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Tuesday, June 30th 2020, 9:48pm

die könnten noch Leute aus Wolfsburg rumschicken, die ihren Kunden jeden Monat einmal ins Gesicht treten würden, und die Leute würden die Kisten trotzdem noch kaufen.


... oder ihnen mit falschen Angaben irgendwelche Stinke-Diesel unterjubeln, die nach ein paar Jahren praktisch wertlos und unverkäuflich sind (und das ist keine Fiktion), und die Leute kaufen als Ersatz ohne mit der Wimper zu zucken wieder einen VW. Gab's in meiner Bekanntschaft gleich mehrfach. Wenn man den Leuten sagt, daß sie sich mit solchem Verhalten selbst zum Schlachtvieh machen, kommen dann haarsträubende Begründungen wie "Ja, da hast Du eigentlich recht, aber ein BMW oder so, das wäre nichts für mich." :wacko:

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Tuesday, June 30th 2020, 9:54pm

Hallo Frank,

bei dem was du zum Umgang von VW mit seinen Kunden schreibst, fällt mir sofort die Video-Historie der ruhmreichen deutschen Firma Grundig ein. Die sind mit ihren Videokunden sehr ähnlich umgesprungen, als es um die Vdeoformate mit der VCR-Cassette ging. Es gab 3 verschiedene Formate mit dieser Cassette, VCR-Standard, VCR-Longplay und SVR (Super Video Recording). Die auf Messen versprochenen Geräte, die die älteren Formate wenigstens abspielen sollten, hat es nie gegeben. Die Kunden haben trotzdem das nächste inkompatible Videoformat dieser Firma gekauft, weil Grundig auf dem Gehäuse stand. Ich habe nicht ein Videogerät dieser Firma besessen, weil das technische Katastrophen waren, nicht alltagstauglich und für ein Kopierwerk schon gar nicht. Ich bin da echt zum Grundig Hasser geworden. Da haben die ersten Generationen VHS und Betamax Geräte von Panasonic und Sony einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Die waren einfach "kompatibel", man konnte seine Aufnahmen ohne Probleme bei Freunden abspielen, das war vorher eine Glücksache. "Scheiss Japaner" Originalton Max Grundig auf der Hannover Messe.

MfG, Tobias
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Wednesday, July 1st 2020, 7:06pm

Haha, Frank, wunderbarer VW-Rant, ich mußte grinsen. :D

Bei den Heckmotormodellen sehe ich es etwas anders, wenngleich durch die Oldtimerbrille, das sind für mich wirklich charmante Fehlkonstruktionen, wobei mir da Typ 3 und Typ 4 (aber jeweils nur die frühen Modelle) besser gefallen als die ewigen Käfer und Bullis, an denen ich mich sattgesehen habe. Das Geräusch der luftgekühlten Boxermotoren mag ich, auch den Geruch im Innenraum. Liegt vermutlich daran, daß meine Oma einen Käfer fuhr, kindliche Prägung.

Danach begann die große Ödnis, Autos mit dem Appeal einer Kühl-Gefrier-Kombination, allgegenwärtig, langweilig und egal. Ich hatte sogar vor ein paar Jahren mal einen Jetta I, die Farbe war hübsch (inarisilber, ein helles grünmetallic), der Kofferraum groß, zuverlässig war er, allerdings auch recht versoffen (jedenfalls für 1,3 Liter/60 PS), er hatte damals schon ein H-Kennzeichen, aber ich fand es deplaziert. Und richtig warm bin ich nie mit dem Auto geworden. Die Modelle der 80er waren dann zwar langweilig, aber dafür haltbar, das muß man ihnen lassen. Heute sind sie es nicht mehr...

Und die ewigen VW-Fahrer von heute, das müssen wohl Leute sein, die keinen Bezug zu Autos haben und sich das andrehen lassen, weil es alle haben. 50 Millionen Fliegen können sich nicht irren. Wir haben auf der Arbeit für Dienstfahrten einen Golf VI bereitstehen, der bislang vergleichsweise wenig gelaufen ist, weil alle lieber ihr eigenes Auto nehmen als diese elende lahme, himmelschreiend öde Karre. Wie ein Dacia mit besseren Spaltmaßen. Neulich bin ich mal einen Passat CC aus der Bauserie von 2012 bis 2016 gefahren und war schlicht entsetzt. Der Diesel sollte angeblich 204 PS haben, fragt sich nur, wo. Dieses komische DSG-Getriebe machte vor allem dadurch auf sich aufmerksam, daß es Anfahrpausen wie ein alter Smart produzierte (das kann ich ja so rein gar nicht ab). Unübersichtlich ohne Ende und Kurven mochte der schwere Brocken auch nicht, zumal man dank der verzögert reagierenden Kraftübertragung nicht einmal aus einer Kurve herausbeschleunigen kann. Er war weder sportlich, noch sonderlich komfortabel, außen groß, innen klein. Ganz ehrlich, gäbe es nur solche Autos, würde sogar ich freiwillig mit der Bahn fahren. Und der Bekannte war so stolz auf seinen jungen Gebrauchten... ich mußte sehr diplomatisch sein.

