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31

Friday, January 2nd 2015, 8:03pm

Moin Männers, vor allem Peter,

da wird einem ja schwindelig, was Ihr da so alles schreibt. Irgendwie zieht sich da eine Parallele zu einem gewissen Herrn aus München, der in einem anderen Forum mit ebenso sehr interessanten Beiträgen auffuhr und einen sogegenannten *AHA* Effekt erzielte.
Das Bild des Mentors hab ich regelrecht eingesaugt, weil ich das noch nie live erleben durfte, wie man auf solchen Maschinen Bänder cuttet.
Das Archiv verschlägt mir dann gleich nochmal die Sprache.

Welcome Peter :thumbsup:

Grüssla Andre

32

Friday, January 2nd 2015, 8:34pm

Hallo Peter,

auch von mir ein sehr herzliches Willkommen im Forum.

Ich habe eben noch etwas über das 4-Spur-Foto nachgedacht. Ich denke, das Band wird auf verschiedenen Maschinen bespielt worden sein. Ich nummeriere die Spuren von oben nach unten mit 1 bis 4. (Also: Spur 1 ist die erste Monospur/Seite 1, Spur 2 zweite Monospur/Seite 2, Spur 3 zweite Monospur/Seite1 und Spur 4 erste Monospur/Seite 2.)
Der Abstand zwischen Spur 1 und Spur 3 beträgt 2,6 mm, der Abstand von Spur 4 und Spur 2 aber nur 2,05 mm. Wäre der selbe Kopf für alle Spuren verantwortlich, müssten die Abstände zwischen den beiden Spuren jeweils einer Richtung identisch sein, denn da kann auch eine vermurktste Kopfhöhe nichts verändern.

Grüße

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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33

Saturday, January 3rd 2015, 1:51am

@ niels, Schmerztablette: Vielen Dank für eure Willkommensgrüße!
Ganz allmählich fange ich an, mich hier ein wenig heimisch zu fühlen ...

… Parallele zu einem gewissen Herrn aus München …

Ich bin mir nicht sicher, ob ich mich mit (oder an) solch großen Schuhen messen möchte oder kann. Bin ja auch noch nicht ganz so lange als Hobby (seit 1967) bzw. beruflich in der Branche zugange (seit 1974) - doch die eine oder andere entzückende Anekdote aus dem analogen Altertum werde ich schon beizutragen wissen :)

Das Bild des Mentors hab ich regelrecht eingesaugt, weil ich das noch nie live erleben durfte, wie man auf solchen Maschinen Bänder cuttet.

Mit etwas Organisationsgeschick ließe sich das ändern - wo ein Wille ist, ist auch ein Weg …

Prof. Matthes und ebs haben ihren Tonstudenten an der UdK immer wieder Praxisseminare „Analogschnitt“ angeboten. Ob man’s glaubt oder nicht: In den letzten 15 Jahren meldete sich kaum je ein Interessent dafür, die Veranstaltung fand nie statt. Selbst eine 24-Spur steht dort funktionsfähig und unbenutzt herum, doch keiner der Tonmeisteraspiranten verspürte bislang auch nur entfernt den Wunsch, einmal die Kunst des Einmessens am praktischen Objekt kennenzulernen. Seit dem (viel zu frühen) Tod beider Dozenten besteht nicht einmal mehr das Angebot.

Ich bin ja noch nicht so lange hier aktiv unterwegs, doch scheint mir, dass die Situation zumindest bei einigen Mitgliedern dieses Forums grundlegend anders ist. Falls sich genügend Interessierte an analogem Musikschnitt - eine meiner Spezialitäten, doch mit Sprache ginge es natürlich für den Anfang auch - finden, wäre ich gerne bereit, meine zum Glück noch nicht eingerosteten Kenntnisse weiterzuvermitteln, so weit das möglich ist. Genügend Produktionsbänder als Spielmaterial sollten in meiner Sammlung jedenfalls relativ leicht aufzutreiben sein. Spätestens nach drei Stunden Schnitt werden wahrscheinlich einige den Hauptvorteil der internationalen Schichtlage deutlich im eigenen Rücken zu spüren bekommen … :)

