Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Bandmaschinenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

Beiträge: 5 309

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

61

Freitag, 1. Juni 2012, 13:58

Werter Namensvetter,


...das ist alles gut und schön, was du schreibst. Leider postulierst Du
Deine Erfahrungen/Höremfindungen als das "Alleinseeligmachende".
Ergänze doch bitte in Zukunft Aussagen wie (Zitat):
"Warum? Weil Chassis, die nur gemeinsam in ein entsprechendes
Gehäuse passen, indem sie elektrisch so hingebogen werden, dass es
einigermaßen hinhauen soll, in ihrer Gesamtheit nicht gut klingen
können."
durch den Zusatz "in meinen Ohren".


Dass eine F-Weiche die Chassis-Eigenschaften so "in die Zange"
nehmen will, daß dabei etwas annähernd Lineares (Idealfall)
herauskommt, ist doch wohl klar - ein Kompromis eben.
Aber warum wohl? Weil eben mit den meisten Vollbereichswandlern
auch keine 100%ige Linearität hinzubekommen ist. Ob den
Hörer das dann persönlich juckt (weil eben sein Hörempfinden
individuell ist), steht auf einem anderen Blatt.

Die von dir zitierte K&T-"Wall"-Kopie ist mir im Übrigen sehr gut
(auch akustisch) geläufig (warum wohl? :)). Zwar kann ich deine
Begeisterung durchaus nachempfinden, aber im HT-Bereich wird
es tatsächlich etwas dünn, weshalb hier in der Tat ein "Tweeter"
mit moderatem Schalldruck Wunder tut. Außerdem: nach meinem
persönlichen Höreindruck ist diese Box für die Wiedergabe
von qualitativ-durchschnittlich aufgenommenen Rock-Konserven
(also CDs von D.Purple, Whitesnake o.ä.) nur bedingt geeignet.
Krass ausgedrückt: ...klingen solche Stilrichtungen meinem
Empfinden nach überhaupt nicht gut - das "kommt" mit Mehrbereichs-
dosen (3-Wege!) besser.

Auch das Eckhorn nach Klipsch ist nur dann eine Offenbahrung, wenn
die Kombi mit den MT und HT glücklich gewählt ist und man einen
passenden Basstreiber verbaut hat. Aber das dürfte klar sein...

Du merkst: ...alles eine "Anhörens"-Sache und sehr individuell, das
Ganze. Deshalb bitte in Zukunft keine Verallgemeinerungen im
Sinne von "das muß so klingen" oder "das kann gar nicht klingen".

Beste Grüße und viel Spaß meim Musikhören (egal, wie und womit)

Peter
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Beiträge: 2 372

Registrierungsdatum: 15. Juli 2004

Wohnort: Schleswig-Holstein

  • Nachricht senden

62

Freitag, 1. Juni 2012, 14:28

Eine Frequenzweiche in Lautsprechern dient doch nicht dazu geradlinige Frequenzverläufe zu erzeugen, sondern dazu, dass die Lautsprecher auch nur den Frequenzbereich zugeteilt bekommen, den sie auch verarbeiten können. Wenn man einem Hochtöner auch den Bassbereich zuteilt, ist er nach kurzer Zeit defekt, weil er für die hohen Leistungen eines Basslautsprechers gar nicht gebaut wurde.
Gruß,
Michael/SH

Eigentlich bin ich ganz anders, nur komme ich so selten dazu (Ö v. Horvath)

Beiträge: 5 309

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

63

Freitag, 1. Juni 2012, 14:37

Ja natürlich hat die F-Weiche auch Schutzfunktion - das ist auch
hinlänglich bekannt, hier aber erstmal ausser Acht gelassen.
Selbst ohne notwendige Schutzfunktion (zB bei TT und Piezo-HT)
stand bei diesem Diskussionspunkt die Anpassung des Freuquenz-
ganges im Vordergrund.

Gruß
Time flies like an arrow. Fruit flies like a banana. (...soll Groucho Marx gesagt haben, aber so ganz sicher ist das nicht...)

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

64

Freitag, 1. Juni 2012, 14:39

@ Peter: das die vorgenannten Höreindrücke meinen! subjektiven! Höreindruck vermitteln, ist eigentlich klar. Ich bin davon ausgegangen, dass das hier auch so gesehen wird, weil eine Klangbeschreibung immer!!!! subjektiv sein muss!!!

