, wie gut dieser Beruhigungstee von Aldi ihr beim Einschlafen helfe:



Ich dachte erst an ein Placebo, aber nachdem ich mir mal einen Beutel aufgebrüht hatte, bin ich auch der Meinung, daß er beruhigend und schlaffördernd wirkt. Dies vielleicht mal als Tipp. Zu verlieren hat man ja nichts, kost' nix, schmeckt auch ganz lecker, und ernsthafte Nebenwirkungen sind wohl nicht zu befürchten. Natürlich darf man nicht den schweren Narkose-Holzhammer erwarten.

(Das Bild zeigt die Aldi-Nord-Variante, bei Aldi-Süd heißt er "Multinorm" statt "St. Christoph", Hersteller und Zusammensetzung sind identisch.)

helmut

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18

Sunday, December 15th 2019, 10:43pm

Hallo,
also bei mir hilft Meditation. Körper und Geist kommen sofort zur Ruhe, wenn man nicht mehr aktiv denkt. Einfach die Gedanken dahinziehen lassen wie Schäfchenwolken, das kann man trainieren. Der Körper lernt dann, auf Kommando abzuschalten und in einen stand- by Modus zu fallen.

Es geht nicht sofort, weil die Methodik muss sich der Körper erst aneignen. Hat er das gelernt und wird es öfter (anfangs täglich) praktiziert, dann waren die Erfolge so, dass ich nach 6 Stunden erholsamen (!) Schlaf morgens um 5 Uhr wach und munter aufgestanden bin. Normal brauche ich 8 Stunden und bin dann nicht so munter. Man muss auch sagen, ich habe damals morgens und abends je 30 Minuten Meditation gemacht, also von 2 Stunden plus wg. weniger Schlaf habe ich eine Stunden in Meditation investiert. Hat mir auch beruflich sehr geholfen, z. B. Stress Abbau und Konflikte im Job.
Es soll übrigens Leute geben, die haben mit solchen Techniken den Schlaf komplett überwunden. Die schlafen also nicht mehr wie wir schlafen, die machen tagsüber einige Zeit Meditation und sind ansonsten wach, auch die Nacht durch. Das kommt daher, dass man sich in der Meditation, wie beim Schlaf, in einen totalen Entspannungszustand begibt. Der Körper kann sich regenerieren, ohne normalen Schlaf zu haben. Das dauert dann aber keine 5 oder 8 Stunden sondern geht schneller. Das sind halt so Sachen, die stehen in keinem westlichen Magazin, weil das nach Schulmedizin nicht gehen dürfte. Laut Schulmedizin braucht jedes Tier und der Mensch regelmäßig Schlaf um Ereignisse zu verarbeiten und Energie frisch zu tanken.
Aber diese spirituellen Praktiken gibts schon länger als die westliche Schulmedizin.

Beim Schlaf nennt sich das Schlafhygiene. Also die Vorbereitung auf den Schlaf. Sehr wichtig für guten, erholsamen Schlaf. Viele praktizieren halt keine gute Schlafhygiene und wissen garnicht, was man als Vorbereitung machen sollte und was man unterlassen sollte.

Gruß, Helmut

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19

Sunday, December 15th 2019, 10:54pm

Quoted

es gibt mp3-Dateien zum Download mit genauen Anweisungen zur Durchführung und etwas Hintergrundmusik
Also wenn, dann doch bitte auf Band, ich meine, wo sind wir denn hier... :D

helmut

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20

Sunday, December 15th 2019, 11:02pm

Ein- und Durschlaf"störungen" sind mit zunehmendem Alter normal, genau wie unsere Haarfarbe ändert sich im Alter die Schlafphysiologie. Dass uns das belastet, kann man auf unseren Anspruch zurückführen, die Nacht am Stück durchzuschlafen. Dieses Schlafmuster ist aber beileibe nicht "natürlich" sondern unserem Lebenswandel mit 8 - 10 h Arbeitstag geschuldet, der uns in ein enges Zeitkorsett zwängt. Dass man den Schlaf danach ausrichtet, kommt uns eben "natürlich" vor, ist es aber eigentlich nicht. Noch im Mittelalter war das Durchschlafen eher unüblich, man ist um Mitternacht aufgestanden, um den Ofen nachzuheizern und gleich einen Imbiss einzunehmen oder sonstwas zu erledigen, was im dämmrigen Licht einer Nachtkerze möglich war.

