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31

Freitag, 19. Dezember 2014, 00:13

Frueher oder spaeter muss direkt nach dem vollzug Aktes alles oeffentlich preis gegeben werden via Fratzenbuch.

Ich finde es hoechst bedenklich wie heute die Generationen mit ihren Privaten Daten so offen umgehen das jeder weiss oder gar wissen muss was gerade getan wird und das per Fratzenbuch und Twitter verteilt wird. Frueher hat mann ja auch keine Postkarte geschrieben mit dem Inhalt (Beispiel) " Ich sitze gerade aufm Klo, was mach ihr gerade? ".

MFG Ralf
Ich putze hier nur...

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32

Freitag, 19. Dezember 2014, 09:17

Hallo,

ich sage es immer wieder, dass Leute, die es für nötig halten, soziale Netzwerke zu nutzen, nicht normal im Kopf sind.

Diese sozialen Netzwerke gehören zu den sinnlosesten Inhalten des Internets.

Gruß
Denis
Ich möchte eine Petition, die ich unterzeichnete, empfehlen:

- Petition für die Rückgabe unserer Ostgebiete Pommern, Schlesien und Ostpreußen.
https://www.ipetitions.com/petition/german-border-justice/

Auch möchte ich meine eigene Petition empfehlen:

- Petition, um eigene Beiträge in Internetforen zeitlich unbegrenzt selbst löschen zu können.
https://www.change.org/p/möglichkeit-eig…schen-zu-können

33

Freitag, 19. Dezember 2014, 09:54

Hallo,

ich sage es immer wieder, dass Leute, die es für nötig halten, soziale Netzwerke zu nutzen, nicht normal im Kopf sind.

Diese sozialen Netzwerke gehören zu den sinnlosesten Inhalten des Internets.

Gruß
Denis

Dazu meine vollste Zustimmung! :thumbsup:
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.

34

Freitag, 19. Dezember 2014, 12:31

Sinnlos ? Nein ! Ich bin zwar auch kein Freund dieser Netzwerke aber es muss wenn richtig genutzt werden und mit groesster Sorgfalt ueberlegt werden was ich da von mir preis gebe, es darf halt nicht zu vieles belangloses und Privates rein. Das ist ja einer der Gruende weshalb so unsere Daten fuer manche unternehmen so interessant macht, und dazu bekommen die dank der Netzwerke ohne grossartig aufwand praktisch direkt aufm servierteller presentiert.
Ich putze hier nur...

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35

Sonntag, 21. Dezember 2014, 21:53

Hallo Tobi,

vielen Dank für Deine umfangreiche Antwort, die ich mit Interesse gelesen habe, die ich allerdings nur auf mein Grundthema bezogen beantworten kann. Ich habe mich nicht gegen Sexualkundeunterricht an sich ausgesprochen, sondern dagegen, dass "heutzutage in der Schule Sexualität mit all ihren Variationen und Abarten" gelehrt wird. Ich befasse mich nicht sonderlich mit dem Tema Sexualkundeunterricht, stoße aber immer mal wieder in Zeitungen oder Zeitschriften darauf. Wenn ich lese, dass Schüler/innen im Unterricht über ihr "erstes Mal" berichten müssen, wenn ich lese, dass heterosexuelle und andere Sexualpraktiken umfassend behandelt werden, dann sind das hoffentlich Einzelfälle, denn so etwas greift meines Erachtens unzulässigerweise tief in die Intimspäre der Betroffenen ein. Entgleisungen in Sachen Sexualität und ihrer Darstellung gab es immer schon, das ist klar. Maßstab muss doch immer sein, ob Sexualität absolut freiwillig geschieht und behandelt wird, ob zwischen Partnern oder im Schulunterricht. Diese Grenze sehe ich beim Sexualkundeunterricht keineswegs immer respektiert, und dagegen wehre ich mich.

Gruß, Anselm


hallo Anselm,

ich glaube, die Diskrepanz zwischen tatsächlicher und gefühlter Gegenwart ergibt sich aus dem Gebaren der überall präsenten Medien. Wenn ich morgens im Radio die politische Berichterstattung höre, habe ich schon die Nase voll, bevor ich ins Auto steige, und merke gar nicht, dass das, was da geschwallt wird, überhaupt keine Auswirkung auf meine persönliche Lebensrealität hat. Wie die Medien ticken, kann man am Beispiel U-Bahn Mord erklären. Niemand erzählt dem Volk, das jeden Tag zig Millionen Menschen die U Bahn benutzen, ohne irgendwelche Probleme zu haben - wieso auch, das interessiert ja niemanden, wenn etwas normal läuft. Wenn aber im Jahr EIN Mensch in der U-Bahn durch Kriminelle zu Tode kommt, läuft das 14 Tage in alle Reportagesendungen rund um die Uhr, es werden Talkshows abgehalten, und Politiker fordern Gesetzesverschärfungen. Nieman dmerkt mehr, dass die Wahrscheinlichkeit, einem solchen Verbrechen zum Opfer zu fallen, geringer ist, als die, sechs Richtige im Lotto zu bekommen. Die einzige in Deutschland für jeden real existierende Gefahr ist der Strassenverkehr, der bringt jedes Jahr in Deutschland mehr Menschen um als alle Mörder und Terroristen in Europa zusammen, und trotzdem nimmt dies kaum jemand als Bedrohung wahr, weil es nicht in der Tagesschau kommt.