Viele Grüße
Nils

Edit/Ergänzung: Bei aller Lästerei, den hier habe ich wirklich geliebt. Hier ist er schon untergestellt, weil es mal eine Zeit gab, in der ich mir nur eine Schwalbe leisten konnte. Vor inzwischen 16 Jahren notgedrungen für viel zu wenig Geld verkauft, inzwischen wieder außerhalb meiner finanziellen Reichweite. Meiner soll wohl inzwischen eine Sammlung in Frankreich bereichern.

This post has been edited 3 times, last edit by "tk141" (Jul 1st 2020, 9:45pm)


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Friday, July 3rd 2020, 3:00am

Hallo Frank,

bei dem was du zum Umgang von VW mit seinen Kunden schreibst, fällt mir sofort die Video-Historie der ruhmreichen deutschen Firma Grundig ein. Die sind mit ihren Videokunden sehr ähnlich umgesprungen, als es um die Vdeoformate mit der VCR-Cassette ging. Es gab 3 verschiedene Formate mit dieser Cassette, VCR-Standard, VCR-Longplay und SVR (Super Video Recording). Die auf Messen versprochenen Geräte, die die älteren Formate wenigstens abspielen sollten, hat es nie gegeben. Die Kunden haben trotzdem das nächste inkompatible Videoformat dieser Firma gekauft, weil Grundig auf dem Gehäuse stand. Ich habe nicht ein Videogerät dieser Firma besessen, weil das technische Katastrophen waren, nicht alltagstauglich und für ein Kopierwerk schon gar nicht. Ich bin da echt zum Grundig Hasser geworden. Da haben die ersten Generationen VHS und Betamax Geräte von Panasonic und Sony einen ganz anderen Eindruck hinterlassen. Die waren einfach "kompatibel", man konnte seine Aufnahmen ohne Probleme bei Freunden abspielen, das war vorher eine Glücksache. "Scheiss Japaner" Originalton Max Grundig auf der Hannover Messe.

MfG, Tobias


sorry, aber Du willst doch nicht wirklich einen Konzern, der von einem Terror-Regime mit gestohlenem Geld erschaffen wurde, mit einem innovativen und den Menschen zugewandten Unternehmer wie Max Grundig vergleichen ?

Max Grundig hat mit Geschick und dem richtigen Riecher für Zukunftstechnologien aus einer kleinen Trafowickelei einen Weltkonzern gemacht, und das Geschäft 25 Jahre sehr erfolgreich betrieben. Am Ende ist ihm das Gespür verlorengegangen, und er hat nach wenigen Jahren die Quittung dafür bekommen, ganz persönlich. Der VW-Konzern ist bereits auf Raub und Betrug gegründet, und dass VW heute noch existiert, liegt daran, dass in entscheidenden Momenten immer jemand anders die Kohlen aus dem Feuer gezogen hat. Wenn VW wirklich auf Fortschritt aus den eigenen Reihen angewiesen gewesen wäre, wäre der Laden schon in den siebzigern vor die Hunde gegangen. Mittlerweile ist VW auch zu groß und zu global, um noch wirklich pleite gehen zu können, und es scheint ja wirklich eine große Zahl Menschen zu geben, die es toll findet, mit dem Auto in der großen grauen Masse verschwinden zu können. Dass VW in China ein besonders hohes Ansehen genießt, und da schon lange vor dem großen Wirtschaftsaufschwung die Bonzen mobilisiert hat mit dem VW Santana, einem in Europa unverkäuflichen Passat Derivat, das hat doch Gründe, die man durchaus in der Unternehmensgeschichte suchen kann.



