Sie sind nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Bandmaschinenforum. Falls dies Ihr erster Besuch auf dieser Seite ist, lesen Sie sich bitte die Hilfe durch. Dort wird Ihnen die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus sollten Sie sich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutzen Sie das Registrierungsformular, um sich zu registrieren oder informieren Sie sich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls Sie sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert haben, können Sie sich hier anmelden.

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 12 445

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

31

Sonntag, 3. August 2008, 18:42

Zitat

esla postete
Was ich auch nicht wusste, die letzten Motoren der MZ kamen aus Österreich (Rotax).
Nicht nur die der letzten, schon die ETZ 500 von 1992 hatte einen Rotax-Einzylinder-Viertakter.

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 12 445

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

32

Samstag, 13. Juni 2009, 23:50

...

33

Sonntag, 14. Juni 2009, 01:05

´
Indien?
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

34

Sonntag, 14. Juni 2009, 01:56

Zitat

timo postete
Nicht nur die der letzten, schon die ETZ 500 von 1992 hatte einen Rotax-Einzylinder-Viertakter.
Hallo Timo,

ich kenne die MZ ja nur aus der Zeit, als ich selbst eine 150er fuhr (von 1981 bis 1988), hab' neulich wieder eine angeboten bekommen, ich hätte fast zugeschlagen. So günstig bekommt man die in der Bucht nicht...

Aber ich habe das mit dem Motorradfahren nach der GoldWing halt aufgegeben.

Gruß Jens

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 12 445

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

35

Sonntag, 14. Juni 2009, 08:18

Zitat

Frank postete
Indien?
Ich musste an Einars Rumänien-Bilder denken, da waren ja ähnlich kühne Transport-Varianten zu sehen. :-) Tatsächlich hat sich diese Szene aber direkt vor unserem Haus abgespielt.

36

Dienstag, 16. Juni 2009, 01:35

´
In der Nähe meiner Garage steht seit Langem eine offenbar unbewegte und leider vernachlässigte schwarze Vespa 125 . Laut Kennzeichen in SIGmaringen /BW zugelassen, aber offenbar als 80er (kleines Schild). Und ebendieses Schild fehlt seit heute.

Nun überlege ich, ob ich per Zettel Interesse bekunden soll oder nicht. Die Garage ist voll, Auto, Moppet, Roller, Gerümpel. All das wird selten, das Gerümpel gar nicht bewegt.

Was soll ich tun? Eine Vespa brauche ich nicht, aber bei dem ganzen alten tontechnischem Zeug kommt es auf ein Leichtkraftrad / Roller auch nicht mehr an. Außerdem riecht ein 2takter zwar nicht gut, aber dennoch besonders. Zudem warte ich seit langen Jahren die Vespa einer guten, alten Freundin, kenne also die italienischen Besonderheiten wie Bordnetz mit Gleich- als auch Wechselspannung .

Was meint ihr? Interesse bekunden und eine verkommene und verbeulte Vespa aus Frauenhand für womöglich kleines Geld kaufen und aufbauen oder lieber bei japanischer Großserientechnik meines ollen, aber besser als neu aussehenden (hat schon Preise für optimalen Serienzustand bekommen) Honda Spacy für City- Fahrten bleiben?
Hinterm Haus wäre noch Platz für ein 2Rad unter der Pelerine ... Und eine Vespa für die italienischen Momente auf zwei Rädern... das hätte was.

Questo fare?

Help, please gimme help.....
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

37

Dienstag, 16. Juni 2009, 02:15

Hi Frank.

Wenn du mit den italienischen Momenten laute Flüche und Tritte ins Blechkleid meinst?

Im Ernst. Tu dir was gutes und vergiß Vespa. Wenn die der Freundin nur Wartung braucht, mach drei Kreuze. Und laß es Vespa nicht wissen, sonst kaufen die das Ding, weil sie wissen wollen, warum.

Das klingt vielleicht hart, aber glaube mir, ich fahre seit 30 Jahren hauptsächlich frisierte Zwiebacksägen der Schnapsglas-Klasse im Alltag. 9 Jahre hab ich es mir auch beruflich auf Die Fahne (Ladenschild) geschrieben. Ich hab alles an allem bis 125 ccm nach WK II geschraubt und sehr gut vergleichen können.

Im Vergleich zu allem anderen, was je gefahren ist - auch China mittlerweile - sind Italiener das Übelste, was man sich antun kann. Und Allen voraus die Produkte der Firma Piaggio.
Die Fehler fangen bei der Konstruktion an, gehen über einmalige Fertigungstoleranzen (wir sagen Ausschuß dazu) zu Mangelmaterialien bis zum Spaß der Unzuverlässigkeit. Seit 50 N und Special ist da nur noch Ende. Das davor war ja "nur" Schraubers Not und Alptraum.

Wenn du sie schön findest, kauf dir ein Poster und erspar dir vieles. Um damit zufrieden zu sein, musst du das Glück haben, eine der sehr wenigen zu bekommen, die trotzdem einfach funktioniert.

Was man alles aussetzen muß, füllt ein ganzes Buch, ehrlich. Oder einfach den Vorteil nennen. Es gibt anderes zu kaufen.

Wenn du sie komplett aufbaust, mit etwaigen Neuteilen usw. wird sie am Ende eine Dauerbaustelle sein und dich viele Nerven kosten.
Steck die Arbeit lieber in eine Bandmaschine. Das kostet auch Zeit und Nerven, aber das Ergebnis rechtfertig die Arbeit.

Nimm den Vortrag nicht als Propaganda gegen die Vespa, aber wenn ich jemanden mit dem Gedanken spielen höre, gehen bei mir (und allen ernsten Schraubern, die ich kenne) die Alarmglocken an, daß man den guten Mann vor dieser Idee bewahren muß. Spaß macht, was Freude schafft.

Gute Nacht, Arnulf.

38

Dienstag, 16. Juni 2009, 02:15

Nun Frank,

das ist nicht ganz einfach. Eine Vespa kenne ich leider nicht (bin etwas weiter östlich geboren. :D ). Ich an Deiner Stelle würde unverbindlich Interesse bekunden, wenn Du noch den Platz dafür hast. Dann weisst Du mehr und kannst immer noch "nein" sagen.

Ab und an schaue ich auch immer wieder mal, ob jemand preisgünstig (leider werden gut erhaltene Moppeds aus der "Vogelserie" von Simson, also Spatz, Star, Schwalbe, Habicht bzw. Sperber kaum preisgünstig abgegeben) ein kleines Zweirad, was man in den Schuppen stellen könnte, anbietet. Denn diese dürfen ja noch heute bis 60 km/h gefahren werden, dank Bestandsschutz. Mit so einer 45 km/h-"Krücke" (sorry) würde ich mich nicht auf den Weg machen, vor allem nicht mit einem Roller. Also käme schon mal die Schwalbe nicht in Betracht, die Dinger habe ich noch nie gemocht. Sperber wäre am besten, aber auch der Habicht käme in Betracht.

Neulich habe ich eine Philips 4416 abgeholt. In der sehr großen und recht dunklen Lagerhalle standen auch einige Motorräder. Unter anderem auch eine MZ TS 150. Hätte ich zuviel Geld dabeigehabt, hätte ich die sofort gekauft, da ich diese Maschine von 1981 bis 1988 fuhr. Ich habe sogar noch einen original Fahrzeugbrief davon da. :D

Also, wie geschrieben, ich würde an Deiner Stelle doch einen Zettel dranheften. Schaden kann es ja nichts. :daumen: Von mir also ein pro Vespa und gegen die japanische Großserienfertigung (und das, obwohl ich über ein Jahr eine GoldWing 1100 fuhr).

Gruß Jens

39

Dienstag, 16. Juni 2009, 02:17

Hallo Arnulf,

super, zwei völlig gegensätzliche Beiträge völlig unabhängig zu derselben Minute gepostet! :winker:

Gruß Jens

40

Dienstag, 16. Juni 2009, 02:28

Ja, so der Zufall es wollte.

Mein Beitrag ist absolut bierernst gemeint. Ich habe immer noch den Schreck in den Knochen.

...und Jens. Du hast nichts verpasst. Mögen die Ost-Zweitakter als wenig schön empfunden werden, qualitativ lagen sie am diametralen Gegenüber von Piaggio.

