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Montag, 23. Oktober 2017, 20:40

Jolly Joker rev.

Im Thread "Blecherne Bässe Uher RDL Obertöne fehlen, Defekt ?" (Tonbandgeräte/Diskussionen) hatte Thomas/Bandomatic am 22.9.2017 in Beitrag #4 Klangbeispiele in Form von WAV-Files von Wiedergaben einer Aufnahme mit einer A77 bei 9.5 cm/s bereitgestellt.

Es handelt sich dabei um einen etwa 1-minütigen Auszug eines Liedes "Jolly Joker" der Sängerin "Conny". Das zu vernehmende leise Knistern und Knacken deutet an, daß von einer Schallplatte aufgenommen wurde. Es handelt sich bis auf Wiedergabe-Fehler um 2-Spur-Mono.

Ich hab den "RDL2" WAV-File zum Zeitvertreib mal mit digitaler Signal-Verabeitung traktiert und zunächst eine "gereinigt & polierte" Version erstellt und dann zum Spaß und als Übung zur Programmierung von Audio-Plug-Ins/Tools noch eine "aufgemotzte" Version.
Da die WAV-Files über 11 MB groß sind, hab ich sie hier als mp3 abgelegt.

Sie heißen:

JolJok.mp3 : getrimmtes Original (RDL2)
JolJok.zip

JolJokfwrm.mp3: Nach FFT-Rausch-Filter, Ent-Knistern/Knacken, Drop-out-Repair -> Mono
JolJokfwrm.zip

Danach noch Reduktion des hohen Bass-Pegels um 75 Hz und "Rumpel"/Hochpassfilterung ab etwa 40 Hz.
JolJok4_MixEq.mp3 : ge"pimp"te Version
JolJok4_MixEq.zip

Alles, was zu hören ist, stammt aus JolJok.wav .
Um die Files hochladen zu können, mußte ich sie in *.zip umbenennen. Es sind aber keine zip-Files. Umbenennen in *.mp3 reicht.

MfG Kai

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Montag, 23. Oktober 2017, 23:44

Danke. Die Quelle ist eine Electrola Single von 1959

Ich kann das nicht öffnen. Kann man bei Windows 10 eine heruntergeladene Datei einfach umbenennen, wobei man nur die Endung ändert? Das lässt sich dann bei mir immer noch nicht öffnen.

Thomas

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 00:56

hallo thomas,

mein neuestes windows ist 7 home...
da geht das, allerdings ist nach aufrufen von umbenennen im explorer erstmal der namensteil vor dem punkt ge-high-lited und der cursor steht dahinter. dann muss man den cursor nach ganz recht bewegen, die drei letzten buchstaben löschen und neue hinschreiben.
oder ein cmd-window in dem directory aufrufen und befehlen
ren joljiok*.zip joljok*.mp3

mfg kai

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 09:58

Moin,

nicht speichern, sondern öffnen mit..
VLC erkennt was das ist und spielt direkt ab.

Grüße,
Dieter

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 11:45

Mir gefällt das Original am besten
Die entknisterte Version zeigt schon leichtes zischeln bei den S-Lauten ("läßt Dich die Sonne seh'n")
und die gepimpte Version klingt völlig unnatürlich
Viele Grüße
Jörg

aktuelle Geräte: Pioneer RT-707 / Revox B77 MKII (1/4 Spur) / ASC 6002 / Akai GX-77 / Uher Report 4200 Monitor, 4400 Monitor, 6000 Universal / Loewe Opta Optacord 416 / Revox B215 / Nakamichi CR4 / Kenwood KX-1100HX
hatte ich mal: Teac X-2000R / Sony TC-765 / Revox A77 / Philips N4416, N4418, N4510, N4420, N4506, N7150 / Grundig TS-945 / Akai GX-4000D

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 18:29

Und die ganze Arbeit von Kai war eigentlich umsonst. Es sei, denn er wollte mal probieren, was so geht bei der Soundrestauration. Die Conny-Singles gibt es nämlich auf CD, in authentischer Quali, von den original Mastern, aber eben ohne Klirr und ohne Zerren. Den Jolly Joker mag ich aber nicht. Da sind viel fetzigere Titel drauf!



Ich hab die, weil ich Conny mal sehr geliebt habe :love: . Da war ich sechs, sieben, acht Jahre alt. Ich wollte sie immer heiraten und hatte die Befürchtung, wenn ich mal alt genug wäre, hätte sie bestimmt schon einen anderen genommen... ;(
Cornelia Froboess ist zehn Jahre älter als ich!


LG Holgi

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 19:19

Zeitvertreib ist nie umsonst...
Allerdings hab ich insofern dabei gelitten, als es nicht gerade Musik ist, die ich mir sonst freiwillig anhöre.

Es diente dem Ausprobieren von Algorithmen.
Baruse kann ich auch zustimmen: Das Original vermittelt den "luftigsten"/transparenten Eindruck.

Es gibt aber auch noch Verbesserungspotential in den angewandten Methoden und natürlich erst recht in der Software-Implementation.