Gruß Frank

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Friday, July 3rd 2020, 8:17am

it einem innovativen und den Menschen zugewandten Unternehmer wie Max Grundig


Die ukrainischen Zwangsarbeiterinnen, die für Grundig gearbeitet hatten [...]

Quelle Wiki

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Friday, July 3rd 2020, 10:16am

Hallo Frank,

ich finde deine Antwort ziemlich enttäuschend, denn sie zeigt, dass du meinen Beitrag nicht aufmerksam gelesen hast. Ich habe da lediglich über die Video-Kunden und die Video-Historie geschrieben und du reagierst so, als hätte ich einen Frontalangriff gegen die gesamte Firma Grundig nebst ihrem seligen Gründer gefahren. Das sieht bei differenzierter Betrachtung der Fakten aber anders aus.

MfG, Tobias
Es gibt 2 Dinge, die unendlich sind, die menschliche Dummheit und das Universum. Aber beim Universum bin ich mir noch nicht 100% sicher (Albert Einstein)

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Sunday, July 5th 2020, 5:54pm

it einem innovativen und den Menschen zugewandten Unternehmer wie Max Grundig


Die ukrainischen Zwangsarbeiterinnen, die für Grundig gearbeitet hatten [...]

Quelle Wiki



... und die es im Gegensatz zu den Zwangsarbeitern im KdF Konzern bei ihm so gut hatten, dass sie nach dem Krieg da blieben und ihm halfen, seinen Besitz über die frühen Nachkriegswirren zu bringen. Und später sagten sie für ihn aus, und sorgten dafür, dass Grundig einer der wenigen deutschen Unternehmer war, der unbelastet weitermachen konnte.

Ich finde, man muss schon unterscheiden zwischen Unternehmern, die sich durch die dunkle Zeit laviert haben, und dabei versucht haben, so wenig Schaden wie möglich anzurichten, und einem Konzern, der mit gestohlenem Geld zur Gleichschaltung der Masse geschaffen wurde. Auch wenn das schon sehr lange her, ist, merkt man den Geist bis heute, wenn man sich in einen Volkswagen setzt - und eigentlich passieren auch immer wieder Dinge, die zeigen, dass sich in dem Laden über die Jahrzehnte weniger verändert hat, als es gut wäre.

Sorry an alle, wenn ich etwas spitz geworden bin, ich höre an dieser Stelle auch auf. Es macht mir halt Angst, wenn ich mir die Haltung der deutschen Mehrheit zum Ex-KdF-Konzern ansehe. @Tobias - was mich so aufgebracht hat, war nicht, was Du geschrieben hast, sondern, in welchem Zusammenhang Du es geschrieben hast. Das Versagen von Max Grundig am Ende seiner Ära zu vergleichen mit der auf Raub und Betrug aufbauenden Unternehmensphilosophie von Volkswagen, das passt zum Einen nicht, und zum anderen ist es ziemlich unfair gegen einen Unternehmer, vor dem ich bis heute großen Respekt habe.

Gruß Frank

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Sunday, July 5th 2020, 8:59pm

Ja, bitte, jetzt ist's mal wieder gut. Man muß weder das Geschäftsgebaren eines Konzerns noch dessen Produkte gut finden, aber den Geist des gestohlenen Geldes aus der finsteren Vergangenheit habe ich ehrlich gesagt noch nie gespürt, wenn ich mich mal in so ein Auto gesetzt habe.

Also, hier geht's doch eigentlich um Autos, die man *nicht* jeden Tag sieht ;-)

Viele Grüße,
Martin

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Sunday, July 5th 2020, 10:11pm

Ich bin mal gespannt, wann Indien von der elenden "Vintage-Auto-Branche" als Ressource erkannt und ausgebeutet werden wird.
Vor zwei Jahren war ich im Bundesstaat Rajasthan unterwegs und habe dort jede Menge Kisten gesehen, die auf Re-Import warten.

Vom PLYMOUTH wollte ich das schicke Schildchen als Mitbringsel abknibbeln, aber nur mit den Fingernägeln war da leider nix zu machen. :D

Den VARIANT-Kombi hingegen hätte ich gerne in funktionsfähigem Zustand mit H-Kennzeichen vor meiner Haustür.

Und dem scheinbar grad angesagten VW-Bashing zum Trotz finde ich: das is ne geile Karre !