....Obwohl gerade die 150er MZ ist als einzige hier als kleines Problemkind bekannt. Es gab da so ein Ölfang-Rückleitblech im Getriebe, das im Werk häufig im falschen Winkel montiert wurde. Folge: viele Getriebe sind verschlissen und Ersatz schwer zu kriegen.
Sonst haben sie eigentlich nur mit den Optoelektronischen Zündungen aus Schweizer Fertigung ins Klo gegriffen, soweit das "Faltblatt" über MZ und Simson.

Beiträge: 427

Registrierungsdatum: 25. November 2005

Wohnort: Leichlingen

Beruf: Techniker i.R.

  • Nachricht senden

41

Dienstag, 16. Juni 2009, 07:49

Hallo zusammen,

für gelegendliche Ausflüge habe ich immer noch meine 1973er "Reisschüssel" , :D eine Yamaha RD250, die nicht abgemeldet wird weil sie noch das "OP" Kennzeichen hat, das es seit 1975 nicht mehr gibt. Probleme mit dem TÜV gibt es kaum,(gerade wieder durch)eher mit Verschleißteilen, da muß man auf spätere Jahrgänge zurückgreifen.
Allerdings lebt die RD von der Drehzahl und will dementsprechend gefahren werden. Aber mit dem Alter wird man ja ruhiger und was zum entspannt fahren wäre auch nicht schlecht, wenn da nicht das Kennzeichen wäre. :)

viele Grüße vom
Soundboss
der ab Januar 2009 zur A77Hs , 2x 4400 Report Monitor und TK46 sowie Tk47 noch eine M15a in sein Pflegeprogramm aufgenommen hat. Nicht zu vergessen 2 Uher CR1600, 1 Uher CR1600TC und die 2 Thorens TD 124 II :-)

42

Dienstag, 16. Juni 2009, 09:05

´
@Aroso: Ja, die Vespa meiner Freundin -sie fährt sie seit 8 Jahren aus 1. Hand- hat noch nie Ärger gemacht, außer das einmal der Öltank leckte, weil die Schweißnaht undicht war. Das kommt wohl öfter vor. Das Neuteil habe ich an der Stelle prophylaktisch mit Hylomar verarztet.

Ob Vespa oder nicht, den Honda werde ich nicht abgeben, erstens gefällt er mir, zweitens hat er seit 1997 erst 14.000 zurückgelegt. Pannenfrei, aber das ist bei Honda ja normal.

Die Begrenzung auf 45 km/h bei den 50ern halte ich für gefährlich, weil so viele unnötige und gefährliche Überholvorgänge provoziert werden. Da ist die 60 km/h Regel aus der DDR schon vernünftiger, weil diese Kleinkrafträder im Stadtverkehr mitschwimmen können. Oder haben sich die Leute in der DDR reihenweise zu Tode gefahren?

@Friedhelm: Das OP- Kennzeichen würde ich auch nicht hergeben, die sind sehr selten geworden. Bei meinem vorletzten Auto, das ich 2007 angemeldet habe, hat die Dame in der Zulassungsstelle gepennt und ich konnte das alte Kennzeichenschild (ohne blaues D) weiterverwenden.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 1 332

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2008

Wohnort: Remscheid

  • Nachricht senden

43

Dienstag, 16. Juni 2009, 09:40

Zur Vespa habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis.

Einerseits halte ich sie mit ihrer Triebsatzschwinge, in der der gebläsegekühlte Motor samt Sekundärantrieb sauber ein Teil bildete, für einen wegweisenden Entwurf und allen anderen zeitgenössischen Konzepte überlegen.
Wenn ich da nur an den Kettenpfriemel bei den Zündapps oder den Überhitzungsproblemen der Goggos (und nicht nur der) denke.
Wie diese gute Konstruktion dann von den Italienern im Werk qualitativ umgesetzt wurde, steht auf einem anderen Blatt.

Andererseits mag ich sie als Fahrzeug nicht.
Mein erster Fahrkontakt war ausgerechnet auf meiner Führerscheinprüfung.
Ein Mädel hatte am Morgen unsere brandneue Fahrschulmaschine (360er Yamaha) geschreddert und der Fahrlehrer wußte auf die Schnelle nichts anderes aufzutreiben.
Jeder Prüfling durfte noch schnell eine Runde auf dem Hof und dann gings ab.

Die Drehgriff-Handschaltung machte mir noch die wenigsten Probleme; die kannte ich ja noch von der Quickly.
Obschon die vier Gänge der Vespa samt Leerlauf vom Drehwinkel her schon entweder ein besonders gestaltetes Handgelenk bedurften oder man unwillkürlich beim Einlegen des ersten Ganges aufstand.
Die Schubkarrenräder hatten auch ein merkwürdiges Spurverhalten zur Folge.
Fast hätte ich die Prüfung versemmelt, weil der Fahrlehrer im vorausfahrenden Fahrzeug abbog, ich aber mit den Gummis noch in der Fahrspur der Linie 3 (in Mönchengladbach lagen damals noch Straßenbahnschienen) hing und die Vespa auch durch beherzte Intervention fast nicht davon abzuhalten war, der Schiene bis zur Endstation zu folgen.

Der Motor sitzt sehr weit hinten; der Fahrer mit seinem Schwerpunkt kurz vor dem Hinterrad. Da reichten dann auch die paar PS der 125er regelmäßig für ein Wheelie, auch wenn man das gar nicht wollte.

Es war deswegen so gut wie keine Last auf dem Vorderrad, das auf Kopfsteinpflaster nicht nur beim Bremsen, sondern auch beim Lenken hurtig wegschmierte.

Wenn man bremste und die Traktion war ausreichend, ging die gezogene Vorderradschwinge ruckzuck auf Block, was dann eine Bewegung des Rollers zur Folge hat, die einem aus vollem Galopp mit nach vorne gespreizten Beinen stoppendem Esel nicht unähnlich ist: Vorne runter und hinten hoch. Und zwar ziemlich digital.

Das wars dann für mich mit der Vespa.
Ich hab später noch bei einer Bekannten den Service gemacht (verdeckte Bowdenzüge erfreuen das Auge des Betrachters, aber nicht die Hände des Monteurs. Schon gar nicht, wenn man die Bleche der eleganten Karosse von innen, da wo es nicht einmal der Monteur sehen, sondern nur ertasten kann, nicht entgratet.)

Als besonders schrottig habe ich sie aber nicht empfunden.
Das Gefühl stellte sich bei mir erst ein, nachdem ich mir eine VELOSOLEX besorgt hatte.
Schlimmer gehts nimmer; auch konstruktiv.

@Frank
Die Vespa ist ein wirklich zeitloses und schönes Sammelobjekt.
Fahren müssen möchte ich persönlich nicht damit.

Aber mal etwas anderes:
Ich weiß nicht wie es Euch geht, aber bei mir haben 35 Jahre Sammelwut ein Haufen Material anwachsen lassen, daß für mich zunehmend zur Belastung wird.
Zeitlich und finanziell. Und dazu immer häufiger das Gefühl, dieses und jenes noch fertigmachen zu müssen, statt einfach das (einzige) Fahrzeug mal herauszuholen und eine Runde zu fahren.

Irgendwann muß man einen Strich ziehen, sonst verliert sich der Spaß.


Bert
Bert

  • »timo« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 12 445

Registrierungsdatum: 4. April 2004

Wohnort: Meerbusch (bei Düsseldorf)

Beruf: Softwareentwickler

  • Nachricht senden

44

Dienstag, 16. Juni 2009, 10:06

Zitat

Huubat postete
Zur Vespa habe ich ein etwas zwiespältiges Verhältnis.
Ich auch. Hatte drei Stück, eine P 80 X von 1981, eine PX 200 E GS von 1989 und eine ET4 125 von 2001.

Die P-Modelle sind Kultfahrzeuge, denen man einige Schwächen nachsehen muss. Der Kern der Technik ist zuverlässig und auch häufig auch von bastlerisch weniger begabten Menschen wartbar, aber vieles (vor allem die dauernd reißenden Seilzüge) haben diese Fahrzeuge für mich irgendwann für den Alltagseinsatz disqualifiziert. Wenn man sich morgens drauf verlassen muss, mit so einem Ding pünktlich zur Arbeit zu kommen, ist man häufig aufgeschmissen. Sparsam sind sie übrigens auch nicht, die 200er war im Stadtverkehr kaum unter 5 Litern Normal auf 100 km zu fahren, dazu kommt noch das Zweitaktöl für die Getrenntschmierung.

