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1

Dienstag, 25. Februar 2014, 13:57

Mitte 60er

Seit ich www.midomi.com kenne bin ich wild am Aufarbeiten meiner Musikbestände. Leider beißt sich diese Seite doch an recht vielen Titeln die Zähne aus. Hier habe ich eine größere Anzahl Songs von einem Tonband aus den späten 60ern (die Titel die ich zuordnen konnte sind alle ca. 1966-68) digitalisiert. Bei manchen wüsste ich gerne aus rein akademischem Interessie Interpret und Titel, andere finde ich ausgesprochen gut und hätte sie gerne in besserer Qualität. Das ist übrigens bloß Seite 1 des Bandes...

https://www.dropbox.com/sh/fop3a5dfatijay0/6swjGpgXq0

2

Dienstag, 4. März 2014, 00:41

Niemand? Gar nichts?

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3

Dienstag, 4. März 2014, 09:38

Ich hätte gerne geholfen aber leider soll ich hier von einer mir unbekannten Seite einige files downloaden. Ähnlich vorsichtig bin ich bei auf externe Seiten verlinkten Bildern.
Wahrscheinlich geht es vielen hier genauso.
Gruß
Frank
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4

Mittwoch, 5. März 2014, 16:32

Hm, Dropbox würe ich jetzt nicht unbedingt als unbekannt bezeichnen.

Ich versichere, dass die Dateien auf einem Mac erzeugt und virenfrei sind! Ich kann aber nicht mal eben 14 MP3s hier ins Forum laden, will das auch gar nicht so es denn ginge, immerhin kostet das ja die Betreiber dann Speicherplatz.

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5

Mittwoch, 5. März 2014, 20:52

Ragnar, das Problem ist, daß ich runterladen muß, möglicherweise sogar anmelden.Bei youtube höre ich nur rein.

Gruß
Frank
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6

Mittwoch, 5. März 2014, 22:12

Hallo Frank,

wenn Du mal bei YouTube den Fortschrittsbalken anschaust, gibt es links einen roten und rechts davon einen grauen Bereich. Der graue zeigt an, wie viel des Videos auf Deiner Festplatte zwischengespeichert (gepuffert) ist. Das heißt, es findet auch ein Speichervorgang statt. Aber Deine Bedenken sind grundsätzlich nicht von der Hand zu weisen. Ich habe aber selbst auch eine Dropbox und stelle gelegentlich Daten zu Herunterladen bereit. Das Risiko musst Du selbst abschätzen.

Mir ist übrigens das verlinkte, mir unbekannte www.midomi.com suspekter. Aber ich nütze NoScript, das ist ein zusätzlicher Schutz. Probiert habe ich übrigens beides noch nicht.

Gruß, Anselm

7

Donnerstag, 6. März 2014, 00:36

Track 3 ist "Gerhard Wendland" mit "Schön wie die Sterne" aus 1965
Track 7 ist "Peter Fröhlich" mit "Warte auf mich" aus 1966
Track 9 ist "Chris Roberts" mit "Welchen Weg soll ich gehen" aus 1967
Track 10 ist "Esther Ofarim" mit "I'm Going Home" aus 1966
Track 11 könnte "Jean-Claude Pascal" mit "So schön" aus 1966 sein (????)
Track 12 ist "Mr. Acker Bilk" mit "Alley Cat" aus 1965
Track 13 ist "Senta Berger" mit "Für Romantik keine Zeit" aus 1965

LG
Bei den nächsten Wahlen wähle ich die NSA, denn die sind die einzigen die sich um mich kümmern.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »arricchito« (6. März 2014, 10:19)


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8

Donnerstag, 6. März 2014, 09:33

OT
(gepuffert)

Hallo Anselm,

vielen Damk für die Info. Welchen Unterschied es aus Sicherheitsgesichtspunkten macht, ob ich den file komplett herunterladen muß und dann "starte" oder ob ich nur reinhöre, weiß ich nicht. Das Cloud-System macht mich einfach nur nervös. Das geht mir genauso bei hier verlinkten Bildern, die ich dann irgendwo im Netz, um sie zu sehen oder in voller Größe zu sehen, herunterziehen muß, oft verbunden damit, daß ich mich dort ebenso erst einmal anmelden muß.

Warum werden Bilder in voller Größe gezeigt, die dennoch nach außen verlinkt sind? Das damit verbundene Hauptrisiko erkennt man doch an vielen Altbeiträgen mit Platzhaltern anstelle der Bilder. Die Links führen ins Leere, die Aussagekraft der Beiträge leidet immens.