______________________________________________________

Groetjes, Frank
Hau wech, den Schiet - aber sech mir, wohin

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Monday, July 6th 2020, 10:30am

Auch wenn das schon sehr lange her, ist, merkt man den Geist bis heute, wenn man sich in einen Volkswagen setzt


Jetzt hör aber mal wirklich auf.
Da weiß man ja n icht, ob man lachen oder heulen soll...

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Monday, July 6th 2020, 12:54pm

da geb ich Dir recht, in Zusammenhang mit VW weiß man das wirklich oft nicht.

@moxx - solche Plymouth Modelle findet man auch in den USA noch häufig auf Schrottplätzen, von da kann man sie dann auch leicht nach Deutschland exportieren.

Wo schon seit einiger Zeit die Jäger unterwegs sind, und die Autos teilweise in Einzelteilen wegschaffen, weil man sie am Stück nicht von der Insel bekommt, ist Kuba. Da sind letztens sogar ein paar vergessene 300SL Flügeltürer aufgetaucht - die Leute in solchen Ländern sind aber nicht mehr so blöd wie früher und auch im Internet unterwegs, so dass sich solche Sachen finanziell meist nicht mehr lohnen.

Ich hatte mal vor zwei Jahren ernsthaft vor, mir einen E55AMG aus Dubai zu holen wegen der Rostfreiheit und den günstigen Preisen. Am Ende hab ichs dann doch gelassen, der Aufwand und das Risiko waren zu groß.

Gruß Frank

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Monday, July 6th 2020, 11:57pm

Noch nicht sehr alt, aber in Deutschland ziemlich selten: Toyota Paseo.



Zitat

Laut Kraftfahrt-Bundesamt gab es in Deutschland rund 3991 zugelassene Coupés und 799 Cabrios (Januar 2011[1]).

https://de.wikipedia.org/wiki/Toyota_Paseo

(inzwischen wahrscheinlich deutlich weniger)

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Sunday, July 12th 2020, 2:45pm

2011 ist nun auch schon neun Jahre her. Die sind inzwischen ziemlich ausgestorben, vor ein paar Jahren bekam man sie zu dreistelligen Beträgen, was viele wahrscheinlich letztlich zum Verwerter gebracht hat.
Viele Grüße
Nils

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Sunday, July 12th 2020, 5:40pm

Und viele weitere fahren wahrscheinlich inzwischen in Afrika herum.

Kann mich auch nicht erinnern, wann ich vor dem auf dem Bild zuletzt einen im Straßenverkehr gesehen habe. Könnte sehr lange her sein.

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Yesterday, 4:16pm

Bilderrätsel

Moin,

die Kiste hat zwar einige Jahre auf dem Buckel (BJ 2009), wurde aber nie offiziell nach Deutschland exportiert und gibt's hier nur rund 80x. Wer rät, um welches Fabrikat bzw. welches Modell es sich handelt?

Gruß
Peter
LoveASC has attached the following images:
  • P1330852.JPG
  • P1330851.JPG
  • P1330850.JPG

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Yesterday, 4:47pm

Versuch in's Blaue: Ssanyong?

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Yesterday, 5:01pm

Ein Lincoln MKX
Gruß
Michael

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Yesterday, 6:54pm

Super Michael,

wie bist Du drauf gekommen?

Gruß
Peter

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Yesterday, 8:12pm

Lincoln Logo, und dann Tante Google ?

Gruß Frank

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Yesterday, 8:16pm

wie bist Du drauf gekommen?


Lincoln Logo, und dann Tante Google ?



So sieht es aus :D
Gruß
Michael

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Today, 12:02am

Wo wir schon mal bei den neueren Modellen sind, ich hab' letztens den hier mit Überraschung zur Kenntnis genommen:



Es ist ein Lada (genaue Bezeichnung hab' ich mir leider nicht gemerkt, es war m.W. irgendwas mit einer 2 am Anfang). Eigentlich ist der kleine Geländewagen Niva das einzige Modell dieser Marke, das man hier in der Gegend noch regelmäßig sieht. Der Samara ist ausgestorben, die alten Modelle mit Heckantrieb sowieso, und die neueren Modelle finden eigentlich nicht statt. Keine Ahnung, warum der Besitzer dieses Modells trotz des dünnen Werkstattnetzes zu einem Lada statt zu dem im Billig-Segment ungleich populäreren Dacia gegriffen hat.

Ich muss aber anerkennend sagen: Das Auto sieht nicht prekär oder veraltet aus.