MfG Kai

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 23:32

Hey Holger,

ein interessantes Stück. Da könnte man glatt mal testen, wie gut sich Aufnahmen mit der großen Philips auf der von dir revidierten B77 vertragen. Genügend Offenwickel hätte ich noch. ;)

Thomas

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Dienstag, 24. Oktober 2017, 23:34

Schick her oder bring vorbei, schneide ich dir um! :thumbup:

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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 08:55

Ich weiß nicht ob ich's schon mal gepostet hatte, aber die beste Software zum entknistern von Schallplatten die ich kenne, ist diese hier
Die kommt bei mir grundsätzlich zum Einsatz wenn ich von Vinyl digitalisiere
Hierzu hänge ich ein Tascam DR-40 an meine Anlage und zeichne in wav auf, danach wird das/die file(s) durch AFDeClick gejagt,
dann mit Audacity geschnitten und normalisiert und schließlich in flac oder mp3 gewandelt
Viele Grüße
Jörg

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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 11:59

Hallo Jörg,

danke für den Tip. Das Programm kannte ich noch nicht.
Genau so interessant wie deine Empfehlung fände ich, womit du verglichen hast, bzw. welche Programme dir weniger gut erschienen.

Ich hab zum Entknistern/knacken in diesem Fall eine ältere Version von WavePurity benutzt (4.x).
Normalerweise mach(t)e ich sowas interaktiv mit individueller Kontrolle der Fundstellen, weil ich mir der nötigen Balance von Reinigung und klanglichen Nebenwirkungen bewußt bin. Hier hab ich aber nach einer gefühlten Viertelstunde die Geduld verloren (es hätte so sicher noch ein paar Stunden gedauert, denn ich hatte niedrigere Schwellwerte als den Default eingestellt) und hab das Programm dann automatisch werkeln lassen.
Zum Entrauschen/Grundgeräusch-Entfernen hab ich die 'Continuous Noise Filter"-Funktion einer alten Version von MagicAudio benutzt (war mal eine kostenlose Promotion-Version eines Programm's namens Diamond Cut ...).
Die Drop-outs hab ich mit WaveRepair repariert.

MfG Kai

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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 13:24

1959 und 1960 hatte ich noch kein Bandgerät.
Eben hab ich mal im Netz nach Charts der beiden Jahre gesucht und die Funde durchgesehen nach Titeln, an die ich mich erinnern kann und die mir damals gefallen haben. Dabei kam folgende Ausbeute raus (beim Gefühl, vieles nicht in den Listen wiedergefunden zu haben):

1959
Kingston Trio – Tom Dooley
Cliff Richard & The Drifters - Living Doll
Cliff Richard & The Shadows - Travellin' Light
Cliff Richard Dynamite
Eddie Cochran C'mon Everybody
Eddie Cochran Somethin' Else
Duane Eddy Peter Gunn
Tommy Steele Tallahassee Lassie
Neil Sedaka Oh Carol
Coasters Poison Ivy

1960
Rocco Granata: Marina
Johnny & the Hurricanes: Red River Rock
Johnny & The Hurricanes Rocking Goose
Everly Brothers - Cathy’s Clown
Cliff Richard & the Shadows - Please Don’t Tease
The Shadows - Apache
Ventures Perfidia
Ventures Walk Don't Run
Duane Eddy Shazam!
Johnny Kidd & the Pirates - Shakin’ All Over
Roy Orbison - Only the Lonely (Know the Way I Feel)
Chubby Checker The Twist
The Drifters feat. Ben E. King Save the Last Dance for Me
Brenda Lee Sweet Nothin's
Wanda Jackson Let's Have A Party
Drifters Save The Last Dance For Me

MfG Kai

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Mittwoch, 25. Oktober 2017, 13:38

Hmm... in diesem Jahr (1960) bin ich gerade in die "Volksschule" gekommen und habe mich mit Popmusik noch nicht so richtig beschäftigt. Das kam dann erst um 1963/64, als die Beatles ihren Siegeszug begannen.

Aber Conny bin ich irgendwie immer treu geblieben. Die war und ist Kult!

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Samstag, 28. Oktober 2017, 23:24

Den Jolly Joker habe ich noch mal etwas sorgfältiger gereinigt und poliert, um eine transparentere Version mit luftigereren Höhen zu erzeugen.
-> Jol2Jok.mp3 hier als zip getarnt.
Jol2Jok.zip

Ich konnte mir wieder nicht verkneifen, auch noch eine mit künstlicher Räumlichkeit ausstaffierte Version zu erzeugen (nur durch digitale Filterung ohne künstliche Zusätze). Dann mußte aber doch noch etwas Sub-Bass hinzu, denn das Original hatte den tiefsten Peak bei 75 Hz und fiel darunter steil ab.
->Jol2JokMix3.mp3 (zip).
Jol2JokMix3.zip

MfG Kai
PS.: AFDeClick habe ich inzwischen mal ausprobiert. Angewandt auf das Jol2Jok zugrunde liegende Original RDL2.wav. Es tat irgendwas, man konnte nix einstellen. Hinterher hab ich immer noch Knackser gehört. Deshalb habe ich das Ent-Knistern und -Knacken hier wieder mit WavePurity durchgeführt, allerdings diesmal mit anderen Parametern und unter interaktiver Kontrolle in insgesamt zwei Durchläufen. Das hat natürlich etwas länger gedauert.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »kaimex« (28. Oktober 2017, 23:52)