Welcher Gedanke hinter den kostenlosen Diensten steht, wissen wir doch alle. Das mag dem einen egal sein, mir ist es das nicht.

Es gibt gangbare andere Möglichkeiten. Das Forum hier ist jahrelang damit klar gekommen.

Letztlich wird es jeder so halten, wie er es will.

Ich scheine da mit meiner Einstellung nicht ganz alleine zu sein:
Ragnar stellte die Frage am 25.2., Antwort bekam er erst heute. Zumindest ist die Reaktion helfender Forenmitglieder in der Regel sehr viel schneller, es kann aber auch Zufall sein.

Gruß
Frank

OT
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Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »frank1391« (6. März 2014, 09:35)


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9

Donnerstag, 6. März 2014, 10:01

Hallo Frank,
Welcher Gedanke hinter den kostenlosen Diensten steht, wissen wir doch alle. Das mag dem einen egal sein, mir ist es das nicht.

Mir auch nicht, wenn ich auch kein Rezept weiß, denn manche kostenlose Dienste sind schon sehr praktisch. Wenn ich bedeke, welch immensen und damit teuren Aufwand Facebook für seinen Gratisdienst treibt, wird mir ganz anders. Die paar Werbeanzeigen an der Seite (ich bin "Zwangsmitglied" wegen meines Enkels in den USA, daher weiß ich es) dürften längst nicht alles Geld einbringen. Bei Skype gibt es auch etwas Werbung, die aber kaum zur Finanzierung reichen dürfte. Bei XBox habe ich noch gar keine Werbung entdeckt. Ob die NSA schlimmer ist im Datensammeln? Und ob der einzige Zweck der "spendablen" Anbieter ist, Werbeprofile zu erstellen? Momentan korrespondiere ich häufig mit der Partnergemeinde unserer Kirchengemeinde in Kiew. Und der Pfarrer und seine Frau schreiben da sehr offen, ws ihnen nicht gefällt. Ich frage mich immer wieder, in wessen Visier ich dadurch schon geraten sein mag, vom Pfarrer und seiner Frau (die schon durch die Medien gingen) ganz zu schweigen.

Du hast recht, es ist OT,

Gruß, Anselm

10

Donnerstag, 6. März 2014, 11:19

Track 3 ist "Gerhard Wendland" mit "Schön wie die Sterne" aus 1965
Track 7 ist "Peter Fröhlich" mit "Warte auf mich" aus 1966
Track 9 ist "Chris Roberts" mit "Welchen Weg soll ich gehen" aus 1967
Track 10 ist "Esther Ofarim" mit "I'm Going Home" aus 1966
Track 11 könnte "Jean-Claude Pascal" mit "So schön" aus 1966 sein (????)
Track 12 ist "Mr. Acker Bilk" mit "Alley Cat" aus 1965
Track 13 ist "Senta Berger" mit "Für Romantik keine Zeit" aus 1965

LG

Wow, danke!
Ich war fest überzeugt, Track 10 wäre NICHT Esther Ofarim, stimmt aber offensichtlich doch.

Übrigens musste ich die Geschwindigkeit der Aufnahmen deutlich (7%) anheben und selbst das scheint mir noch etwas wenig gewesen zu sein. Nachdem andere Bänder besser passen nehme ich an, dass entweder das Aufnahmegerät deutlich zu schnell war (ein britisches Robuk MK II, hauptsächlich bekannt für miesen Frequenzgang und heftigen Bandzug, bei 19 cm/s gigantische 15 kHz wenn ich mich richtig erinnere) oder der zuführende Plattenspieler zu langsam.

Ich muss mal versuchen aus Audiodateien Videos zu erzeugen, dann kann ich die Sachen auf Youtube laden. Nachdem andere aber auch schon Dateien auf irgendwelche Speicherplattformen geladen hatten dachte ich aber, das wäre die simpelste Lösung.

Ich würde nie im Leben irgendwelche wichtigen oder persönlichen Daten in die Cloud laden, ich habe schon bei Seminararbeiten auf Google Drive ein mulmiges Gefühl. Beim Download solcher Daten habe ich persönlich aber weniger Skrupel (unbekannte Bilder stören mich auch mehr als MP3s, von dort versteckten Viren habe ich noch nie gehört).