Ich denke, das Band wird auf verschiedenen Maschinen bespielt worden sein. … Der Abstand zwischen Spur 1 und Spur 3 beträgt 2,6 mm, der Abstand von Spur 4 und Spur 2 aber nur 2,05 mm. Wäre der selbe Kopf für alle Spuren verantwortlich, müssten die Abstände zwischen den beiden Spuren jeweils einer Richtung identisch sein, denn da kann auch eine vermurkste Kopfhöhe nichts verändern.

Denselben Verdacht würde ich auch äußern. Entweder wurde auf verschiedenen Maschinen aufgezeichnet, oder der Aufnahmekopf derselben Maschine wurde zwischenzeitlich getauscht. Obendrein stimmt die Kopfhöheneinstellung nicht.
Also ein praktisches Beispiel wie aus dem (tontechnischen) Leben gegriffen: Läuse und Flöhe gewissermaßen.
Gut nachzuvollziehen, weswegen in diesem Fall zwischen Spur 3+4 ein höheres Übersprechen zu erwarten sein wird als zwischen allen anderen Spuren. Ohne Kenntnis des Magnetspurenbildes könnte man über die Ursache lange im Nebel herumstochern.

Jedenfalls schien mir dieses Beispiel für Jürgen gerade passend zu sein, der sich im Beitrag #9 fragte, wie so ein Spurenbild aussieht, wenn die Spurhöhen nicht stimmen.

Grüße, Peter Ruhrberg

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34

Sunday, January 11th 2015, 11:41pm

Hallo lieber Peter,

auch von mir ein Herzlich Willkommen auf dieser Plattform.

Und Gratulation zu diesem tollen Einstand, Deine Beiträge sind fundiert und interessant, das macht Lust auf mehr und ein wenig Wehmut bzgl. der (hier nun schmerzlich vermissten) Ausführungen Deines außerordentlichgeschätzten Kollegens.
Falls sich genügend Interessierte an analogem Musikschnitt - eine meiner Spezialitäten, doch mit Sprache ginge es natürlich für den Anfang auch - finden, wäre ich gerne bereit, meine zum Glück noch nicht eingerosteten Kenntnisse weiterzuvermitteln, so weit das möglich ist.
Das würde ich mir eigentlich ungern zweimal sagen lassen. Bestimmt ist dieses nette Angebot hier im Profil-Bereich ein wenig untergegangen; ich kann mir gut vorstellen, dass es weitere Interessierte bezüglich einer richtig angewandten Ferro-Chirurgie gibt.

Schöne Grüße
Frank

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35

Monday, January 12th 2015, 12:23am

auch von mir ein Herzlich Willkommen auf dieser Plattform.

Vielen Dank!

ein wenig Wehmut bzgl. der (hier nun schmerzlich vermissten) Ausführungen Deines außerordentlich geschätzten Kollegens.

Ist das nicht eigenartig? Gerade in diesem Moment habe ich eine CD eben dieses bewussten Kollegen aus dem Nachlass meines Freundes Eberhard Sengpiel nachbearbeitet. Sie enthält die Ausstrahlung einer Veranstaltung der AES vom April 1993 im großen Sendesaal des Haus des Rundfunks, auf der die ersten stereofonen Magnetbandaufnahmen von 1943/44 vorgestellt wurden. Bekanntlich erschienen einige dieser Aufnahmen noch im selben Jahr auf einer AES-CD.

Für die damalige Sendung waren die Musikbeispiele allerdings derart radikal gekürzt worden, dass mir das Anhören keine rechte Freude mehr bereiten wollte - also habe ich sie wieder eingefügt. (Amüsantes Detail: Bei dieser Veranstaltung fuhr Friedrich Engel an „seiner“ M20 hist. die Demoaufnahmen ab.)