Die ET4 ist natürlich eine ganz andere Gattung Fahrzeug. Leider hatte meine für mein Verständnis extreme Qualitätsprobleme. Die hintere Trommelbremse "hubbelte" (der Händler sagte mir, das sei normal), die serienmäßige Batterie war unzuverlässig, Plastikteile waren unpräzise gefertigt und hielten teilweise nicht an dem vorgesehen Ort, die Chromverzierungen am Scheinwerfer warf Blasen, die Auspuffblende rostete... der Roller fuhr zwar meist irgendwie, und hier gab's auch am Verbrauch nichts zu meckern (etwas mehr als 3 Liter/100 km finde ich OK), aber Spaß hat er mir nicht gemacht.

Wenn ich mir noch mal einen Roller kaufe, dann wird's wohl auch ein Honda.

45

Dienstag, 16. Juni 2009, 10:16

´
BRAUCHEN tut kein Mensch eine Vespa. Wenn, dann ganz bewußt als Bastelobjekt. Früher hatte ich Käfer, ebenfalls eine eigentlich schon lange nicht mehr zeitgemäße Konstruktion.

Das mit dem Wheelie ist mir auch schon passiert, beim ausprobieren der neu eingestellten Kupplung. Mit ordentlich Gas in den II. Gang geschaltet und schnell eingekuppelt.

Ach, war der Himmel schön blau.

Betr. Bowdenzüge: Meist kann man nur die Seele tauschen, besonders bei dem anfälligen Kupplungszug. Das kann ich mittlerweile in einer halben Stunde inkl. einstellen der Kupplung. Den Zug wechsle ich routinemäßig, weil er dazu neigt, vorne am Nippel zu zerspleißen.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 1 332

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2008

Wohnort: Remscheid

  • Nachricht senden

46

Dienstag, 16. Juni 2009, 12:43

Und überhaupt:


Zitat

Frank postete

.......... und eine verkommene und verbeulte Vespa aus Frauenhand für womöglich kleines Geld kaufen..........
Gibts hier eigentlich keinen Frauenbeauftragten?
Bert

47

Dienstag, 16. Juni 2009, 12:54

Moin, Moin.

HONDA : Heute Ohne Nennenswerte Defekte Angekommen.

Man kann wirklich nichts sagen. Sind immer ausgereift und funktionieren einfach.
Ich habe gerade den Bali eines Freundes "belebt", der über ein Jahr ungeschützt im Garten abgestellt war. Ok, die ausgeblichenen Trittbrettteile sind eigentlich um. Man kann sie aber "Aufföhnen". Ich brauchte nur den Vergaser penibel zu reinigen und die Reifen aufzupumpen.
Honda hat mehr, als 100 Millionen Krafträder gebaut. Das ist mehr, als alle anderen Hersteller zu allen Zeiten, zusammen gebaut haben. Die verstehen ihr Handwerk.

Huubat. Die Treibsatzschwinge ist bestimmt keine wegweisende Konstruktion. Noch größer kann man die ungefederten Massen nicht gestalten. Das hat einen sehr großen Anteil an den schlechten Fahreigenschaften und dem Bocken einer Vespa. Bei den größeren Modellen führt die einseitige Gewichtsverteilung dann auch noch dazu, daß man, um geradeaus zu fahren, immer mit Neigungswinkel unterwegs ist. Außerdem zieht einen der Motor beim Beschleunigen / Motorbremse auch noch nach oben / unten (bzw. rechts / links, weil man ausgleicht). 100 Jahre Wissen um Fahrwerksgeometrie und Dynamik, werden bei den Blechrollern ad absurdum geführt.

Die Drehgriffschaltung der Vespa ist übrigens die einzige (der Welt ?), die ohne Rastklinke daherkommt. Man kann schalten, ohne die Kupplung zu ziehen - mitten in der Fahrt. Auch ein Grund, warum Kotflügel und Beinschild selten heil sind.
Wer in der Großstadt wohnt, kennt vielleicht noch das Geräusch, wenn morgens der Nachbar seine Vespa startet und beim Abbocken ungewollt einen Gang einlegt und erstmal in den Müllcontainer kachelt.

Diese Motor / Karosseriekonstruktion erzwingt dann auch in jeder Hinsicht Kompromisse, die weit weg vom Ideal liegen. So ist der Ansaugsstutzen extrem viel zu lang.
Resultat: Sehr schlechtes Ansprechverhalten - Man muß erst mit dem "Maschinentelegraph" Bescheid sagen, daß beschleunigt werden soll - und ein sehr schlechter Wirkungsgrad, da sich ein Teil der Gassäule auf seinem Weg durch den Ansaugkanal an der Wandung niederschlägt. Selbstfüllungseffekte durch Resonanz sind komplett ausgeschlossen.
Eine Vespa verbraucht durchschnittlich das Doppelte eines gleichstarken "normalen" Moppeds mit gleichem Hubraum. Und das, obwohl sie Drehschieber gesteuert sind.

Timos 200er mit 5 Litern ist die Regel. Das hat mein Renault 5 auch gebraucht. Mit 50 PS und 1 Liter Hubraum.

In den letzten 15,000 Kilometern, bin ich mit einer 1978er Yamaha TY 50 unterwegs. Ich hab die aus Teilen der SS, RD, DT dieser Serie "gewürfelt".
Dazu ein 80er 5-Gang-Block mit Nogouchi "Renn"-Nikasilzylinder, 4-Klappenmembran (symmetrisch), 20er Mikuni Vergaser, K&N Luftfilter und Nogouchi Resonanzauspuff.
Das Ding geht von unten heraus und schafft 104 Km/h (geeichter Tacho).
Verbrauch: 2,5 Liter. Wenn ich nur "Halsgestört" durch die Stadt "hacke", schaff´ ich sogar 3 Liter. Darüber würde ich nach einem Benzinleck suchen.
Arbeit? Ab und zu Kolbenringe gewechselt, einmal Zündung nachgestellt. Gerade hinten wieder für Bremswirkung gesorgt. Ansonsten nur normale Wartung. Meistens steht sie bei jedem Wetter draußen.
Gewicht: 73 Kg, die man einfach so um die Kurve "klappen" kann. Roller sind da nur Opfer (aber das sagt jetzt der 15 Jährige in mir).

Schön auch der Hinweis auf die saubere "Entgratung" der Karosserie der Vespa. Es macht schon viel Freude, mal den Vergaser aus und einzubauen. Das, was da in dem Fach so matschig rumschwimmt, ist übrigens das niedergeschlagene Gemisch, was im Stand zurückläuft. Oder eine regelmäßig auftauchende Undichtigkeit (Schwimmerkammerdeckel verzieht sich) der Dellorto-Gasfabrik, die sie Vergaser nennen.

Ich habe mal fast 40 gebrauchte Kurbelwellen aussortiert, weil sie schlugen. Da ich aber eine benötigte und das Ganze etwas unfassbar erschien, habe ich sie in die Drehbank gespannt, in der Absicht, sie zu richten.
Vielleicht könnt ihr euch meine Augen vorstellen, als ich feststellte, daß die nicht verdreht waren, sondern die Abstände der Kurbelzapfen zum Hubzapfen auf beiden Kurbelwangen unterschiedlich sind. Die können von Haus aus nicht rundlaufen. Da spielt es auch keine Rolle, ob die Welle aus einer Ciao, Blechroller oder TPH und Co stammt. Damit´s trotzdem geht, verbaut Vespa Kurbelwellenlager mit C5-Toleranz.
Kreidler, Victoria, einige F&S: Schulterlager mit Nullspiel-Einstellung.
Fast alle anderen C3 (Bei Betriebstemperatur dann spielfrei).