Ich schlafe auch zunehmend schwerer ein. Was paradoxerweise oft hilft, ist der Versuch die Augen im Dunklen offenzuhalten, das stehe ich normalerweise nicht lange durch.

Die Taktung des menschlichen Arbeitstages nach den Erfordernissen des Arbeitsalltags (also bei vielen 9h Arbeit inkl. Pausen plus Fahrtweg) führt dazu, dass wir versuchen, den Schlaf in einem Block zu absolvieren. Diesen Alltag mit starren Regeln gibt es so erst seit dem Beginn der Industrialisierung, der Mensch wurde also als Teil dieser Industrien so trainiert, dass er sich gut einfügt in die Erfordernisse der Arbeit. Tausende Jahre lang hatten die Menschen einen anderen Rythmus, die waren nämlich Bauern oder selbständig und konnten sich den Tag anders einteilen. Morgens vielleicht das Vieh versorgen, dann Mittag, dann Pause, dann wieder Bauernhof Arbeit oder Feldarbeit und abends nochmal etwas Heimarbeit, dann schlafen.
Da gab es keine Stechuhren mit Arbeitsbeginn Punkt 7 Uhr. Und auch der Stresslevel war ein anderer, denn die allermeisten haben auf dem Dorf gewohnt, da hat man seine Nachbarn alle gekannt. Heute, mit zunehmender verstädterung kennt man niemanden mehr, das löst schon Stress aus. Im Bus, in der Bahn, überall ständig fremde Leute und auf der Arbeit Druck vom Chef, Lästereien von Kollegen und die Angst, man könnte die Miete nicht bezahlen. Da braucht sich niemand wundern, warum so viele da vorzeitig krank werden. Das ist mit der Welt vor der Industrialisierung und vor den großen Städten nicht vergleichbar, aber der Mensch ist immer noch genauso. Der ist in 200 Jahren kein anderer geworden, das würde Jahrtausende dauern in der Evolution.
Gruß, Helmut

helmut

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21

Sunday, December 15th 2019, 11:12pm

Meine Mutter hat mir vor Jahren mal vorgeschwärmt, wie gut dieser Beruhigungstee von Aldi ihr beim Einschlafen helfe:

index.php?page=Attachment&attachmentID=29545

Ich dachte erst an ein Placebo, aber nachdem ich mir mal einen Beutel aufgebrüht hatte, bin ich auch der Meinung, daß er beruhigend und schlaffördernd wirkt. Dies vielleicht mal als Tipp. Zu verlieren hat man ja nichts, kost' nix, schmeckt auch ganz lecker, und ernsthafte Nebenwirkungen sind wohl nicht zu befürchten. Natürlich darf man nicht den schweren Narkose-Holzhammer erwarten.

(Das Bild zeigt die Aldi-Nord-Variante, bei Aldi-Süd heißt er "Multinorm" statt "St. Christoph", Hersteller und Zusammensetzung sind identisch.)

Pflanzliche Sachen sind oft viel bekömmlicher. Da könnte Baldrian mit drin sein.