@ mash: im Idealfall hast Du Recht, daher meine gemachten Ausführungen, dass Bauteile einer Frequenzweiche nichts anderes!!! tun sollten, als den einzelnen Chassis ihren Frquenzbereich zuteilen.
Von diesem Ideal wird aber allzuoft abgewichen, weil unpassende Chassis miteinander kombiniert werden, die dann mit exorbitanten Frequenzweichen zueinander gebracht werden müssen.
und viele Leute denken dann leider, je mehr Weichenbauteile, um so besser die Box, bzw. um so größere Mühe hat man sich gemacht, das Ganze gut klingen zu lassen...

Der Umkehrschluss ist richtig: wer bei der genauen Auswahl der Chassis im Vorfeld!!! Aufwand betreibt, hat es nicht nötig, mittels Frequenweiche eigentlich unpassendes Chassis miteinander zu verheiraten.

Gruß
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

65

Freitag, 1. Juni 2012, 14:40

Zitat

pebrom postete
@ Peter: das die vorgenannten Höreindrücke meinen! subjektiven! Höreindruck vermitteln, ist eigentlich klar. Ich bin davon ausgegangen, dass das hier auch so gesehen wird, weil eine Klangbeschreibung immer!!!! subjektiv sein muss!!!

@ mash: im Idealfall hast Du Recht, daher meine gemachten Ausführungen, dass Bauteile einer Frequenzweiche nichts anderes!!! tun sollten, als den einzelnen Chassis ihren Frquenzbereich zuteilen.
Von diesem Ideal wird aber allzuoft abgewichen, weil unpassende Chassis miteinander kombiniert werden, die dann mit exorbitanten Frequenzweichen zueinander gebracht werden müssen.
Und viele Leute denken dann leider, je mehr Weichenbauteile, um so besser die Box, bzw. um so größere Mühe hat man sich gemacht, das Ganze gut klingen zu lassen...

Der Umkehrschluss ist richtig: wer bei der genauen Auswahl der Chassis im Vorfeld!!! Aufwand betreibt, hat es nicht nötig, mittels Frequenweiche eigentlich unpassendes Chassis miteinander zu verheiraten.

Gruß
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Beiträge: 3 660

Registrierungsdatum: 24. August 2004

Wohnort: Hamburg

  • Nachricht senden

66

Freitag, 1. Juni 2012, 14:46

Zitat

niels postete
...Was ist der "originale Klang eines Instrumentes"?...
Moin, moin,

schon eben den "originalen Klang" gibt es nicht. Den kann man nur durch Reproduzierbarkeit definieren. Da aber jedes analoge Instrument in dynamischer Weise mit seiner Umgebung und auch seinem Spieler reagiert, kann es einen Klang "von eben" bestenfalls annähernd wiederholen.
Einen "originalen Klang" bekommt man, wenn überhaupt, mit digitaler Klangerzeugung hin, keinesfalls aber mit analogen Instrumenten.

Insofern ist die Reproduktion des "Originals", schon durch das originale Instrument, eine Theorie.

Die besten Möglichkeit das Gezwitscher einer Amsel zu reproduzieren bleibt trotzdem immer noch eine Amsel.
Eine Lautsprecherbox, die üblicherweise ganz anders konzipert ist, als eine Amsel, kann man versuchen auf eine bestimmte Art so zu optimieren, daß sie in der Lage ist die Aufnahme des Gezwitschers einer Amsel annährungsweise zu reproduzieren. Doch umso mehr eine solche Box zur Amsel "wird", desto weniger kann sie Taico-Trommeln.

Da hilft es auch nicht, in Ideologien abzugleiten. Demnächst fangen wir noch an zu vergleichen, wer den Längsten hat. Box natürlich...

Insofern mag ich pebrom's Einlassungen nicht teilen. Einerseits beleidigt er die Zunft der Merhwegeboxen-Entwickler pauschal, andererseits entscheidet er, welche Unzulänglichkeiten Boxen haben dürfen ("... diese Dinger können nicht alles von 20Hz - 25KHz abdecken, das, was sie aber wiedergeben, ist von so großer Güte, dass ich ihnen gewisse Fehler verzeihe zu Gunsten von Dynamik und Natürlichkeit.")