@Timo. Der Händler hat nicht gelogen. Er kann da nichts tun. Du nimmst drei Neuteile, und nur eins funktioniert, oder keines. Das bezahlt niemand.
Ich bin mit einigen Leuten des großen örtlichen Vespa-Händlers (3 mal Europas größter gewesen) befreundet. Auf die Frage, wie die den Kunden erklären, warum das Ding dauernd in die Werkstatt muß, kam die Antwort: Wir sagen immer, daß es ein bedauerlicher Einzelfall ist - auch wenn die Schlange dieser Einzelfälle bis zur Ladentür reicht. Die Macht des Markennamens und der Wunderglaube ans "italophile" verkauft die Dinger. Die Kunden schlucken das einfach. Der Chef hat, als er anfing, die Doktrin aufgestellt: Jeden Tag steht ein Dummer auf. Wenn wir den in den Laden lotsen, ist alles gut. Dauerhafte Zufriedenheit und Kundenbindung war ihm egal. Das letzte, was er gemacht hätte, ist selbst eine Piaggio anzuschaffen. Noch nichtmal zum Angucken. Ich hab ihn übrigens selbst gut kennengelernt und direkt mit ihm über sowas gesprochen, da wir uns mit unserer verschiedenen Ausrichtung gut ergänzten.
Nicht selten habe ich für ihn Teile aufgearbeitet, da der Satz Neuteile in seinem Lager nicht zu gebrauchen war. Dafür habe ich von seinem Einkaufsbonus profitiert, da Piaggio Ersatzteile nach "DDR" System produziert und verteilt.
Einmal waren 300 Kaskaden für TPH 50 für Deutschland im Rückstand (ewig kaputt durch Stürze, oder Diebstahlversuch). Geliefert wurde eine!.
Ich hab sie bekommen.
Wenn ich dem Kunden wochenlang erzähle, daß er damit nicht zur Arbeit kommt, weil Vespa nicht liefert, glaubt er mir das nicht - ein so bekannter Hersteller macht sowas ja nicht - und am Ende kommt er nicht wieder. Eine Spitzen-Geschäftsgrundlage.

Während meiner gewerblichen Zeit ist Piaggio 4 mal stillschweigend pleite gegangen. Grund war nicht der mangelnde Absatz, sondern die exorbitanten Garantiekosten. Weil der Name "Gold" wert ist, gab es immer sofort neue Investoren. Einmal wollten die Amerikaner kaufen, um einen großen Schritt auf den (weltweiten) Zweiradmarkt zu machen. Nach eingehendem Studium haben sie abgelehnt, da nirgendwo ein ausreichender Qualitätsaspekt zu finden war. Sie hatten Angst, sich damit gleich in die "Nesseln" zu setzen.
Vespa hat dann versucht, in USA selbst Fuß zu fassen. Ergebnis: die letzte Pleite, die ich miterlebt habe. Danach hatten die Familie Agnelli noch 10 %, die Amis haben ihre 10 % behalten (man weiß ja nie) und 80 % gingen an eine Holding, die der deutschen Bank gehört.

Nun fang ich doch an, daß Buch zu schreiben. Hilfe...

Frank. Wenn du den Bowdenzug abgelängt hast, verlöte das Ende. Dann zerfasert da nichts. Mache ich grundsätzlich. Erspart viel gefummel, auch später.
30 Watt Kolben reicht schon. Besser aber was mit 50 Watt, oder mehr. Wichtig ist, daß das Lot "durchgeflossen" ist.

Schönen Tach noch, Arnulf.

edit: Rechtschreibung, vergessene Worte.

48

Mittwoch, 17. Juni 2009, 09:45

´

Hallo Arnulf,

der Bowdenzug zerfasert vorne, da wo er in den Hebel eingehängt wird. Da ist nichts mit löten.

Ich kenne einige Rollerfahrer, die sich so ein Ding zum Spaß oder Sprit sparen angeschafft haben. Darunter sind auch Piaggio- Besitzer mit allem was so zum Konzern gehört. (Sfera, Hexagon, Gilera Runner) Von einer derartigen Häufung von Problemen habe ich aber noch nicht gehört.

Auch Teile für meine Pflegevespa hat der Händler entweder vorrätig oder beschafft sie kurzfristig. Das ist bei Honda auch nicht besser, nur teurer.

Zustimmen muß ich bei der Aussage zur Treibsatzschwinge. Das ist wirklich die beste Methode, möglichst viel Masse vor die Federung zu bekommen. Man muß aber berücksichtigen, dass die Vespa aus der Not heraus geboren wurde. Piaggio produzierte ganz am Anfang Schiffe und Eisenbahnwaggons, danach Flugzeuge. Nach dem zweiten Weltkrieg war das Werk zerstört, auch bestand kein Bedarf mehr an Flugzeugen. So wurde in den Trümmern ein neues Produkt unter primitivsten Bedingungen entwickelt: Die Vespa. Das da mancher Kompromiß geschlossen -oder das ganze Vehikel ein großer Kompromiß wurde, ist irgendwie normal. Dafür kann man ein Rad ohne große Probleme wechseln, was damals, als es noch mehr Plattfüße gab, ein echter Vorteil war. Aber das ist nun 60 Jahre her.

Die Problem mit dem Vergaserausbau scheint sich auf die 50er zu beziehen, bei der 125er kommt man halbwegs gut dran. Auch zieht die 125er recht gut, ich meine sogar, sie hat mehr Drehmoment als mein Spacy. Aber das kann auch an der manuellen Schaltung liegen, die Keilriemenautomatik bügelt manches weg. Zudem ist die Vespa ziemlich laut und vibriert, was auch Leistung suggeriert.

Seltsamerweise halten sich bei Fahrzeugen solche einfachen Behelfslösungen oft länger als modernere und bessere Konstruktionen. Käfer und Ente beweisen das bei Autos, und die Vespa ist ebenso ihr eigenes Denkmal. Eingestellt wurde sie nicht wegen mangelnder Nachfrage, sondern wegen fast unlösbarer Probleme mit der Abgasreinigung. Darum gibt es außer in der Schnapsglasklasse kaum nach Zweitakter, was ich eigentlich gar nicht schlecht finde. Ich kann mich noch an meine Kinderzeit erinnern, da gab es viele Zweitakter, auch bei den Autos- DKW, Goliath, Lloyd, Goggo usw. Die stanken damals schon erbärmlich. Hätten wir heute die gleiche Abgastechnik und einen vergleichbaren Anteil an Zweiaktern im Verkehr wie in den 1950/ 60er Jahren, könnten wir vermutlich kaum noch atmen.

Aber es wird immer mehr off topic.

Ich muß gleich noch mal wegfahren, da kann ich ja mal sehen,l wie sich die Sache mit der Vespa entwickelt. Womöglich wurde sie ja nur in Solingen neu zugelassen. Andrerseits ist das Mädel seit einem halben Jahr nicht mehr damit gefahren. Mal sehen.

PS: Ein Freund hat sich, um Zeug vom Baumarkt zu seiner Hausbaustelle zu fahren, eine Ape gekauft. Die wird sowas von brutal überladen, dass ich mich nicht trauen würde damit zu fahren. Sie scheint es aber nicht krumm zu nehmen.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 5 224

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

49

Mittwoch, 17. Juni 2009, 10:58

Zitat

Frank postete
...
PS: Ein Freund hat sich, um Zeug vom Baumarkt zu seiner Hausbaustelle zu fahren, eine Ape gekauft. Die wird sowas von brutal überladen, dass ich mich nicht trauen würde damit zu fahren. Sie scheint es aber nicht krumm zu nehmen.
Hi,

...solange das Vorderrad nicht in der Kurve einknickt....:D

Übrigens: die Ape gibt´s auch mit einem kleinen Dieselmotor.

Gruss
PeZett...spult auf SONSABAKATANPHITEAREVPIOBEOTELUHEBRATASGRUDOKTOSTOCOLISHAFERTESTECREAFOSASCSAN und ekelt sich vor Shamrock...

50

Mittwoch, 17. Juni 2009, 14:47

Frank.
Du meinst oben am Kupplungshebel selbst. Also nicht am Ende des Zuges, sondern neben der angepressten Tonne? Dort, wo er sich walkt?

Da hast du Möglichkeiten. Die Tonnen der Vespazüge sind etwas dicker, als die der "deutschen" Norm (Magura). Du kannst einen mit Maguratonne nehmen und fetten. So kann es sich besser im Griff drehen und walkt nicht so.
Du kannst auch (je nach Griff, gibt auch welche mit kleiner Tonne), einen Zug mit "Birne" nehmen, der dann in einen geschlitzten Zylinder (Nippel) eingehängt wird. Dann hast du noch mehr Beweglichkeit.

Bei der Gelegenheit. Im Werk scheint man Fett bei der Montage der Fahrzeuge zu verabscheuen. Man kann sich viele Probleme ersparen, wenn man das als "vormontierten Bausatz" betrachtet und entsprechend nacharbeitet.