Früher hatten wir drei Radiosender, zwei Fernsehprogramme und die Tageszeitung - wenn in den sechzigern ein Kinderschänder frei rumlief, kam das zwei Mal in den Nachrichten - einmal, wenn es bekannt wurde, und einmal, wenn der Kinderschänder geschnappt wurde - damals kamen mehr Kinder durch Kinderschänder um als heute, aber heute hört man es Tag und Nacht im Fernsehen.

Selbst die Kriege auf der Welt sind statistisch gesehen seit Jahrzehnten konstant rückläufig - in den Fünfzigern und sechzigern war die Welt ein viel schlimmeres Pulverfass als heute. Damals wurden die Menschen aber nicht von morgens bis abends damit bepfeffert wie heute.

Die Meinung mit der allgemeinen Verdummung der Jugend folgt auch diesem Muster. Niemand berichtet über die Millionen von Schülern, die nichts anderes tun, als zuzusehen, ihren Schulabschluss zu bekommen und einen anständigen Beruf zu lernen. Wenn aber ein Lehrer über die Stränge schlägt, oder ein Politiker sich irgendein Gaga Bildungsexperiment ausdenkt, dann steht die Tagesschau und RTL schon da.

Und dann kommt noch der individuelle Aspekt dazu, den viele nicht als solchen wahrnehmen. Spätestens mit 30 sind wir fertig "sozialisiert", und selbst, wenn wir uns noch so viel Mühe geben, wird es von Jahr zu Jahr immer schwerer, eingeprägte Wertmuster über Bord zu werfen. Tun wir das aber nicht, machen wir genau den Fehler, den wir selber an unseren Eltern gehasst haben. Gesellschaftliche Werte verändern sich zusammen mit dem allgemeinen Fortschritt. Als ich z.B. Anfang der neunziger meinen Job als Techniker bei einem Großunternehmen angetreten habe, hatten wir für 400 Mitarbeiter einen Plotter, und Pläne wurden zu großen Teilen noch mit der Hand gemalt. Heute würde ich mir das nicht mal mehr zuhause antun, und trotzdem müssen viele Azubis sich noch mit Rapidografen rumquälen - nur, weil die Gremien bei den Kammern mit "alten Säcken" besetzt sind, die ihre Wertvorstellungen nicht über Bord werfen können. Wenn heute vieles einfacher und praktischer ist, sterben damit automatisch alte Methoden aus, und es macht keinen Sinn mehr, diese für den Alltag aufrecht zu halten. Natürlich tut das denjenigen weh, deren Fachwissen durch den Fortschritt entwertet wird, nur ist das der Gang der Welt - auch die, die heute jung und hip sind, sind irgendwann in ein paar Jahrzehnten "alte Säcke", und müssen sich mit genau den selben Problemen rumschlagen. Es ist falsch, aus der immer größer werdenden Differenz zwischen den eigenen Werten und den allgemeinen Werten pauschal einen Verfall der Gesellschaft abzulesen. Sicher gibt es heute viele Dinge, die suboptimal laufen - die gab es aber schon immer, und wenn man alles positive und alles negative gegeneinander abwägt, konnten wir Deutschen, glaube ich, noch nie so gut leben wie heute. Selbst wir "Gestrigen" haben den Luxus und die Freiheit, und unsere unerreichbaren Träume von damals für kleines Geld ins Haus zu holen und damit zu spielen. Als ich Gymnasiast in der Sekundarstufe II war, habe ich öfter nach Schulschluss im Musikraum rumgehangen, nur, um mit der dort installierten HiFi-Anlage spielen zu können, die für mich ein unerreichbarer Traum war ( Grundig SV140, RT100, Uher Royal de Luxe, Dual 1219, Braun Lautsprecher, ich glaube, L910 ). Neulich habe ich drei Stück Uher Royal de Luxe in reparablem Zustand im Müllcontainer gefunden und mitgenommen - so ändert sich die Zeit.



Gruß Frank

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36

Sonntag, 21. Dezember 2014, 22:37

Niemand erzählt dem Volk, das jeden Tag zig Millionen Menschen die U Bahn benutzen, ohne irgendwelche Probleme zu haben


Lieber Frank, was erwartest Du da von den Medien? Oder anders gefragt: Wie lang müsste eine Nachrichtensendung sein, die über alle Normalzustände in unserem Land berichtet ("Millionen Menschen fuhren heute U-Bahn, ohne Opfer eines Verbrechens zu werden"; "Mehrere tausend Bankfilialen in Deutschland wurden heute nicht überfallen"...)? Es ist doch klar, daß sich die Berichterstattung auf das beschränkt, was eben außergewöhnlich ist. Diese Erkenntnis (und den Umkehrschluss) sollte man von Lesern, Zuschauern und Zuhörern eigentlich erwarten können.