Zitat

pebrom postete
...die beste Weiche ist keine Weiche, Punkt. ...
Natürlich gilt, umso weniger Elektronik zwischen Original und Ohr, desto besser. Also weg mit der Konserve und hin zum Livebühne OHNE PA-Anlage.
Wollen wir das nicht, dann ist mir relativ egal, an welcher Stelle, ob in der Frequenzweiche oder beispielsweise im Verstärker, die Elektronik im Signalweg schlummert. Und den Elektronen auch. Insofern kann ich mit solch Aussage wenig anfangen.
Meine Ohren mögen jedenfalls nicht theoretisieren, an welcher Stelle wie viele Spulen stecken. Sie hören nur...


Zitat

pebrom postete
... Eine gute Mehrbereichsbox zeichnet sich dadurch aus, dass die verwendeten Chassis von ihren Grundparametern so gut zueinander passen, dass sie in dem vorgesehenen Gehäuse mit einem absolut minimal notwendigen Aufwand an Bauelementen gut klingen. ...."
Wen wolltest Du jetzt zitieren? Jon Dahlquist oder Hans Deutsch? Ich nenne die beiden absichtlich, weil ihre Ergebnisse sehr unteschiedlich sind ... und klingen.

Herum-zu-theoretisieren, dabei anderen die eigene Meinung und Erkenntnisse als Fakten unterzuschieben, hilft in der Akustik jedenfalls wenig.
Zweifellos gibt es in der Akustik unterschiedliche Ansätze. Und das Gros der Entwickler hat nicht die Aufgabe, die perfekte Box zu bauen, sondern eine, die gekauft wird. Nämlich von denen, die MP3 benutzen und auf digital und immer gleichen Klang stehen. Weil es so schön rummst?

Du hast Vorlieben. Das ist in Ordnung. Ich habe kein Problem zu lesen, wie Du von Deinen Lieblingsboxen schwärmst.
Doch finde ich es, gelinde gesagt, merkwürdig, wenn mir jemand vorschreiben will, was "richtiger" Klang ist ("... sowas klingt immer "tot", wenn vielleicht auch linear"). Und jene als "Vergewaltiger" zu beschimpfen, die etwas anders sehen, halte ich für unangemessen. Denn von jener Art Boxen-Entwickler, die Du hier kritisierst, haben wir auch welche im Forum. Und glaube mir, die sehen diesen Weg als legitim. Und das sehe ich genauso, solange das Ergebnis stimmt.

Also bitte mehr davon:

Zitat

Nicht sezieren, ob die Größenverhältnisse, die Staffelung, die Auflösung etc. bis ins Letzte stimmen, sondern der Gesamtcharakter macht eine gute Box aus.
;)

Tschüß, Matthias
Stapelbüttel von einem ganzen Haufen Quatsch

Beiträge: 744

Registrierungsdatum: 23. Februar 2006

  • Nachricht senden

67

Freitag, 1. Juni 2012, 16:34

Zitat

PeZett postete
Dass eine F-Weiche die Chassis-Eigenschaften so "in die Zange"
nehmen will, daß dabei etwas annähernd Lineares (Idealfall)
herauskommt, ist doch wohl klar - ein Kompromis eben.
Aber warum wohl? Weil eben mit den meisten Vollbereichswandlern
auch keine 100%ige Linearität hinzubekommen ist. Ob den
Hörer das dann persönlich juckt (weil eben sein Hörempfinden
individuell ist), steht auf einem anderen Blatt.
Und selbst wenn der Breitbandlautsprecher linear über den ganzen Frequenzbereich wäre, so wäre sein Impulsverhalten im Hochtonbereich extrem schlecht.
Schon deshalb kommt man IMHO an Mehrwegsystemen nicht vorbei.
Aber auch die gleichzeitige Abstrahlung von Frequenzbereichen durch 2 Systeme ist ein Problem, welches aber mit Frequenzweichen lösbar ist. Hierzu bedarf es aber einiger Bauteile in der Weiche.
Günther Nubert zum Beispiel verwendet über 30 Bauteile in der Frequenzweiche und hat nachvollziehbare Gründe dafür.


@Peter (Pebrom): Den Grund für eine aufwendige Frequenzweiche einzig in unpassenden Chassis zu suchen, sowie Lautsprecher mit aufwendigen Weichen und schlechtem Klang als Beweis für die generellen Vorteile von Beitbandlautsprechen zu verwenden, halte ich für unzulässige Vereinfachungen.

Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß beim gemeinsamen Hören andere Personen offentsichtliche Fehler einer Wiedergabekette als positiv empfunden haben und eine wirklich neutrale Wiedergabe als langweilig empfunden wurde. Dies trat bei an HiFi und HighEnd interessierten Personen signifikant häufiger auf als bei Personen die professionell mit Tonaufnahme und Tonwiedergabe zu tun haben.
Ein gemeinsames Vergleichshören würde schnell Klarheit bringen, ob das in diesem Fall auch zutrifft.
Allein die Kammfiltereffekte durch den "frei mitlaufenden" Hochtöner im von Dir genannten Beispiel würden mich stören.


Gruß

96k

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

68

Freitag, 1. Juni 2012, 17:18

Zitat 96k: "Ich habe schon oft die Erfahrung gemacht, daß beim gemeinsamen Hören andere Personen offentsichtliche Fehler einer Wiedergabekette als positiv empfunden haben und eine wirklich neutrale Wiedergabe als langweilig empfunden wurde."

Zu diesen Leuten zähle ich mich auch, weil für mich allein zählt, ob mir ein Klang gefällt, oder nicht. Und wenn das ggf. durch "Fehler" begünstigt wird, ist es mir egal.

Manche Werte von Röhrenverstärkern sind nach heutigen Maßstäben unter aller Kanone. Trotzdem kann es sein, dass so ein Gerät einem viel mehr gefällt, als ein nach technischen Daten cleaner Verstärker.

Mein Motto: wer heilt, hat Recht.

Gruß
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

  • »Armin46« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 28. Februar 2012

Wohnort: Oberdorf-Much

Beruf: Maurer

  • Nachricht senden

69

Samstag, 2. Juni 2012, 07:22

Hallo Peter,
was muß ich mir denn unter Breitbandlautsprechern vorstellen ?
Sind das dann so Boxen wie bei einer Surroundanlage ?
Einzeln gehört unmöglich, zusammen gut ?
Was hältst du denn von den Miniröhrenverstärkern die schon ab 149 Eus neu angeboten werden.
Aber ich werde erst mal ne Weile alles so lassen wie es ist.

Ich wollte einfach nur mal den Horizont erweitern, aber wenn dann eher auf kollegialer Art. So unter Musikliebhabern.
Der Threat hätte also eher heißen sollen, wie verwirklicht ihr euren Traumsound,
Ist ja auch alles nicht so wichtig das man sich an die Köppe muß.
Zum Glück ubersehen einen Die Fachleute ja.
Ach nochwas, was ist Raumoden ? Rückkopplungen ?
Nun ,dann wünsch ich allen ein schönes Wochenede.
Gruß
Armin
Keep on rollin`
in Betrieb
Philips N 4416, 2X N 445o
N 4504 und 4506
Revox A 77 mk 4 1/4 Spur

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

70

Samstag, 2. Juni 2012, 08:28

Hallo Armin,

ja, der Thread Titel ruft geradezu danach, sich mit der Theorie! des Klangs zu befassen; so habe ich ihn auch verstanden.

Wenn Du gefragt hättest: "Mit welchen Geräten und Maßnahmen erzielt Ihr Euren besten Klang", dann wäre der Thread sicher mehr in die Praxis gegangen.

Wie dem auch sei, es war bis hierher trotzdem nicht uninteressant und hat zumindest mir manches Mitglied "näher" gebracht.

Also: Breitbandlautsprecher versuchen mit nur einem Chassis das ganze Frequenzspektrum zu erfassen. Es gibt welche mit kleiner Membran, die bis in den Hochtonbereich spielen, dafür natürlich im Frequenzkeller früher aussteigen, als auch Breitbänder mit großer Membran (ab 20cm ungefähr), die den Bassbereich gut abdecken können, dafür aber dann im Hochtonbereich früher aussteigen.
Das ist das Problem bei Breitbandlautsprechern, darüberhinaus haben sie meistens auch einen sehr engen Punkt, in dem man zum Hören sitzen sollte, den sog. sweet spot. Der Breitbänder ist also zum genauen Hören gedacht, weniger um im Zimmer wechselnde Plätze einzunehmen.

Der Vorteil eine Breitbänders ist die Punktschallquelle, die Musik kommt eben nur aus einem Chassis, einem Punkt. Bei Mehrwegboxen hingegen kommt der Schall aus den einzelnen Chassis und addiert sich dann beim Hörer.

Die Punktschallquelle hat den Vorteil, dass man eine sehr gute und plastische räumliche Abbildung erhält.