Wenn sich mit der Vespa was anbahnt, nimm mal einen 19er Ringschlüssel und eine 19er Knarre (kann auch 17er sein) mit Verlängerung mit. Schraub mal die Mutter vom Schwingbolzen ab und versuche den Schwingbolzen zu drehen.
Wenn das geht, gut. Wenn nicht, hast du verloren. Dann kriegst du das auch nicht mit einem Pressluftmeißel raus.

Guck dir auch das obere Lenkkopflager an. Wird im Werk auch seltenst gefettet und wird ständig mit Regen gespült, weil offen.
Fahrzeuge, die wirklich gut gewartet wurden, oder vor ca. 1985 gebaut wurden, kann man im Reparaturfall wenigstens auseinanderschrauben. Oft scheitert es schon daran.
Und an alle! Gewinde bei der Montage Fett, bzw. Kupferpaste machen (Bolzen u.a. natürlich auch).

Häufung von Problemen.

Die Häufung kriegt man dann erst mit, wenn man an so vielen rumschraubt, daß man Rückschlüsse ziehen kann. Der Besitzer kennt ja nur sein Fahrzeug (bedauerlichen Einzelfall).
Meist fahren die Scooter ja auch die ersten 10000 Km. Dann geht´s erst richtig los.
Bei Neuverkauf plant der routinierte Vespahändler schon die Reparaturtermine (Ersatzteilbevorratung), da sie absehbar sind.
Meine Kunden waren oft über meine Ferndiagnosen erstaunt. Nach kurzer Problemschilderung habe ich nach Kilometerstand gefragt und hatte in 98% der Fälle schon den Fehler. Man sagt dem Kunden natürlich nicht, das Piaggio nach "Plan" kaputtgeht.
Zwischen 10000 und 20000 Kilometern, steckt man durchschnittlich den Neupreis nochmal für Reparaturen rein (wenn man in die Werkstatt geht).
Bei 20000 (über 80 ccm 27000) Kilometern ist dann Ende. Scheckbuch meistens auch.
Ab und zu funktioniert eine auch mal einfach. Die schaffen dann (mit kleineren Reps) auch meist 70000 Kilometer. Also, wie jeder Japaner oder Taiwanese.

Das bezieht sich auf die Scooter. Das sind die mit dem "Gummibandantrieb" und dem Verschleiß und Verbrauchsfördernden Schlupf im Antrieb.

Bei den Blechrollen (das sei noch nachgetragen), muß man zwischen den PK und PX-Serien unterscheiden. Sind konstruktiv etwas unterschiedlich, aber unter dem Strich tut sich das nichts.

Zum Thema Abgasverhalten (bei 2-Taktern).
Zum einen liegen die Verbräuche bei Rollern eklatant zu hoch, so daß gerade die sehr viel Schadstoffe produzieren.
Der sogenannte Kat ist gar keiner. Es ist in der Regel eine Art Blechwickel im Auspuff, der den Verbrauch durch Wirkungsgradverschlechterung nochmal in die Höhe treibt.
Eine Abgasreinigung ist nur innerhalb der ersten 50 Km messbar, danach kehrt es sich eher um. Das reicht aber für die Strassenzulassung hier.
Ansonsten erzeugen die 2-Takter eigentlich nur CO² als nennenswerten Schadstoff. Dem könnte man mit heutigem Wissen auch noch Abhilfe schaffen, will man aber nicht.
Dann gibt es heute 2-Takt Öle, deren Rückstände zu über 95% biologisch abbaubar sind.
Eigentlich mit die sauberste Möglichkeit, mit Hubkolbenmotor unterwegs zu sein.
Leider wird der Geruch im Hirn des "Denkers" mit Dreck gleichgesetzt. Gerade die Umweltfreundlichen Öle riecht man recht stark.

Bei 4-Taktern ist Abgasreinigung sogar ganz glatt gelogen.
Zum einen wird kaum ein Kat gebaut, der über alle Betriebszustände des Motors funktioniert. Zum anderen wird auch hier der Wirkungsgrad verschlechtert und damit der Verbrauch in die Höhe getrieben. Damit also erstmal mehr Schadstoff produziert. Wenn man das dann noch im Zusammenhang mit bleifreiem (also Benzolhaltigem) Benzin betrachtet, stellt man fest, daß zwar die Kennzeichnungspflichtigen Anteile reduziert werden, dafür aber hinten ein Giftcocktail (nicht kennzeichnungspflichtig>Politik) herauskommt, der vom allerfeinsten ist.
Wir haben 1964, nachdem die Giftigkeit von Benzol (nach Dioxinen das zweitgiftigste, was wir haben) erkannt wurde, dieses verboten und durch das auch, aber mindergiftige Blei, ersetzt.
Nun haben wir wieder Benzol. Man könnte mit heutigem Wissen auch auf beides verzichten, aber dann könnten wir an der Tankstelle kein "dreckiges", billiges Benzin mehr verkaufen.

Und da sind wir am Punkt. Man könnte jeden Stoff "Schadstofffrei" verbrennen, wenn man ihn ideal verbrennen kann.
So ist der logische Ansatz erstmal der Treibstoff selbst.
So haben Anfang der 90er die führenden Industrienationen 6 führende, unabhängige Institute beauftragt, den idealen Treibstoff zu erforschen.
Sie sind alle zum gleichen Ergebnis gekommen.
Heraus kam ein magnetisch behandelter Alkohol, der sich an die Kohlenwasserstoff-Moleküle anlagert, und diese zu 8-kettigen Molekülen durch Potenzialausgleich der Brückenbindungen "zusammensetzt".

Ich durfte beim abschließendem Feldversuch mitmachen.
Ergebnis:
Verschleiß wurde vernachlässigbar, da Lebensdauer des Fahrzeugs geringer als Motorstandzeit.
Verbrauch durchschnittlich (von Kerosin bis Diesel über Benzin) unter 50% des vorherigen Verbrauchs. In bestimmten Fällen sogar 70% Reduzierung.
Man hat es auch schon daran gemerkt, daß die Betriebstemperatur (im Auto / Boot) auf ca. 40° sank, da viel weniger Energie in Reibung und schlechte Verbrennung (Explosion statt Abbrennen einer Flammfront) umgesetzt wird.

Natürlich hat weder Politik (Mineralölsteuern), noch Wirtschaft (Sachen sollen verschleißen) noch Dienstleistungsgewerbe (Werkstätten leben von Schäden) irgendein Interesse an der Verbreitung dieses Zusatzes.

Ich hatte ein originales, als Geheim gestempeltes Gutachten darüber, bis ich es verliehen und nie wieder bekommen habe.

Das wäre heute Sprengstoff und ärgert mich unheimlich, daß es weg ist.
Der Testname des Zusatzes war "Initren". Da kann man sich totgooglen. Man findet nichts. Naja, die Geheimhaltung war wichtig. Das Gutachten hätte ich auch nie haben dürfen. Das hat mir ein Direktor der Treibstoffentwicklung bei Shell besorgt, der gerade in den Ruhestand ging, und dem ich versprechen musste, daß ich ihn "nie gesehen" habe. Er würde alles abstreiten müssen, da er auch im Ruhestand zur Verschwiegenheit verpflichtet ist.

Für die Teilnahme am Feldversuch musste man keine Hintergrundinfos haben, und eigentlich haben daran auch nur "Dienstverpflichtete" dran teilgenommen.
Meine Neugier und meine Kontakte hatten zu meiner Teilnahme geführt. Die haben da nicht rumgefragt, oder Leute gesucht.

Eine Riesen Sauerei, was da heute abgeht. Aber bei 12 % Schadstoffanteil der KFZ weltweit, wird hier 100% der Lösung versucht. Wer da glaubt, irgendwer von denen hätte Interesse an wirklichem Umweltdenken...........

Ist zwar irgendwo auch schon ein bischen Offtopic, aber lag mir am Herzen.
Und hätte ich dieses blöde Gutachten (komplette wissenschaftliche Ausarbeitung mit Auftraggebern, Hintergründen und nachprüfbaren Ergebnissen) noch, wäre es eine große Herausforderung für mich, dieses an die ganz große Glocke zu hängen.

So haben wir immerhin hier und da (z.B. sogenannte Leichtlauföle, Helix) einen kleinen Nutzen von den Erkenntnissen.

So "stinke" ich mit meiner alten Zwiebacksäge weiter gegenan, denn eine noch bessere Verbrauchs / Schadstoffbilanz kann mir in der Realität niemand (mit Verbrennungsmotor) vorlegen.

So, der Bogen wieder zum Thema Moppeds.