Am meisten überrascht hat mich auf der CD allerdings eine weitere damals ausgestrahlte Stereoaufnahme, die ich bislang noch nie gehört hatte: der Einleitung zum 1. Akt des „Tristan“ (aufgenommen 1944) in voller Länge und erstaunlicher Klangqualität!


ich kann mir gut vorstellen, dass es weitere Interessierte bezüglich einer richtig angewandten Ferro-Chirurgie gibt.

Tja, so gut kenne ich mich nach so kurzer Mitwirkung in diesem Forum nicht aus. Auch komme ich mir irgendwie seltsam damit vor, hier einen analogen Schneidekurs anzupreisen. Wenn ich daran denke, wie entmutigend gering die Resonanz von Tonmeisterstudenten auf derlei Angebote regelmäßig auffällt … (ich schrieb ja schon darüber).

Wo wäre hier überhaupt der geeignete Marktplatz dafür? Oder reicht auch Flüsterpropaganda?

Grüße,
Peter Ruhrberg

Jürgen Heiliger

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36

Monday, January 12th 2015, 12:26am

Hallo Frank,

da vermutest Du richtig.......

und bis zu einem möglichen termin sollte Peter auch wieder eine entsprechende Maschine in seinem Besitz haben..... :D

Oder ist Dir eine 2" Maschine in 24-Spur lieber, Peter...... :P

Gruß
Jürgen

der im Februar vielleicht eine 1" Tascam MSR-16 auf den Tisch bekommt zum einmessen....

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37

Monday, January 12th 2015, 12:48am

bis zu einem möglichen Termin sollte Peter auch wieder eine entsprechende Maschine in seinem Besitz haben..... :D

Diese Aussicht freut mich natürlich sehr. Bekanntlich ist die A77 - momentan meine einzige 38er Maschine mit größeren Spulen - für präzise Markierarbeiten extrem unpraktisch konstruiert. Ganz im Gegensatz zur AEG T9, deren Geschwindigkeit und Komfort beim Arbeiten nach wie vor unerreicht ist...

Doch strenggenommen bräuchte ich für solch einen Kurs gar nicht selber eine Bandmaschine. Und vielleicht sollten evtl. Interessenten ohnehin besser auf ihren eigenen Mühlen arbeiten lernen?

Oder ist Dir eine 2" Maschine in 24-Spur lieber, Peter...... :P

Hahaha!
Klar, wenn du dafür passendes Bandmaterial, Klebeband, Lehre und vor allem die Zickzackschere organisierst … :)

der im Februar vielleicht eine 1" Tascam MSR-16 auf den Tisch bekommt zum einmessen....

Viel Spaß dabei wünscht schon jetzt
Peter Ruhrberg

38

Monday, January 12th 2015, 5:40pm

Hallo Peter,

also ich hätte durchaus Interesse an einem analogen Schneidekurs.
(Ein mit mir befreundeter Akad.-Rat meiner ehemaligen Uni hat in einem Seminar (ich meine es sei über musique concrète gewesen) in den ersten Jahren dieses Jahrtausends eine klitzekleine Einheit "Arbeiten mit Tonband" gegeben. Es war schon beeindruckend, wie schwer es für die meisten war, eine Schnittstelle zu finden. Tonband schieben geht halt nicht... Die damals verwendete ASC AS 6002 ist seit 2003 bei mir.)

Gruß

niels
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39

Monday, January 12th 2015, 6:23pm

also ich hätte durchaus Interesse an einem analogen Schneidekurs.

Na dann wären wir doch schon fast zu dritt ...

Dann bräuchten wir im Grunde nur noch einen Treffpunkt und einen Termin, eine fürs Schneiden geeignete Maschine mit Abhöre und nicht zuletzt etwas Klebeband (meine Vorräte sind praktisch am Ende).

Für Tonbeispiele kann ich sorgen, sofern sonst keine vorhanden sind.