Für den praktischen Einsatz von Breitbändern gäbe es aber seitenweise zu schreiben, im Netz findest Du eigentlich alles dazu.

Raummoden bezeichnen eigentlich nur gewisse Frquenzberge oder Täler in einem Raum. So kann bei einem Frequenzberg quasi der gesamte Raum angeregt werden, mitzuschwingen.
Kennt man aus der Disco: an manchen Stellen ist der Klang o.K., an manchen wiederum drückt der Bass übermäßig.
Jedenfalls ist da mein verständnis davon. Das hörbare Mitschwingen des Raumes und oder Mobiliars.

Röhrenverstärker sind eine besondere Spezies, habe schon einige Röhrenendstufen selbst gebaut, bin aber letztendlich wieder zum Transistor zurückgekehrt. Nicht, weil die Verstärker schlecht gespielt hätten, mir fehlt nur der Platz für adäquate Boxen. So ein Röhrenverstärker schreit eigentlich nach einem guten Horn, bzw. Breitbänder, die einen großen Wirkungsgrad haben sollten, so ab 92dB. Meistens sind diese Boxen dann in ihrem Abmessungen aber so groß, dass zumindest ich sie nicht stellen kann. Somit habe ich derzeit eine Box mit Breitbänder, die aber nur eine Empfindlichkeit von ca. 86dB hat. Will heißen: es ist mächtig Leistung nötig, um die Dinger anzutreiben. Es sollte also ein Verstärker mit mindestens 40W sein.

Röhrenendstufen haben meistens zwischen 5W - 10W Ausgangsleistung, was nach einer Box mit eben mindestens 92dB verlangt, besser wären natürlich 96dB.

Da kann so eine Röhre wirklich fantastisch klingen, am falschen (unempfindlichen) Lautsprecher hingegen klingt die gleiche Röhre meistens kraftlos und undynamisch.

Es gibt natürlich auch Rohrenendstufen mit 40W bis hin zu 100W und mehr. Die sind dann aber seeehr teuer und heizen Dir Dein Zimmer auf, dass es nicht mehr feierlich ist. Vom Stromverbrauch nicht zu reden. Hatte mal eine Röhre, die allein im eingeschalteten Ruhezustand über 200W verbrauchte.

Nun bin ich bei der Fa. ABACUS gelandet, deren Vor- Endstufenkombi ich besitze. Für mich das dynamischste und knackigste, was ich bisher zu Hause hatte. Und da waren auch Geräte von Accuphase dabei.

Geh' mal auf die Seite von ABACUS, das lohnt sich, Du kannst Dir dort auch die Geräte zu moderatem Preis nach Hause holen zum Testen. Geh' mal auf den Menüpunkt "Referenzen", da kannst Du meine Meinung dazu lesen.

Hoffe, ich konnte etwas Licht in's Dunkel bringen,

Grüße aus Bärlin,
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

71

Samstag, 2. Juni 2012, 10:11

http://de.wikipedia.org/wiki/Raummoden
http://de.wikipedia.org/wiki/Breitbandlautsprecher
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

72

Samstag, 2. Juni 2012, 13:16

@96k: Konnte nicht eher antworten, war zwei Tage weg.
Ja, ich höre noch "neutral", habe allerdings gute Voraussetzungen in meinem Gewerbehof, etwas lauter zu drehen.Das ist für mich anders, als mich auf Zimmerlautstärke beschränken zu müssen.
Wahrscheinlich hängt die Möglichkeit des "Neutralhörens" mit Bandmaschinen unter anderem auch von der Qualität der Maschine ab.
Jage ich eine Aufnahme mit 38cm/s über die M15A, ist ohne Klangregler alles perfekt, auf der Technics 1500 ganz genauso.

Ich bin mir sicher, daß Hören genauso subjektiv ist wie Sehen, man verfällt in Gewohnheiten, und es läßt sich sogar trainieren.
20 Leute malen einen Blumentopp, jedes Bild sieht anders aus.
Gucken aber 20 Leute vorher ein Bild von Monet an, malen mit Sicherheit mindestens 15 Leute den Blumentopp impressionistisch.

Anders wird es mit Sound auch nicht sein.