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11

Donnerstag, 6. März 2014, 11:37

Hallo Ragnar,

ich habe mal Nr. 1 angehört. (Man muss ja nicht runterladen, kann auch mit dem Media Player öffnen und direkt anhören.) Den Titel kenne ich nicht. Aber mir fiel ein, dass z. B. das Ashampoo Burning Studio beim Rippen von CDs zum Konvertieren nach MP3 gleich Titel und Interpreten auch alter Schlager automatisch ermittelt. (Auch so eine unheimliche Sache - wer erfährt da, was ich rippe?) Diesen Effekt könntest Du vielleicht nützen. Wie genau, kann ich Dir nicht sagen und kann ich jetzt auch nicht eruieren, aber viellicht ist es ein brauchbarer Denkanstoß.

Gruß, Anselm

12

Donnerstag, 6. März 2014, 18:30

Hallo Ragnar,

ich habe mal Nr. 1 angehört. (Man muss ja nicht runterladen, kann auch mit dem Media Player öffnen und direkt anhören.) Den Titel kenne ich nicht. Aber mir fiel ein, dass z. B. das Ashampoo Burning Studio beim Rippen von CDs zum Konvertieren nach MP3 gleich Titel und Interpreten auch alter Schlager automatisch ermittelt. (Auch so eine unheimliche Sache - wer erfährt da, was ich rippe?) Diesen Effekt könntest Du vielleicht nützen. Wie genau, kann ich Dir nicht sagen und kann ich jetzt auch nicht eruieren, aber viellicht ist es ein brauchbarer Denkanstoß.
Vielen Dank für deine Mühe!

Das mit den CDs funktioniert meines Wissens folgendermaßen:
Jede Audio-CD ist eindeutig gekennzeichnet, hat quasi eine Nummer. Wenn man in einer Datenbank diese Nummer mit allen Infos verknüpft, kann dann jeder der diese CD hat mit der Nummer die Daten herunterladen. Die meisten Programme tun das sogar automatisch und zwar mit der CDDB von der Firma Gracenote. iTunes zeigt dabei auch an "Titelinformationen aus CDDB abfragen" oder so ähnlich. Das hilft also nur wenn die Titel auf einer mindestens zweimal vorhandenen CD vorliegen und sich jemand die Mühe gemacht hat, die Daten in die CDDB einzutragen. Die Infos sind auch immer wieder teilweise falsch (Tippfehler, Interpret und Titel vertauscht usw.).

Für Heimaufnahmen wie diese bringt das also nicht weiter. Da gibt es nur einige Dienste, mit denen man ein kurzes Stück Musik aufnehmen kann, das wird dann elektronisch mit den "Mustern" gespeicherter Musikstücke verglichen und wenn das Stück gespeichert ist werden Interpret und Titel angezeigt. So funktioniert midomi.com zum Beispiel. Dementsprechend habe ich auch wenig Bedenken solche Seiten zu nutzen, spätestens mit dem Schließen der Internetsoftware ist deren Nutzung meines Mikrofons beendet.

Die hier verlinkten Lieder sind diejenigen, die ich weder durch intensive Suche nach Textstellen noch mit midomi zuordnen konnte, die Hilfe realer Menschen also meine letzte Chance ist.

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13

Freitag, 7. März 2014, 08:28

Eigentlich ein ganz interessantes Thema, zumal ich in den 1960ern ja viel Musik gehört habe. Aber mehr kann ich mich leider aus Zeitgründen nicht vertiefen. Danke für Deine Informationen.

Viel Erfolg und Gruß, Anselm

14

Dienstag, 18. März 2014, 17:14

Die identifizierten Lieder habe ich mal aus dem Netz entfernt.

Könnte Track 1 ein Film-Soundtrack sein? Ich hab mich grade auf Verdacht durch einige frühe Bond-Soundtracks gearbeitet, erfolglos.

15

Dienstag, 18. März 2014, 18:26

Ragnar-AT,

was die notwendigerweise "angehobene"
Bandgeschwindigkeit angeht: könnte es sein, dass Dein Band auf einem in
Kanada oder den britischen Bermudas (usw.) betriebenen Tonbandgerät
bespielt wurde? Die Kanadier haben bekanntlich, wie die USA,
Netzfrequenz 60 Hz (und, soweit ich weiß, auch die kupferfressenden 117 V
Netzspannung - was da alles im Leiterquerschnitt verbraten wird ...).
USA würde ich als weniger wahrscheinlich ansehen, weil ich nicht glaube,
dass dort britische Tonbandgeräte "goutiert" worden wären - wäre aber
nicht auszuschließen.