Grüße,
Peter Ruhrberg

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40

Monday, January 12th 2015, 10:09pm

Och, das konkretisiert sich ja bereits. :)

Eine Örtlichkeit wäre ja bestimmt abhängig von einer gewissen "Schnittmenge" des geneigten Teilnehmerkreises.

Und, welchen Radius von zu Haus würdest Du, lieber Peter, Dir denn "zumuten" wollen?

Mir wäre so grob alles zwischen Frankfurt und Hannover recht, ich bin mir aber unsicher, einen Großspuler so weit herumfahren zu mögen...ein ein Report wäre zum Schneiden bzw. fürs Cueing bestimmt nicht soo optimal, gelle?

Wenn es Dir jetzt nicht zu schnell zu konkret wird, wäre es bestimmt sinnvoll, einen Workshop-Thread unter \Tonbandgeräte\Alles andere\ zu eröffnen.

Klebeband wäre kein Problem, prof. Schneidwerkzeug habe ich jedoch leider (noch) nicht. :whistling:

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41

Monday, January 12th 2015, 10:30pm

Mit Klebeband kann ich wahrscheinlich aushelfen, eine antimagnetische Schere, ausleihbar, habe ich wohl auch noch.

Ansonsten kann ich wirklich nur raten, zum Schnittkurs nicht gerade eine Amateurmaschine (und sei es eine A700) heranzuziehen, und unter 38 cm/s wird alles, was nicht gerade Vor-/Nachspann/Gelbband an- und einkleben heißt, auch keine rechte Freude machen. Teilnehmen werde ich an dem bewussten Kurs nicht, a) mangels absehbarer Schnitt-Notwendigkeit, b) weil ich hoffe, es immer noch zu können ... und mich ungern mit dem Gegenteil konfrontiert sähe ... haha ...

F.E.

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42

Monday, January 12th 2015, 11:52pm

Und, welchen Radius von zu Haus würdest Du, lieber Peter, Dir denn "zumuten" wollen?

Ich denke das würde im Ernstfall auch ein wenig von der Anzahl der Interessenten und der Intensität ihres Interesses abhängen. Irgendwo zwischen Frankfurt & Hannover wäre auch für mich als Niederrheiner ziemlich günstig gelegen. Zudem bin ich regelmäßig (so wie jetzt) in Berlin, falls sich Interessierte dort versteckt halten sollten …

Mir wäre so grob alles zwischen Frankfurt und Hannover recht, ich bin mir aber unsicher, einen Großspuler so weit herumfahren zu mögen...ein ein Report wäre zum Schneiden bzw. fürs Cueing bestimmt nicht soo optimal, gelle?

Wohl kaum. Und einen Trumm wie die M15 ins Auto zu wuchten ist unabhängig von der Entfernung auch kein wirkliches Vergnügen, oder? Aber wenn der Berg nicht zu Moses kommt, dann kommt der Peter halt zur Bandmaschine.

Wenn es Dir jetzt nicht zu schnell zu konkret wird, wäre es bestimmt sinnvoll, einen Workshop-Thread unter \Tonbandgeräte\Alles andere\ zu eröffnen.

Gute Idee!
Jetzt müssen mir nur noch passende Formulierungen einfallen …

Klebeband wäre kein Problem, prof. Schneidwerkzeug habe ich jedoch leider (noch) nicht. :whistling:

Ich denke dass alles, was gleich viel (oder besser) kann wie z.B. die Schneide- und Klebeschiene der B77, für unsere Zwecke professionell genug sein müsste.

Mit Klebeband kann ich wahrscheinlich aushelfen, eine antimagnetische Schere, ausleihbar, habe ich wohl auch noch.