37

Sonntag, 21. Dezember 2014, 22:47

Ach Anslem, da habe ich das wohl missverstanden, das klang so pauschalsiert. Natürlich ist das einfach nur krank, wenn ein Lehrer sowas tut. Bei Minderjährigen ist es besonders verwerflich, aber auch bei Erwachsenen gehört sich sowas einfach nicht. Es ist gut wenn man über alle Formen der Sexualität in der Schule spricht, aber eben objektiv und immer mit Bewahrter Intimsphäre, so ein Leherer gehört natürlich eingesperrt.

Aber man kennt das ja auch aus anderen Bereichen, wie Frank schon sagt. Ein Fall in den Medien und dann wird verallgemeinert. Missbrauch in der Kirche, schon sind alle Jugendarbeiter Triebtäter und Pädophile, Missbrauch an der Odenwaldschule, schon sind Alle Reformschulen schlecht... Und genau so ist es mit dem Beispiel des Sexualkundeunterrichts, das war ein Fall, der ging durch die Medien und schon ist das pauschal der moderne Sexualkundeunterricht. Ebula, 2 Fälle in den USA schon ist das ganze Land in Angst und Schrecken, so wars ja mit der Schweinegrippe auch und die, die dran gestorben sind waren voher schon sehr alt und massiv geschwächt, da sterben mehr Menschen jedes Jahr an einer gewöhnlichen Grippe, aber es ist in allen Nachrichten.

Genau wie der 11. September 2001. Da wurde auf der gesamten westlichen Welt der Krieg ausgerufen. Ich war damals im CVJM und wir hatten einen Auftritt mit Band, ich kam da nach der Schule hin und dann waren Alle total niedergeschlagen und ich wusste nicht was los ist. "Es ist Krieg Tobi, wir fahren nicht, hast dus noch nicht in den Nachrichten gehört...?!" und dann kam ich nach hause und auf ALLEN Sendern im Kabel lief eine Live Schalte zu CNN, im Hintergrund wiederholten sich immer und immer wieder die Sequenzen wie die Türme einstürzten, selbst im Kinderkanal und auf Super RTL wurden die Nachrichten der Hauptsender übertragen, bis Abends. VIVA sendete aus Solidarität zu den Opfern 2 Tage lang nur Schwarzbild mit Laufschrift, auf MTV liefen mehrere Tage am Stück nur gediegene Videos. Da sind 2791 Leute gestorben und das ist wirklich sehr traurig und schlimm und ich will hier auch keine Verschwörungstheorien ausrufen oder darüber diskutieren...

Aber wie viele Menschen sterben täglich durch Armut, durch Kriege auf der Welt... da wird dann nicht Mal ein Brennpunkt ausgerufen und es läuft halt normal in den Nachrichten... Wie viele Anschläge gab es seitdem, wo ähnlich viele Menschen gestorben sind, wo es vielleicht grad für nen Brennpunkt oder die Berichterstattung auf Phoenix gereicht hat, selbst als die Hochwasserkatastrophe letztes Jahr war, gab es Nicht einen Sender der durchgehend darüber berichtet hat, auf CNN kam darüber höchstens Mal ne kurze Meldung, keine Gleichschaltung auf allen Programmen und wenn du die Leute heute fragst war 9/11 der schlimmste Vorfall in den letzten 20 Jahren und jeder weiß noch genau was er an dem Tag gemacht hat. Die Kriege, die ständig von den Amis ausgehen und die unzähligen Menschen, die seit dem darin gestorben sind sind nicht halb so aufgebauscht und der Rede wert wie dieses Ereignis. Die Medien haben einen unglaublichen Einfluss auf das Meinugnsbild der Gesellschaft und heute ist das krasser, als es vor 40 Jahren war, weil jeder nicht nur Empfänger sondern auch Sender ist. Mord und Totschlag auf der Straße... Du brauchst nur n Smartphone und schon ist das HD Video im Internet und Alle sehen es.