F.E.

16

Dienstag, 18. März 2014, 22:26

Ich kann über dieses Band nur folgende Geschichte erzählen:
Als ich ungefähr 6 oder 7 war hat mein Vater mich von der Schule abgeholt und am Straßenrand neben einer Bauschuttmulde plötzlich diesen Tonbandkoffer entdeckt. Der musste gleich mit. Der Netzstecker war abgeschnitten, ansonsten wirkte das Gerät komplett und es lag ein halb gespieltes Band auf Soundcraft-Spule (15 cm) mit einer identischen Leerspule auf.

Das Gerät war laut Typenschild ein "Modern Techniques MK II". Nach diversen Recherchen scheint das eigentlich ein Robuk RK 3 zu sein. Robuk war laut meiner Internet-Recherche eine kleine Londoner Klitsche unter Gründer Sam Korobuk, die von kurz nach dem Krieg bis in die späten 60er Tonbandgeräte hergestellt hat.
Bei dieser abgelaufenen Auktion gibt es ein paar passable Fotos so eines Geräts:
http://www.ebay.co.uk/itm/Vintage-Robuk-…=p2047675.l2557

Das Gerät war meiner Erinnerung nach durchaus ein 50-Hz-Modell, allerdings ist natürlich unklar, ob das Band damit aufgenommen wurde oder nur abgespielt. Ich wüsste bis heute gerne ob es eigentlich funktioniert hätte... wir sind an den obskuren Aderfarben des britischen Netzkabels (Phase rot, N schwarz und Schutzleiter grün) gescheitert und ich habe das Gerät leider in kindlichem Eifer völlig zerlegt. Ein irres Teil! 3 Motoren, die Spulen direkt angetrieben, die Schwungmasse per Reibrolle wenn ich mich richtig erinnere.

Die US-Netzspannung ist 120 V +/- 5% und die übliche Absicherung 15 Ampere, sprich die an der Steckdose verfügbare Leistung ist etwas mau. Drehstrom gibt es nur in Industriegebieten, das Standardnetz ist einphasig, teilweise sogar die Mittelspannung (spart Material bei elendslangen Freileitungen nach Santa Nirgendwo). Die Netztrafos (meistens ziemlich kleine Bierdosen mit ein paar zig kVA) haben eine einphasige Ober- und Unterspannung, wobei die Unterspannungswicklung mittig geerdet ist. Man kriegt also zwischen den Enden 240 V und von jedem Ende zu Mitte 120 V. So (3-adrig) wird das auch in die Häuser geleitet. Herde, Klimakompressoren, Warmwasserspeicher usw. werden an 240 V angeschlossen, mal so eben mit bis zu 50 A. Hausanschlüsse rangieren von 150 bis 400 A.

Da kann ich noch viel drüber erzählen wenn es jemand interessiert...

17

Dienstag, 18. März 2014, 22:26

14 ist "Besame mucho" von der Dutch Swing College Band.
http://www.youtube.com/watch?v=AoXWFhTVH1s

Gruß
TSF

18

Mittwoch, 19. März 2014, 06:09

Ragnar-AT,

ich sehe, Du kennst Dich in den Eigenheiten gewisser Stromversorgungsnetze fachmännisch aus; dafür habe ich - siehe oben - etwas fürchterlich durcheinandergebracht: egal ob 50 Hz oder 60 Hz, die Bandgeschwindigkeit beim Bespielen muss stimmen!

Mein "diesbezügliches" Erlebnis war die Wiedergabe eines 19-cm/s-Bandes auf dem Tonbandgerät einer kanadischen Familie, die ihr (natürlich für 60 Hz ausgelegtes Gerät) über einen Trafo ans deutsche 50 Hz-Netz angeschlossen hatte. Der nicht-geregelte Tonmotor transportierte daher das Band (wenn ich richtig rechne) nur mit 83 % der Sollgeschwindigkeit, und das ist mehr als deutlich zu hören.

Ich habe gerade in meinen Unterlagen nachgesehen: MF 2 war tatsächlich die Bezeichnung für den ersten Magnetfilm der Agfa Leverkusen, der seit Juli 1949 im Einsatz war. Ominöse Bedruckung, auch die erwähnte "Länge"; daraus lässt sich wohl nichts mehr rekonstruieren, das Scannen dürfte auch nichts mehr bringen.

F.E.