Beruhigend zu hören! Vor allem von Klebeband kann man eigentlich nie genug haben.
Eine antimagnetische Schere müsste auch bei mir noch irgendwo herumfliegen. Doch gehe ich mal davon aus, dass wir wohl kaum direkt mit Schwalbenschwanzschnitten anfangen würden :)

Ansonsten kann ich wirklich nur raten, zum Schnittkurs nicht gerade eine Amateurmaschine (und sei es eine A700) heranzuziehen,

Da würde ich mich auch weigern, denn das macht wirklich kein Vergnügen, vor allem nicht dem Anfänger.
1974 war meine erste Maschine zum Schneiden eine M5 - und die war schon keine rechte Freude wegen dieser wackeligen Fühlhebel, die einem viel zu leicht die gerade gefundene Stelle wegzogen, sobald man zum Markieren unbedacht einen Bandteller losließ …

und unter 38 cm/s wird alles, was nicht gerade Vor-/Nachspann/Gelbband an- und einkleben heißt, auch keine rechte Freude machen.

Na Ehrensache! Alles andere wäre deutlich unter meiner Würde. (Und daran könnten auch meine Vorräte an Vorspannbändern nichts ändern.)

Da ich aber auf alle Fälle zum Schneiden genügend „Spielmaterial“ zusammenstellen werde, wird selbstverständlich auch diejenige Bandgeschwindigkeit sichergestellt sein, mit der man professionell arbeiten kann. Oder wie die Beatles schon 1967 versprachen: „A splendid time is guaranteed for all“.

Teilnehmen werde ich an dem bewussten Kurs nicht,

Das wundert mich nicht. Obwohl ich auch sagen möchte, dass deine Gegenwart mir durchaus zur Ehre gereichen würde.

Bei meinen Überlegungen denke ich natürlich in erster Linie an Neulinge oder Halbprofis im Schneidebusiness. Gleichwohl bin ich immer noch neugierig, wie andere „alte Hasen“ als ich die Aufgaben beim Schnitt angehen ...

a) mangels absehbarer Schnitt-Notwendigkeit,

Im Grunde so wenig notwendig wie das gesamte Magnetophon-Hobby. Doch gerade deswegen hat mich die Idee umso mehr gereizt.

b) weil ich hoffe, es immer noch zu können ... und mich ungern mit dem Gegenteil konfrontiert sähe ... haha ...

Bereits zu Anfang meines Tonstudiums habe ich als Tutor für die Kommilitonen u.a. zahlreiche Intensivlektionen in Musikschnitt abgehalten, den ich schon vor Beginn des Studiums gelernt hatte. Jetzt wundere ich mich fast ein bisschen über meine Zuversicht, dass ich analogen Musikschnitt noch mindestens so gut beherrsche wie vor 25 Jahren, als endgültig nicht mehr danach gefragt wurde. Vielleicht ist das ja ähnlich wie mit dem Fahrradfahren?
Wie auch immer - ich sehe jedenfalls mit einer gewissen Vorfreude dem Tag entgegen, wo ich wirklich Interessierten in einer entspannten Arbeitsatmosphäre genügend Gelegenheit für praktische Übungen in dieser ebenso hohen wie vergessenen Kunst liefern darf … :)

Grüße,
Peter Ruhrberg

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43

Tuesday, January 13th 2015, 3:13pm

mögliche " Schnittmaschinen "

Hallo Peter Ruhrberg ,

ich könnte spontan als Schnittmaschinen anbieten

Eine STUDER A 81 ( mit bekanntlich Deutscher Schichtlage )

Eine STUDER C 37 ( mit Internationaler Schichtlage )

zwei Telefunken M 5 C Stereo ( mit Deutscher Schichtlage )

eine e i g e n e 92 qm große Wohnung ( wo keine Frau quengelt )

Mein Standort wäre Gevelsberg ( nähe Hagen ) keine 100 Kilometer
von Krefeld entfernt.

Und auch ich würde mich gern in die Geheimnisse des richtigen Schnittes einführen lassen.