Naja, ich hab grundsätzlich Nichts gegen soziale Netzwerke. Im Gegenteil, wenn man sie z.B. für Vereine oder den Freundeskreis nutzt sind sie ungeheuer praktisch um z.B. Termine zu teilen oder einen Treffpunkt auszumachen, von mir aus auch ein schönes Bild oder ein Lustiges Video auszutauschen, aber dieser fürchterliche Narzismus und diese ekelhafte Selbstdarstellung, diese Millionen hübschen jungen Mädchen, die sich da halbnackt hinstellen und sich in ihrer "Fuck Me" Pose ablichten nur um Aufmerksamkeit von notgeilen Typen zu kriegen finde ich so schlimm, ich würde keine Freundin haben wollen die sowas Macht, weil es einfach Niemanden was angeht. Nicht das soziale Netzwerk ist schuld, dass die Leute zu dumm sind es richtig zu nutzen. Man muss seine Freundesliste nicht öffentlich stellen und man muss auch keine 400 Freunde habe, man muss nicht seinen Kackhaufen posten und man muss auch nicht intime Fotos von sich hochladen. Ich bin zwar auch nur undercover bei Facebook, primär um diverse Veranstaltungshinweise mitzubekommen, aber ich weiß, dass man sein Profil so einstellen kann, dass es nur die Leute sehen können, die es auch sehen sollen und wenn man seine 10 oder 20 Leute da addet, die man auch wirklich kennt und das Foto vom Sonnenuntergang vom Urlaub teilt, was man sowieso beim gemeinsamen Dia Abend gezeigt hätte oder sich für den Weihnachtsmarkt verabredet oder Konzerttermine postet finde ich das durchaus sinnvoll und in Ordnung. Genau wie Whatsapp extrem praktisch ist und gegenüber SMS stark kostensparend ist.

LG, Tobi

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38

Montag, 22. Dezember 2014, 00:58

Niemand erzählt dem Volk, das jeden Tag zig Millionen Menschen die U Bahn benutzen, ohne irgendwelche Probleme zu haben


Lieber Frank, was erwartest Du da von den Medien? Oder anders gefragt: Wie lang müsste eine Nachrichtensendung sein, die über alle Normalzustände in unserem Land berichtet ("Millionen Menschen fuhren heute U-Bahn, ohne Opfer eines Verbrechens zu werden"; "Mehrere tausend Bankfilialen in Deutschland wurden heute nicht überfallen"...)? Es ist doch klar, daß sich die Berichterstattung auf das beschränkt, was eben außergewöhnlich ist. Diese Erkenntnis (und den Umkehrschluss) sollte man von Lesern, Zuschauern und Zuhörern eigentlich erwarten können.


wenn Du mich zuende zitiert hättest, hättest Du vieleicht selber gemerkt, dass ich diese Art der Berichterstattung natürlich nicht erwarte, weil das natürlich nicht geht. Es geht mir auch gar nicht um die Art der Berichterstattung, sondern um die Dominanz und den Einfluss auf das Weltbild. Ich kann es mal mit einem anderen Beispiel versuchen - neulich lief in irgendeinem dritten Programm eine Reportage über geplante Obsoleszenz. Der konstruktive Ansatz wäre gewesen, den Zuschauern die massenhaft vorhandenen Möglichkeiten aufzuzeigen, mit denen sich heute jeder helfen kann, mit dem Ziel, den änderungswilligen Leuten praktische Hilfe an die Hand zu geben. Stattdessen wurde eine Abfolge von mehr oder weniger absurden Fällen vorgestellt, aus denen dann die allgemeine Schlussfolgerung abgeleitet wurde, dass es nur noch Wegwerfzeug gibt, die Industrie der Feind in diesem Spiel ist und der Verbraucher das hilflose Opfer. Wenn man sich die aktuelleren Reportagen des öffentlich rechtlichen Qualitätsfernsehens mal etwas analytisch anschaut, stellt man schnell fest, dass das Ergebnis der Recherche und die Feindbilder vorherdefiniert werden, und dann so lange rumgesucht wird, bis das gewünschte Ergebnis, das meistens schwarzmalerisch ist, dabei herauskommt.

Die Journaille macht es sich meiner Meinung nach zu einfach. Auch für sie gilt eigentlich der Spruch "Eigentum verpflichtet" - wobei das Eigentum der Journaille die Macht des Wortes und des Bildes ist. Ich finde es ehrlich gesagt etwas grotesk, wenn Journalisten z.B. die Menschen mit schrecklichen Tatsachen konfrontieren, und anschliessend den Schwanz einziehen, wenn betroffene Bürger die Macht des Journalistenwortes nutzen wollen, um etwas dagegen zu tun. Das Erzeugen von Ohnmacht und Angst ist meiner Meinung nach eine Hauptaufgabe des modernen Medienjournalismus geworden - wenn man sich mal ansieht, wie sehr das Weltbild der Menschen und die Realität vor der Haustür heutzutage teilweise auseinanderklaffen, dann kann man das Gift sehen, was die Medien jeden Tag über uns ausschütten.

Gruß Frank

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39

Montag, 22. Dezember 2014, 09:37

Hallo,

Naja, ich hab grundsätzlich Nichts gegen soziale Netzwerke. Im Gegenteil, wenn man sie z.B. für Vereine oder den Freundeskreis nutzt sind sie ungeheuer praktisch um z.B. Termine zu teilen oder einen Treffpunkt auszumachen...