Da aber Armin fragt: "Was ist der perfekte Sound",
muß ich ehrlich gestehen:
Für mich sind es meine beiden "gesoundeten Teacs", also Vier-Kanal-Maschinen, bei denen ich jeweils zwei Kanäle parallel geschaltet habe.
Dabei ist völlig klar, daß die Aufnahme nicht normgerecht erfolgt und somit nicht Euren Vorgaben entspricht.
Aber ich habe damit den für mich idealen "Sound" gefunden, und das ist wieder absolut subjektiv.:)

73

Samstag, 2. Juni 2012, 17:53

Zitat

pebrom postete
Geh' mal auf die Seite von ABACUS, das lohnt sich,
-Eingangswiderstand im Ausgang 0 Ohm
-...
-...
-Ausgangssignal zu 100% gegengekoppelt

Dort zu finden:

http://www.abacus-electronics.de/33-0-Ampino.html

Mit Argumenten dieser Art wird auch aus einem Breitbänder im Handumdrehen der ideale Lautsprecher :).

Gruß Ulrich

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

74

Samstag, 2. Juni 2012, 20:40

@ Ralf: "Aber ich habe damit den für mich idealen "Sound" gefunden, und das ist wieder absolut subjektiv"

Aber das ist das entscheidende :kopfstand:, Glückwunsch!!!

@ Ulrich: es gibt viele Leute, die sich über die Beschreibungen von ABACUS "das Maul zerreißen" (nicht böse gemeint). Du solltest die Kombi mal hören :party: , ggf. interessiert Dich dann nicht einmal mehr die Theorie .

Gruß
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

75

Samstag, 2. Juni 2012, 21:22

Lieber Peter,
genau das ist es: Man kann dieses "Feeling" einfach nicht exportieren und somit rennt man mit seiner Begeisterung alleine rum und keiner versteht einen.

Z.B. kauft sich wohl niemand Y-Adapter, um seine Vier-Kanal-Maschine mal aus Spaß am Experimentieren einfach "umzustöpseln".
Dann würde er wohl als erstes schreiben:
"Nein, es klingt überhaupt nicht anders als sonst...nur druckvoller...aber der Song ist nicht anders....vielleicht powerfuller...o.ä."

Nun verführt der Threadname natürlich dazu, dieses hier zu schreiben, geht es doch um Sound...und nicht bedingungslose Wiedergabetreue usw.

Insofern hat Armin schön was eingerührt, aber irgendwie macht der Thread wieder Spaß.Und es läßt sich wieder Interessantes lesen....:)

76

Samstag, 2. Juni 2012, 21:44

Ich habe heute wohl meine gemeinen Tag, das folgende könnte also eine empfindliche Seele verletzen.

Zitat

Ralf B postete
Z.B. kauft sich wohl niemand Y-Adapter, um seine Vier-Kanal-Maschine mal aus Spaß am Experimentieren einfach "umzustöpseln".
Dann würde er wohl als erstes schreiben:
"Nein, es klingt überhaupt nicht anders als sonst...nur druckvoller...aber der Song ist nicht anders....vielleicht powerfuller...o.ä."
Das macht niemand, weil es ganz einfach Unsinn ist.
Das gilt auch fürs "Verstärkerprobehören".

Gruß Ulrich

77

Samstag, 2. Juni 2012, 21:58

Lieber Ulrich,

warum soll es die Seele verletzen?
Laetitia hat bestätigt, daß diese Variante in Studios eingesetzt wird, um "mehr Druck zu machen", und jeder, der hier war, bestätigt es.

http://forum2.magnetofon.de/f2/showtopic.php?threadid=13395&pagenum=2&highlight=Liebe+auf+den+zweiten+blick

Man verletzt jemand, wenn man bewußt "Es ist Unsinn" schreibt, obwohl man es selbst nicht ausprobiert hat.
Der Verletzte denkt sich seinen Teil, schätzt Dich trotzdem aufgrund Deiner hervorragenden technischen Kenntnisse und hört fröhlich Musik.
Vielleicht kommen ja wieder bessere Tage.


.

78

Sonntag, 3. Juni 2012, 01:30

Tut mir leid Ralf, aber du baust dir die Welt so zurecht wie sie dir gefällt.
Mit der Realität hat das nichts zu tun.
Ich habe in deinem Ursprungsthread zur Teac A3440 schon aufgegeben die Zusammenhänge zu erklären und werde das hier an dieser Stelle auch nicht tun.
Gegen Wände zu rennen ist nun mal nicht mein Hobby.