Was hälst Du von diesem Vorschlag ? ( für Speisen und Getränke ist auch gesorgt )

Gruss
Wolfgang
Revox A76 , A78 , B285 , B739 , B750 , B760 , B790 , C36 , C115 , C221 , D88 , E36 , G36 MKI , Lautsprecher Agora B , STUDER A 68 , A 81R , A 721 , 1 x A 730 , 1 x A 62 ( 9,5 / 19,0 cm/ sec ) , 1 x B 62 , ..... C37.... meine absolute Lieblingsmaschine ..... Telefunken 1 x M 5 A mono ...... 2 x M 5 B stereo ..... Grundig TK- 6 L .. TK - 42 ...2 mal TK 46...Telefunken Musikus 504 V ........ S.A.B.A. M.E.E.R.S.B.U.R.G --- S.T.E.R.E.O. - G .

Plattenspieler E M T 9 4 8

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44

Tuesday, January 13th 2015, 3:54pm

A 81, C 37

Na da kann man doch mit arbeiten ... :)

zwei Telefunken M 5 C Stereo ( mit Deutscher Schichtlage )

Gut für diejenigen, die mit den speziellen Fühlhebeln dieser Maschine umgehen lernen möchten (was natürlich auch geht, mit ein bisschen Übung).

Wäre es denn möglich, an die vier Maschinen jeweils einen (noch besser: zwei) Kopfhörer anzuschließen? Falls mehrere Interessenten im selben Raum parallel arbeiten möchten, wäre das natürlich ideal, weil dann keiner den anderen stört.

eine e i g e n e 92 qm große Wohnung ( wo keine Frau quengelt )

Das wird hoffentlich nicht an "der Frau als solcher" liegen. Meine zum Beispiel quengelt so gut wie nie ... :)

Mein Standort wäre Gevelsberg ( nähe Hagen ) keine 100 Kilometer von Krefeld entfernt.

Klingt ja immer besser.

Und auch ich würde mich gern in die Geheimnisse des richtigen Schnittes einführen lassen.

Das ist vermutlich das Beste daran. (Warum sonst würdest du einer Horde Verrückter erlauben wollen, in deine Wohnung einzufallen und an deinen Maschinen herumzufuhrwerken?)

Wer wäre denn sonst noch interessiert?

Was hälst Du von diesem Vorschlag ? ( für Speisen und Getränke ist auch gesorgt )

Um es mit dem Paten zu sagen: "Ein Angebot, das man kaum ablehnen kann."

Grüße, Peter

45

Tuesday, January 13th 2015, 7:43pm

Da scheint ja beinahe "nur" noch ein Termin zu finden zu sein. (Für den ersten Stammtisch Nord hat die Termin-Findung drei Monate gebraucht.)

niels
Ich halte die analoge Aufzeichnung einer qualitativ gut erzeugten digitalen Aufzeichnung für unterlegen.
Aber jene macht mir mehr Freude.

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46

Tuesday, January 13th 2015, 7:58pm

(Für den ersten Stammtisch Nord hat die Termin-Findung drei Monate gebraucht.)

Und wann war der dann? Ein Jahr später?
Im Ernst: Demnächst werde ich die Idee zu diesem Schneidetreff, wie von „kesselsweier“ in #40 angeregt, unter \Tonbandgeräte\Alles andere\ vorstellen. Dann werden wir ja sehen.
An mir soll’s nicht scheitern, ungeduldig bin ich aber damit bestimmt auch nicht.

Grüße, Peter

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Tuesday, January 13th 2015, 8:13pm

Heutzutage ist die Terminfindung durch Doodle tatsächlich einfacher geworden.

Wünsch euch viel Spaß beim Schnipseln
Viele Grüße
Lukas

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48

Tuesday, January 13th 2015, 9:50pm

Heutzutage ist die Terminfindung durch Doodle tatsächlich einfacher geworden.

Habe ich vor Jahren mal kennengelernt, hatte es längst wieder vergessen.
Danke für die Erinnerung!