Man kann mit den Leuten auf normalem Wege kommunizieren, anstatt diese sozialen Netzwerke zu verwenden.

Im Grunde dienen diese sozialen Netzwerke denjenigen, die dort registriert sind, nur dazu, ihre scheußlichen Bilder hochzuladen, irgendwelchen Stuss zu schreiben und ihren Geltungs- und Präsentationsdrang zu befriedigen.
Wenn all die Menschen, die bei diesen sozialen Netzwerken registriert sind, normal im Kopf wären, würden sie die Netzwerke nicht mehr nutzen - dann würden die Netzwerke irgendwann dichtmachen und das Internet wäre etwas sauberer und vernünftiger.

Gruß
Denis
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- Petition für die Rückgabe unserer Ostgebiete Pommern, Schlesien und Ostpreußen.
https://www.ipetitions.com/petition/german-border-justice/

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- Petition, um eigene Beiträge in Internetforen zeitlich unbegrenzt selbst löschen zu können.
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40

Montag, 22. Dezember 2014, 11:09

Nur wer's im "real life" nicht auf die Reihe kriegt, der nutzt "soziale Netzwerke"!
Wenn ich Freunde treffen will gehe ich ins Wirtshaus!
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.

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41

Montag, 22. Dezember 2014, 11:36

Nur wer's im "real life" nicht auf die Reihe kriegt, der nutzt "soziale Netzwerke"!


Kannst Du bitte Deine Beleidigungen einstellen?

Ganz abgesehen davon widersprichst Du Dir mit Deiner Äußerung selbst. Oben teilst Du wegen seiner vermeintlich fortschrittsfeindlichen Haltung gegen Deinen Bekannten aus, hier äußerst Du sich selbst ziemlich pauschalisierend und aggressiv gegen eine Internet-Errungenschaft. Schon mal überlegt, daß soziale Netzwerke beispielsweise nützlich sind, um Kontakt zu Leuten zu halten, die man aufgrund der räumlichen Distanz nicht mehr im Wirtshaus um die Ecke trift?

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Montag, 22. Dezember 2014, 12:14

Wo ist denn der "like"-Button unter Timos Beitrag hingekommen? Da wäre er mal wirklich angebracht... :thumbsup: Ich musste meine Sichtweise über "Facebook" und Co. auch revidieren. Es gibt Menschen, die auf Grund ihrer gesundheitlichen Lebenssituation auf die Kontakte, die sie mittels der "social media" knüpfen und pflegen können, und die nicht selten ihne Grundlage im "echten" Leben haben, angewiesen. Aus psychologischer Sicht kann das sogar sehr hilfreich sein! Ich weiß manchmal nicht, wo meine Frau ohne ihre "Fratzenbuch"-Kontakte wäre, die oft warmes, sonniges Licht in unser momentan trauriges Leben bringen!!!

Gruß
Jochen

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Montag, 22. Dezember 2014, 14:42

Ich war bzgl. Facebook auch lange auf dem Standpunkt "Brauche ich nicht". Letztendlich hat mich ein Mitschüler, den ich nach längerer Zeit zufällig im Zug wiedergetroffen habe, davon überzeugt, mich dort anzumelden. Und inzwischen muss ich sagen, daß es eine ganz gute Sache ist. Vor allem, seit ich vor drei Jahren berufsbedingt umgezogen bin und mein langjähriges soziales Umfeld nicht mehr vor der Haustür habe, weiß ich es zu schätzen.

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Montag, 22. Dezember 2014, 15:53

@Timo 11:36 und @McWangine 12:14

So sehe ich das auch. Mit meiner Altersweisheit denke ich mir: Wenn jemand Ungewöhnliches tut - so lange er mir nicht damit schadet, soll er. Ich war ursprünglich auch gegen Facebook eingestellt, habe mich aber angemeldet, als mein ältester Enkel ein Jahr lang in den USA war, um besser Kontakt mit ihm halten zu können. Ja, es stimmt, es wird viel Stuss geschrieben, ja, manches ist primitiv, andererseits kann man nette Bekanntschaften schließen und manchmal auf erstaunlich hohem Niveau diskutieren. Ein gewisses Suchtpotential ist vorhanden, nichts zu verpassen, aber das muss man halt im Griff haben. Und genau genommen ist das Bandmaschinen-Forum ja auch eine Art von Social Medium - auch mit Suchtpotential, aber mit besserem Datenschutz. :)

Bleibt entspannt. Und beste Wünsche an McWangine!

Gruß, Anselm

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Montag, 22. Dezember 2014, 16:19

Was ich bis jetzt von den Ablehnern der sozialen Netzwerke gelesen habe und wie sie mit dem Thema hier umgehen, unterscheidet sich nicht von dem, was ich dort moniere.

Wer der Meinung ist, daß die Abwesenheit dort unmittelbar mit besserem Niveau an anderer Stelle zu tun hat, sieht sich hier ebenso enttäuscht.