19

Mittwoch, 19. März 2014, 10:47

14 ist "Besame mucho" von der Dutch Swing College Band.
http://www.youtube.com/watch?v=AoXWFhTVH1s

Gruß
TSF

Danke, wundervoll! Das ist einer meiner Favoriten von dem Band! Muss aber eine andere Aufnahme sein, gewisse Unterschiede sind schon drin. Muss ich mal Google quälen! Scheint durchaus die selbe Band zu sein, nur eben verschiedene Aufnahmen.

Zur Bandgeschwindigkeit: es wäre natürlich möglich, dass das Band auf einem 50-Hz-Gerät an 60 Hz aufgenommen wurde. Dann wäre es zu schnell gelaufen und daher die Aufnahme auf jedem korrekt eingestellten Gerät zu langsam. Allerdings war die notwendige Anhebung nur 6%, da würde ich eher auf zu langsam laufenden zuspielenden Plattenspieler tippen, das war vielleicht irgendein billiges Reibradgerät. Irgendwer hat übrigens später Teile des Bandes gelöscht und Familienaufnahmen drübergespielt (schreiendes Baby, singende Eltern, später plapperndes Kleinkind, Mann der das Tonbandgerät beschimpft weil die Aufnahme nicht will wie er sich das vorstellt).

Den Magnetfilm hat offenbar ein Amateur in die Finger gekriegt und auf kleine Spulen aufgeteilt. Bespielt ist dieses Stück auf einer 13er-Spule in Zweispur-Mono, teils 9,5, teils 4,75 cm/s. Auf Seite 1 sind Weihnachtslieder in 9,5 und anschließend typische 60er-Jahre-Musik (derzeit läuft gerade Lara's Theme aus Dr. Schiwago, jetzt kommt Freddy), auf Seite 2 - wie auf der Spule angeschrieben - "Opern und Operetten" in 4,75. Seitenangaben sind dank der dazugeflickten Vorspannbänder natürlich relativ zu verstehen. Ich frage mich, ob das wirklich Magnetfilm MF 2 heißt, denn die Zahl 2 scheint von den Abständen eigentlich zur Chargennummer zu gehören. Das gehört aber eigentlich nicht hier her sondern in die Magnetfilm-Diskussion.

20

Dienstag, 8. April 2014, 20:23

Besame Mucho hab ich mir in einer Stunde der Ruhe noch einmal genau angehört... das ist schon die selbe Aufnahme, bloß auf dem Band sind so gründlich keine Höhen vorhanden, dass manche Instrumente praktisch nicht mehr erkennbar sind!

Im Radiomuseum ist mir inzwischen aufgefallen, dass das Robuk RK3 von einer Firma aus Wien importiert und verkauft wurde, es muss also gar nicht auf irgendwelchen obskuren Wegen hier gelandet sein.

21

Mittwoch, 9. April 2014, 11:19

Nr. 8 kam mir beim ersten Hören vor ein paar Wochen auch gleich bekannt vor, allerdings nicht in dieser Instrumentalversion. Ich war mir sicher, daß es das von einem französischen Sänger gibt. Einige Wochen des Grübelns brachten mich aber weder auf den Namen des Sängers noch auf den Titel des Stücks. Auch wollte mir keine hilfreiche Textzeile einfallen.

Schließlich habe ich die Datei an einen französischen Bekannten geschickt, der da nicht lange überlegen mußte:
Es heißt "Les Play-Boys" und ist im Original von Jacques Dutronc.
http://www.youtube.com/watch?v=6JWDisOm_sA

Wer diese Instrumentalversion gemacht hat, weiß ich allerdings nicht.

Übrigens: ein Robuk RK3 habe ich auch. Es ist in sehr mäßigem Zustand und wartet schon seit Jahren auf seine Wiederbelebung.

Gruß
TSF

22

Mittwoch, 9. April 2014, 21:29

Danke, zumindest teilweise wieder ein weißer Fleck ausgefüllt!

Mein RK3 habe ich leider in kindlichem Eifer nachdem mein Vater es als kaputt deklariert hat völlig abgewrackt. Nur ein paar Ersatzteile sind übergeblieben - die Röhren, die Motoren, Teile des Chassis samt Schwungmasse und eventuell noch das Gestell mit den Potentiometern und Chinch-Buchsen. Letzteres wäre wohl der spannendste Ersatzteil. Einerseits weiß ich, dass das RK3 von den Spezifikationen Schrott war (Frequenzgang ungefähr bei 19 cm/s dort wo ein gleich altes Philips bei 9,5 lag) und habe sowieso schon viel zu wenig Platz, andererseits juckt es mich trotzdem extrem in den Fingern wenigstens einmal ein funktionierendes auszuprobieren, wenn nicht gar zu besitzen.