Grüße, Peter

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Wednesday, January 14th 2015, 12:24pm

Halbwegs OT:

Wenn einer der angehenden Schnittmeister noch einen betriebsfähigen Plotter hat (richtig: die Dinger mit den Stiften und der elektrostatischen Papierhaltung, dürften seit 2 1/2 Dezennien ausgestorben sein): für komplizierte Schnitte, etwa das Einfügen von zentimeterlangen Stücken und dergleichen, sind die Biester hervorragend zu gebrauchen. Ein Stück dickere Polyester-Folie - Tipp: Magnetfilm 35 mm - dient als Anlege-Lineal.

Wer Bedenken hat, zeichnet 10 kHz auf, misst den Wiedergabepegel, legt das Bandstück auf die Plotterplatte, "zieht an!" und vergleicht wieder. Bei unseren Versuchen Ende der 1970er Jahre ist nichts passiert.

Es gab - ibi Colonia - einen Tonmeister, der partout rund 20 cm lange Schnitte machen wollte, und das LGR 30 P wollte ebenso partout nicht planliegen (PER 525 konnte es, wie peinlich ...), dem haben wir eine DINA4-große elektrostatische Klebelehre gebaut. Leider habe ich nie erfahren, ob und wie sich das Ding bewährt hat.

F.E.

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Wednesday, January 14th 2015, 1:22pm

Danke Friedrich für diese hübsche Anekdote!

Ich kann mich ganz dunkel erinnern, dass etwas Ähnliches schon zu meiner Studentenzeit kolportiert wurde. Lebhaft ist mir allerdings im Gedächtnis, wie unhandlich manche Plotter sein konnten, die in Planungsbüros (für Häuser, Industrieanlagen etc.) quadratmetergroße Papierbögen bekritzelten … :)

für komplizierte Schnitte, etwa das Einfügen von zentimeterlangen Stücken und dergleichen, sind die Biester hervorragend zu gebrauchen. Ein Stück dickere Polyester-Folie - Tipp: Magnetfilm 35 mm - dient als Anlege-Lineal.

Nach heutigem Sprachgebrauch würde man das vermutlich „Editing 2.0“ nennen?

einen Tonmeister, der partout rund 20 cm lange Schnitte machen wollte, und das LGR 30 P wollte ebenso partout nicht planliegen

Ich kann mich noch gut entsinnen, dass gerade dieser Bandtyp sich manchmal etwas sperrig verhielt, aber sauber konstruierte Klebeschienen mit Hohlkehlung haben selbst solche Bänder durchweg in die Knie (bzw. in die Planlage) zwingen können.

Zum Glück sind halbsekündige oder längere Überblendungen beim Analogschnitt nicht allzu oft wünschenswert (auch dafür lobe ich mir die Digitaltechnik). Größte manuelle Herausforderung dabei ist und bleibt die ausreichende Präzision beim mehr oder weniger freihändigen "Scherenschnitt" (wofür es m.W. nie eine mechanische Hilfe gegeben hat), damit der Schwalbenschwanz schließlich genügend genau zusammenpasst und keine freiliegenden Klebeschichten an der Nachbarwindung hängenbleiben.

Grüße, Peter

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Wednesday, January 14th 2015, 3:47pm

Moin Männers,

so einen ähnlichen Mitschnitt von 1943 darf ich dank eines sehr netten Herrn mein eigen nennen. Beachtlich ist das ganze schon, wenn man überlegt, dass das ganze auf Tonband war, oder auch noch ist. Selbst ich als nicht der unbedingte Klassikfan, hab ganz schön die Löffel angelegt, was damals schon möglich war. Die ganze Schnippeltechnik und Studiomaschinen in Betrieb würde ich mir nur zu gern einmal anschauen, weil mir da jegliche Vorstellungskraft fehlt. Leider auch beruflich die Zeit. :(

Vielen Dank dem Themenstarter, das er Ansichten auch mal in andere Ecken lenkt.

Grüssla Andre

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Wednesday, January 14th 2015, 10:14pm

Hallo zusammen,

den von hier aus angedachten Kurs "Analogschnitt" habe ich jetzt in einen eigenen Thread verlegt.

Weitere Rückmeldungen dazu beantworte ich gerne dort.

Grüße, Peter