Man darf nicht vergessen, die gesamte Pharmaindustrie mit ihren Pillen gibts erst seit hundert Jahren. Davor hat man sich anders geholfen. Da verdient natürlich kein Arzt dran, deshalb verschreibt er gerne die Tabletten der Pharmaindustrie. Das ist wirklch eine sehr machtvolle Industrie, da fliesst unglaublich viel Geld rein. Geld, was dann in anderen Bereichen wieder fehlt. Also wer sich da mal mit beschäftigt hat, sieht, dass da vieles ganz schräg ist. Aber die Industrie hat eine große Lobby, da geht niemand ran. Pharmavertreter ist einer der sehr gut bezahlten Berufe. Wie auch medizintechnik. Wissen nur wenige, was da verdient wird. Wenn es für Tonbandgeräte eine Nachfrage in der Medizin gegeben hätte, wären die dort ca. 10 mal so teuer gewesen. Nur wegen ein par läppischen Kleinigkeiten, die anders sind. So läuft das in dem Bereich. Und soviel Geld wird an den Geräten verdient.
Würde mich nicht weiter stören, aber das sind alles Gelder, die durch Beiträge zur KV von allen Arbeitnehmern eingezahlt wurden.

Gruß, Helmut

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22

Monday, December 16th 2019, 1:19am

Da könnte Baldrian mit drin sein.


Ist es. :)

Zusammensetzung: 100g enthalten: Arzneilich
wirksame Bestandteile: Melissenblätter 25g,
Baldrianwurzel 15g, Hopfenzapfen 15g,
Lavendelblüten 15g. Sonstige Bestandteile:
Bitterer Fenchel, Hagebuttenschalen, Kamillen-
blüten, Rosmarinblätter, Schafgarbenkraut, Anis.

Alex85

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23

Monday, December 16th 2019, 8:08pm

Na, das ist ja supersitze, was hier an tollen Tips gegeben wird.
Aldi wird gleich morgen gekauft. Steht bereits auf der Liste. Das mit der Meditation ist mit Sicherheit auch sehr gut, sie ist jedoch etwas skeptisch, da sie schwer in Ruhe eintritt, bei bewusstem meditieren. Hat sie mal versucht und wurde dadurch noch kribbliger, wie sie sagte.
Aber das mit Jacobsen will sie dennnoch versuchen.

Was Helmut schrieb ist ebenso sehr wahr... das Zeitkorsett in unserer Zeit ist nicht wirklich gesund. Da wehren wir uns auch - wenn machbar.

Mensch toll, danke an ALLE :thumbsup:

helmut

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24

Monday, December 16th 2019, 8:54pm

Hallo Alex,
es gibt Personen, die können nicht leicht zur Ruhe kommen. Gerade das ist aber ein Hauptproblem bei Schlafstörungen. Im Grunde ist es die Ursache, die Personen können nicht abschalten, stehen ständig unter Strom. Wie soll man da im Bett auf Knopfdruck abschalten und einschlafen?
Wenn man kribbelig wird, zeigt das ja nur, dass man es nie gelernt hat mal ruhig zu sein. Der Körper mag das aber überhaupt nicht, immer unter Anspannung. Macht auch überhaupt keinen Sinn. Früher gab es auch nur wenige Gefahrensituationen, wo man wegrennen musste.
Man kann das alles lernen mit der Entspannung, aber ich kenne auch Personen, die sagen: das mag ich nicht machen. Im Grunde sagt das aus, dass sie nicht an der Wurzel des Problems arbeiten wollen. Sie wollen eher Arzneimittel schlucken. Das ist auch OK, nur halt dann die, welche auf Dauer nicht abhängig machen. Dann ist alles gut, was hilft.
Und unbedingt auf Schlafhygiene achten. Einfach mal googeln.

Gruß, Helmut

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25

Wednesday, December 18th 2019, 3:11pm

ich bin vor ein paar Jahren Opfer einer Mode geworden, die scheinbar schon wieder abebbt - dem CPAP Gerät.

Monatelang habe ich mich immer wieder im Schlaflabor quälen lassen, weil man uns ja wahre Wunder versprochen hat - irgendwann habe ich es gelassen, und bin wieder eine Illusion ärmer. Falls Du wirklich zum Arzt gehst, und der versucht, Dich sofort auf die Apnoe-Schiene zu setzen, solltest Du dem mit gesundem Mißtrauen begegnen. Ich habe z.B. im Schlaflabor mit dem ganzen Gedöns an meinem Körper und dem Geblinke der Kameras etc. nie richtig schlafen können - wieso das für die Auswertung keine Rolle gespielt hat, wenn man gar nicht in den Tiefschlaf kommt, das hat mir bis heute niemand erklären können. Es wird sicher Leute geben, denen das Gerät wirklich geholfen hat, dass es aber eine ganze Weile als Universal-Heilmittel verkauft wurde, dabei spielt sicher das Geld eine nicht unerhebliche Rolle, immerhin kostet so eine Behandlung inkl. dem Gerät richtig Asche.