Gruß
Frank
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Besser von vielem nichts zu wissen, als vorzugeben von allem was zu wissen.
Ich bin lernfähig aber nicht belehrbar.

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Montag, 22. Dezember 2014, 20:51

@ Anselm: herzlichen Dank für deine Wünsche.

Gruß
Jochen

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Mittwoch, 24. Dezember 2014, 12:45

Das war alles noch Dampfeisenbahn im Vergleich zum ICE

Anselms Vergleich erinnert mich an noch etwas, was 1986 anders war: es gab noch die biedere Deutsche Bundesbahn - und Verspätungen über 20 Minuten hatten Seltenheitswert. Man brauchte zwar von Köln in den Süden eine Stunde länger - aber das passiert heute immer noch gerne mal, und im Gegensatz zu früher ungeplant :D...

Michael

48

Mittwoch, 24. Dezember 2014, 15:12

Ich glaube, ich brauch jetzt doch meine droehnung an Medizin.
»EN1RZ« hat folgende Bilder angehängt:
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  • 294223_245867655462532_177593778956587_610673_2068434784_n.jpg
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49

Mittwoch, 24. Dezember 2014, 16:46

Junger Mann in Psychiatrie eingewiesen, weil er keinen Facebook-Account hat (Der Postillon)

(Irgendwie muss ich die Zeit ja rumbringen, bis ich die Bescherung habe.)

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Donnerstag, 25. Dezember 2014, 21:46

Diese Grenze sehe ich beim Sexualkundeunterricht keineswegs immer respektiert, und dagegen wehre ich mich.


Daran sieht man, dass Du noch die „gute alte Schule“ genossen hast wie ich, obwohl ich um einiges junger bin…grins…ja ich bin mit manchen Praktiken von heute auch nicht einverstanden! Wenn es eine Zeitmaschine gäbe würde ich mich ins Jahr 1975 zurück versetzen lassen, aber diesmal im richtigen Staat, und arbeiten würde ich bei UHER…das sei mal sicher…grins. Gruß, Holger :)
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Donnerstag, 25. Dezember 2014, 21:58

und arbeiten würde ich bei UHER…das sei mal sicher…grins.

Ich würde Deine Bewerbungsunterlagen sehr wohlwollend prüfen. :P

Gruß, Anselm

52

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 17:15

Ja, diese Obsoleszenzgeschichten hört man ja immer wieder. Das gibt es und gab es wohl schon immer, fing mit den Glühbirnen an und hört mit den Druckern auf.

Aber die Masse behauptet dann halt "Heute geht doch Alles nach 2 Jahren kaputt." und "Diese LCD Kisten halten doch eh nich mehr so lang wie ein Röhrenfernseher.", im Freundeskreis gabs natürlich Fernseher, die kaputt gegangen sind, aber die gabs auch vor 20, 30 oder 50 Jahren, soweit ich weiß waren Fernseher vor der Transistorzeit auch extrem anfällig, aber wie lange ein Fernseher der LCD Generation hält, können die meisten noch gar nicht beurteilen, weil er weder kaputt ist, noch so alt, als das man sagen könnte "Meine Röhre hat aber länger gehalten...", Mal davon ab werden sich Viele die kommenden Jahre sowieso ein neues Gerät kaufen, ohne dass die alte Glotze kaputt ist, weil die Größe noch Mal einen Riesensprung gemacht hat, dazu kommt 4K und 3D, was dann zur Folge hat, dass viele der Geräte dann auch wieder auf dem Wertstoffhof landen werden, weil sie Keiner haben möchte - wie jetzt die Röhre - obwohl sie bis dahin noch einwandfrei funktionieren.

Sony hats ja beim berühmten Walkman DD in der fast 20 jährigen Verkaufszeit auch nicht auf die Reihe bekommen, das Idler Wheel so zu bauen, dass es nicht nach 2 Jahren kaputt bricht, es gibt sogar Fotos, die eine dünnere Stelle im Plastik zeigen und Sony unterstellt wird, dass da mutwillig eine Sollbruchstelle eingebaut worden ist. Unser Grundig Freund Manuel hat mir auch erzählt, dass Sony Betamax Recorder die allerschlimmsten Videorecorder sind, die es je gegeben hat, weil die den Schrott ja von Anfang so gebaut haben, dass er ganz schnell kaputt geht und man den auch ganz beschissen wieder reparieren kann... Hört sich für mich eher nach Verschwörungstheorie an, vor Allem wenn ich mir Video 2000 angucke und die frühen Grundig VHS Recorder, die bis in die 90er doch sehr anfällig waren... aber trotzdem, sowas hat es immer gegeben und wird es sicher auch noch geben.