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Today, 7:33am

Sieht aus wie ein Kalina II:
https://de.wikipedia.org/wiki/Lada_Kalina#Zweite_Generation

Vielleicht hat er dem Käufer einfach besser gefallen als ein Dacia. Reparieren können sollte so ein Auto jede freie Werkstatt, deren Personal nicht ganz auf den Kopf gefallen ist. Mit den heutigen Möglichkeiten, Ersatzteile online zu bestellen, hätte ich keine Bedenken, ohne Vertragswerkstatt in der Nähe ein seltenes, aber einfach gestricktes Auto zu fahren.

Viele Grüße,
Martin

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Today, 10:58am

Sieht aus wie ein Kalina II:


Auf der Heckklappe stand, wenn ich mich richtig erinnere, eine Zahl mit einer 2 am Anfang. Es könnte diese 2192 gewesen sein (wobei ich vor meinem geistigen Auge fünf Ziffern sehe, aber da bin ich nicht sicher).

Die langjährige Stamm-Autowerkstatt meiner Eltern heißt, wie der Zufall es will, übrigens auch "Kalina". Ist allerdings ein Mazda-Händler, nicht Lada. :)

Zitat

Reparieren können sollte so ein Auto jede freie Werkstatt, deren Personal nicht ganz auf den Kopf gefallen ist.


Na ja, aber was ist mit der Gewährleistung, wenn man Inspektionen nicht in einer Vertragswerkstatt durchführen lässt? Und wie geht die Werkstatt vor, wenn sie noch nie einen Lada dieser Generation auf der Hebebühne hatte? Wartung und Reparatur nach "Pi mal Daumen", oder besorgen sie sich erst mal Unterlagen? Letztes kann ein paar Tage dauern. Was natürlich ärgerlich ist, wenn man täglich auf das Auto angewiesen ist.

Zitat

Mit den heutigen Möglichkeiten, Ersatzteile online zu bestellen


Hat der deutsche Importeur denn für so seltene Modelle immer alles vorrätig? Wie lange dauert es, bis die Teile ankommen?

Und nicht zuletzt will man bei solchen Billigautos ja vermutlich nicht auf Neuteile angewiesen sein, wenn sie mal ein paar Jahre alt sind. Für so einen Lada ein gebrauchtes Karosserieteil zu bekommen, stelle ich mir schwierig vor.

Ich bleibe dabei: Mir wäre mit einem Dacia wohler.

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Today, 12:06pm

Mit der Gewährleistung muß man eben ein wenig Lotto spielen - was geht denn normalerweise in den ersten Jahren an so einem Auto kaputt? Da wird außer ein paar Standard-Verschleißteilen wie Bremsbeläge, Luftfilter, vielleicht mal ein Leuchtmittel und etwas einfacher Wartung wie Ölwechsel und Handbremse nachstellen nicht viel sein. Und das kann eine gute Werkstatt auch, ohne erstmal die Serviceunterlagen zu bestellen. So einen Lada kauft man ja nicht, um damit jährlich 30 000 Autobahnkilometer zu schrubben. Blechteile werden natürlich schwieriger. Da gibt's in der Preisklasse dann meistens folgende Alternativen: Entweder der Schaden ist so gering, daß er einfach ignoriert wird, oder er wird günstig ausgebessert. Bei größeren "Treffern" ist meistens sowieso noch mehr hinter dem Blech beschädigt - das lohnt dann ohnehin nicht mehr.

Aber Du hast Recht, man muß ihn schon wirklich wollen :-) Ich kaufe mir ja lieber für 1/3 des Preises ein altes Auto, das mir wirklich gefällt und auch nicht mehr viel an Wert verliert. Aber wenn ich mir jetzt einen möglichst günstigen Neuwagen aussuchen sollte, dann wäre es bestimmt irgendeiner dieser absoluten Underdogs wie z.B. der Lada Vesta, Peugeot 301/Citroën Elysée, vielleicht auch irgendein Dacia... das würde sich dann nach ausgiebigen Probefahrten entscheiden.

Viele Grüße,
Martin

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Today, 2:44pm

Bayerisches Urgestein der Neuzeit gesichtet

Soeben auf dem Weg zum Grundstück auf einem Parkplatz gesichtet:

Gruß
Rainer


Der Kluge lernt aus allem und jedem, der Normale aus seinen Erfahrungen und der Dumme weiß schon alles besser. (Sokrates)
Zusatz: der Kluge gibt solange nach, bis er selbst der Dumme ist. (von mir)

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