Gruß Frank

helmut

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26

Thursday, December 19th 2019, 2:04am

Hallo,
habe in einem Krankenhaus gearbeitet mit Schlaflabor. In der Verwaltung, ich kenne die medizinischen Fälle genau. Bei fast jedem, der dort hin kommt wird eine Versorgung mit Geräten angestrebt. Da leben die Hersteller der Geräte und das Krankenhaus fürstlich davon. Ich könnte nie damit schlafen, aber unser Nachbar sagt, es hilft ihm. Vorsicht immer vor Krankenhäusern und Ärzten. Die wollen alle etwas verkaufen und heute ist die Gesundheit da oft in Gefahr. Ich habe Fälle erlebt, da wurden halb Demente Patienten im Krankenhaus überredet an Studien für Implantate teilzunehmen. Die Menschen waren so fertig, die hätten auf der Stelle auch sterben können. Hätte mich nicht gewundert. Die heutige Medizin kann Leben retten, sie geht aber auch über Leichen, wenns um Geld geht. Und die Krankenhäuser kämpfen um Rendite und oft auch das Überleben. Da muss man als Patient bei jedem Behandlungsvorschlag immer erstmal abwägen und eine Zweit- und Drittmeinung einholen. Kann ich nur jedem zu raten.

Gruß, Helmut

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27

Thursday, December 19th 2019, 2:20am

ist doch heute überall so, egal ob zahnarzt, augenarzt usw.
alle wollen zusatzeinnahmen.

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28

Friday, January 10th 2020, 2:52pm

Ich habe beim Schlafen die Erfahrung gemacht, dass meine Schlafqualität extrem von der Matratze abhängt.
Meiner Meinung nach gibt es nicht die eine, allgemeine perfekte Matratze für jeden. So etwas ist immer individuell von der Person abhängig.
Ich könnte mir vorstellen, dass eure Schlafprobleme daher kommen, dass ihr euch eine Matratze teilt, die für keinen von euch wirklich die Richtige ist.
Das wichtigste Kriterium beim Matratzenkauf, ist für mich der Härtegrad der Matratze. Der richtige Härtegrad hängt hauptsächlich von Größe und Gewicht des Schlafenden ab. Übersichtstabelle
Vielleicht hilft euch das ja weiter. :)
Ihr müsstet dann eventuell überlegen, ob ihr auf zwei separaten Matratzen schlaft, da entsteht dann halt so eine nervige Lücke zwischen den Matratzen.
Damit müsste man dann leider leben...

Alex85

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29

Friday, January 10th 2020, 2:59pm

Hallo Kakadu,
das ist auch ein sehr guter Tip !!!! Danke.
Die Idee hatte ich auch mal, als meine Frau meinte, dass sie manchmal wenn sie aufwacht, leichte Schmerzen im Kreuzbeinbereich hätte.
Das ist eine von den blöden neuen Schaumstoffmistmatratzen, die angeblich achso viele tolle Kammern hätten um das Gerüst optimal zu stärken. jaja... modernen Quatsch. Guter Federkern wäre das Beste gewesen, aber nein... wir sind vor 3 Jahren eben auf die Werbung reingefallen...
:(

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30

Monday, January 13th 2020, 12:24pm

Ja, leider erfährt man das meistens erst, nachdem man es dann durchlitten hat.
Ich habe auch schon echt viele Matratzen durchgehen müssen, bevor ich endlich eine geeignete für mich gefunden habe.

Ich hoffe, dass ihr eine gute Lösung findet. :)