Viele Grüße, Arnulf.

P.S. Ich fahre aus den Gründen ausschließlich Shell-Benzin und zwar das V-Power Racing (bekloppter Name, müßte "Nahezu-Sauberbenzin, umweltschonend heißen).

51

Donnerstag, 18. Juni 2009, 09:46

´
Das mit der Vespa hat sich erledigt - man hat der Frau nicht gesagt, dass da auch Öl rein muß. Motor ist fest, das Schauglas leer.

Exitus.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 5 224

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

52

Donnerstag, 18. Juni 2009, 10:05

"Wer gut schmiert, der gut fährt. Wer´s unterlässt, der hängt fest."

Gruss an alle 2-Rad-Treiber!

Peter
PeZett...spult auf SONSABAKATANPHITEAREVPIOBEOTELUHEBRATASGRUDOKTOSTOCOLISHAFERTESTECREAFOSASCSAN und ekelt sich vor Shamrock...

Beiträge: 5 224

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

53

Freitag, 19. Juni 2009, 09:33

Zitat

Araso postete
...stellt man fest, daß zwar die Kennzeichnungspflichtigen Anteile reduziert werden, dafür aber hinten ein Giftcocktail (nicht kennzeichnungspflichtig>Politik) herauskommt, der vom allerfeinsten ist.
Wir haben 1964, nachdem die Giftigkeit von Benzol (nach Dioxinen das zweitgiftigste, was wir haben) erkannt wurde, dieses verboten und durch das auch, aber mindergiftige Blei, ersetzt.
....
Hallo Arnulf,

Du sprichst ein wahres Wort gelassen aus... ...das ist übrigens, wie wir
wissen, bei fast allem so. Bekannte, als schädlich eingestufte Inhalts-
stoffe werden durch unbekannte, bzw. "legale" Inhaltsstoffe ersetzt.
Da kannst Du nehmen, was Du willst - Lebensmittel (Low Fat -> das
ich nicht lache: als wenn Fett der einzige Dickmacher wäre....),
Farben und Lacke (Wasserbasislack beim Auto -> das ich nicht lache: und
was wird drüber gepinselt, damit der "blaue Engel" in der Waschanlage
nicht weggespült wird?), ...usw usw. Die Liste ist lang, fängt bei
der Rohstoffgewinnung und Erzeugung an, geht über die Produktion
und endet bei der Verwertung (...erst heute hörte ich im Radio, was
mit unserem "fein säuberlich" gesammelten Elektronikschrott
so alles getrieben wird). Von wegen "Recycling"... ...letztendlich alles
eine Frage der Deklaration. Und wenn zum Beispiel gut 30% der
gesammelten PET-Flaschen bereits auf der Schiffsfahrt nach China
granuliert und teil-aufbereitet werden (...wobei ich gar nicht wissen
will, was auf dem Kahn passiert, wenn er erst die 3 Meilen Zone
verlassen hat), dann ordnet man den fernöstlichen Fleecepullover
mit dem aufgedruckten Umweltgütesiegel schon etwas anders ein.
Denn die Faser des Pullis wird ja bekanntl. aus genau diesem PET hergestellt.

Mein Fazit: ...die umweltschonendste Treibstoff-/Rohstoff-/Hilfsstoff-
/Primärenergie-Form (Zutreffendes bitte ankreuzen) ist immer noch
die, die ich gar nicht erst verbrauche!
Wer seine Schrauben beim Kleineisenhändler kauft, spart Geld und
hilft Verpackungsmüll zu vermeiden (Blisterverpackung entfällt),
ein im Alltag benutztes Uralt-Auto hat immer noch die günstigste
Gesamt-Ökobilanz (wenn man berücksichtigt, dass an seiner Statt vielleicht
drei Neuwagen hätten produziert werden müssen...).
ABER Konsum und Verbrauch bedeutet auch Arbeitsplätze !!!
Und das ist der Teufelskreis, in dem wir uns bewegen. Ohne Kompromisse
geht´s also nicht.

Gruss

Peter


EDIT: ....OFFTOPIC, ich weis...
PeZett...spult auf SONSABAKATANPHITEAREVPIOBEOTELUHEBRATASGRUDOKTOSTOCOLISHAFERTESTECREAFOSASCSAN und ekelt sich vor Shamrock...

54

Freitag, 19. Juni 2009, 10:48

Zitat

Araso postete
...P.S. Ich fahre aus den Gründen ausschließlich Shell-Benzin und zwar das V-Power Racing (bekloppter Name, müßte "Nahezu-Sauberbenzin, umweltschonend heißen)....
Solcher angeblich umweltfreundlicher Kraftstoff wurde vor einiger Zeit in den USA propagiert. Irgendwie hieß / heißt das Zeug "refined" oder so ähnlich.

Auch in Europa hat Shell ein Patent auf einen sog. Ökosprit angemeldet.

http://www.patent-de.com/20040311/DE60004242T2.html

Ich habe den Eindruck, dass hier mehr das subjektive Gefühl durch frisch und sauber wirkende Farbe gestärkt wird, jedenfalls in stärkerem Maße als es der Schadstoffreduzierung entspricht. Einen ähnlichen Effekt hat ARAL wohl in der Werbung durch den blauen Himmel mit dem kleinen Wölkchen versucht zu erreichen.

Früher waren die einzelnen Kraftstoffmarken an der Farbe zu erkennen: BP z.B. grün, ARAL blau, Shell gelb usw. Diese Farbstoffe hat man irgendwann weggelassen, da sie im Motor zu Ablagerungen führten. Und nun meldet Shell ein Patent an, bei dem wieder Farbstoffe im Spiel sind? Ganz davon ab, das so ein Farbstoff ja mit verbrannt wird und dabei irgendwelche Verbrennungsprodukte entstehen.

Ich persönlich glaube nicht daran, dass sich die einzelnem Spritmarken groß unterscheiden, der Saft kommt oft aus der gleichen Raffinerie und gluckert dann in unterschiedliche Tankwagen. Bei den angeblichen Rennbenzinen wie V- Power mag es Unterschiede zum normalen Benzin geben, aber warum sollte ich die teure 100- Oktan- Brühe in den Tank füllen, wenn mein Fahrzeug nur nach 91 Oktan verlangt?

Ich habe mich einmal vergriffen und versehentlich V-Power getankt. Der Tank war dabei fast völlig leer, so dass der Edelsprit nicht mit einfachem Benzin verdünnt wurde. Es hat sich absolut nichts geändert, der Motor lief nicht besser und weniger Sprit hat der Wagen auch nicht verbraucht.

Das ist wohl so wie mit den Vodoo- Kabeln: Man muß dran glauben.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 5 224

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

55

Freitag, 19. Juni 2009, 11:18

Zitat

Frank postete
...

Ich habe mich einmal vergriffen und versehentlich V-Power getankt. Der Tank war dabei fast völlig leer, so dass der Edelsprit nicht mit einfachem Benzin verdünnt wurde. Es hat sich absolut nichts geändert, der Motor lief nicht besser und weniger Sprit hat der Wagen auch nicht verbraucht.

....
Hallo,

sollten sich tatsächlich Verbrennungsraum-reinigende Zusätze in diesem
Sprit befinden, wirst Du bei einmaliger Anwendung ohnehin nichts
merken. However... ...wäre mir eh zu teuer.

V.G.
PeZett...spult auf SONSABAKATANPHITEAREVPIOBEOTELUHEBRATASGRUDOKTOSTOCOLISHAFERTESTECREAFOSASCSAN und ekelt sich vor Shamrock...

56

Freitag, 19. Juni 2009, 12:34

Moin.

In den USA hat mal ein reicher Farmer "sein" Produkt selbst vermarktet.

Eine uralte Erkenntnis der Motorenbauer ist, daß mit Wasser vermischtes Benzin sehr viel effektiver ist (mehr Verbrennungssauerstoff).

Nun hat noch keiner das Problem gelöst (mittlerweile will auch keiner mehr), wie man Benzin und Wasser mischt, ohne daß sich das wieder absetzt.

Der gute Farmer hat´s geschafft. Sein Zeug, was das vermochte, taufte er "Naphta".
Als einzige Umbaumaßnahme war der Vergaser zu nennen, der den Treibstoff "gesteuert" zuführt. Gab´s zu der Zeit eh schon in Serienfahrzeugen als "elektronisch gesteuerten Vergaser".