Apple hat bei den frühen ipods angeblich auch Akkus eingebaut, die nach 18 Monaten kaputt gehen und dann keinen Ersatzakku angeboten, hab ich mal auf arte gesehen, aber auch ob das stimmt weiß ich nicht, denn alle, die ich kenne, die einen ipod haben, haben ihn schon sehr lange und der Akki funktioniert noch immer. Auch bei meinem iphone 4, das ich gebraucht gekauft habe und das jetzt auch 4 oder 5 Jahre alt werden dürfte hat weder der Akku noch was Anderes jemals Probleme gemacht.

Ich glaube bei den meisten Geräten, die schnell kaputt gehen, ist das nicht gewollt. Denn eine Firma, die an einem sauberen Image interessiert ist baut doch lieber langlebige Geräte. Die geplante Obsoleszenz war ja auch ursprünglich nicht, dass man Geräte baut, die mutwillig schnell kaputt gehen, sondern dass man den Leuten immer wieder neue Modelle auftischt, die besser als die alten sind und ihnen durch die Werbung einredet, dass man das unbedingt haben will, dadurch entsteht im Konsumenten der Wunsch nach etwas Neuerem und er kauft es, obwohl das Alte noch gut funktioniert und er es eigentlich nicht bräuchte.

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53

Mittwoch, 31. Dezember 2014, 18:58

und Sony unterstellt wird, dass da mutwillig eine Sollbruchstelle eingebaut worden ist.


Ich weiß es nicht, ob ich mit den Erfahrungen alleine bin, aber bei Sony-Geräten der 1980er-Jahre hatte ich wirklich fast immer den Eindruck, die seien für den Wertstoffhof konstruiert worden. Ein Problem, das ich gleich bei mehreren Geräten hatte, waren defekte LEDs, die nicht einzeln getauscht werden konnte. Und der ganze Block kostete dann so viel, daß ein Wechsel völlig unwirtschaftlich war. Wo das bei der Senderanzeige eines Fernsehers noch zu verschmerzen war, war es bei der Aussteuerungsanzeige eines Kassettendecks praktisch ein KO-Kriterium.

Daneben gab es noch mehrere andere Defekte, die während oder kurz nach der Garantiezeit auftraten. Den DD2 hatte ich auch. Noch bevor das bekannte Antriebsproblem auftreten konnte, blieb er nach ein paar Monaten einfach stumm. Die Garantieabwicklung war dann eine einzige Farce. Ein Tuner fing nach drei Jahren an, im Betrieb mechanisch zu brummen. Etc. pp. Seitdem meide ich Sony, so gut ich es kann.

Zur Ehrenrettung des Herstellers muss ich allerdings sagen: Ich bin meinem Vorsatz noch mal untreu geworden und habe mir 1997 einen MD-Rekorder (MDS-JE 510) gekauft. Der funktionierte einige Jahre lang (bis ich ihn über das Forum verkauft habe) wirklich gut.

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Freitag, 2. Januar 2015, 13:25

in der letzten Ausgabe der Computerzeitschrift c't hat man endlich mal den Versuch unternommen, das Thema objektiv unter die Lupe zu nehmen, indem man sich eine Studie angesehen hat, die ein konsumkritischer Verein in Auftrag gegeben hat.

Hierbei ist herausgekommen, dass die Hersteller überhaupt nicht das Risiko eingehen müssen, durch geplanten Schrott ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen. Es wurde untersucht, in welchem Zustand die Geräte im Müll landen, und dabei kam heraus, dass über 80% ( !! ) noch voll funktionsfähig waren - das Phänomen wurde psychologische Obsoleszenz getauft. Spätestens dieses Ergebnis, das wohl für alle Beteiligten überraschend war, beendet den Mythos vom ewig unschuldigen Opferlamm des Verbrauchers, denn wann und in welchem Zustand jemand seine Sachen wegwirft, das kann man nun beim besten Willen nicht den Herstellern anlasten.

Ich selber habe in den siebzigern Radios und Fernseher repariert, und gelegentlich auch mal eine Waschmaschine. Ohne Reaparatur wäre kaum ein Gerät älter als vier Jahre geworden, und dass überhaupt repariert wurde, lag nicht daran, dass die Sachen langlebiger waren, sondern daran, dass Neugeräte im Verhältnis zu heute sauteuer waren. Wo selbst gebrauchte Markenfernseher noch 1000 DM kosteten, da lohnte es sich, eine Totalüberholung inkl. systemerneuerter Bildröhre durchzuführen. Es wurde gemacht, weil es sich lohnte, und heute wird es nicht mehr gemacht, weil es sich nicht mehr lohnt.