Welche Farbe hat deines? Meines war rot, es gab das Modell anscheinend in rot, blau und schwarz wobei mir die blaue Version eigentlich am besten gefällt, aus Nostalgie würde ich aber wohl eher die rote nehmen. In GB gehen die immer wieder für ein paar Pfund weg, aber der Versand, der Versand...

23

Donnerstag, 10. April 2014, 17:10

Ich hab's mal aus dem Keller geholt.



Der Antrieb rumpelt fürchterlich, die Bandteller drehen sich nicht. Offenbar gehen die Bremsen nicht auf. Ich weiß inzwischen nicht mehr, woran es liegt, aber es hat mich damals, als ich es auf einem Flohmarkt erstand, nicht sonderlich schockiert. Der Grund, weshalb die Restaurierung noch auf sich warten läßt, ist einerseits die gebrochene Abdeckplatte (das vorne links fehlende Stück habe ich auf die Tonkopfabdeckung geklebt) und andererseits eine fehlende Messingzierleiste, die die seitliche Öffnung links umgibt (wo sich die Potentiometer und Buchsen befinden). Auf der rechten Seite (wo sich die Lautsprecheröffnung befindet) ist sie noch vorhanden. Aber diese Teile hast Du vermutlich nicht mehr, oder?

Interessanterweise gab es zu meinem Gerät neben Bedienungsanleitungen in englisch und französisch auch einen Testbericht, der im Auftrag der französischen Zeitschrift "Le Magnétophone" durchgeführt wurde. Diese Zeitschrift hat in den fünfziger und sechziger Jahren regelmäßig Tonbandgeräte testen lassen und die Ergebnisse veröffentlicht. Ich besitze nicht die entsprechende Ausgabe der Zeitschrift, sondern eine Kopie des Prüfprotokolls. Der Test wurde am 23. 11. 1961 vom Laboratoire national d'essais beim Pariser Conservatoire des Arts et Métiers durchgeführt.

Unter anderem hat man die Einhaltung der Sollgeschwindigkeit bei drei verschiedenen Netzspannungen geprüft, bei Sollspannung sowie bei jeweils 10% Über- und Unterspannung. Bei 19 cm/s lag der Prüfling grundsätzlich 4 % über der Sollgeschwindigkeit, bei 9,5 cm/s lag er 3 bis 3,5 % darüber.

Interessant ist vielleicht auch der Frequenzgang. Er wurde einmal über Band gemessen, unter Verwendung eines nicht näher spzeifizierten Bandes des französischen Herstellers Sonocolor (durchgezogene Linien) und einmal bei Wiedergabe eines Bezugsbandes welches - so stehts im Testbericht - "der deutschen Norm DIN 45513 B L 4" entsprach (gestrichelte Linien). Das Ergebnis bei 9,5 cm/s über Band ist ja wirklich grottenschlecht. Allerdings geht aus dem Testbericht nicht hervor, ob das Gerät zuvor auf das verwendete Bandmaterial eingemessen wurde. Es heißt lediglich, das Band sei vom Hersteller mitgeliefert worden.



Gruß
TSF

24

Freitag, 11. April 2014, 16:14

Leider nein, von diesen Teilen ist nichts mehr da. Was ich auf dem Bild nicht genau erkenne: ist der metallene Teil der Frontplatte bei den Spulen bei deinem auch mit einer Art "Fliegengitter" überzogen? Die Farbe dieses Teils sieht irgendwie anders aus als ich sie in Erinnerung habe, bei mir war die leicht grünlich-gelblich.

Die Geschwindigkeitsabweichungen sagen einiges und erklären meine Erfahrungen mit dem Band!
Für das RK 4 (wenn ich richtig verstanden habe die Viertelspurversion des RK3) habe ich hier Zahlen gefunden:
Robuk RK4 (1965-6 edition) - Frequency response 7.5 ips 60-14000 c/s +/-
3dB, 3.75 ips 60-7000 c/s +/- 3dB, 1.875 ips 60-3500 c/s +/- 3dB. H.
and H. (this abbreviation I don't recognise - hiss and hum? ) <-40dB. Wow and flutter < 0.2%. Price £37 16s.