Obwohl ich diesen Blog zwiespältige sehe (“leichte” Tendenz zum Pranger) hat hier ein Forenkollege eine Bemerkung geschrieben deren Inhalt ich durchaus zustimme:

http://pn2012.wordpress.com/2012/03/04/breitbanderfahrungen/

Apropos zustimmen:

Zitat

Michael Franz postete
... und schon wieder ein thread mehr, der im inhaltslosen off topic versinkt!
Und noch ein Apropos

Zitat

Ralf B postete
Vielleicht kommen ja wieder bessere Tage.
Carpe diem

Gruß Ulrich

79

Sonntag, 3. Juni 2012, 08:42

Da sind wir ja wieder beim alten Feeling...ein toller Einstieg in den Sonntag.

Das mit dem Pranger hatten wir ja auch schonmal.
Mittlerweile ist es wohl schwieriger geworden, so etwas als freundlich und hilfsbereit zu vermarkten, jeder kann erkennen, daß da irgendetwas gründlich im Argen liegt.

Wer zwei Kanäle eines Tonbandgerätes zusammenschaltet, baut sich doch nicht die Welt zurecht, so wie es ihm gefällt !
Mach es einfach bei Dir zu Hause nicht!
Ich mach es nur aus Freude an diesem "Sound". Alle anderen Maschinen sind nach den Regeln angeschlossen und ganz normal in Ordnung (zum Glück).
Und überleg doch mal bitte, weswegen Du mich hier attackierst, und ob es das wert ist.
Du setzt Dich um 01:30 Uhr an Deinen Rechner und sammelst aus diesem Thread alles, was Du dafür annähernd verwenden kannst.

Da Dich das stört, was ich schreibe, ignoriere mich doch bitte.Ich mache das bei wenigen Leuten hier auch, aber greife sie doch nicht wegen Meinungsverschiedenheiten öffentlich an.
Mußt doch nicht verletzend werden, nur weil Du anderer Meinung bist und die Rechenaufgabe etwas anderes ergibt.
Ich kann auch verletzend sein, glaub mir das bitte.Aber ich möchte es nicht.

Beiträge: 287

Registrierungsdatum: 11. Oktober 2010

Wohnort: Rhein Main Gebiet

  • Nachricht senden

80

Sonntag, 3. Juni 2012, 09:35

Hallo zusammen,

die Wahrnehmung von Klang ist eine subjektive Angelegenheit. Der eine hört am liebsten unveränderte Klangkonserven, der andere peppt sie, wie auch immer, noch etwas auf. Die daraus resultierende Bandbeite der Geschmäcker spiegelt sich in diesem Thread wieder. Das dieser eine beachtliche Länge erreicht hat, zeigt, wie wichtig vielen hier dieses "Smalltalk"-Thema ist.

Bin gespannt auf weitere Beiträge.

Gruß
Jürgen

81

Sonntag, 3. Juni 2012, 09:47

Zitat

Laetitia hat bestätigt, daß diese Variante in Studios eingesetzt wird, um "mehr Druck zu machen", und jeder, der hier war, bestätigt es.
Ich betreibe ein Studio und kann sagen: in professionellen Studios macht das wohl keiner....

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

82

Sonntag, 3. Juni 2012, 10:03

@ Ulrich: wenn Verstärker probehören Unsinn sein soll :shocked:, dann erkläre mir bitte mal, warum....

Wenn Ralf der Meinung ist, ein Gerät klingt in einer Konstellation, die nicht unbedingt üblich ist, für ihn persönlich besser, dann ist!!!!! das nach meinem Verständnis die Realität und wahr.
Dass Du da eine andere Meinung zu hast, ist Dir unbenommen, aber Ralf's Einstellung als Realitätsfern abzutun, geht zu weit.
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Beiträge: 1 127

Registrierungsdatum: 26. Dezember 2007

  • Nachricht senden

83

Sonntag, 3. Juni 2012, 11:30

Hallo Peter,

bei häuslichen Platzproblemen, die den Wunsch nach großen "Hörnern" nicht zulassen, könnte man mit etwas Kreativität auf die Idee kommen, denn umgekehrten Weg des energiesparenden wireless audiophilen Musikgenusses kommen, indem man sich "Mono/Stereo-Inverse-Hörner" nachstehender Genre aufsetzt:

in Mono-Ausführung
http://www.hearingaidmuseum.com/gallery/Non-Electric/EarTrumpets/Short%20Trumpets/index-short.htm
oder in Stereo-Ausführung:
http://www.hearingaidmuseum.com/gallery/Non-Electric/Auricles/index-auricles.htm