Da der Spritanteil eh nur noch bis zu 55% beträgt, hat man schon eine enorme Einsparung. Durch den hohen Anteil des Verbrennungssauerstoffs, erfolgt eine effektivere und damit sauberere Verbrennung, sodaß unter dem Strich eine schier unglaubliche Verbrauchs- und Schadstoff-Reduktion für so eine einfache Maßnahme erreicht wurde. (Deshalb haben da auch alle großen Motorenbauer Jahrzehnte dran "rumgeforscht").

Der gute Mann wollte nicht, daß sein Patent in der Schublade eines Autokonzerns landet. So hat er insgesamt an die 7 Millionen Dollar in sein Projekt gesteckt.
Er hat mit den Stadtbetrieben in Reno, Nevada einen großen Teil der Busse damit betrieben. Nach 2 Jahren zeigte die Bilanz, daß diese Fahrzeuge nur ein Drittel der Betriebskosten benötigten, da logischerweise auch der Verschleiß zurückging. In der Folge hat Reno alle Busse umgestellt.

Eine weitere Zusammenarbeit begann mit Caterpillar. Ohne Aufpreis war da jedes Modell auch für Naphta-Betrieb zu haben. Zeitgleich wurde ein Tankstellensystem aufgebaut, was sich von Reno aus über Nevada und weiter ausbreiten sollte.
Caterpillar-Motoren findet man übrigens in sehr vielen Motorjachten, wo Verbrauchseinsparungen finanziell eine ganz andere Größenordnung erreichen.

Was weiter daraus wurde, entzieht sich leider meiner Kenntnis.

Wir werden von den Medien ja nur mit "Spektakulärem" gefüttert.
-1. Golfkrieg
-2. Israel
-3. Fußballtrainer hat im Urlaub gefi..t
Original so in der Tagesschau gelaufen, die auch schon von der "Bild-Zeitung" spricht -und sie zitiert!, obwohl schon lange amtlich festgestellt wurde, daß die Bild keine Zeitung ist und sich deshalb auch nicht so nennen darf.

Ich habe auch heute noch einen Kontakt zu den Labors der Shell hier in Hamburg.
Es ist richtig, daß "der Saft aus der gleichen Raffinerie" kommt.
Aber es ist völlig unterschiedlicher Saft.
Jede Marke macht ihre Vorgaben, nach denen Shell das dann produziert.

Man muß Shell dafür loben, daß die überhaupt Willens sind, Vernunft walten zu lassen. Durch den Vorteil, den sie als Lieferant haben, darf ihr eigenes Zeugs etwas mehr in der Herstellung kosten, um gleiches Preisniveau beim Verkauf zu haben.
Sehr zu empfehlen sind in dem Zusammenhang auch die Öle.

Übrigens wird in südlicheren Gefilden Sprit aus Rotterdam geliefert. Aus Hamburg wird die nördliche "Hälfte" versorgt. Ähnlich, wie Aldi.

Wenn man ein Fahrzeug mit höherer Verdichtung fährt, wie z.B. ein altes Kleinkraftrad, merkt man die Unterschiede extrem. Nur mit V-Power läuft so´n Ding so sauber, wie man es kennt.

Heutige Fahrzeuge mit "Motormanagement" regeln das weg, damit´s dem Kunden "wohl bekommt".
Habt ihr euch nie dafür interessiert, was so ein Motormanagement überhaupt macht?
Macht nichts. Als uns der Benzolsprit von den Grünen als umweltfreundlich verkauft wurde, hat auch keiner nachgefragt.

Die hohe Oktanzahl des V-Power sorgt für höhere Klopffestigkeit und erlaubt damit die spätere, weil punktgenauere Entzündung der Flammfront. Dies ist Voraussetzung für höheren Wirkungsgrad und damit sauberere Verbrennung und niedrigerem Energieeinsatz. Nebenbei ist die Zahl der verschieden langen Moleküle harmonischer, also reiner. Ideal wäre, nur 8-kettige Moleküle zu erzeugen. Genau das bewirkt das Initren.

In einem gesund konstruiertem Motor bemerkt man entweder eine höhere Leistung oder einen gesunkenen Verbrauch.
Wenn es keinen Unterschied macht, kann man direkt rückschließen, was man von "seinem" Motor halten darf.

Da man sein Fahrzeug erstmal hat, muß man gucken, ob sich V-Power auch finanziell rechnet.
Ein Alt-Möbelhändler, der seinen Nachschub viel aus Polen holt, hat (ohne daß ich den Rat gegeben hätte) mal V-Power in seinem T4 Caravelle probiert.
Vorher ist er ca. 850 Km mit einer Tankfüllung weit gekommen. Mit V-Power dann 1200 Km.
Der hat vorher auch gesagt: Warum soll ich den teuren Sprit nehmen, wenn mein Auto auch billigen verträgt. Die Antwort hat ihm sein Auto gegeben.
Bei einem Omega MV6 hat es komischerweise wenig ergeben, obschon das Auto 10 KM/h schneller lief. Nur wann braucht man das?

Wenn man wirklich was erreichen wollte, würde man eine gute, alte Motorkonstruktion mit so wenig, wie sinnvoll benötigten Teilen nehmen, dazu mit Initren behandeltes Benzin mittels Naphta mit Wasser mischen und hätte keinen weiteren Diskussiosbedarf.

Und dann?
Dann wäre schlagartig Hirnkapazität frei, die schnell erkennen würde, wo und wer sich mit welcher Borniertheit und Menschenverachtung über jegliche Vernunft hinwegsetzt, weil der Schaden der anderen sein Profit ist.

Farbstoffe können in die paar sinnvollen Additive mit eingebaut werden, ohne daß sie weiteren Einfluß haben. (z.B).

Zum Initren noch angemerkt. Der benötigte Alkohol ist, wie bekannt, vom Bauern anbaubar. Also sehen die Mineralölkonzerne da kein Geschäft für sich.
Die magnetische Behandlung braucht Strom, der sich auch vor Ort umweltfreundlich erzeugen ließe (man sieht ja heute schon das Entwicklungspotenzial).
Am Ende würden Raiffeisenverbände das selber organisieren. Das darf natürlich nie passieren.

Es schmerzt mich ungemein, daß weltweit ein Umweltfrevel angerichtet und arme Völker ihrer Ernährung beraubt werden, um Unmengen von Alkohol zu erzeugen, der dann "nur" beigemischt werden sollen.
Man kann nicht mehr, als ca. 15 % zusetzen. Und der Anteil ist (zum Strecken + Klopffestigkeit erhöhen) sowieso schon längst drin.
Wenn er durch Behandlung zu Initren verarbeitet würde, wäre nur ein Bruchteil nötig.
Das Mischungsverhältnis war 200 ml auf 250 Liter. das ist ca. ein Tausendstel.

Ähnlich die Diskussion um Rapsdiesel.
Ich habe bis zur Volljährigkeit viel Zeit auf Fehmarn verbracht. Dort fuhren die Bauern schon vor 35 Jahren mit Rapsdiesel, den sie im Raiffeisenverbund selbst erzeugten und vertankten.
Sie haben versucht, diese "Idee" zu verbreiten, aber es bestand kein Interesse auf dem Festland.
Da sich die Fehmaraner schon immer als den "7ten Kontinent" betrachten und sich nicht in die Suppe spucken lassen. blieb es dann wörtlich eine "Insellösung".

Mir ist erst im Nachhinein so richtig aufgefallen, daß ich nie schwarze Rußwolken aus Traktoren und Erntemaschinen kommen sehen habe. Immer nur weißliche. Was ein Wunder.

Politisch taugt sowas leider nur, um vor der Sommerpause unters Volk geworfen zu werden, damit´s was zu quatschen gibt. Nicht, das während ihrer Abwesenheit ihre Politik auf den Prüfstand kommt. So gibt´jedes Jahr was, wo sich das Volk dann spalten und heißreden soll.
Was für ein Segen die Krise doch ist. Universal-Freibrief für allerhand Schandtaten. Mit der Abwrackprämie wurde dann auch Zucker unter´s Volk geworfen, bevor es in die Arena getrieben wird.
40 Jahre, in denen die Flottenverbräuche eher gestiegen sind, sind nun vorbei.
Dann muß man ersatzweise dafür sorgen, daß die Fahrzeuge kürzere Standzeiten haben. Eine Voraussetzung ist, daß die Leute das neue "bessere" Fahrzeug auch ihr eigen nennen. Erst dann kleben sie fest.