Philips EL3542 (1961 edition) - Frequency response 7.5 50-20000 c/s,
3.75 50-15000 c/s, 1.875 50-7000 c/s. Weight 30 lb, price £61. 19s.


http://www.vintage-radio.net/forum/showthread.php?t=15979

Würde ich mal als absolut schauderhaft bezeichnen!

25

Freitag, 11. April 2014, 18:11

Das Fliegengitter ist einfach eine aufgerauhte Fläche in hellgrau. Auch in dem Farbprospekt, den ich mit meinem Gerät erhielt, ist diese Fläche hellgrau.

Richtige Gitter gibt es nur in der Bodenplatte, zwei Stück, zur besseren Belüftung.

Gruß
TSF

26

Freitag, 11. April 2014, 19:46

Hmmm, sehr seltsam! Bei mir war das definitiv eine Art feinmaschiges Drahtgitter, dessen Öffnungen irgendwie verschlossen waren. Die Gitterstruktur war also erhalten, aber es gab keine durchgehenden Löcher. Darunter war direkt das Metallchassis. Ich könnt mich sonstwohin beißen das Gerät geschlachtet zu haben!
Eventuell hat der Designunterschied damit zu tun, dass mein Gerät nicht unter Robuk sondern unter dem Namen Modern Techniques vertrieben wurde. Das stand jedenfalls innen auf dem Typenschild (im Kabelfach wenn ich mich richtig erinnere).

Zugegebenermaßen habe ich keine Ahnung ob es noch funktioniert hätte. Mein Verdacht geht allerdings dahin, dass wir den Netzstecker in Unkenntnis der antiken britischen Aderfarben (Phase rot, N schwarz, Schutzleiter grün) falsch angeschlossen haben. Gefunden haben wir das Gerät nämlich ohne Stecker.

Der mechanische Aufbau ist jedenfalls ein Hammer, die drei Motoren mit direkt angetriebenen Spulen... ich frage mich ja, wie die Bandzugregelung funktioniert hat, normalerweise gibt es ja eine Rutschkupplung und bei den Robuk-Geräten sind aber wohl die Spulen starr an die Netzfrequenz gekuppelt.

27

Freitag, 11. April 2014, 23:03

Ah, jetzt verstehe ich, was Du meinst. Das ist hier genauso.

Daß die Wickelmotoren die Bandteller direkt antreiben, ist eher normal für ein 3-Motoren-Gerät aus jener Zeit. Eine Bandzugregelung im späteren Sinne, also mit Fühlhebel und Regelelektronik, gab es bei diesen Geräten noch nicht. Die Wickelmotoren erhalten im Wiedergabebetrieb einfach eine geringere Spannung, sodaß sie weniger Kraft haben. Damit zieht der rechte Motor am Band so gut er kann und der linke hält dagegen, wird also sozusagen gegen seinen Willen rückwärts gedreht. Nur für das Umspulen werden sie mit voller Spannung betrieben. So ist es auch bei dem Magnétic France auf meinem Avatar gelöst und auch die frühen Revoxens der 36er-Serie arbeiten so. Eine Rutschkupplung braucht man da nicht.

Ich habe heute mal das Chassis aus dem Koffer geholt und es mit Schaudern schnell wieder eingesetzt. Ich habe zwar schon so manches eher einfach gestrickte Gerät gesehen, bei dem man mit einfachsten Lösungen einen möglichst geringen Verkaufspreis erzielen wollte. Aber die waren wenigstens sorgfältig zusammengebaut. Dieses Robuk dagegen ist wirklich schlampig zusammengenagelt. Mir kommt es vor, als hätte da ein Hobbybastler aus vorhandenen Teilen ein Gerät zusammengedengelt und alles, was nicht ganz paßte, einfach irgendwie hingebogen, anstatt ein wirklich passendes Teil anzufertigen. Immerhin habe ich die Bremsen wieder lösen können. Die Bremsbänder waren an den Trommeln festgepappt.