:D Gruß Bernd


Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

84

Sonntag, 3. Juni 2012, 11:53

Hallo Bernd,

diese Dinger sind mir zu Bassstark, ich habe da den Eindruck, dass die für meine "Puppenstube" noch zu groß sind... :sad:

Gruß
Peter :lachen:
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

85

Sonntag, 3. Juni 2012, 12:14

Hallo Peter,

so, wie das spaßig gemeint ist von Bernd, kann ich mir aber die Dinger an Dir vorstellen! :albern:

  • »Armin46« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 28. Februar 2012

Wohnort: Oberdorf-Much

Beruf: Maurer

  • Nachricht senden

86

Sonntag, 3. Juni 2012, 12:27

Hallo Peter,
danke für die Erläuterungen !
Das ist doch ein faires Angebot mit dem Probehören.
Doch der Verstärker hat nur einen Eingang .
Müßte man da einen passiven Verteiler oder ein Mischpult vorschalten ?
Zu Ralf noch; Lass die Vöglein fliegen.
Es gibt Leute die melden sich nur wenns was zum meckern gibt.
Chronisch übelgelaunt ?
Weis der Geier weis er nicht.
Schönen Sonntag trotz Miesepeterwetter.
LG
Armin
Keep on rollin`
in Betrieb
Philips N 4416, 2X N 445o
N 4504 und 4506
Revox A 77 mk 4 1/4 Spur

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

87

Sonntag, 3. Juni 2012, 12:45

@ Ralf: Ick mia ooch :space:..., trotzdem jemain von Dich :ugly:
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Beiträge: 325

Registrierungsdatum: 10. August 2011

Wohnort: Berlin

  • Nachricht senden

88

Sonntag, 3. Juni 2012, 12:53

@Armin: da reicht -wie Du schon sagtest- ein Umschaltpult, oder eben ein Mischpult.

Ich habe mir den passenden VV gegönnt, weil ich den gleich ab Werk habe mit einem Phono MM ausrüsten lassen. Der Mehrpreis betrug 69,-€ :lachen:.
Die Qualität der Phono Platine ist erstklassig und für diesen Preis unschlagbar. Außerdem hat der VV noch eine Metallfernbedienung dabei, die ich zwar wegen der räumlichenh Nähe nicht benötige, aber man weiß ja nie, wie die Geräte zukünftig einmal stehen werden...

Wenn Du 50,-€ übrig hast, bestelle Dir die Endstufe unbedingt einmal, sofern Du auf Dynamik, Schnelligkeit und Druck/Kontrolle Wert legst.
Falls Du die Endstufe dann bestellst, erhälst Du die Leihgebühr voll angerechnet.

Ich habe die Anschaffung zu keiner Zeit bereut und würde sie sofort wieder tätigen.

Gruß aus Bärlin,
Peter
Man sieht nur mit dem Herzen gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

  • »Armin46« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 205

Registrierungsdatum: 28. Februar 2012

Wohnort: Oberdorf-Much

Beruf: Maurer

  • Nachricht senden

89

Dienstag, 5. Juni 2012, 04:28

Guten Morgen Peter,
die Verstärker werden ja schon länger gebaut,
ein Kompromiss zwischen Röhre und Tanssistor.
Hört sich interesant an.
Behalte ich im Hinterkopf.
Ich hab mein Limit an Ausgaben fürs Hobby schon überschritten.
Aber nochmal Danke für deine Erklärungen.
Auch die Geduld der entsetzen Profis eins.
Ciao
Armin
Keep on rollin`
in Betrieb
Philips N 4416, 2X N 445o
N 4504 und 4506
Revox A 77 mk 4 1/4 Spur

Beiträge: 19

Registrierungsdatum: 14. April 2012

Wohnort: Berlin

Beruf: Vorruhestand

  • Nachricht senden

90

Mittwoch, 6. Juni 2012, 15:58

Hallo,nachdem Ich das alles mal gelesen habe kann nur gesagt werden ,lasst jeden hören wie er möchte.Das ist nun mal privater Geschmack.
PS:Meine zwei Teac A-3440 sind ebenfalls zur Verbesserung mit Y-Kabel geschaltet.Und da sind Mir alle anderen Meinungen piepegal.
Eine Bitte,hört auf andere Gewohnheiten und Ansichten schlecht zu machen.

Gruss: Dieter
Dieter N.