Und ganz abgesehen davon - wenn man sich an den alten Geräten festklammert, lernt man nie die Vorteile des technischen Fortschritts kennen. Ich glaube, niemand wird mehr ernsthaft in Frage stellen, dass digitales Fernsehen in Full HD eine so deutliche Qualitätsverbesserung ist, dass man ungerne nochmal zurück will, wenn man sich erstmal dran gewöhnt hat. Und auch die aktuellen Smartphones sind so eine Bereicherung des Alltags, dass man sein altes Handy freiwillig nicht mehr haben will. Früher wurde alle paar Jahrzehnte der Weg für den Fortschritt "freigebombt" - das UKW Radio wäre z.B. nie so konsequent eingeführt und so kritiklos angenommen worden, wenn nicht vorher alles in den Klump gehauen worden wäre. Heute möchte aus verständlichen Gründen niemand mehr diesen "Totalverlust im Dienste des Fortschritts". Trotzdem hat keiner was davon, wenn unser Land zum Museum wird, und das geht nur, wenn man an alte Sachen auch gelegentlich mal einen Haken machen kann.

Gruß Frank

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »nick_riviera« (2. Januar 2015, 13:33)


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55

Freitag, 2. Januar 2015, 14:49

Hierbei ist herausgekommen, dass die Hersteller überhaupt nicht das Risiko eingehen müssen, durch geplanten Schrott ihren guten Ruf aufs Spiel zu setzen.


(Thema Obsoleszenz nach hier verzweigt.)

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56

Freitag, 2. Januar 2015, 17:50

Hallo,

Ich glaube, niemand wird mehr ernsthaft in Frage stellen, dass digitales Fernsehen in Full HD eine so deutliche Qualitätsverbesserung ist...


Viele Leute behaupten es zwar, dass HD-Fernsehen, Flachbildgeräte usw. eine gute Bildqualität haben, allerdings möchte ich meinen Fernseher (Grundig Super Color Salzburg 1606) niemals hergeben wollen.

Es ist ein sehr schöner Fernseher, auch hat die Bildröhre (A 56-540 X) noch immer eine gute Bildqualität.

Gruß
Denis
Ich möchte eine Petition, die ich unterzeichnete, empfehlen:

- Petition für die Rückgabe unserer Ostgebiete Pommern, Schlesien und Ostpreußen.
https://www.ipetitions.com/petition/german-border-justice/

Auch möchte ich meine eigene Petition empfehlen:

- Petition, um eigene Beiträge in Internetforen zeitlich unbegrenzt selbst löschen zu können.
https://www.change.org/p/möglichkeit-eig…schen-zu-können

57

Sonntag, 4. Januar 2015, 17:26

Eine gute Röhre hat ja auch eine gute Bildqualität, sagt ja auch Keiner was dagegen, vor allem SD und analoge Videoinhalte sehen auf einer groben Röhre sogar oft besser aus, als auf einem LCD oder Plasma - nicht nur wegen der Größe, sondern einfach, weil man die Artefakte nicht sieht. Aber ich hab allein schon wegen dem Schwarzwert auch sehr lange an der Röhre festgehalten, obwohl ich schon gern einen größeren und neueren Fernseher wollte.

Ich habe mir Mitte dieses Jahres einen LG Plasma gekauft, der Schwarzwert haut mich jetzt nicht vom Hocker, aber als ich nach einiger Zeit mal wieder die Röhre in Betrieb genommen habe kam sie mir nicht nur wahnsinnig winzig gegen den 50"er vor, sondern empfand ich das Bild plötzlich auch gar nicht mehr so gut - selbst bei SD nicht (der Fernseher ist "HD prepared", hat einen HDMI Anschluss und HD sieht darauf schon sehr scharf aus, wenn es auch nicht in voller Auflösung ausgegeben wird), insofern ist für mich das Thema - so leid es mir auch tut einfach durch. Der einzige Vorteil der noch besteht ist die Geschwindigkeit in der 50/60 Hz Bilder mit einem vernünftigen 50 Hz Röhrenfernseher wiedergegeben werden, es gibt kein Ziehen und kein Zerren, das ist vor Allem bei alten Konsolenspielen Topp, aber die extreme Unschärfe zu den Seiten hin und die Geometriefehler bei T Flat Röhren, dazu dann noch die Bildverzerrungen bei großen Röhren, da ist mir sogar ein schlechter Schwarzwert mittlerweile lieber.

Seit 2010 hat sich im Bereich LCD viel getan und wir sollten Alle aufhören, das ist nunmal der Fortschritt und da bringt der beste Quintrix oder Trinitron nix.

LG, Tobi

58

Sonntag, 4. Januar 2015, 17:54

.... Ich habe mir Mitte dieses Jahres einen LG Plasma gekauft, ....
Kann ja nur dann Freitag oder Samstag gewesen sein :-)
Ich putze hier nur...

59

Sonntag, 4. Januar 2015, 18:26

Oh Fuck, ja hahaha...2014 natürlich.

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60

Sonntag, 4. Januar 2015, 19:13

Oh Fuck

Oh, mein Lieblingswort. Ich dachte, es käme erstmals hier im Forum vor, aber Irrtum. Laut Suche 3 x schon 2004, 1 x 2008, 2 x 12.2014 und jetzt 1 x 2015. Die Bedeutungen finden sich hier. 1986 wurde es noch nicht als Schimpfwort gebraucht.