Gruß
TSF

28

Samstag, 12. April 2014, 12:05

Angeblich hat diese Firma sogar Chassis für die BBC gefertigt (in den frühen 50ern), aber insgesamt WAR das eine Hinterhofklitsche mit einer Handvoll Leute. Billig waren die Geräte auch, laut Link oben etwas mehr als die Hälfte eines Philips und das heißt schon was. Dafür erfüllte das Philips schon mit 9,5 die HiFi-DIN und das Robuk nicht einmal bei 19, der Gleichlauf des Robuk ist auch unter aller Sau und erinnert eher an heutige China-Kassettengeräte. Und das trotz des riesigen Messing-Schwungrades. Ich muss mir mal zu Gemüte führen was von meiner Mechanik noch über ist. Es gibt ja ein Youtube-Video von einem RK3 (interessanterweise mit einem Band voller deutscher Schlager aus den 60ern obwohl der Eigentümer Brite zu sein scheint) und da hat ein ehemaliger Robuk-Techniker einen Kommentar hinterlassen, dass die Geräte der Konkurrenz Lichtjahre voraus gewesen wären. Das kann ja wohl nur auf den Preis zutreffen...

Eine elektronische Bandzugregelung hätte ich gar nicht erwartet, aber meine Erinnerung an mitteleuropäische Heimgeräte dieser Zeit war, dass die Tonwelle die Geschwindigkeit konstant hält, während eine Ruschkupplung unter den Bandtellern je nach Füllungsgrad der Aufwickelspule den Zug halbwegs konstant hält. Kann aber auch ein Missverständnis sein.

Die Deckplatte hat die gleiche Struktur wie meine, allerdings habe ich die Farbe anders in Erinnerung, eher ein blasses Gelb oder Elfenbein mit einer Art Graugrün abgesetzt. Auch die gesamten Plastikblenden habe ich als deutlich gelblich in Erinnerung. Allerdings ist das schon verdammt lang her... ich war höchstens 7 oder 8 als ich das Ding geschlachtet habe, eher jünger. Super-praktisch für Reparaturen ist natürlich die Tatsache, dass alle Schrauben Zollgewinde haben.

Naja, vielleicht kommen wir mal irgendwann in die selbe Gegend, so dass ich einen Blick auf das Gerät werden kann, der Wunsch eines zu besitzen ist nicht mehr ganz so ausgeprägt :D

29

Sonntag, 13. April 2014, 14:37

Kann aber auch ein Missverständnis sein.

Nein, kein Mißverständnis, das stimmt sehr wohl. Solche Rutschkupplungen braucht man aber nur bei Ein-Motoren-Laufwerken. Dort werden die Bandwickel vom Motor oder von der Tonwelle aus mit einem Riemen angetrieben. Motor und Tonwellen laufen jedoch mit konstanter Drehzahl, während die Drehzahl der Bandtreller variabel sein muß, um sich dem Kerndurchmesser verschiedener Spulengrößen und dem Füllungsgrad anpassen zu können. Dieses Problem löst man mit der Rutschkupplung, die außerdem auch den Zug konstant halten soll. Bei einem Drei-Motoren-Laufwerk ist der Antrieb jedes Bandtellers vom Rest der Mechanik unabhängig, eine Rutschkupplung wird nicht gebraucht.

Die meisten Heimgeräte der Zeit um 1960 hatten Ein-Motoren-Laufwerke und damit auch eine Rutschkupplung. Drei-Motoren-Antriebe gab es eher in der Klasse der semi-professionellen Geräte, z. B. bei der 36er-Serie von Revox oder den Telefunken Magnetophonen 23 und 24. Selbst das Spitzenmodell von Telefunken für den Amateurbereich aus jener Zeit, das Magnetophon 85, hatte nur ein Ein-Motoren-Laufwerk. So gesehen war das Robuk der Konkurrenz tatsächlich voraus und an der Grenze zum semi-professionellen Bereich, wie der Kommentator auf Youtube schrieb. Leider hat man dieses hohe Niveau beim Rest der Konstruktion nicht gehalten.

Noch ein paar Daten zum Schluß
Aus der originalen Bedienungsanleitung:
Frequency Response 7 1/2 i.p.s.: 60 - 14000 Hz +/- 3 dB
Total Wow and Flutter: better than 0.2 % at 7 1/2 i.p.s., better than 0.3 % at 3 3/4 i.p.s.
Zum Vergleich hierzu das Ergebnis aus dem bereits erwähnten Testbericht: Gleichlaufschwankungen (gesamt) bei 19 cm/s 0,9 %, bei 9,5 cm/s 1 %.

So, nun sind wir aber schwer ins OT geraten. ;)

Gruß
TSF

30

Sonntag, 13. April 2014, 18:29

Allerdings, wir sind schwerst vom Thema abgekommen! Aber danke für die Erklärungen!

1% Gleichlaufschwankungen würde ich allerdings als absolut jenseits von gut und böse bezeichnen!