Früher dachte ich, alle wären vernünftig. Heute sitzen wir auf dem sterbenden Ast, Arnulf.

57

Freitag, 19. Juni 2009, 12:34

´
Seit ich Auto fahre, tanke ich oft preisbewußt bei z. B. Jet. Irgendwelche Nachteile oder gar Schäden sind nie vorgekommen.

Allerdings liegen zwei preiswerte Tanken nahe an meiner Wohnung, so dass ich schon aus Bequemlichkeit dort auflaufe. Umwege, um ein paar Cent pro Tankfüllung zu sparen würde ich nicht in Kauf nehmen. Einzig wenn mich meine Wege in eine andere Stadt führen und der Tank leer ist, tanke ich dort. Seltsamerweise ist der Sprit z. B. in Wuppertal oft einige Cents preiswerter als in Solingen.
Frank


Wer aus dem Rahmen fällt, muß vorher nicht unbedingt im Bilde gewesen sein.

Beiträge: 5 224

Registrierungsdatum: 23. März 2006

Wohnort: NRW

  • Nachricht senden

58

Freitag, 19. Juni 2009, 13:00

Zitat

Araso postete
..Und dann?
Dann wäre schlagartig Hirnkapazität frei, die schnell erkennen würde, wo und wer sich mit welcher Borniertheit und Menschenverachtung über jegliche Vernunft hinwegsetzt, weil der Schaden der anderen sein Profit ist.
...
Hallo Arnulf,

ja genau das ist der Punkt: Profit! Und den kann man nun mal
nur machen, wenn ein anderer konsumiert, verbraucht, abnutzt, wegwirft.

Gruss

Peter
PeZett...spult auf SONSABAKATANPHITEAREVPIOBEOTELUHEBRATASGRUDOKTOSTOCOLISHAFERTESTECREAFOSASCSAN und ekelt sich vor Shamrock...

Beiträge: 1 332

Registrierungsdatum: 7. Dezember 2008

Wohnort: Remscheid

  • Nachricht senden

59

Freitag, 19. Juni 2009, 13:24

Hallo Arnulf,
Ich pflichte Dir bei.
Das mit dem Wasser im Sprit (oder nachträglich zusätzlich eingespritzt) bringt wirklich eine gewisse Leistungssteigerung, die einerseits durch den zusätzlichen Sauerstoff, andererseuts durch die Abkühlung des angesaugten Gemisches und der dadurch höheren Dichte resultiert.

Die ersten Versuche in Deutschland stammen meines Wissens nach aus den Ausklängen des zweiten Weltkriegs.
Bei BMW hat man verschiedene 801er Motoren damit umgerüstet. Zwar war der Leistungsgewinn beträchtlich, aber es kam immer wieder zu eklatanten Motorschäden. Wasser reagiert nämlich bei hohen Temparaturen extrem sauer, weswegen in Kraftwerken die Hochtemperatur-Dampfleitungen auch aus säurebeständigem Edelstahl bestehen.

Vor drei Jahren bin ich wieder auf das Thema in der Tuningszene gestoßen.
Es gibt mittlerweile mehrere Anbieter solcher Anlagen.
Die Probleme sind geblieben: Extremste Korrosion im Brennraum und Motortotalschäden noch und nöcher.
Kolbenböden, die so aussehen, als hätten die Mäuse daran gefressen.
Ganz einfach ist die Materie dann wohl doch nicht.

Hier habe ich aber eine andere Meinung:

Zitat

Ein Alt-Möbelhändler, der seinen Nachschub viel aus Polen holt, hat (ohne daß ich den Rat gegeben hätte) mal V-Power in seinem T4 Caravelle probiert.
Vorher ist er ca. 850 Km mit einer Tankfüllung weit gekommen. Mit V-Power dann 1200 Km.
Diese Zahlen akzeptiere ich ohne neutrale Dokumentation nicht.

Ich habe vor einigen Jahren einen Volvo V70 R Hochdruckturbo umgebaut.
Serienmäßig leistet der 250 PS mit nur 2,3L Hubraum.
Durch den geringen Hubraum ist ein hoher Ladedruck erforderlich, um auf die Leistung zu kommen. Super Plus ist vorgeschrieben und mehrere Klopfsensoren fahren den Ladedruck sofort zurück, wenn es im Motor zu unkontrollierten Zündungen kommt.
Allein der Umbau auf LPG mit seinen handelsüblichen 105 Oktan brachte eine Leistungssteigerung auf über 270PS, weil auf der Serien-Kennlinie der Ladedruck erst viel später durch die Klopfsensoren abgeriegelt wird.
Nachdem wir das Steuergerät bei BSR mit einer anderen Kennlinie, die einen deutlich höheren Ladedruck und ein angereichertes Gemisch versehen hatten, waren zum Schluß knapp unter 340 PS an der Bremse.
Dafür mußte aber noch der Abgaskrümmer einem günstiger geformten und der Serienauspuff einer zweiflutigen Anlage weichen, weil sonst der Abgasgegendruck den Lader behindert hätte.
Verbrauch lag bei 14,5L Gas (zu 12,5L auf Super Plus)

Das Fahrzeug ist bei mir fünf Jahre im täglichen Betrieb (auch vor dem Anhänger) gelaufen und vor ein paar Wochen verkauft worden. Mit über 200.000Km auf der Uhr.

Und nicht mit V-Power, sondern mit stinknormalen LPG, daß ich hier in Roermond zu der Zeit für um 30 Cent/l tanken konnte.
Ein billigeren Renner werde ich wohl nicht mehr bekommen.

Höhere Oktanzahlen bringen bei nichtaufgeladenen Fahrzeugen weder mehr Leistung noch mehr Kilometer.
Es sei denn, man passt die Verdichtung (und den Zündzeitpunkt) dem Kraftstoff an.
Aber auch damit erhöht man den mittleren Arbeitsdruck nur marginal.
Und auf den (und nicht den Spitzendruck) kommts ja an.



Bert
Bert

60

Freitag, 19. Juni 2009, 14:11

Moin Bert.

Zum ersten Teil.
Nein so einfach ist es halt nicht, sonst hätten wir das schon lange.
Wie du schon schreibst, geht diese Idee auf die Zeit des WK II zurück. Da wurde Fortschritt noch technisch definiert.

Ein mechanischer Mixer im Tank, der für ständige Durchmischung sorgt, ist nicht die Lösung.
Der Farmer hat sie chemisch gefunden und deine genannten Nachteile mit beseitigen müssen, um zum Erfolg zu kommen.
Aber er hat es hingekriegt. Nur warum hört und liest man da nichts mehr drüber?

Zum 2 ten Teil.
Was ich weiß, müssten meine "Hörer" schon nur glauben. Das ist richtig.
Da ich nicht mit Protokoll und Notar in der Tasche unterwegs bin, meine Aussage, jeder möge es selbst ausprobieren.
Der eine erlebt einen Vorteil, der andere nicht.
Dazu sind die Fahrzeuge heute zu different in ihrer Machart und Verwendung.

Für mich ist erstmal wichtig, was ich tun kann.
Ich will andere nicht überzeugen, sondern würde mich freuen, wenn sich andere selbst überzeugen. Daraus würde eine Urteilsfähigkeit erwachsen, die es nicht mehr so leicht macht, "Lemminge" zu formen.

Deshalb ärgert mich der Verlust des Gutachtens ja so sehr. Das wäre keine Meinung, sondern nachvollziehbares Wissen gewesen, was man nicht mit Rhetorik unter den Tisch reden kann.

@ Peter.
Um Profit zu machen, reicht es zu verkaufen, gebrauchen, normaler Verschleiß (nicht forciert) und zu recyclen.

Was du schreibst, ist der Unterschied, wenn es nicht um Profit, sondern seine Maximierung geht, weil nicht wirtschaften, sondern bekämpfen im Vordergrund steht.

Für die Erde ist der homo sapiens nur ein Furunkel am Arsch. Der geht wieder weg.
Wenn wir bleiben wollen, müssen wir unsere Phantasie und Intelligenz schon "allgemein-egoistisch" einsetzen.

Man kann eine Marktwirtschaft eben "sozial", also gemeinschaftstauglich ausrichten, oder als Kapitalismus sich dem Diktat des Geldes unterwerfen.
Die Unterschiede sind sehr fein, bestimmen aber unser aller Zukunft.

So, jetzt muß ich aber....